DDV Flensburg: Pietreczko, Pohl, Zollikofer und Riemann siegreich

Dienstag, 18. Februar 2020 14:36 - Dart News von dartn.de

Benny Sensenschmidt, Sebastian Pohl und Philip Lohmann

Fünftes Ranglistenturnierwochenende der DDV-Saison 2019/20 in Flensburg. Bei den Herren konnten Sebastian Pohl und Ricardo Pietreczko ihre gute Form bestätigen und die Turniere für sich entscheiden. In der Damen-Konkurrenz siegten Lisa Zollikofer und erstmals die Juniorin Wibke Riemann, die bereits am Samstag bei der Jugend erfolgreich war. Fabian Schmutzler war bei den Junioren nicht zu bezwingen, erstmals wurden auch Paradart-Events mit den Siegern Armin Wilhelm, Simon Östreicher, Frank Schütter und Peter Jakobsen ausgetragen.

Samstag:

Bei den Herren konnte sich am ersten Tag Sebastian Pohl den Titel sichern und war damit zum zweiten Mal nacheinander erfolgreich. Bereits am Sonntag des letzten Ranglistenwochenendes in Steinfurt konnte der Kapitän der Bundesliga-Mannschaft vom Irish Folk Pub München den Sieg einfahren. Ohne Legverlust ging es für Pohl als Gruppensieger in die KO-Runde. Dort führte der Weg über Marcus Prenzel (4:0), Moritz Schmitz (4:1) und Patrick Senf (4:1) bis ins Viertelfinale. Dort wartete der 18-jährige Steven Crampton, den der Bayer ebenfalls mit 4:1 bezwingen konnte. Im Semifinale sollte es gegen den Ex-Nationalspieler und European Tour Teilnehmer Daniel Zygla dann erstmals etwas enger werden, doch auch hier konnte sich Pohl mit 5:3 durchsetzen. Im Endspiel traf Pohl dann auf Benny Sensenschmidt von den Berliner Vikings, der ebenfalls eine sehr gute Saison spielt und sich in die Top 8 der Rangliste vorarbeiten konnte. Mit 5:3 behauptete sich Sebastian Pohl, bis zum 3:3 Unentschieden war das Spiel gänzlich offen. Im achten Leg gelang Pohl dann der wichtige Hold zum Matchgewinn, zuvor gestaltete sich das Finale eher als Break-Festival. Der 81er Average von Pohl war der zweithöchste Finalaverage des Wochenendes. Sensenschmidt nahm zuvor mit Ricardo Pietreczko und Yves Wawrzyniak die beiden konstantesten Spieler der Saison aus dem Turnier, sein Halbfinale gegen Philip Lohmann stellte kein großes Problem für den erfahrenen Berliner dar. Insgesamt waren lediglich 144 Herren am Start, was einen deutlichen Einschnitt in die Teilnehmerzahlen der Ranglistenevents bedeutet.

DDV Damen Flensburg Samstag

31 Damen gingen am Samstag an den Start und von ihnen war Lisa Zollikofer als einzige Spielerin nicht zu schlagen. Ohne Legverlust spielte sich die Bremerin ins Achtelfinale, wo sie Marion Zukunft bezwang. Nach einem 4:1 Erfolg gegen die in dieser Saison erstarkte Alexandra Lorenz-Schleckmann (BWDV) schlug sie auch Gabriele Schulz problemlos mit einem Whitewash. Im anderen Halbfinale konnte die Hamburgerin Bärbel Holst wieder einmal ihr Finalticket nach einem 5:2 gegen Kathrin Detjens buchen. Zuvor schlug sie mit Lena Zollikofer bereits die Höchstplatzierte (Platz 2) der Rangliste. Die Ranglistenführende vor dem Wochenende Irina Armstrong ging nicht an den Start. Das Endsdpiel war eine eindeutige Angelegenheit zugunsten von Lisa Zollikofer, die sich mit 5:1 durchsetzte. Babs Holst nutzte ihre Chancen dabei nicht ausreichend genug.

