ANZEIGE
German Giant Dartshop

Grand Slam: Van Gerwen erlebt nächstes Whitlock-Trauma

Sonntag, 22. November 2020 23:35 - Dart News von dartn.de

Simon Whitlock bezwingt Michael van Gerwen zum dritten Mal in kurzer Zeit

Simon Whitlock und Dimitri van den Bergh haben sich am Abend in epischen Matches die letzten beiden Tickets für das Halbfinale des Grand Slam of Darts gesichert. Whitlock überlebte insgesamt acht Matchdarts von Michael van Gerwen, bevor er ein tolles Comeback perfekt machte. Van den Bergh lief erst mit Fortdauer seines Spiels richtig warm und konnte Nathan Aspinall gerade noch abfangen.

Van den Bergh überwindet Schwächephasen

Zum zweiten Mal in seiner Karriere steht Dimitri van den Bergh im Halbfinale eines TV-Ranglistenturniers. Trotz 33 verpasster Doppel hatte er gegen Nathan Aspinall mit 16:15 die Nase vorne. Aspinall gewann die ersten drei Sessions und lag wenig später mit 11:8 vorne. Die belgische Nummer Eins erlangte sechs der nächsten sieben Legs, nur um dann noch einmal mit 14:15 in Rückstand zu geraten. Zwei starke letzte Legs bogen das Ganze aber doch noch einmal um.

Die ersten beiden Legs gingen mit dem Wurf, wobei Aspinall einen 15-Darter erzielte und beide Spieler jeweils eine Breakchance liegen ließen. Ein weiterer 15-Darter war gefolgt von einem 12-Darter, ehe "The Asp" eine Möglichkeit zum 4:1 nicht verwertete und van den Bergh 72 checkte. Der Belgier patzte anschließend allerdings auf die Doppel, so dass Aspinall ein 17-Darter genügte. Mit dem nächsten Dutzend Pfeile verkürzte van den Bergh, aber fünf Versuche auf den äußeren Ring waren fehlerhaft und Aspinall kam in 19 zum 5:3. Es folgte ein 14-Darter von van den Bergh, woraufhin die Nummer Sechs der Setzliste in 13 konterte. "The Dreammaker" kam in 15 und 18 Darts besser aus der Pause und stellte damit erstmals seit dem zweiten Leg wieder Gleichstand her. In den nächsten drei setzte er jedoch fünf Gelegenheiten daneben, so dass Aspinall in 20, 17 und 14 Darts zum 9:6 profitierte.

Die Dynamik des Spiels blieb auch zu Beginn der vierten Session unverändert: Van den Bergh schöpfte durch einen 14-Darter Hoffnung, verfehlte aber einmal die Doppel-18 und "The Asp" holte sich in 18 Darts das 10:7. Der amtierende World Matchplay Champion checkte im Anschluss 110, doch er wurde mit einem 13-Darter weiter in Schach gehalten. Zwei 12-Darter inklusive 130er-Check ließen van den Bergh wieder näher kommen und dieses Mal setzte er auch noch einen 18-Darter zum 11:11. In jeweils 14 Darts hielten beide ihr nächstes Service, ehe jeweils ein Doppel verpasst wurde und van den Bergh in 13 zur ersten Führung überhaupt breakte. In 11 Darts sicherte er stark ab, doch Aspinall reagierte in 13 und bestrafte vier Patzer des Kontrahenten mit dem Ausgleich. Ein 14-Darter brachte den Engländer zurück in Front, doch van den Bergh hielt dem Druck in 15 Darts für ein Entscheidungsleg stand. Mit den ersten vier Aufnahmen erwischte Aspinall nur zwei große Triplefelder, seine nachfolgende 180 kam zu spät. Der zweite Matchdart von van den Bergh landete in der Doppel-18 für einen 14-Darter.

Nach dem Spiel stand uns Dimitri van den Bergh für ein Interview zur Verfügung, dabei sprach er über seine Gedanken während des Viertelfinals:

 



 

 

Van Gerwen verspielt das Weiterkommen

Über weite Strecken erinnerte Michael van Gerwen stark an frühere Erfolge. Mit 9:5 und 11:7 schien er Simon Whitlock im Griff zu haben und auch als der Anstalten machte, zurück in die Begegnung zu finden, hatte "Mighty Mike" immer wieder noch einen Trumpf in der Hand. Beim Stand von 15:13 rechneten viele mit der Entscheidung für van Gerwen, doch der traf ab diesem Zeitpunkt keine Doppel mehr und Whitlock wurde zum großen Profiteur. "The Wizard" gab nie auf, verkaufte sich gut, fand immer wieder Wege und stellte mit 20 180ern in einem Match einen neuen Rekord für den Grand Slam auf.

