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Super League Eastern Europe - 4. Spieltag: Rasztovits stark, Schnier krönt Aufholjagd

Sonntag, 9. Oktober 2016 21:07 - Dart News von dartn.de

Super League Eastern 2016

Am vergangenen Wochenende wurde im Montesino Wien der letzte Spieltag der regulären Saison in der Bulls Super League Eastern Europe veranstaltet. Im Fokus stand dabei natürlich die Frage, welche acht Spieler es ins Finale schaffen. Am Ende sind gleich fünf Spieler aus Österreich dort vertreten. Der Tabellenführer bleibt derselbe, wie in der gesamten Saison. Während dessen sorgten mit Michael Rasztovits und Hannes Schnier zwei andere Spieler aus der Alpenrepublik kräftig für Furore.

„Little John“ an der Spitze

Rowby-John Rodriguez beendet die Liga auf Platz Eins und das mit sechs Zählern Vorsprung. Am letzten Wochenende konnte der 22-jährige zehn Partien siegreich gestalten. Aufgrund der Tatsache, dass er bereits über eine andere Rangliste für die PDC-Weltmeisterschaft qualifiziet sein wird, nimmt er nicht am großen Finale teil. Trotzdem wird „Little John“ nicht mit leeren Händen nach Hause gehen. Für seinen ersten Platz erhält er acht kostenlose Teilnahmen an Qualifikationsturnieren auf der European Tour im kommenden Jahr.

Lerchbacher verteidigt Rang Zwei

Sein bisher bestes Ergebnis in der Vorrunde der Super League kann Zoran Lerchbacher verbuchen. Der Steirer fuhr neun Siege ein und hält sich damit knapp an zweiter Stelle.

Insgesamt fällt sein Fazit auch entsprechend positiv aus. „Mit dem Samstag bin ich sehr zufrieden. Der zweite Tag ist immer schwieriger, da so ein Wochenende schon viel Kraft kostet. Ich bin auch mit meinen Spielen vom Sonntag im großen und ganzen zufrieden, habe aber leider ein paar entscheidende Checkdarts hergegeben. Da ich meine verlorenen Spiele zu 90% 6:5 verliere, kosten natürlich auch diese Partien viel Kraft. Aber nun gilt es, den Fokus auf das Finale zu legen.“

Toller Lauf von Rasztovits

Vor dem letzten Spieltag hielt es Michael Rasztovits nicht unbedingt für wahrscheinlich, noch den Sprung unter die Top vier zu schaffen und damit sein anfangs ausgegebenes Ziel zu erfüllen. Mit einem sehr starken Wochenende hat sich „Rasto“ aber noch auf Platz Drei nach vorne gespielt. Nur eine Niederlage musste er einstecken und konnte damit am Ende noch zwei Positionen gut machen.

„Ich habe am Sonntag wirklich sehr gut gespielt, dafür dann am Samstag nicht. Da waren die Averages nicht besonders gut, aber ich war in den entscheidenden Momenten da und habe die Spiele trotzdem gewonnen“, analysierte der 33-jährige. Sein Ziel hat er also doch erreicht, nun ist es sogar der dritte Platz. „Darüber bin ich sehr froh und werde jetzt natürlich viel trainieren. Vielleicht gibt es die Möglichkeit, es zum zweiten Mal in den Ally Pally zu schaffen. Ich traue es mir auf jeden Fall zu.“

Rodriguez erstmals im Finale

Die Comeback-Saison ist für Roxy-James Rodriguez insgesamt sehr gut verlaufen. Am Ende liegt der Wiener auf Platz Vier. Am finalen Wochenende konnte er noch einmal neun Matches für sich entscheiden. Darunter auch wie schon an den beiden Spieltagen zuvor ein Erfolg gegen seinen jüngeren Bruder Rowby-John.

Marijanovic und Burger verlieren leicht an Boden

Seinen dritten Platz nach dem dritten Wochenende konnte Robert Marijanovic nicht verteidigen. Der zweimalige WM-Teilnehmer setzte sich nur in sieben seiner Partien durch und rangiert damit auf dem fünften Platz. Sein Rückstand auf den zweiten der Tabelle betrug am Ende aber nur zwei Zähler.

Für Dietmar Burger schien nach einem guten Start in den Spieltag sogar noch ein Platz unter den besten vier möglich zu sein. Im Verlaufe des Wochenendes fiel der Kärntner aber etwas zurück. Schlussendlich landet er mit neun weiteren Siegen auf einem guten sechsten Platz. Man kann gespannt sein ob sich „Didi“ im Finale am 12. November zum bereits dritten Mal in den Ally Pally spielen kann.

Abgesehen von den Ergebnissen zeigte sich Burger nicht gerade glücklich mit seinen Spielen. „Ich bin eigentlich mit meiner Leistung gar nicht zufrieden. Ich habe schlecht gescort und nicht gut gecheckt, aber trotzdem Siege eingefahren. Was solls, ich habe mein Ziel, das Finale, erreicht. Mal schauen, was dort dann geht.“

Knapp hinter Burger landete Nandor Bezzeg. Der Ungar gewann ebenfalls neun Matches und kommt damit auf Position Sieben. Schon mehrfach war er im Finale der Super League vertreten, schaffte aber nie den Sprung über die Gruppenphase hinaus.

