Players Championship: Van Gerwen bezwingt Taylor im Endspiel

Samstag, 28. April 2018 18:35 - Dart News von dartn.de

Michael van Gerwen gewinnt Players Championship Turnier 9 in Wigan

Nachdem das letzte Players Championship Turnier noch überraschend von Michael Mansell gewonnen werden konnte, war beim heutigen 9. Players Championship des Jahres Im Robin Park Tennis Centre in Wigan Michael van Gerwen erfolgreich. Er setzte sich im Finale gegen den Überraschungsmann Scott Taylor mit 6:4 durch. Für die deutschsprachigen Spieler war es kein guter Tag, die beiden Österreicher Mensur Suljovic und Rowby-John Rodriguez erreichten die Runde der letzten 32, die weiteren Teilnehmer aus Deutschland und Österreich scheiterten alle bereits in der ersten oder zweiten Runde.

 

Van Gerwen mit Turniersieg

Der Turniersieg ging fast erwartungsgemäß an Michael van Gerwen. Der Niederländer feierte am Mittwoch seinen 29. Geburtstag und machte sich heute selbst ein Geburtstagsgeschenk. Im Finale konnte er sich gegen Scott Taylor mit 6-4 durchsetzen. Das erste Leg ging an van Gerwen, da Taylor einige Darts auf Doppel zum Break auslassen musste. Dann zeigte Taylor dann mit einem 11-Darter, dass er nicht zu unrecht im Endspiel stand. Bis zum 4-4 punkteten die beiden abwechselnd. Van Gerwen drehte gegen Ende des Spieles noch einmal so richtig auf und ließ mit 12 und 13 Darts in den letzten beiden Legs seinem Gegner keine Chance.

Im Achtelfinale schickte "Mighty Mike" Simon Whitlock mit einem 6-1 nach Hause und im Viertelfinale beendete er den Erfolgslauf von Graz-Sieger Jonny Clayton mit 6-3. Am meisten wurde er im Halbfinale gegen den mehrfachen Major-Sieger James Wade gefordert. Der Engländer führte in diesem Spiel bereits mit 4-2, doch danach wurde van Gerwen immer stärker. Mit 15, 14 und 14 Darts holte er drei Legs in Serie zur 5-4 Führung. Dann vergab Wade mehrere Darts zum Ausgleich und so checkte "MVG" nach 17 Darts 51 Punkte zum Finaleinzug.

Das zweite Halbfinale war eines mit ganz großen Namen. Taylor gegen Lowe, einst ein großer Kracher zweier lebender Dart-Legenden, doch es war nicht John Lowe gegen Phil Taylor, sondern Jason Lowe gegen Scott Taylor, die sich am heutigen Tag um den Finaleinzug matchten. Für Taylor war es das erste Halbfinale bei der PDC, Lowe stand bei einem UK Open Qualifier zu Jahresbeginn bereits in einem Semifinalspiel. Taylor kam besser ins Spiel und schnappte sich die ersten beiden Legs. Dann drei Legs der Reihe nach, ehe Taylor mit einem weiteren Break zum 5-2 für die Vorentscheidung sorgte. Lowe krallte sich zwar noch ein Leg mit 14 Darts, doch am erstmaligen Finaleinzug von Scott Taylor änderte das nichts mehr.

Überraschungen gab es im Turnierverlauf einige. Peter Wright kommt einfach weiterhin nicht in Form und verlor in der dritten Runde nach 5-4 Führung gegen Simon Stevenson mit 5-6. Weltmeister Rob Cross schied in der selben Runde nicht weniger überraschend gegen Ryan Joyce aus. Im Viertelfinale überraschte Scott Taylor, indem er mit Gary Anderson einen weiteren Favoriten aus dem Turnier nahm.

Scott Taylor bei den Austrian Darts Open 2018

 

Suljovic und Rodriguez im Soll - Lerchbacher im Preisgeld

Der Wiener Rowby-John Rodriguez spielte trotz schwerer Auslosung ein starkes Turnier. In der ersten Runde gewann er gegen den ehemaligen WM Finalisten Kevin Painter mit 6-3 und spielte dabei einen 101,1 Average. In 5 seiner 6 gewonnenen Legs benötigte er 15 oder weniger Darts und zwei High-Finishes (100 und 120) rundeten die starke Vorstellung ab.