DDV Flensburg Junioren

Ziemlich überraschend gewann Fabian Schmutzler die Junioren-Konkurrenz. Der Hesse war vor dem Turnier die aktuelle 24 der Rangliste und hat durch seinen Turniersieg einen großen Sprung in Richtung der Top 10 gemacht. Insgesamt 70 Jugendliche gingen an den Start, um ihren Sieger zu ermitteln. Fabian Schmutzler erwischte eine harte Gruppe und musste sich im Doppel-KO System gegen Oliver Pieper und Tom Kloppmann, der in Steinfurt im Finale stand, durchsetzen. Dies gelang dem Spieler des HDV mit Bravour, es folgte ein 4:2 gegen den Berliner Mavi Nitsch im Viertelfinale. Richtig spannend wurde es dann im Halbfinale, wo er gegen einen der besten Jugendlichen aus den letzten Jahren im Decider gewann. Robin Radloff musste sich im Entscheidungsleg geschlagen geben, parallel dazu konnte Nils Schierbrock den Ranglistenersten David Schlichting ebenfalls im Decider bezwingen. Das Endspiel ging mit 6:3 an Fabian Schmutzler, wobei er zwischenzeitlich mit 5:1 führte und dann einige Matchdarts verpasste. Ron Leon Kolberg verpasste das Turnier in Flensburg, welches das letzte Event vor der Nominierung für das Four-Nations Tournament darstellte.

DDV Flensburg Juniorinnen

Wibke Riemann setzte ihre beeindruckende Siegesserie auch in Schleswig-Holstein fort, gegen neun weitere Konkurrentin blieb die Nordrhein-Westfälin wieder einmal an der Spitze. Jedes einzelne Turnier hat Riemann in dieser Saison gewonnen, es ist nunmehr der sechste Sieg in Folge. Dabei verlor Riemann in der Gruppenphase noch gegen Suzan-Marie Atas, die ihr dann im Finale gegenüber stand. Nach einem 4:3 gegen die Ranglistenzweite Julia Siek schaffte es Wibke Riemann ins Endspiel, das andere Halbfinale gewann die Bremerin Suzan-Marie Atas mit 4:2 gegen Marlene Klupsch. Das Endspiel war dann aber eine eindeutige Angelegenheit für Riemann, mit 5:1 erspielte sie sich den Titel.

Paradart Classic Pathway Samstag

Zum ersten Mal wurde im Rahmen der DDV-Ranglistenserie auch bei den Paradartern gespielt. In zwei verschiedenen Spielklassen, anhand des Grades der Behinderung unterteilt, wurde auch hier nach der Gruppenphase ab dem Viertelfinale gespielt. Beim Classic Pathway war Armin Wilhelm der Sieger. Gegen Markus von Schenck zu Schweinsberg gab es ein 3:1 für Armin Wilhelm. Gegen Jesper Andersen folgte das gleiche Ergebnis, im Endspiel schlug Wilhelm dann Oleg Kozlov im Entscheidungsleg. Nachdem Kozlov seine Matchdarts verpasste war Wilhelm zur Stelle.

Paradart Samstag

Das zweite parallel laufende Event der Paradarter konnte Simon Östreicher gewinnen. Östreicher, der für den deutschen Ableger der Junior Darts Corporation verantwortlich ist und die Förderung zur Qualifikation der JDC WM vorantreibt, gewann gegen Gary Wehrt im Endspiel. Zuvor schlug er Ivan Zotov im Semifinale, im anderen Halbfinale schied Martin Hesse im Decider aus.

