Zum ersten Mal hat Luke Woodhouse einen Bühnen-Titel bei der PDC eingefahren. Mit 8:4 setzte sich „Woody“ im überraschenden Finale von Kiel gegen Ryan Joyce durch. Zuvor siegte der Engländer auch gegen Jimmy van Schie und Ricky Evans.
Viertelfinale:
Woodhouse stoppt Van Schie-Debüt
Luke Woodhouse siegte zum Auftakt der Viertelfinal-Session gegen Jimmy van Schie, der damit ein großartiges Debüt mit 3:6 beendete. Ein erstes Highlight gelang „Woody“ mit einem 127er-Finish zum 2:2-Ausgleich, bis dahin blieb auch alles in der Reihe. Auf der Doppel 10 sicherte sich Woodhouse das Break, das er dann in 14 Darts bestätigte. Nach einem weiteren Hold auf jeder Seite checkte Woodhouse 76 Punkte zum 6:3-Sieg, van Schie ließ zuvor ein 108er-Checkout aus.
Evans überrascht auch gegen Doets
Völlig aus dem Nichts ging der Run von Ricky Evans auch noch ins Halbfinale weiter. Mit 6:3 siegte er gegen Kevin Doets, der relativ früh ein Break kassierte. Nach zwei geteilten Legs sicherte sich „Rapid“ auf Tops das 2:1, ehe er ein 74er-Finish rausnahm. Mit zwei Checkouts in der sechsten Runde meldete sich Doets zum 3:3 zurück, konnte dann aber im Scoring nicht mehr mithalten. Es gab für den Niederländer keinen Checkdart mehr und Evans checkte in 12 Darts zum Sieg mit einem 97er-Average.
Auch Nijman scheidet aus
Mit Wessel Nijman ist im Viertelfinale eigentlich auch der letzte Spieler ausgeschieden, dem man vor dem Turnier im engeren Favoritenkreis hatte. Damon Heta lieferte einen 94er-Average zum 6:2-Sieg ab. Das Spiel startete mit einem Break auf jeder Seite, ehe Heta ein 93er-Finish rausnahm. In 15 Darts stellte der Australier eine Zwei-Leg-Führung her, die er danach auf der D16 auch ausbaute. Nur noch ein Leg gab es für Nijman, ehe „The Heat“ in 14 und 16 Darts zum Sieg checkte.
Chisnall bricht komplett ein
Eine katastrophale Viertelfinal-Leistung von Dave Chisnall hat Ryan Joyce locker ins Halbfinale befördert. „Chizzy“ blieb bei 77 Punkten im Average hängen und musste sich mit 1:6 klar geschlagen geben. In 15 und 18 Darts legte Joyce vor, ehe er auch ein 106er-Finish löschte. Nach dem 4:0 nahm Chisnall immerhin 117 Punkte von der Uhr. Den Whitewash konnte er also vermeiden, ehe Joyce ausgerechnet auf Tops das Halbfinale fixierte.
Halbfinale:
Woodhouse locker ins Finale
Zum zweiten Mal hat es Luke Woodhouse in ein European Tour Finale geschafft. Dazu räumte er Ricky Evans doch recht komfortabel mit 7:2 aus dem Weg. Jeweils in der sechsten Aufnahme verteidigten beide Spieler ihren Anwurf und Woodhouse gelang das erste Break durch einen 17-Darter, nachdem Evans seine Checkchance ausließ. In 15 und 18 Pfeilen erhöhte „Woody“ auch auf 5:1, die Doppel 16 brachte ihn unmittelbar vor den Sieg. Evans checkte 74 Punkte, sonst kam von ihm aber einfach zu wenig, um das Spiel offener zu gestalten.
