World Grand Prix 2016 - 1. Spieltag: Frühes Aus für Wade und Thornton

Sonntag, 2. Oktober 2016 23:30 - Dart News von dartn.de

Terry Jenkins gewinnt mit 2:1 gegen James Wade

 

Der erste Abend beim diesjährigen World Grand Prix bot viel Spannung und Dramatik. Im Citywest Hotel von Dublin verabschiedeten sich mit James Wade und Robert Thornton gleich zwei der großen Namen. Gary Anderson und Adrian Lewis legten hingegen einen sehr guten Start hin.

 

Wade erneut kalt erwischt

Zum zweiten Mal in Folge hat James Wade nicht die erste Hürde in Dublin nehmen können. Die Nummer Sechs der Welt unterlag einem stark spielenden Terry Jenkins, der die wenigen Fehler seines Kontrahenten eiskalt bestrafte. Es ist das dritte Mal, dass der Mann aus Aldershot in der ersten Runde dieses Turniers die Segel streichen muss.

Wade gab im ersten Durchgang eine 2:0 Führung aus der Hand, nur um dann das fünfte Leg mit einem 17 Darter zu gewinnen und doch noch 1:0 in Führung zu gehen. Anschließend lag „The Machine“ mit einem Break in Front, die nächsten drei Legs gingen jedoch zum Satzausgleich an Jenkins. Er checkte dafür unter anderem 90 und 76. Im finalen dritten Satz wurden die ersten vier Legs allesamt mit dem Wurf entschieden. Wade checkte 60 und 96, Jenkins spielte zwei 14 Darter, darunter ein 66er Finish. Im entscheidenden letzten Leg traf Wade erst mit dem fünften Dart sein Startdoppel und Jenkins sicherte sich mit einem 77er Check den Sieg.

 

Bunting schockt Thornton mit toller Aufholjagd

Trotz eines starken Auftritts muss auch Robert Thornton bereits die Heimreise antreten. Der Titelverteidiger unterlag einem groß aufspielenden Stephen Bunting.

Zu Beginn musste Schottlands Nummer Drei einen 0:1 Rückstand aufholen, er tat das sehenswert mit einem 125er, einem 62er und einem 67er Finish. Im zweiten Set konnte „The Thorn“ nur ein Leg in 13 Darts gewinnen. Die anderen drei gingen an Bunting, der dabei zwei 12 Darter spielte. Im Entscheidungssatz legte Bunting mit einem 13 und einem 14 Darter vor, im vierten Leg gelang ihm auf kuriose Art und Weise das entscheidende Break zum Weiterkommen. Thornton war weit voraus, vergab jedoch sieben Gelegenheiten zum 2:2 und „The Bullet“ staubte ab.

 

Anderson setzt Ausrufezeichen, Lewis besteht ersten Härtetest

Nur ein Leg gab Gary Anderson bei seinem Auftaktsieg gegen Jamie Caven ab. Mit einem bei diesem Format exzellenten Average von fast 97 überrollte der Doppelweltmeister seinen Herausforderer. Die ersten drei Legs gingen allesamt in 16, 13 und 17 Darts an Anderson, der klar den Ton angab. Fortgesetzt wurde das Geschehen mit einem 112er Checkout für „The Flying Scotsman“, bevor Caven 76 zumachte und sich damit im Spiel anmeldete. Ein 124er und ein 84er Finish von der Nummer Zwei der Welt machten allerdings alle Hoffnungen auf ein Comeback von „Jabba“ zu Nichte.

Das erwartet hochklassige und spektakuläre Match lieferten sich Adrian Lewis und Jelle Klaasen. Am Ende behielt Lewis dank eines sehr guten Auftritts knapp die Oberhand.

Der erste Satz ging glatt an Lewis, der vor allem durch sein Finishing brillierte. So warf er 62, 116 und 157 aus. Im zweiten Durchgang führte Klaasen dank eines 86er Finishes 2:1, vergab danach jedoch zwei Satzdarts. Lewis glich aus, scheiterte danach aber an der Doppel 13 zum Matchgewinn. Im Gegenzug checkte Klaasen 105 zum 1:1. Auch im finalen Durchgang ging es hin und her, allerdings mit dem besseren Ende für den zweifachen Weltmeister. Lewis gelang das goldene Break im vierten Leg mit einem 15 Darter.

 

Auch Huybrechts mit Comeback

Seinen erst zweiten Sieg beim Grand Prix feierte Kim Huybrechts, der gegen Ian White einen 0:1 Rückstand aufholen musste. White konnte sein gutes Niveau vom Beginn nicht aufrecht erhalten und Huybrechts biss sich immer mehr in die Partie hinein.

Huybrechts gab die ersten beiden Legs ab, weil er kaum ein Startdoppel traf. Begleitet von einem 78er Finish kam „The Hurricane“ im Folgenden zum Ausgleich, das Entscheidungsleg holte sich allerdings White mit dem dritten Setdart. Auch im zweiten Satz führte „Diamond“ 2:0, dieses Mal checkte Huybrechts 72, 60 und 68 als Antwort. So musste der dritte Satz entscheiden und auch hier war der Belgier am Drücker. Zunächst finishte er 78, danach folgte ein 14 Darter zum Break und am Ende versenkte er den ersten Matchdart in der Doppel 8.