 

Sonntag:

DDV Flensburg Herren Sonntag

Am Sonntag war der Ranglistenführende Ricardo Pietreczko nicht aufzuhalten. Der Nürnberger gab in seiner Gruppe nur zwei Legs ab und konnte dann auch im weiteren Verlauf ungeschlagen bleiben. Pietreczko gewann mit einem Whitewash gegen Niclas Kotyra vom SDV, ehe er auch Daniel Zygla keine Chance ließ und ihn mit 4:0 rauswarf. Gegen die ehemalige Jugend-Nr. 1 Robin Radloff gab "Pikachu" zwei Legs ab und zog damit ins Viertelfinale ein. Dort traf er auf seinen neuen Dauerrivalen Yves Wawrzyniak vom Roten Stern Halle, den er nun auch in Flensburg mit 4:2 schlagen konnte. Im Halbfinale kam es dann gegen Niko Springer zu einem Entscheidungsleg, das der Akteur vom BDV für sich entscheiden konnte. Mit Nico Schunke wartete ein weiterer Nationalspieler auf Pietreczko, den er mit einem 86er Average und 5:3 in die Knie zwingen konnte. Schunke checkte 115 zum 2:2 Ausgleich, bis zum 3:3 war das Match ausgeglichen, dann aber setzte sich Pietreczko ab. Zuvor musste Schunke schon einige knappe Matches überstehen. Gegen die deutsche Nr. 1 bei der Jugend David Schlichting konnte sich Schunke noch 4:1 im Achtelfinale behaupten, dann musste er gegen den Vortagessieger Sebastian Pohl in einen Decider. Gegen Danny Teßmann im Semifinale überlebte der Niedersachse Matchdarts und zog ins Endspiel ein. Teßman schlug zuvor unter anderem den European Tour Teilnehmer Niels-Jørgen Hansen. Der Vortagesfinalist Benny Sensenschmidt konnte in der KO-Runde nicht mehr so richtig auftrumpfen. Nach einem knappen Sieg im Decider gegen Ronny Ebert war gegen den Dänen Bjane Iversen im Entscheidungsleg Feierabend.

DDV Damen Flensburg Sonntag

Zum ersten Mal in ihrer noch jungen Karriere konnte die Juniorin Wibke Riemann das Damen-Turnier beim DDV für sich entscheiden und landete damit den Doppelschlag am Wochenende. Einen harten Test hatte Riemann bereits in der Gruppenphase gegen die Vortagessiegerin Lisa Zollikofer zu überleben, die sie gleich in ihrem ersten Spiel am Vormittag mit 3:1 schlug. Im Achtelfinale gab es für Riemann einen 4:0 Erfolg gegen Marlene Klupsch, gegen Kathrin Detjens ging es in einen Decider, ehe sie dann Jessica Musiolik mit 4:2 bezwang. Damit war die Finalteilnahme perfekt, hier wartete mit Melanie Kunze die Kapitänin vom DC Bulldogs Wolfenbüttel, ein relativ bequemes 5:1 konnte die Jugendliche dann einfahren, da Kunze nicht wirklich an ihr A-Game herankam. Im Semifinale war Alexandra Lorenz-Schleckmann gegen Kunze unterlegen, setzte sich aber im oberen Bereich der Rangliste fest.

Paradart Classic Pathway Sonntag

26 Starter gingen beim WDDA Paradart Classic Pathway ans Board, hierbei war Frank Schütter gegen Michelovic von Velzen mit 4:3 im Endspiel siegreich. Beide spielten einen Average von knapp über 50, alle Finalspiele des Wochenendes lassen sich auf dem [Youtube-Kanal des DDV] nachschauen.

Paradart Sonntag

Das zweite Paradart-Turnier ging mit 4:2 an Peter Jakobsen, der gegen Ulrich Bauer siegte. Die Vortagesfinalistin Gaby Wehrt kam bis ins Halbfinale.

Am 14./15. März geht es beim DDV mit den nächsten Ranglistenturnieren auf Sylt weiter. Die Turniere auf Sylt werden offiziell von der WDF unterstützt und dienen damit auch als Qualifikation für die neuen WDF-Majors.