Auch Joyce in sein zweites ET-Finale
Nach Luke Woodhouse ist auch Ryan Joyce in sein zweites European Tour Finale eingezogen. Dazu siegte er gegen Damon Heta in einem Entscheidungsleg, obwohl das Spiel über weite Strecken eigentlich keinen Finalisten verdient hatte. Heta startete ganz schwach und geriet mit 0:3 in Rückstand, obwohl auch Joyce bei weitem nicht sein A-Game ablieferte. Heta checkte in 18 Darts, kassierte dann aber ein 148er-Finish. So blieb „Relentless“ auch mit zwei Legs in Führung, Heta kam mittlerweile etwas besser in die Partie und checkte in 11 Darts zum 3:5. Nach einem Hold auf der Doppel 8 gelang dem Australier dann auch Der Ausgleich, weil Joyce seine Checkdarts ausließ. „The Heat“ löschte ein 130er-Finish, verpasste aber einen Matchdart aufs Bullseye und so ging es in den Decider. Gegen den Anwurf checkte Joyce 96 Punkte zum Sieg, Heta stand auf 74 Rest.
Finale:
Woodhouse erstmals ganz oben
Somit stand schon vor dem Finale fest, dass es einen neuen European Tour Sieger aus England geben wird. Luke Woodhouse war angesichts des Turnierverlaufs leicht favorisiert und setzte sich mit 8:4 durch. In 13 und 16 Darts holte sich „Woody“ die ersten zwei Legs, dann legte er auch ein 140er-Finish nach. Joyce antwortete mit zwei Finishes in der fünften Runde und war damit im Finale angekommen. Trotzdem behielt Woodhouse vorerst die Zwei-Leg-Führung, ehe Joyce auf Tops das Break zum 3:4 gelang. Dieses konnte er aber nicht verteidigen, da Woodhouse in 11 Darts fertig war. So spielte sich die Nr. 19 der Weltrangliste mit 6:4 in Front. Nach dem 76er-Finish brauche Woodhouse nur noch ein Leg zum ersten Bühnen-Titel. Diesen schnappte er sich standesgemäß mit einem 160er-Checkout.
Wie geht es bei der PDC weiter?
Nach nur einem Tag Pause geht es Dienstag und Mittwoch mit zwei Players Championships in Milton Keynes weiter. PDC.TV überträgt das Geschehen auf vier Boards live.
Ergebnisse Final-Session:
Sonntag, 31.05.2026:
Abend-Session:
Viertelfinale:
Jimmy van Schie 3-6 Luke Woodhouse (90,15 – 93,49)
Kevin Doets 3-6 Ricky Evans (91,48 – 97,36)
Wessel Nijman 2-6 Damon Heta (93,65 – 93,88)
Ryan Joyce 6-1 Dave Chisnall (90,13 – 78,17)
Halbfinale:
Luke
Woodhouse 7-2 Ricky Evans (92,89 – 90,78)
Damon Heta 6-7 Ryan Joyce (88,23 – 95,34)
Finale:
Luke Woodhouse 8-4 Ryan Joyce (98,61 – 94,46)
Preisgeld 2026:
Ausgespielt werden insgesamt £230.000
pro Turnier, der Sieger geht mit £35.000 nach Hause. Alle 32
vorqualifizierten Spieler über die PDC Order of Merit und Pro Tour
Order of Merit müssen ihr Auftaktspiel gewinnen, damit ihr
Preisgeld in die Ranglisten einfließt. Sollten sie ihr erstes Spiel
verlieren, bekommen sie das Preisgeld zwar ausgezahlt, es geht aber
nicht in die große PDC Order of Merit
sowie die European Tour Order of Merit und
Pro Tour Order of Merit
ein.
Sieger: £35.000
Runner-Up: £15.000
Halbfinale: £10.000
Viertelfinale: £8.000
Achtelfinale: £5.000
2. Runde: £3.500
1. Runde: £2.000
Gesamt: £230.000
TV-Übertragung 2026:
Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle
World Series Events LIVE und in HD. Man
kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet
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Foto-Credit: Paul Targyik/PDC Europe
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