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Lukes Dart Reviews - Wayne "Hawaii 501" Mardle

Wayne Mardle - Review

[Karriere] [Silica]

Das heutige Review, soll sich um PDCs Entertainer schlechthin drehen. Nun fragen sich regelmäßige Leser des Blogs „Moment mal, Wright war doch schon dran?“. Zwar haben sie damit Recht, doch lange bevor Peter Wright zu Pitbulls "Don't Stop The Party" über die Bühnen hüpfte, war es Wayne Mardle, der die Stimmung in den Hallen mit Tanzeinlagen abgerundet mit bunten Hawaii Hemden, Hawaii Ketten und vielem mehr zum Kochen brachte.

Die Karriere:

Darts Reviews - Karriere

Der im englischen Dagenham geborene Mardle war bereits als Jugendspieler recht erfolgreich. Das allein machte ihn schon zu einer Ausnahme auf dem Circuit. Die meisten seiner Mitstreiter hatten erst spät die Profikarriere eingeschlagen. Das prominenteste Beispiel ist Phil Taylor, der mit Anfang 30 seine erste WM spielte. Wayne Mardle hingegen galt als einer der ersten Spieler, die auf ihre Erfolge in jungen Jahren (z.B. der Gewinn der 1990er BDO British Youth Darts Championship) aufbauen konnten und nicht wieder von der sportlichen Bildfläche verschwanden. Bis zu seinem Rücktritt vom Profi Betrieb gehörte Mardle lange zu den Topspielern der Order of Merit. Ähnlich wie Terry Jenkins, konnte er seine Karriere jedoch nie mit einem Major-Titel krönen. Sage und schreibe viermal stand der Engländer im WM-Halbfinale. Seine größte Niederlage stellt wohl das Semifinal-Aus 2008 gegen Kirk Shepherd dar. Nachdem Mardle im Viertelfinale unter Tränen seinen ersten Sieg gegen Phil Taylor vor TV-Kameras feiern konnte, verlor er mit einer mäßigen Leistung gegen den jungen Qualifikanten mit 4:6. Dieser kam dann im Finale gegen John Part unter die Räder und verschwand wieder so schnell von der Bildfläche wie er aufgetaucht war.

Wayne Mardle als Sky Experte

2012 beendete Mardle seine Profi Karriere. Fortan arbeitet er als Kommentator und Experte bei SkySports und verbringt die Zeit zwischen diesen Jobs mit Exhibitions. Er gilt als einer der beliebtesten Spieler für solche Show Turniere. Von sich selbst sagt er, dass er TV Moderator geworden wäre, wenn er keine Dartskarriere eingeschlagen hätte. Und tatsächlich scheint dem Engländer das Unterhalten zu liegen. Einer seiner populärsten Exhibitions Tricks ist das Pusten des Dartes mit dem Mund gen Board. Und das Verrückte dabei ist…der Typ trifft so tatsächlich. So bleibt eine der schillerndsten Persönlichkeiten des Dartsportes dem selbigen erhalten und sorgt bis heute für viele Lacher und auch wenn er hier die Geister scheidet, auch für etwas Expertise

 

Legend Wayne Mardle Hawaii 501 Silica 22 Gramm:

Wayne Mardle - Silica

Wayne Mardle hat schon so einige Ausrüster hinter sich. Es fing an mit B&W Darts, dann folgte in seiner erfolgreichsten Zeit Harrows. Zum Abend der Profikarriere ging es dann zu Target. Etwas überraschend wurde dieser Kontrakt nicht verlängert und dieses Jahr wechselte Mardle dann zu Legend Darts. Diese Marke gehört zu Dartscorner und hatte bereits die Gedenk Darts von Eric Bristow herausgebracht. Dieses Review soll sich zwar um die aktuellen Darts drehen, trotzdem könnt ihr hier ein paar der älteren Mardle Sets anschauen (im Forum in meinem Review Thread habe ich auch ein paar Zeilen zu den Darts geschrieben):

B&W Darts Wayne Mardle:

Wayne Mardle - B & W


Harrows Wayne Mardle:

Wayne Mardle - Harrows


Target Wayne Mardle Gen.1:

Wayne Mardle - Target

Doch kommen wir zurück zu den Legend Darts…

Die neuesten Mardles gibt es in 4 Versionen. Zum einen ganz ohne Coating also Naturals, dann noch in Schwarz, Gold und mit einer bronzenen Silica Beschichtung. Letzteren Dart stelle ich hier vor. Nicht nur weil es das ungewöhnlichste Set der dreien ist, sondern in meinen Augen auch das schickste. Jede der Versionen gibt es in 20, 22, 24 und 26 Gramm. Auch die Automatendarter sind versorgt, da auch an Soft Tip Sets gedacht wurde.