Ergebnisse Samstag:

Herren
Viertelfinale:
Benny Sensenschmidt 4-2 Ricardo Pietreczko
Philip Lohmann 4-3 Jens Ziegler
Sebastian Pohl 4-1 Steven Crampton
Daniel Zygla 4-2 Daniel Vogt

Halbfinale:
Benny Sensenschmidt 5-1 Philip Lohmann
Sebastian Pohl 5-3 Daniel Zygla

Finale:
Sebastian Pohl 5-3 Benny Sensenschmidt (81,00 - 76,74)

Damen
Viertelfinale:
Bärbel Holst 4-1 Lena Zollikofer
Kathrin Detjens 4-0 Jessica Mischok
Lisa Zollikofer 4-1 Alexandra Lorenz-Schleckmann
Gabriele Schulz 4-3 Melanie Kunze

Halbfinale:
Bärbel Holst 5-2 Kathrin Detjens
Lisa Zollikofer 5-0 Gabriele Schulz

Finale:
Lisa Zollikofer
5-1 Bärbel Holst (60,12 - 54,90)

Junioren
Viertelfinale:
David Schlichting 4-1 Leonard Ingles
Nils Schierbrock 4-0 Calvin Taron
Fabian Schmutzler 4-2 Mavi Nitsch
Robin Radloff 4-2 Nico Bargmann

Halbfinale:
Nils Schierbrock 5-4 David Schlichting
Fabian Schmutzler 5-4 Robin Radloff

Finale:
Fabian Schmutzler
6-3 Nils Schierbrock (69,30 - 65,27)


Mädchen
Halbfinale:
Suzan-Marie Atas 4-2 Marlene Klupsch
Wibke Riemann 4-3 Julia Siek

Finale:
Wibke Riemann 5-1 Suzan-Marie Atas (59,40 - 50,66)

DDV Paradart Classic Pathway
Halbfinale:
Oleg Kozlov 3-2 Frank Schütter
Armin Wilhelm 3-1 Jesper Andersen

Finale:
Armin Wilhelm 3-2 Oleg Kozlov (52,19 - 51,62)

Paradart
Halbfinale:
Gaby Wehrt 3-2 Martin Hesse
Simon Östreicher 3-1 Ivan Zotov

Finale:
Simon Östreicher def. Gaby Wehrt

Ergebnisse Sonntag:

Herren
Viertelfinale:
Ricardo Pietreczko 4-2 Yves Wawrzyniak
Niko Springer 4-2 Mario Schulze
Nico Schunke 4-3 Sebastian Pohl
Danny Teßmann 4-3 Niels-Jørgen Hansen

Halbfinale:
Ricardo Pietreczko 4-3 Niko Springer
Nico Schunke 4-3 Danny Teßmann

Finale:
Ricardo Pietreczko 5-3 Nico Schunke (86,06 - 74,96)


Damen
Viertelfinale:
Melanie Kunze 4-2 Lena Zollikofer
Alexandra Lorenz-Schleckmann 4-2 Lisa Zollikofer
Wibke Riemann 4-3 Kathrin Detjens
Jessica Musolik 4-2 Petra Schmidt

Halbfinale:
Melanie Kunze 4-1 Alexandra Lorenz-Schleckmann
Wibke Riemann 4-2 Jessica Musolik

Finale:
Wibke Riemann
5-1 Melanie Kunze


WDF Paradart Classic Pathway
Halbfinale:
Frank Schütter 4-1 Tommy Silverfalk
Michelovic van Velzen 4-0 Simon Östreicher

Finale:
Frank Schütter 4-3 Michelovic van Velzen (53,35 - 52,42)


Paradart
Halbfinale:
Peter Jakobsen 3-1 Maurice Steinhoff
Ulrich Bauer 3-0 Gaby Wehrt

Finale:
Peter Jakobsen 4-2 Ulrich Bauer (44,56 - 43,94)


Alle Ergebnisse der beiden Tage gibt es [hier]

Weitere Informationen:

Einen Überblick über die DDV-Turniere gibt es [hier]
Für Diskussionen zur Ranglistensaison [Dart Forum]

Foto-Credits: Nico Blank/DDV

[ks]

Quelle: D.D.V. - Deutscher Dart-Verband e.V.

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