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Lukes Dart Reviews - Peter "Snakebite" Wright

Dart Reviews - Header - Peter Wright

 [Karriere] [Unboxing] [Look] [Maße] [Grip] [Fazit]

 

Darts Reviews - Karriere

Dart war lange Zeit ein Kneipensport. Ein Spiel, das in verrauchten, Alkohol getränkten Spelunken gespielt wurde. Dann kam die PDC und brachte das Pfeile Werfen auf die ganz großen Bühnen. Von da an wurde vor zigtausenden Zuschauern gezockt. Neben dem noch immer allzeit beliebten Alkohol, bedarf es weiteren Elementen, um das Publikum anzulocken. Ein ganz entscheidender Faktor sind die Charaktere. So gibt es zum Beispiel die Youngster, die Badboys und die Entertainer. Aktuell hat vor allem ein Profi letztere Rolle lückenlos ausgefüllt. Die Rede ist von Peter Wright. Der Schotte gilt mit seinen knallbunten Shirts, Frisuren und Setups zu den auffälligsten Spielern auf den Circuit. Seine Walk-Ons mit den Tanzeinlagen sind nicht weniger spektakulär und gehören mit Sicherheit zu den beliebtesten beim Publikum. Peter Wright schaffte seinen Durchbruch 2014 als er bei der PDC-WM überraschend bis ins Finale stürmte. Sein damaliger Gegner war kein geringerer als die heutige Nummer Eins Michael van Gerwen. Mit dessen 7:5-Sieg begann eine bis heute anhaltende Rivalität zwischen den beiden. Gleichzeitig kam auch "Snakebites" Karriere in Schwung.

Dart Reviews - Peter WrightSo folgte die erste Premiere League Einladung und Finalteilnahmen bei den UK Open, den World Series Finals und dem World Cup of Darts. Beim World Matchplay und den European Championship spielte er sich bis ins Halbfinale. Bei der folgenden Weltmeisterschaft war erst im Viertelfinale Schluss für den farbenfrohen Entertainer. Wright hatte es also bis an die Spitze des Dartsports geschafft und spielte sich in den folgenden Jahren dort oben fest. Lange Zeit waren es nur Spieler wie MvG und Gary Anderson, die Wright das Wasser reichen konnten. Das taten sie aber mit einer derartigen Zuverlässigkeit, dass "Snakebite" in zig TV Finals den Kürzeren zog. Es kamen die ersten Stimmen auf, die ihm eine Karriere ähnlich wie die von Terry Jenkins prognostizierten. "The Bull" hatte es trotz grandiosen Leistungen auf dem Floor und der Bühne nie geschafft ein Major-Turnier zu gewinnen. 2017 konnte Wright diese Kritiker verstummen lassen. Mit einer starken Performance gewann er die UK Open. Im Finale schlug er Gerwyn Price und konnte sich somit endlich mit einem TV-Titel belohnen. Als ob der Knoten damit geplatzt war, gelang "Snakebite" danach auch sein erster Finalsieg gegen MvG bei den German Darts Championship.

Dart Reviews - Peter WrightMichael van Gerwen behielt bei mehreren weiteren Finalzusammenstößen der beiden aber wieder die Oberhand. Die bisher ärgerlichste Niederlage kassierte Wright dabei wohl im Premiere League Finale 2017. Nachdem er ganze sechs Matchdarts daneben warf, machte sein grün betuchter Gegner und langjährige Nemesis den Sack zu und krönte sich zum Sieger.  Nachdem Peter Wright kurz vor der WM 2018 eine Gallenkolik auskurieren musste, ging er schlecht vorbereitet ins Turnier. Das sein Zweitrundengegner Jamie Lewis die Darts seines Lebens spielte, machte es nicht gerade einfacher. "Snakebite" flog aus dem Turnier und versuchte sich in den folgenden Monaten aus seinem Tief zu spielen. Zwar konnte er sich hier und da bis in die späteren Runden der Turniere zocken, verlor an anderer Stelle aber immer wieder in seinen ersten Partien. Bei der letzten Weltmeisterschaft 2019 scheiterte Peter Wright überraschend an Toni Alcinas und verlor damit bereits sein erstes Match. Es scheint so, als ob "Snakebite" bis heute sein Tief nach der Krankheit vor der WM 2018 nicht überstanden hat und noch immer seiner Form hinter her läuft. Natürlich gehört er noch immer zu den Besten der Besten, doch zweifelsohne spielt er aktuell unter seinen Möglichkeiten.

