Mit drei WM-Titeln und über 100 Turniersiegen ist Michael van Gerwen der erfolgreichste aktive Dartspieler. Doch seit fünf Jahren wartet er darauf, wieder zum Weltmeister gekrönt zu werden, und seit zwei Jahren ist er nicht mehr die Nummer eins der Welt. Beides soll sich am 3. Januar ändern.
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Am Freitag war Viertelfinal-Tag bei der WDF-Weltmeisterschaft 2023 im Lakeside. Der amtierende Titelverteidiger Neil Duff ist gegen Chris Landman mit Matchdarts ausgeschieden. Bei den Damen schaffte es die Topfavoritin hingegen durch einen Whitewash locker ins Halbfinale, wo auch Lisa Ashton durch einen dramatischen Sieg gegen Kirsty Hutchinson steht. Außerdem behauptete sich Dennis Nilsson gegen Wesley Plaisier, auch Andy Baetens und Jelle Klaasen sind morgen noch mit dabei.
Nach einer enttäuschenden ersten Jahreshälfte hat Florian Hempel sich deutlich gesteigert. Mit der letzten Chance qualifizierte er sich zum dritten Mal nacheinander für die Weltmeisterschaft. In dieser geht es auch um den Erhalt seiner Tourkarte, doch Hempel will den Fokus nur auf das Turnier legen. Dabei könnte es auch zu einer Revanche kommen.
Lange galt es als eine Frage der Zeit, bis Luke Humphries seinen ersten Major-Titel gewinnen würde. Binnen zwei Monaten gewann er gleich drei. Damit geht der Engländer nicht nur als einer der Favoriten in die Weltmeisterschaft, sondern als der Top-Favorit. Humphries selbst setzt sich sogar Ziele, die noch über den WM-Titel hinausgehen.
Zum Abschluss des Achtelfinals gerieten bei der WDF-Weltmeisterschaft einige Favoriten ins Wanken. Der amtierende Weltmeister Neil Duff setzte sich nach Rückstand gegen Martyn Turner durch. Ähnlich erging es Jelle Klaasen, der sogar zwei Matchdarts von Dennie Olde Kalter überlebte. Bei den Damen musste Lisa Ashton durchatmen, ihrer nächsten Gegnerin Kirsty Hutchinson gelang ein Whitewash. Knapp ausgeschieden ist dagegen der Schweizer Thomas Junghans, während Danny Lauby das Duell der US-Amerikaner gewann.
Im vergangenen Jahr schrieb Gabriel Clemens Geschichte, als er auf denkwürdige Weise als erster Deutscher ins WM-Halbfinale einzog. Vor allem das Viertelfinale gegen Gerwyn Price bleibt noch lange in Erinnerung. Am Ende einer durchwachsenen Saison hat der „German Giant“ gerade rechtzeitig wieder seine TV-Form gefunden. Diese wird er im Alexandra Palace brauchen, denn seine Aufgaben könnten kaum schwerer sein.
Dass es in letzter Sekunde zumindest noch ein Österreicher in den Ally Pally geschafft hat, ist Rusty-Jake Rodriguez zu verdanken. Er hat zwei schwierige Jahre hinter sich und kämpft auch noch mit einer Verletzung am Handgelenk. Ob er schmerzfrei spielen kann, wird also mit beeinflussen, wie weit es bei der Weltmeisterschaft gehen kann.
Am Mittwoch erreichte Thomas Junghans als erster Schweizer das Achtelfinale der WDF-Weltmeisterschaft, dazu siegte er gegen Kai Fan Leung mit 3:1 in den Sätzen. Bei den Damen kamen Lorraine Winstanley und Aillen de Graaf ins Viertelfinale, wobei die Niederländerin in ein Entscheidungsleg musste. Überzeugende Leistungen gab es von Andy Baetens und Wesley Plaisier, die damit ebenfalls unter den besten 8 stehen. Eine Runde zuvor siegte Danny Lauby im Eiltempo und auch Chris Landman hielt sich schadlos.
Mehr als nur auf der Tour etablieren konnte sich in diesem Jahr Ricardo Pietreczko. Völlig verdient steht am Ende die erste WM-Teilnahme. Aber gerade ein Turnier im Herbst sorgte dafür, dass die Erwartungen ein bisschen zurückgegangen sind. Wir hatten außerdem Pietreczko im Interview zu Gast und blicken mit ihm auf die WM voraus.
Peter Wright hat kein gutes Jahr 2023 gespielt – und doch einen Major-Titel gewonnen. Dieser darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass seine Zahlen über einen langen Zeitraum besorgniserregend waren, sogar sind. Der Schotte geht als Wundertüte in die WM, bei der er 500.000 Pfund Preisgeld für die Rangliste verteidigen muss. Das hat aber schon einmal geklappt.