In seinem Zweitrundenspiel setzte "Little John" auf diese Leistung aber noch einen drauf. In einem der besten Spiele des Nachmittags bezwang Rodriguez den Australier Kyle Anderson mit 6-5. Der Österreicher zauberte einen 107,4 Average ans Board. Alle Legs in diesem Spiel wurden abwechselnd gewonnen, es gab kein Break. Rodriguez gewann seine Legs mit 16, 13, 12, 15, 12 und 15 Darts. Anderson mit 10, 13, 13, 14 und 15. Im zweiten Leg gelang Anderson ein 10-Darter und dabei ließ er seinen Gegner nach 9 Darts auf 84 Rest stehen.

In der Runde der letzten 32 fand der ehemalige Junioren-WM-Finalist aber im zweifachen Weltmeister Gary Anderson seinen Meister. Gegen den Schotten hatte Rowby-John Rodriguez keine Chance und musste sich mit 1-6 geschlagen geben.

Sein Landsmann Mensur Suljovic spielte sich mit einem 6-3 über Tytus Kanik sowie einem ungefährdetem 6-2 Sieg über Prakash Jiwa ebenfalls bis in die Runde der letzten 32, in der er sich dann durchaus überraschend mit 5-6 gegen einen starken Keegan Brown geschlagen geben musste. Die ersten 7 Legs wurden abwechselnd gewonnen, darunter ein 12-Darter von Brown und ein 14-Darter von Suljovic. Dann Brown mit einem Break zur 5-3 Führung. Der Wiener konnte mit einer starken Leistung auf 5-5 ausgleichen, doch im Entscheidungsleg spielte er nicht gut genug um seinem Gegner den Anwurf abnehmen zu können.

Der dritte österreichische Starter, Zoran Lerchbacher, überstand die erste Runde mit einem 6-4 Erfolg über Simon Preston. In der zweiten Runde erzwang der Steirer gegen den klaren Favoriten James Wade mit einem 14-Darter im zehnten Leg ein Entscheidungsleg, dort hatte er dann sogar einen Matchdart auf das Bullseye, doch am Ende setzte sich Wade durch und zog in die nächste Runde ein.

 

Kein guter Tag für die deutschen Starter

Für die Teilnehmer aus Deutschland war es kein guter Tag. Deutschlands Nummer 2 Martin Schindler verlor zum Auftakt gegen den Weltmeister Rob Cross klar mit 6-0. Der Engländer spielte ein starkes Match und somit war für "the Wall" an diesem Tag einfach nicht mehr möglich.

Mit einer guten Leistung kämpfte sich Gabriel Clemens gegen den als Nr. 15 gesetzten John Henderson in die zweite Runde. Bei seinem 6-4 Sieg spielte er einen Average von knapp 100 Punkten. Bis zum 4-4 war es ein starkes und ausgeglichenes Match, danach konnte Clemens nochmal zulegen. Mit einem 10-Darter ging er mit 5-4 in Führung, dann legte er einen 13-Darter zum Matchgewinn nach. In Runde 2 konnte Clemens dieses Niveau nicht ganz halten und so unterlag er James Richardson mit 4-6. Richardson lag bereits mit 5-2 voran, dann kam Clemens bis auf 4-5 heran und vergab sogar 2 Darts auf Doppel zum möglichen Ausgleich. Dann checkte Richardson aber 25 Punkte und kickte damit den Deutschen aus dem Turnier.

Ebenfalls in der zweiten Runde war das Turnier für Robert Marijanovic beendet. Zuerst ein hart umkämüfter 6-5 Erfolg gegen Mark Dudbridge. Marijanovic lag in dieser Partie schnell mit 0-3 und 1-4 zurück, dann drehte der Mann aus Freudenstadt aber auf, gewann 4 Legs in Folge zur 5-4 Führung. "Flash" glich nochmal zum 5-5 aus, doch Marijanovic spielte im Decider stark und warf sich mit 14 Darts in Runde 2. Dort traf er dann auf Adrian Lewis. Obwohl der zweifache Weltmeister bei weitem nicht seine besten Dart zeigte (82-Average), hatte Marijanovic keine Chance und schied nach einer 2-6 Niederlage aus.

Gar nicht mit dabei war Deutschlands Nummer 1 Max Hopp. Er sagte bereits am gestrigen Freitag seine Teilnahme aus gesundheitlichen Gründen ab. Von den Tourcard-Besitzern ebenfalls nicht am Start war Maik Langendorf.

Morgen findet dann in Wigan das bereits 10. Players Championship Turnier des Jahres statt.

