Im Viertelfinale des World Grand Prix hat der Lauf von Martin Schindler ein jähes Ende gefunden. In der Morningside Arena von Leicester erwies sich der Weltranglistenvierte Gerwyn Price als deutlich zu stark und zog mit einem 3:0-Sieg als erster Spieler ins Halbfinale ein. Insgesamt war es ein gebrauchter Abend für den Deutschen, dem nur ein Leggewinn gelang.
Kategorie: PDC
Michael van Gerwen wird seinen Titel beim diesjährigen World Grand Prix nicht erfolgreich verteidigen. Ein starker Chris Dobey bezwang ihn, nachdem MvG beinahe zwei 9-Darter spielte. Peter Wright steht ebenfalls im Viertelfinale und darf vielleicht auf das Ende seiner langen Krise hoffen. Luke Humphries und Joe Cullen waren ebenfalls erfolgreich, Cullen hatte den besten Average des Abends.
Am Mittwoch wurden beim World Grand Prix die ersten Achtelfinals gespielt. Als erster Deutscher hat Martin Schindler das Viertelfinale bei diesem besonderen Turnier erreicht. Dafür spielte „The Wall“ eine starke Partie gegen Stephen Bunting, in der er nervenstark den Entscheidungssatz gewann. Sein nächster Gegner wird Gerwyn Price sein, der gegen Krzysztof Ratajski mit einem guten Timing keinen Satz abgab. Überraschend ist Gary Anderson gegen Andrew Gilding mit 2-3 gescheitert. Michael Smith hatte gegen Brendan Dolan keine Probleme.
Am Dienstagabend wurde die erste Runde vom World Grand Prix komplettiert. In Leicester musste sich Gabriel Clemens trotz einiger Chancen ohne Satzgewinn gegen Peter Wright geschlagen geben. Auch die favorisierten Dave Chisnall und Jonny Clayton gewannen gegen Luke Woodhouse und Ross Smith keinen Satz. Eine Topleistung lieferte Michael van Gerwen ab, gegen einen harmlosen Josh Rock gab „Mighty Mike“ nur ein Leg aus der Hand. Schadlos hielten sich auch Joe Cullen und Luke Humphries.
Am Montagabend wurde in Leicester der World Grand Prix 2023 eröffnet. Martin Schindler konnte sich in seiner Auftaktpartie gegen Raymond van Barneveld mit 2-1 durchsetzen und hat damit erstmals das Achtelfinale erreicht. Eine starke Leistung gab es von Gary Anderson, der sich gegen José de Sousa behauptete. Während auch Michael Smith überzeugte, mussten sich Dirk van Duijvenbode und James Wade bereits verabschieden. Nathan Aspinall ist gegen Stephen Bunting ausgeschieden und auch Rob Cross scheiterte zu Beginn.
Am Montag startet mit dem World Grand Prix das erste ganz große Major-Turnier in diesem Herbst. Zum dritten Mal findet das traditionsreiche Double-In/Double-Out Turnier wieder im englischen Leicester statt. Mit Gabriel Clemens und Martin Schindler konnten sich auch wieder zwei Spieler aus Deutschland qualifizieren. Titelverteidiger ist Michael van Gerwen, der seinen siebenten Titel bei dieser Veranstaltung anstrebt.
Am Freitag wurde das letzte Pro Tour Turnier dieser Woche gespielt und Gary Anderson schnappte sich dabei seinen zweiten Titel im Jahr 2023. Im Finale setzte sich der „Flying Scotsman“ mit 8:4 gegen Ryan Joyce durch, auch die Statistiken waren vom Schotten heute überragend. Als einziger Deutscher schaffte es Pascal Rupprecht ins Boardfinale, wo aber Michael van Gerwen zu stark war. Drei Deutsche und zwei Österreicher kamen in Runde 2, für die WM konnte sich aber niemand neu entscheidend gut positionieren.
Nach bereits drei Titeln auf der European Tour in diesem Jahr legte Dave Chisnall nun in Barnsley auf dem Floor nach. Zum schon fünften Mal im Jahr 2023 stand ihm Luke Humphries im Endspiel gegenüber, den er dieses Mal klar mit 8:3 bezwingen konnte. Bester Deutscher war erneut Ricardo Pietreczko. Dieses Mal ging es für „Pikachu“ bis ins Viertelfinale, während für ein weiteres deutschsprachiges Trio in Runde 3 Endstation war.
In Barnsley wurde am Mittwoch das erste von drei Pro Tour Turnieren in dieser Woche ausgetragen. Der Turniersieg ging an Danny Noppert, der den Sensationsfinalisten Christian Kist im Entscheidungsleg bezwingen konnte. Viele große Namen standen im Viertelfinale, als bester Deutscher erreichte Ricardo Pietreczko die Runde der letzten 16. Pascal Rupprecht und Martin Schindler gewannen zwei Spiele, währenddessen es im Kampf um die WM auch Rückschläge zu verzeichnen gab.
Mit dem World Grand Prix wirft eines der großen Traditionsturniere der PDC seine Schatten voraus. Es ist das einzige Event des Jahres, das im Modus „Double-In“ gespielt wird. In der aktuellen Folge von Shortleg schauen Kevin Barth und Benni Scherp wie gewohnt die Auslosung im Einzelnen durch. Zudem blicken wir zurück auf die Hungarian Darts Trophy in Budapest, bei der das Qualifikationsrennen für den Grand Prix ein beinahe dramatisches Ende genommen hat.