 

Barney in guter Verfassung

Dank starkem Finishing ist auch Raymond van Barneveld unter den letzten 16 vertreten. Der Niederländer bezwang Mervyn King in zwei Sätzen und wechselte dabei zwischen Genie und Wahnsinn.

Van Barneveld brauchte zwei Legs, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Es gab mehrere verpasste Doppel und auch das Scoring wirkte sehr ausbaufähig. Dann riss er den ersten Satz mit einem 130er Finish sowie einem 14 Darter an sich. Auch im zweiten Durchgang zeigte der fünffache Weltmeister mit einem 164er Finish zum Break seine Klasse, King schlug jedoch noch einmal mit einem 88er Check zurück. Im Entscheidungsleg brauchte „The King“ jedoch sechs Darts für das Startdoppel und van Barneveld fuhr den Sieg mit einem 80er Finish nach Hause.

Van de Pas und Anderson erstmals in Runde Zwei

Benito van de Pas hat im Duell der aufstrebenden Spieler einen klaren Erfolg gegen Gerwyn Price eingefahren. Price nutzte in der Anfangsphase zwei Breakchancen nicht und wurde ein leg später selbst zum 0:1 in den Sets gebreakt. Auch danach lief alles für van de Pas, der im zweiten Durchgang schnell 2:0 führte und sich auch nicht von einem 15 Darter seines walisischen Gegners aus der Ruhe bringen ließ.

Zu Beginn des Abends zog Kyle Anderson mit einem knappen Erfolg über Christo Reyes in die nächste Runde ein. Der Australier brauchte ein wenig, um in die Gänge zu kommen, kämpfte sich am Ende aber verdient ins Ziel.

Reyes war zu Beginn der bessere Scorer und konnte trotz einiger Probleme bei den Checkouts den ersten Satz mit einem Break im vierten Leg gewinnen. Dafür brachte er 92 auf null. Im zweiten Durchgang geriet der Spanier durch verpasste Startdoppel 0:2 in Rückstand, kam aber mit Hilfe eines 100er Finishes wieder zurück. Im fünften Leg behielt jedoch Anderson die Nerven und erzwang auf der Doppel 9 einen Entscheidungssatz. Dort schaffte „The Original“ mit einem 85er Bullfinish seine erste Führung, vergab anschließend jedoch fünf Matchdarts und es ging auch hier in einen Decider. Dort war Anderson gegen die Darts der bessere Spieler und traf Tops für einen 13 Darter.

 

Ergebnisse des ersten Abends


Runde 1:
Sonntag 02.10.2016:
Kyle Anderson
2-1 Christo Reyes (Sätze: 1:3, 3:2, 3:2)
Ian White 1-2 Kim Huybrechts (Sätze: 3:2, 2:3, 1:3)
James Wade 1-2 Terry Jenkins (3:2, 1:3, 2:3)
Gerwyn Price 0-2 Benito van de Pas (1:3, 1:3)
Adrian Lewis 2-1 Jelle Klaasen (3:0, 2:3, 3:1)
Robert Thornton 1-2 Stephen Bunting (3:1, 1:3, 1:3)
Gary Anderson 2-0 Jamie Caven (3:0, 3:1)
Mervyn King 0-2 Raymond van Barneveld (1:3, 2:3)

Vorschau auf Tag 2:

Am morgigen Montag wird mit Mensur Suljovic der einzige deutschsprachige Teilnehmer ins Turnier starten. Er trifft auf Daryl Gurney.

Montag 03. Oktober:
Erste Runde:
Dave Chisnall - Robbie Green
Mick McGowan - James Wilson
Mensur Suljovic - Daryl Gurney
Michael Smith - Alan Norris
Joe Cullen - Simon Whitlock
Phil Taylor - Steve West
Michael van Gerwen - Steve Beaton
Peter Wright - Brendan Dolan

Sport1+HD (Pay-TV) sowie die Sport-Streamingdienste livepdc.tv und DAZN übertragen jeweils ab 20:00 Uhr LIVE. Sport1 muss auf Grund der TV-Verträge mit der Bundesliga auf eine Übertragung verzichten und wird erst ab Dienstag wieder senden.

Weitere Informationen:

Dieses Turnier wird auf Sport1 im deutschen Free-TV Live Übertragen. Ebenso kann man das Turnier über den Streaming-Dienst DAZN und den offiziellen PDC-Livestream livepdc.tv verfolgen. Die genauen Übertragungszeiten von Sport1 findet ihr hier: [Sport1-Übertragungszeiten]

Alle Infos zum Turnier gibts auf unserer [Turnierseite]
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Fotos: Lawrence Lustig/PDC

(kb)

Quelle: PDC - www.pdc.tv

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