Players Championship 2018 Nr. 9:

Samstag, 28. April, Robin Park Tennis Centre - Wigan (ENG)

1.Runde:

Michael van Gerwen (1) 6-2 Jamie Lewis
Darren Johnson 6-5 Mickey Mansell
Jermaine Wattimena (32) 6-5 Ritchie Edhouse
Kirk Shepherd 6-1 Scott Darbyshire

Simon Whitlock (16) 6-2 Jim Brown
Diogo Portela 6-2 Vincent Kamphuis
William O'Connor 6-3 Kim Huybrechts (17)
Ron Meulenkamp 6-2 Bradley Brooks

Ian White (8) 6-5 Kevin Burness
Alan Tabern 6-2 Benito van de Pas
Jelle Klaasen (25) 6-5 Dirk van Duijvenbode
Aden Kirk 6-4 Peter Hudson

Jonny Clayton (9) 6-1 Chris Quantock
Jose Justicia 6-5 Nathan Aspinall
Richard North (24) 6-0 Devon Petersen
Christian Kist 6-3 Mario Robbe

Daryl Gurney (5) 6-0 Terry Temple
Cristo Reyes 6-5 Ricky Evans
Mark Webster 6-4 Justin Pipe (28)
Ronnie Baxter 6-2 Luke Woodhouse

Michael Barnard 6-5 Darren Webster (12)
Ryan Meikle 6-3 John Davey
Stephen Bunting (21) 6-5 Peter Jacques
Dawson Murschell 6-3 Steve Hine

Rob Cross (4) 6-0 Martin Schindler (101.3 - 92.3)
Ross Smith 6-3 Dimitri van den Bergh
Vincent van der Voort (29) 6-1 Sven Groen
Ryan Joyce 6-5 Luke Humphries

Gerwyn Price (13) 6-2 Robert Owen
Madars Razma 6-1 Martin Atkins (Wigan)
James Wade (20) 6-1 Jason Cullen
Zoran Lerchbacher 6-3 Simon Preston (86.9 - 84.6)

Peter Wright (2) 6-2 Ronny Huybrechts
Josh Payne 6-4 Eddie Dootson
Robert Thornton (31) 6-4 Chris Dobey
Simon Stevenson 6-2 Steve Lennon

Gabriel Clemens 6-4 John Henderson (15) (99.2 - 93.5)
James Richardson 6-5 Adam Hunt
Adrian Lewis (18) 6-3 Jimmy Hendriks
Robert Marijanovic 6-5 Mark Dudbridge (93.2 - 95.9)

Joe Cullen (7) 6-2 Ross Twell
Stephen Burton 6-5 Paul Nicholson
Alan Norris (26) 6-5 Danny Noppert
Jarred Cole 6-4 Andrew Gilding

Dave Chisnall (10) 6-4 George Killington
Joe Murnan 6-5 John Goldie
James Wilson (23) 6-4 Arron Monk
Jason Lowe 6-2 Mark Wilson

Mensur Suljovic (6) 6-3 Tytus Kanik (98.1 - 95.3)
Prakash Jiwa 6-5 John Part
Keegan Brown (27) 6-2 Ryan Searle
Matthew Edgar 6-1 Robbie Green

Gary Anderson (11) 6-0 Gary Eastwood
Jeffrey de Zwaan 6-3 Toni Alcinas
Kyle Anderson (22) 6-5 Ted Evetts
Rowby-John Rodriguez 6-3 Kevin Painter (101.1 - 94.4)

Michael Smith (3) 6-2 Richie Burnett
Jan Dekker 6-3 Paul Rowley
Steve West (30) 6-3 Tony Newell
Jeffrey de Graaf 6-3 Ryan Harrington

Wayne Jones 6-5 Mervyn King (14)
Scott Taylor 6-4 Davy van Baelen
Steve Beaton (19) 6-3 Jamie Bain
Jamie Caven 6-4 Brendan Dolan

2.Runde:

Michael van Gerwen (1) 6-1 Darren Johnson
Jermaine Wattimena (32) 6-3 Kirk Shepherd
Simon Whitlock (16) 6-2 Diogo Portela
Ron Meulenkamp 6-2 William O'Connor

Ian White (8) 6-1 Alan Tabern
Aden Kirk 6-4 Jelle Klaasen (25)
Jonny Clayton (9) 6-4 Jose Justicia
Richard North (24) 6-2 Christian Kist

Daryl Gurney (5) 6-5 Cristo Reyes
Mark Webster 6-1 Ronnie Baxter
Michael Barnard 6-2 Ryan Meikle
Dawson Murschell 6-2 Stephen Bunting (21)

Rob Cross (4) 6-4 Ross Smith
Ryan Joyce 6-2 Vincent van der Voort (29)
Gerwyn Price (13) 6-2 Madars Razma
James Wade (20) 6-5 Zoran Lerchbacher (84.8 - 85.5)

