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German Darts Masters 2017: Furioser van Gerwen schlägt in Jena zurück

Montag, 17. April 2017 22:37 - Dart News von dartn.de

German Darts Masters 2017 Sieger Michael van Gerwen

In der Final-Session der German Darts Masters war es wieder einmal Michael van Gerwen, an dem am heutigen Tage kein Weg vorbei ging. Der Niederländer ließ all seinen Gegnern nicht den Hauch einer Chance und schlug nach dem verlorenen Finale bei den German Darts Championship gegen Peter Wright mit dem Erfolg in Jena zurück. Auch Jelle Klaasen konnte die Nr.1 der Welt im Finale nicht stoppen, Hildesheim-Sieger Wright unterlag bereits im Viertelfinale gegen James Wade.

Finale:

Van Gerwen macht das Triple perfekt

Michael van Gerwen eröffnete das Finale gegen Jelle Klaasen und führte nach schnellen elf Darts bereits mit 1:0. Im zweiten Leg vergab Klaasen drei Darts zum 1:1 und MvG holte sich mit einem 70er-Finish das Break zum 2:0. Mit einem 16-Darter baute van Gerwen die Führung auf 3:0 aus, ehe die Nr.1 der Welt zwei Darts auf der D12 zum bereits vorentscheidenden 4:0 vergab und Klaasen mit einem 80er-Finish das 3:1 gelang. Bei Anwurf van Gerwen war für "The Cobra" allerdings nichts zu machen und mit einem 15-Darter stellte van Gerwen mühelos auf 4:1. Klaasen hielt in 14 Darts zwar seinen Aufschlag zum 2:4, doch "Mighty Mike" ließ mit einem 11-Darter seinen Gegner nicht weiter herankommen. In 13 Darts machte van Gerwen dann den Sieg perfekt, sein bereits dritter Erfolg bei den German Darts Masters hintereinander. Für Klaasen die zweite Finalniederlage auf der European Tour nach dem verlorenen Finale der German Darts Championship 2016 gegen Alan Norris.

Halbfinale:

Klaasen schlägt nicht wieder zu erkennenden Wade

Etwas mehr als eine Stunde war es her, als James Wade den höher gehandelten Peter Wright aus dem Turnier nahm. Gegen Jelle Klaasen lief für "The Machine" allerdings überhaupt nichts zusammen und so musste sich der Engländer mit 3:6 geschlagen geben. Zu Beginn des Matches spielte immerhin Klaasen noch auf seinem gewohnten Niveau, baute aber zum Ende hin auch deutlich ab. Bereits in Leg 1 holte sich der Niederländer das Break und konnte den Vorsprung zwischenzeitlich auf 4:1 ausbauen. Mit einem 26-Darter kam Wade in einem sehr zähen Leg auf der D2 zwar nochmal zum 4:2, aber konnte das Break im Anschluss nicht bestätigen und Klaasen stellte auf 5:2. Auch ein 13-Darter vom ausgebildeten KFZ-Mechaniker zum 3:5 half nichts mehr, denn der jüngste Weltmeister aller Zeiten zog in 15 Darts ins Finale ein.

Auch Whitlock ohne Chance gegen van Gerwen

Michael van Gerwen ist ins Finale der German Darts Masters gestürmt. Auch wenn es im Halbfinale gegen Simon Whitlock kein 110er-Average war, sondern "nur" ein Average von knapp über 100, reicht dies zu einem deutlichen 6:2-Erfolg über den Australier. Gleich zu Beginn checkte van Gewen 130 Punkte und machte deutlich, wer der absolute Favorit in dieser Partie war. Der Niederländer baute die frühe Führung auf 3:0 aus, bevor sich Whitlock auf Tops sein erstes Leg sicherte. Ein 14-Darter stellte den alten Abstand wieder her, nach sechs perfekten Darts schaffte es der amtierende Weltmeister allerdings nicht für die Vorentscheidung zu sorgen und Whitlock kam mit einem 70er-Checkout zum 2:4. Doch "Mighty Mike" ließ dies völlig kalt und in 18 und 15 Darts kam er ohne größere Gegenwehr zum 6:2-Sieg und ging als großer Favorit ins Finale.

 

Viertelfinale:

Klaasen trotzt den Handgelenksproblemen

Im ersten Viertelfinale traf der ungesetzte Kyle Anderson auf Jelle Klaasen, der in diesem Turnier bisher noch nicht vollends überzeugen konnte. Anderson startete direkt mit dem Break, was Klaasen allerdings im Gegenzug egalisieren konnte. Bis zum Stand von 4:4 gab es keine weiteren Breaks, im neunten Leg machte Klaasen eigentlich die Tür für den Australier auf, doch Anderson schaffte es nicht seinen Fuß dazwischen zu stellen und mit kleineren Ungenauigkeiten nahm er sich die Chance den Anwurf seines niederländischen Kontrahenten zu durchbrechen. So holte sich Klaasen das 5:4 und nun war Anderson bei eigenem Anwurf unter Druck. Doch erneut rutschte "The Original" immer wieder in die Nachbarfelder der anvisierten Ziele ab und auch ein D18-D18-Finish ging knapp daneben, so dass "The Cobra" mit einem 78er-Checkout zum Match zubiss. Anderson eigentlich der bessere Spieler in dieser Partie, doch in den entscheidenden Situationen war der Australier einfach zu nachlässig und Klaasen konnte davon profitieren.