Whitlock begann passabel, traf aber die Doppel nicht und so reichte van Gerwen auch ein 17- und ein 16-Darter. Eine ausgelassene Chance zum 3:0 wurde von Whitlock allerdings mit einem 124er-Finish bestraft, woraufhin er auch noch 122 für einen 12-Darter zumachte. In 15 und 14 Darts beendete van Gerwen das kurze Störfeuer und nach verpassten Doppeln auf beiden Seiten bedeutete ein 16-Darter das 5:2. Whitlock versuchte in 15 Darts Anschluss zu halten, doch MvG checkte im nächsten Leg ganz sicher 91 zum 6:3. Ein 13-Darter gab dem Australier wieder Rückenwind und nachdem van Gerwen mit zwei Versuchen nicht checkte ließ ihn ein 14-Darter zurückbreaken. Die Doppel-13 fiel jedoch nicht zum Ausgleich, so dass die Nummer Eins der Welt in einmal 13 und zweimal 14 Darts auf 9:5 stellte.

Whitlock benötigte nur elf Pfeile, um zurückzubreaken und in 16 Darts erlangte er sein siebtes Leg. Beim anschließenden 15-Darter von van Gerwen kam er allerdings nicht hinterher und im 18. Leg schaffte er es nicht, von 164 Rest mit zwei Aufnahmen überhaupt eine Checkchance zu bekommen. Dafür ließ ihn ein 18-Darter zumindest auf 8:11 verkürzen und ein 16-Darter brachte ihn wieder halbwegs in Schlagdistanz. In 14 Darts zog MvG genau zum richtigen Zeitpunkt wieder an, doch "The Wizard" wehrte sich in Form eines 13-Darters weiter und finishte nach ausgelassenen Chancen des Favoriten 95. In 13 Darts folgte der Ausgleich, aber wieder einmal war auf van Gerwen, der einen 11-Darter parat hatte Verlass. Whitlock zeigte nun ein mindestens genauso wichtiges 72er-Checkout zum 13:13, konnte es jedoch im nächsten Leg nicht bestrafen, dass der Branchenprimus drei Aufnahmen für 170 Rest brauchte. Doppelt teuer wurde diese Tatsache, als van Gerwen auch noch 146 für ein 12-Dart-Break auswarf, doch kurz darauf gingen die ersten drei Matchdarts daneben. Australiens bester war in 15 Darts zur Stelle und landete auch noch einen 17-Darter für das 15:15. Nun hatte van Gerwen Anwurf und er erhielt insgesamt fünf weitere Siegchancen, die alle nicht verwandelt wurden. So war es Whitlock vorbehalten, das Match in 17 Darts auf der Doppel-8 zu beenden.

 

Die beiden Halbfinals zwischen James Wade und Dimitri van den Bergh sowie José de Sousa und Simon Whitlock werden dann morgen ab 20:00 Uhr MEZ ausgespielt. Sport1, DAZN und PDC.TV übertragen live.


Ergebnisse Sonntag-Abend:

Sonntag, 22.11.2020:
Abend-Session:
Viertelfinale:

Nathan Aspinall 15-16 Dimitri van den Bergh (94,92 - 97,80)
Michael van Gerwen 15-16 Simon Whitlock (100,32 - 95,97)

Vorschau Montag:

Montag, 23.11.2020:
Abend-Session: (ab 20:00 Uhr MEZ)
Halbfinale:
James Wade - Dimitri van den Bergh
Simon Whitlock - José de Sousa

TV-Übertragung 2020:

Auch im Jahr 2020 zeigt Sport1 vom Grand Slam of Darts insgesamt wieder sehr viele Stunden Live-Dart im deutschen Free-TV zeigen. Beim Streaming-Anbieter DAZN verpasst man ebenso wie auf PDC-TV HD keinen einzigen Dart. Bei DAZN besteht zudem die Möglichkeit eines kostenlosen Probemonats, DAZN überträgt alle Major-Turniere der PDC, zur Bestellung: http://bit.ly/livedart2019

Preisgeldverteilung 2020:

Sieger: £125.000
Runner-Up: £65.000
Halbfinale: £40.000
Viertelfinale: £20.000
Achtelfinale: £10.000
Bonus Gruppensieger: £3.500
Gruppe Platz 3: £7.500
Gruppe Platz 4: £4.000

Insgesamt: £550.000

Weitere Informationen:

Alle Infos zum Grand Slam of Darts [Turnierseite]
Für Diskussionen und Fragen zum Turnier [Dart Forum]

Foto-Credit: Lawrence Lustig (PDC)

[kb]

Quelle: PDC - www.pdc.tv

zurück zur Übersicht: Dart News von dartn.de | RSS Feed