Peter Wright (2) 6-4 Josh Payne
Simon Stevenson 6-1 Robert Thornton (31)
James Richardson 6-4 Gabriel Clemens (89.1 - 92.9)
Adrian Lewis (18) 6-2 Robert Marijanovic (82.1 - 77.6)

Stephen Burton 6-5 Joe Cullen (7)
Alan Norris (26) 6-2 Jarred Cole
Dave Chisnall (10) 6-3 Joe Murnan
Jason Lowe 6-2 James Wilson (23)

Mensur Suljovic (6) 6-2 Prakash Jiwa (97.3 - 88.6)
Keegan Brown (27) 6-1 Matthew Edgar
Gary Anderson (11) 6-5 Jeffrey de Zwaan
Rowby-John Rodriguez 6-5 Kyle Anderson (22) (107.4 - 103.8)

Jan Dekker 6-5 Michael Smith (3)
Steve West (30) 6-1 Jeffrey de Graaf
Scott Taylor 6-1 Wayne Jones
Steve Beaton (19) 6-2 Jamie Caven
Verlierer: £500

3.Runde (Boardfinals):

Michael van Gerwen 6-3 Jermaine Wattimena
Simon Whitlock 6-0 Ron Meulenkamp
Ian White 6-5 Aden Kirk
Jonny Clayton 6-3 Richard North
Daryl Gurney 6-3 Mark Webster
Michael Barnard 6-3 Dawson Murschell
Ryan Joyce 6-5 Rob Cross
James Wade 6-4 Gerwyn Price
Simon Stevenson 6-5 Peter Wright
Adrian Lewis 6-2 James Richardson
Stephen Burton 6-4 Alan Norris
Jason Lowe 6-3 Dave Chisnall
Keegan Brown 6-5 Mensur Suljovic (95.1 - 100.3)
Gary Anderson 6-1 Rowby-John Rodriguez (96.3 - 95.3)
Steve West 6-4 Jan Dekker
Scott Taylor 6-4 Steve Beaton
Verlierer: £1.000

Achtelfinale:

Michael van Gerwen 6-1 Simon Whitlock
Jonny Clayton 6-5 Ian White
Daryl Gurney 6-2 Michael Barnard
James Wade 6-4 Ryan Joyce
Adrian Lewis 6-2 Simon Stevenso
Jason Lowe 6-4 Stephen Burton
Gary Anderson 6-2 Keegan Brown
Scott Taylor 6-1 Steve West
Verlierer: £1.500

Viertelfinale:

Michael van Gerwen 6-3 Jonny Clayton
James Wade 6-3 Daryl Gurney
Jason Lowe 6-5 Adrian Lewis
Scott Taylor 6-4 Gary Anderson

Verlierer: £2.250

Halbfinale:

Michael van Gerwen 6-4 James Wade (96,3 - 97,1)
Scott Taylor 6-2 Jason Lowe (93,7 - 90,0)
Verlierer: £3.000

Finale:

Michael van Gerwen 6-4 Scott Taylor (100,9 - 92,7)
Sieger: £10.000
Runner-Up: £6.000

Weitere Informationen:

Bei den Players Championship Turnieren wird wichtiges Preisgeld sowohl für die große PDC Order of Merit, also die Dart-Weltrangliste, als auch für die Pro-Tour Order of Merit und die separate Players Championship Order of Merit ausgespielt. Über diese Ranglisten qualifizieren sich die Spieler für die großen Major-Turniere, die im TV übertragen werden.

Preisgeld Players Championships 2018:
Sieger: £10.000
Runner-Up: £6.000
Halbfinale: £3.000
Viertelfinale: £2.250
Achtelfinale: £1.500
Letzte 32: £1.000
Letzte 64: £500
Gesamt: £75.000

Übertragungen:
Wie immer werden diese "kleineren" Players Championship Turniere nicht im TV übertragen, weder in Großbritannien noch in Deutschland. Es gibt aber die Möglichkeit, jeweils zwei Boards über den kostenpflichtigen Livestream der PDC unter livepdc.tv zu verfolgen.

Zudem kann man nun auch alle Spiele aller Boards im Livescorer auf der Seite Dartconnect verfolgen.

Modus:
Alle Spiele: Best of 11 Legs.

Weitere Informationen:

Alle weiteren Infos zur Pro-Tour gibt's auf der [Turnierseite]
Diskussionen zum Turnier gibt's in unserem [Forum]

Foto-Credits:
Lawrence Lustig / PDC
Daniel Schmidhofer / dartn.de

[ds]

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Quelle: PDC - www.pdc.tv

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