Wade wirft Wright raus

Einen durchaus überraschenden Sieg sicherte sich James Wade im zweiten Viertelfinale gegen den favorisierten Peter Wright. Der Hildesheim-Sieger kam nicht wirklich auf Touren und dann wird es gegen einen James Wade immer schwer, der seine Gegner gerne etwas vom Niveau her runterzieht und mit seiner Nervenstärke beim Checken zum Verzweifeln bringt. So auch bereits in Leg zwei, als Wade unter Druck 158 Punkte auf null brachte. Wright ging zwar erneut mit 2:1 in Führung, doch versäumte es nach vier verpassten Chancen auf 3:1 zu stellen und somit kam der Mann aus Aldershot doch noch zum 2:2 und sicherte sich auch die folgenden beiden Legs. Mit einem 17-Darter verkürzte Wright wieder auf 3:4 aus seiner Sicht, aber Wade blieb ruhig und war beim Spielstand von 5:3 nur noch ein Leg vom Sieg entfernt. "Snakebite" startete zwar gut ins neunte Leg, aber "The Machine" machte mit einer 180 nochmal Druck und prompt verpasste Wright Tops zum 4:5 und der mehrfache Major-Sieger checkte 65 Punkte in zwei Darts zum 6:3-Sieg. Wright war sichtlich enttäuscht von seiner Leistung, während Wade gewohnt ruhig und sachlich den Sieg einschätzte. Nach der Nullnummer bei den German Darts Championship ein wichtiger Sieg für Wade, für Wright nach dem Erfolg beim ersten European Tour Event des Jahres hingegen ein kleiner Rückschlag.

Whitlock zaubert sich ins Halbfinale

Im September 2014 stand Simon Whitlock beim European Darts Grand Prix zum letzten Mal in einem Halbfinale auf der European Tour. Zweieinhalb Jahre musste der Australier nun warten, um wieder in die Vorschlussrunde dieser Turnierserie einzuziehen. Gegen Michael Smith war er in den richtigen Momenten zur Stelle und entschied die Partie mit 6:4 für sich. Im dritten Leg gelang dem "Wizard" das einzige Break dieser Begegnung, was sein deutlich jüngerer Kontrahent nicht mehr umbiegen konnte. Auch dank eines 130er-Bullfinishes hielt Whitlock bei eigenem Anwurf seine weiße Weste, auch nachdem der "Bullyboy" nochmal auf 4:5 verkürzen konnte, zeigte sich das neu gewonnene Selbstvertrauen von Whitlock, der im zehnten Leg mit zwei Maximalaufnahmen glänzen konnte und seinen dritten Matchdart auf der D8 nutzte.

Van Gerwen siegt im Gigantenduell

Michael van Gerwen hat sich im Viertelfinale auch nicht von seinem Landsmann Raymond van Barneveld aufhalten lassen. Van Gerwen legte mit einem 15-Darter los und holte sich mit einem 12-Darter inklusive 164er-Finish direkt das 2:0, nach 13 geworfenen Darts stand es dann bereits 3:0, ehe sich van Barneveld auf der D16 sein erstes Leg sicherte. Mit einem starken 160er-CO in zwölf Darts gewann der fünffache Weltmeister sein zweites Leg hintereinander, doch mit einem 11-Darter nach sieben perfekten Darts holte sich van Gerwen das erneute Break zum 4:2 und konnte dieses im Anschluss bestätigen. "Barney" verkürzte zwar nochmal auf 3:5, aber van Gerwen ließ in elf Darts nichts anbrennen und zog auf der Überholspur in die Vorschlussrunde ein.

Weiter geht es bereits am Donnerstag mit der Premier League, dort steht der 12.Abend im nordirischen Belfast an, unter anderem steht die Partie Michael van Gerwen gegen Raymond van Barneveld an Barneys 50.Geburtstag auf dem Programm. Auf der European Tour geht es ebenfalls in wenigen Tagen weiter, ab Freitag steigt in der Saarlandhalle in Saarbrücken die Premiere der German Darts Open.

 

Ergebnisse Final-Session:

Montag, 17.04.2017
Abend-Session:

Viertelfinale:
Kyle Anderson 4-6 Jelle Klaasen (94.22 - 92.63)
James Wade 6-3 Peter Wright (94.33 - 93.72)
Simon Whitlock 6-4 Michael Smith (93.30 - 92.16)
Raymond van Barneveld 3-6 Michael van Gerwen (99.50 - 105.23)

Halbfinale
Jelle Klaasen 6-3 James Wade (93.99 - 84.40)
Simon Whitlock 2-6 Michael van Gerwen (92.30 - 100.58)

FINALE
Jelle Klaasen 2-6 Michael van Gerwen (98.29 - 107.33)

Preisgelder European Tour 2017:

Ausgespielt werden insgesamt £135.000 pro Turnier, der Sieger geht mit £25.000 (knapp 30.000 €) nach Hause.

Sieger: £25.000
Runner-Up: £10.000
Halbfinale: £6.000
Viertelfinale: £4.000
Achtelfinale: £3.000
2.Runde: £2.000
1.Runde: £1.000

Gesamt: £135.000

Weitere Informationen:

Alle Infos zu den German Darts Masters [Turnierseite]
Alle Infos zur European Tour 2017 [European Tour]
Für Diskussionen und Fragen zum Turnier [Dart Forum]

TV-Übertragung:
European Tour Turniere werden NICHT im TV übertragen. Es sind eher kleinere Turniere, sie sind nicht einmal in Großbritannien live zu sehen. Die einzige Möglichkeit diese Turniere zu verfolgen ist der offizielle, kostenpflichtige Livestream der PDC unter www.livepdc.tv. Außerdem übertragen auch diverse Wettanbieter wie auch der österreichische Streaminganbieter laola1.tv die Turniere der European Tour.

Foto-Credit: livepdc.tv

[mvdb]

Quelle: PDC - www.pdc.tv

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