Dart Reviews - Peter WrightGenauso wie die bunten Frisuren gehören immer wieder variierende Darts zu Peter Wright. Entgegen aller typischen Darts Tipps spielt der Schotte nicht etwa immer das gleiche Set, sondern wechselt die Pfeile wie seine Unterwäsche. Das geht teilweise so weit, dass sogar in einem laufenden Match die Barrels ausgetauscht werden. Interessant dabei ist, dass Wright dabei oftmals auch völlig verschiedene Designs, Formen und Gewichte spielt. Mit diesem Verhalten ist er unter den Profis allein. Ob er sein eigenes Spiel dadurch sabotiert oder doch unterstützt ist abschließend schwer zu beurteilen. Vergessen sollte man aber niemals, dass Peter Wright schon immer seine Darts gewechselt hat und damit bis in die Weltspitze gelangt ist.

RedDragon Peter Wright Euro 11 Element 20 Gramm:

Dart Reviews - Peter Wright - Euro 11 Element

Unter all den Sets, die Peter Wright im Laufe seiner Karriere so gespielt hat, gehören diese Darts, zu denen die er am häufigsten in der Hand hatte. Nicht selten hört man von Kommentatoren, dass "Snakebite" mit diesen Pfeilen am besten spielt. Trotzdem gab es zig Nachfolge Sets, von denen es sechs auch in den Shop von RedDragon geschafft haben. Ich bin der Meinung, dass man als Sammler in der Kategorie „Peter Wright Darts“ nicht an den Euro Elements vorbeikommt. Bei seinen jüngsten Matches spielte er auch wieder genau dieses Set.

Darts Reviews - Unboxing

Peter Wright - Box 1

Die Darts kommen in einer durchgestylten Verpackung daher. Das Innere lässt sich herausziehen und mit einem Magnetverschluss wieder schließen. Neben den drei Barrels finden sich ein Set Nitro Tech Schäfte sowie ein Set Peter Wright Signature Flights.

Peter Wright - Box 2

Direkt bei RedDragon zahlt man für das Set rund 80 Euro. Die Preise bei deutschen Shops liegen etwas darunter. Die hohe Summe erklärt sich vor allem mit dem namensgebenden „Element“ Coating. Eine vergleichbare Beschichtung stellt der bereits nicht mehr hergestellte Stone Grip von Target dar. Für diese Darts wurden immer ähnliche Summen aufgerufen. Somit ist das Preisschild der Euro Elements in der Relation durchaus angebracht. Ob man letztendlich bereit ist soviel Geld auf den Tisch zu legen, bleibt an dieser Stelle jedem selbst überlassen. Durch den speziellen Grip sehe ich den Preis an dieser Stelle zumindest ein Stück weit gerecht fertigt.


Darts Reviews - Look

Peter Wright - Look 1

Das Grunddesign der Elements ist nicht spektakulär. Wir haben es hier mit einem geraden langen Barrel mit Ringgrip zu tun. Die Rainbow Spitzen auf den Fotos habe ich selbst eingepresst. Vom Band sind silberne Standartpoints eingebaut. Das Besondere an diesem Set ist natürlich das Coating. Dieses ist sehr grobkörnig und sorgt für eine raue Oberfläche mit vereinzelnd auf glitzernden Stellen.

Peter Wright - Look 2

Der dadurch geschaffene Look ist einzigartig und aufsehenerregend. Auf den hinteren unbeschichteten Teil wurde neben dem RedDragon Logo auch ein kleiner Schlangenkopf gelasert. Dieses Motiv findet sich bei Wrights TV-Matches auch auf dessen linker Kopfhälfte und stellt quasi sein Spielerlogo dar.

Peter Wright - Look 3

Peter Wright - Look 4

Der Look dieses Sets wird von dessen Coating geprägt. Die glitzernde Oberfläche macht aus diesem an sich eher simpel designten Dart einen echten Hingucker. Für mich gehören die Rainbow Spitzen einfach dazu. Diese könnt ihr übrigens bei RedDragon einfach mitbestellen und einpressen lassen. Dieser Service wird auch von anderen Shops angeboten.

Peter Wright - Look 5

Auch ohne die bunten Points sind die Elements sehr stylisch und passen zu Ihrem Spieler wie die Faust aufs Auge.


Darts Reviews - Maße

Peter Wright - Maße

Die Euro 11 Elements sind sehr lang und sehr dünn. Die meisten Sets mit dieser Form sind nicht länger als 50mm. Für viele Spieler kommen solche Maße mit negativen Nebeneffekten wie eine trudelnde instabile Flugbahn einher. Der geringe Durchmesser dagegen begünstigt besonders enges Gruppieren.