 

https://images.dartprofis.de/Reviews/Unboxing.jpg

Im Laufe der Zeit hatte ich schon alle möglichen Verpackungen in der Hand. Von schnöden Purist Kartons von Unicorn, über einfache Winmau Plastik Cases bis zu Hochglanz Boxen von Target. Und am Ende ist es doch diese Verpackung, die mir am besten gefällt.

Wayne Mardle - Box 1

Die Darts kommen in einem Standart Dart Karton. Der Knaller ist aber das Motiv, das wohl kaum passender sein könnte. Das herrliche schrullige Bild findet sich auch auf den Signatur Flights, sowie dem ebenfalls neu herausgebrachten Shirt. Beides ist übrigens auch separat erhältlich.

Wayne Mardle - Box 2

In der Verpackung findet man die drei Darts, dazu kurze Alu Stems und ein Set Flights. Das enthaltende Setup wird auch so von Wayner Mardle gespielt und ist komplett auf ihn personalisiert. So sind neben den Flights, auch die Spitzen, die Barrels und sogar die Schäfte mit seinem Nickname „Hawaii 501“ versehen. Doch dazu später mehr.

Wayne Mardle - Box 3

Mit einem Preis von rund 50 Euro rangieren die Silica Mardles im üblichen Preissegment für Spieler Darts. Die natural Version gibt es für einen Fünfer weniger. Der Lieferumfang geht für diesen Preis in Ordnung. Vor allem, da das originale Setup enthalten ist und die Stems mit ihrem gelaserten Schriftzug durchaus besonders sind. Da es sich allerdings um ein sehr simples Barrel Design handelt, kann man nicht unbedingt von einem günstigen Dart sprechen. Selbstverständlich zahlt man hier insbesondere für den Namen oben drauf.

 

Darts Reviews - Look

Wayne Mardle - Look 1

Wie schon erwähnt, hat man es mit hier mit keinem besonders ungewöhnlichen Design zu tun. Viel mehr ist dieser Dart eine klare Hommage an Mardles Darts seiner aktiven Zeit. Die Barrels sind komplett gerade. Auch die Nase vorne ist nicht abgerundet.

Wayne Mardle - Look 2

Über die gesamte Länge ist ein dünner Ringgrip eingearbeitet. In den Rillen wurde auf das Silica Coating verzichtet. Der dadurch entstandene Look ist sehr puristisch aber durchaus reizvoll. Gerade in Kombi mit der bronzenen Beschichtung macht der einfache Grip was her. Am Barrel Ende wurde Mardles Nickname eingelasert und rundet das Design treffend ab.

Wayne Mardle - Look 3

Auch auf den Spitzen findet sich der Schriftzug „Hawaii 501“. Besonders schön: der Name wurde hier in derselben verschnörkelten Schriftart aufgebracht. Ein nettes kleines Detail.

Wayne Mardle - Look 4

Natürlich muss an dieser Stelle auch etwas über die Flights gesagt werden. Deren Design kommt in meinen Augen nicht ganz an die legendäre orangene Gestaltung von Mardles Harrows Darts heran. Trotzdem wird das Motiv von Shirt und Verpackung passend aufgegriffen. Diese Dinger sind echte Hingucker und sorgen bei Turnieren auch für den einen oder anderen interessierten Blick.

Wayne Mardle - Look 5

Insgesamt gefällt mir der Look der Mardles. Insbesondere das bei Darts eher selten genutzte Silica Coating ist sehr stylisch. In Kombination mit den dünnen silbernen Rillen wird das einfache Design etwas aufgepeppt.