Schnier nach großem Kampf doch noch im Finale

Fünf Punkte betrug der Rückstand auf den letzten Final-Platz für Hannes Schnier vor dem vierten Spieltag. Was dann folgte, sucht wohl seines Gleichen in der Geschichte der Super League. Der 39-jährige landete insgesamt zehn Siege und schob sich so noch vom elften auf den achten Platz. Spielerische Highlights waren zum einen ein 6:2 Erfolg gegen Armin Glanzer, bei dem Schnier einen Schnitt von über 100 vorzuweisen hatte. Gegen Zoran Lerchbacher konnte „The Ram“ dann noch einen 1:5 Rückstand in einen 6:5 Sieg drehen. Sein Average lag hier bei 98, nach vier Legs war es lediglich ein Schnitt von unter 70 gewesen. Auch Rowby-John Rodriguez bezwang der WM-Teilnehmer von 2009.

Überglücklich zeigte sich Schnier unmittelbar nach seinem letzten Spiel. „Ich kann es noch gar nicht fassen. Es war ein perfektes Wochenende für mich, ich bin beeindruckt von mir selbst.“ Persönlich hatte der Mann aus Wien gar nicht mehr wirklich an den Einzug ins Finale geglaubt. „Vor dem Spieltag war es mein Ziel, Schadensbegrenzung zu betreiben und mich in der Liga zu halten. Noch mehr, als ich meine zweite Partie dann auch noch gegen einen direkten Konkurrenten verloren habe. Danach bin ich aber immer besser reingekommen. Gegen Armin Glanzer bin ich dann explodiert und auch gegen Rowby habe ich gut gespielt. Der Sonntag ging sofort gut los und dann habe ich es einfach nur noch laufen lassen. Eine Partie vor Schluss stand dann schon fest, dass es für das Finale reicht und das fühlt sich immer noch unglaublich an.“

Ein Faktor für die Erfolge Schniers waren auch seine Darts. An den vergangenen beiden Spieltagen hatte er stark mit seinem Material zu kämpfen. Seine umgebauten E-Darts fielen immer wieder aus dem Board. Dieses Mal setzte Schnier normale Steeldarts ein und konnte die Anzahl seiner Bouncer deutlich reduzieren.

Habjan holt sich letztes Final-Ticket, Glanzer hält die Klasse

Bei seinem Debüt in der Super League wird Mitja Habjan gleich im großen Finale vertreten sein. Der Slowene verließ zwar nur drei Mal am letzten Spieltag das Oché als Sieger, es reichte jedoch knapp für den neunten Rang. Sein ärgster Konkurrent war bis zum Schluss der Ungar Gabor Takacs. Da dieser jedoch nur zwei Siege einfuhr, fiel er einen Punkt hinter Habjan zurück.

Weiter unten in der Tabelle ging es noch darum, wer in der Liga bleibt und wer absteigt. Am Ende rettete sich Armin Glanzer mit nur zwei Erfolgen am letzten Wochenende auf den 13. Platz. „Ich habe mein Ziel erreicht und habe auch nächste Saison einen Platz in der Super League. Es war knapp und spannend bis zum Schluss und ich freue mich schon auf das nächste Jahr“, gab sich der Neuling bescheiden.

Punktgleich dahinter landete Zoltan Mester aus Ungarn. Er gewann vier Spiele, steht jedoch dank der schlechteren Legdifferenz hinter seinem Kontrahenten aus Österreich. Er wird die Möglichkeit haben, vor der nächsten Saison an einem Qualifikationsturnier teilzunehmen, um seinen Startplatz zu verteidigen.

Abgestiegen ist Michal Kocik. Für den mehrfachen tschechischen World Cup-Teilnehmer waren drei Siege am letzten Wochenende zu wenig. Ebenfalls nicht mehr in der Super League vertreten sein wird Mensur Suljovic. Er nahm in dieser Saison lediglich am ersten Spieltag teil und wird deshalb disqualifiziert. Neben ihm war auch Christian Kallinger am letzten Spieltag nicht anwesend. So verpasste er die Gelegenheit, sich noch ins Finale zu spielen. Am Ende wird der Burgenländer Zwölfter.

 

Abschlusstabelle Bulls Super League Eastern Europe 2016

Platz

Spieler

Punkte gesamt

Punkte 1. Spieltag

Punkte 2. Spieltag

Punkte 3. Spieltag

Punkte 4. Spieltag

Legs

1

Rowby-John Rodriguez

48

15

11

11

11

332:173

2

Zoran Lerchbacher

42

9

13

10

10

327:207

3

Michael Rasztovits

41

6

11

11

13

299:222

4

Roxy-James Rodriguez

41

10

9

12

10

308:240

5

Robert Marijanovic

40

8

11

13

8

298:232

6

Dietmar Burger

37

9

7

11

10

294:228

7

Nandor Bezzeg

36

8

9

9

10

301:231

8

Hannes Schnier

28

8

6

3

11

268:257

9

Mitja Habjan

26

6

10

6

4

241:283

10

Gabor Takacs

25

7

7

8

3

240:275

11

Tonci Restovic

20

5

6

5

4

230:293

12

Christian Kallinger

20

6

11

3

0

188:302

13

Armin Glanzer

17

4

2

8

3

219:295

14

Zoltan Mester

17

2

6

4

5

212:304

15

Michal Kocik

15

4

1

6

4

216:303

16

Mensur Suljovic*

13

13

0

 

 

 

 

Gruppeneinteilung für das große Finale am 12. November

Gruppe A:

Zoran Lerchbacher, Robert Marijanovic, Dietmar Burger, Mitja Habjan

 

Gruppe B:

Michael Rasztovits, Roxy-James Rodriguez, Nandor Bezzeg, Hannes Schnier

 

(KB)

Quelle: (kb)

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