Darts Reviews - Grip

 Peter Wright - Grip 1

Reden wir also endlich über den Elefanten im Raum, den Grip. Man hat hier wie gesagt zunächst einen eher einfachen Grip aus verschiedenen Ringen. Die Anordnung der Größe und Abstände dieser erinnert ein wenig an MvGs Darts. Das Interessante liegt aber auf diesen Ringen. Hier wurde das Elements Coating aufgetragen.

Peter Wright - Grip 2

Die Beschichtung besteht aus groben Körnern und wurde auf der gesamten Fläche also auch in den Rillen angebracht. Sie fühlt sich sehr rau an und verstärkt den Halt enorm. Das Griffgefühl lässt sich am ehesten mit einem Sandpapier vergleichen. Die Unterschiede bei den Rillen unter dem Coating fühlt man tatsächlich kaum. Zwar kann man den breiten vorderen Ring durchaus ertasten, letztendlich fühlt man aber vor allem die raue Oberfläche des Coatings.

Peter Wright - Grip 3

Die Stärke des Halts ist wie so oft schwer zu verorten. In erster Linie wird der Grip aber für jede Handfläche grundsätzlich sehr stark bis aggressiv sein. Ein unschöner Nebeneffekt dieses starken Grips fällt einem bereits nach wenigen Würfen ins Auge. Und zwar zeigen sich insbesondere an der Barrel Nase sehr schnell unschöne Marker. Die Körner des Coatings kratzen sich sehr schnell in den Tungsten und hinterlassen ihre Spuren. Im Ergebnis sieht dieser durchgestylte Dart schneller gebraucht aus als einem lieb ist. Das Set auf den Fotos etwa, habe ich neu gekauft und kaum bespielt. Die Marker machen da einen ganz anderen Eindruck.

Peter Wright - Grip 4

Eine weitere Schwachstelle des Element Coatings ist dessen Haltbarkeit. Ich habe die Darts nicht in der Regelmäßigkeit bespielt, als dass ich diesen Aspekt abschließend beurteilen konnte. Jedoch haben mir mehrere Spieler, die diese Darts über lange Zeit nutzten, davon berichtet, dass sich der Grip schon sehr früh merklich verabschiedet hat. Nun muss man an dieser Stelle anmerken, dass sich jede Grip Art egal ob Ringe, Pixel, etc. runterspielt. Letztendlich hat man es hier mit kleinen Körnern zu tun, die auf den Tungsten angebracht worden und bei Würfen den üblichen Kräften und Zusammenstößen ausgeliefert sind. Das sich diese kleinen Elemente dabei lösen können steht außer Frage. Somit könnte man durchaus darauf schließen, dass dieser Dart früher als andere seinen Grip verliert. Entscheidet man sich für diesen Dart, sollte man schlussendlich nicht davon ausgehen diese Pfeile Jahrelang mit gleichem Halt spielen zu können.


Darts Reviews - Fazit

Peter Wright - Fazit 1

Die Euro 11 Elements spiegeln auf unverwechselbare Art und Weise Peter Wright dar und vereinen dessen Auffälligkeit und Style in Tungsten. Der Preis ist durchaus happig. Anders als bei vielen anderen überteuerten Sets bekommt man hier aber die eine oder andere Besonderheit für sein Geld. Das namensgebende Coating macht dieses Set einzigartig und zu einem echten Hingucker. Ganze nebenbei sorgt die Beschichtung für sehr viel Halt und Sicherheit beim Wurf.

Peter Wright - Fazit 2

Die Maße der Barrels dagegen werden viele abschrecken. Der geringe Durchmesser wird von dem exzellenten Grip ausgeglichen. Viel problematischer ist die Länge der Darts. Diese verlangt eine sehr saubere Technik und hohe Konzentration. Dabei ist es aber ziemlich egal wo man gerne greift. Egal ob Front- Rear- oder Middlegripper, genug Halt findet sich in jedem Fall auf dem Coating.

Peter Wright - Fazit 3

Wer gerne Darts mit ähnlicher Form spielt, sollte die Elements durchaus mal testen. Allein das Coatings sollte man mal in den Händen gehalten haben. Ob man sich diese Pfeile schlussendlich auch zulegt, hängt hier mehr denn je von ein paar Testwürfen ab. Die Maße sind nicht ohne und alles andere als leicht zu kontrollieren. Wer beim Streichen über Sandpapier schon Gänsehaut bekommt, sollte vielleicht eher ein Bogen um dieses Set machen. Ratsam wäre es erst einmal die normalen Euro 11 zu testen. Dabei handelt es sich um ein Set mit identischem Design ohne das Elements Coating.

Ich hoffe Ihr hattet Spaß Beim Lesen. Schaut doch mal in unserem Forum vorbei.
Bis zum nächsten Set! Bis dahin Good Darts!


Foto-Credits: PDC/dartn.de

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