Wayne Mardle - Look 6

Nichtsdestotrotz handelt es sich um einen sehr einfach gestaltenden Dart. Das kann man mögen, aber auch eher langweilig finden. Mir gefällt das Set so wie es ist, vor allem weil es stark an Mardles alte Darts erinnert. Insbesondere seine Targets waren für meinen Geschmack zu sehr auf den breiten Markt zugeschnitten. Da fand man etwa Grip an Stellen, an denen Wayne den Barrel eh nie greifen würde. Dieses Set hingegen bleibt authentisch durch und durch.

 

Darts Reviews - Maße

 Wayne Mardle - Maße

Mit über 50mm Länge durchbrechen die Mardles für viele Spieler die Schallmauer der erträglichen Barrellänge. Insgesamt hat man es also mit einem langen dünnen Dart zu tun. Kein leicht zu kontrollierender Barrel, der aber selbstverständlich auch seine Fans findet. 

 

Darts Reviews - Grip

Wayne Mardle - Grip 1

Der Barrel ist fast komplett mit einem dünnen Ringgrip überzogen. Lediglich am Ende wurde ein etwas breiteres Stück für Mardles Signatur freigelassen. Die Rillen sind nicht sehr tief eingefräst und bieten somit keinen aggressiven Grip.

Wayne Mardle - Grip 2

Das Silica Coating unterstützt den Halt dafür merklich. Wie alle Beschichtungen begünstigt die bronzene Schicht ein schnelles Erwärmen des Tungstens. Das wiederum sorgt für mehr Halt. Darüber hinaus ist dieses Coating relativ stumpf und schafft somit zusätzlichen Grip.

Wayne Mardle - Grip 3

Auf einer Skala von 1-10 würde ich den Grip bei 5 verordnen. Wer eine Menge physischen Grip benötigt, liegt somit bei diesen Darts falsch. Wer wiederum lediglich etwas Hilfe beim Halt benötigt, kann getrost zugreifen. Die Mardles sind nicht komplett glatt, aber eben auch nicht übermäßig rau und aggressiv. Wayne fasst seine Darts weit vorne, somit ist dieser Dart zuallererst Frontgrippern zu empfehlen. Spieler, die mittig greifen finden ebenfalls genug Grip, lediglich Reargripper müssen auf die Rillen verzichten.

 

Darts Reviews - Fazit

Wayne Mardle - Fazit 1

Kommen wir zum Fazit. Mit den Legend Wayne Mardles wurde eine Hommage an einen klassischen Dart eines populären unterhaltsamen Spielers auf den Markt geworfen. Die Silica Version überzeugt mit einem sehr puristischen aber durch aus ansehnlichem Design. Kleine Details, in Form von gelaserten Signaturen runden den Look passend ab. Auch das mitgelieferte Zubehör macht was her.

Wayne Mardle - Fazit 2

Die im Zuge des Ausrüster-Wechsels eingeführte Neugestaltung von Flights und Shirt erinnert stark an frühere Zeiten, in denen sich die Profis auf dem Circuit weniger ernst genommen haben und nicht alles völlig auf „Dynamik“ und „Kampf“ zugeschnitten war. Man vergleiche etwa die aktuellen Verpackungen der Target Spieler Darts mit der drolligen Box dieses Sets…

Wayne Mardle - Fazit 3

Für mich bleibt eigentlich nur ein großer Contra Punkt: der Preis. Das Design und der Grip sind so simpel, dass sie kaum die aufgerufene Summe rechtfertigen können. Auch die Personalisierungen an Stems, Spitzen und Barrels genügen nicht aus, um den Wert ist derartige Höhen zu tragen. Wer Fan von Hawaii 501 ist, wird sicher trotzdem zugreifen. Auch Liebhaber des Silica Coatings werden sich in aller erster Linie freuen, dass überhaupt mal wieder ein bronzenes Set Darts auf den Markt gekommen ist. Wem es ausschließlich um einen langen dünnen Dart mit derart einfachem Grip geht, sollte sich anderweitig umschauen. Es gibt zahlreiche Modelle, die diesen Ansprüchen genügen können.

Das war es für heute. Schaut doch mal in unserem Forum vorbei. Dort könnt Ihr mir auch Feedback, Fragen, etc. zukommen lassen.

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Bis zum nächsten Set! Good Darts!

Foto-Credits: dartn.de

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