In Verden wurde am Wochenende die DDV Bundesliga-Endrunde ausgetragen. Bereits zum dritten Mal krönte sich der Karlsruher SC zum Deutschen Meister, dazu gab es einen 7:5-Erfolg im Finale gegen Dartmoor Darmstadt. Bis ins Halbfinale konnten sich das Dart Team Köln und der DC Bulldogs Wolfenbüttel spielen.
Gruppe A: DC Vegesack Bremen fehlt ein Satz
Zunächst stand am Samstag in Niedersachsen die Gruppenphase an. In Gruppe A konnte sich der Karlsruher SC den ersten Tabellenplatz sichern. Nach einem 7:5-Sieg gegen DC Hawks Vilsbiburg und einem Unentschieden gegen den DC Vegesack Bremen stand das Team aus Baden-Württemberg schon nach zwei Spielen gut da. Letztlich brachten José Justicia und Martin Kramer den Gruppensieg im Doppel über die Ziellinie. Für den DC Hawks Vilsbiburg stand nach zwei Niederlagen das Aus in der Gruppe schnell fest.
So lag die Spannung vor allem auf dem Kampf um den zweiten Platz. Dazu hätte der DC Vegesack Bremen einen Sieg im letzten Match gegen Vilsbiburg gebraucht, da parallel Wolfenbüttel gegen den KSC nicht punktete. Bremen gewann aber nur drei Einzel, brauchte damit alle Doppel. Stute/Venema verloren aber gegen Stöckli/Angerer und so blieben die Rekordmeister um Andree Welge in der Gruppe hängen und der DC Bulldogs Wolfenbüttel erreichte das Halbfinale.
Gruppe B: Dartmoor ohne Punktverlust
Die Situation in Gruppe B war insgesamt ein wenig deutlicher. Das lag vor allem an dem bärenstarken Auftritt von Dartmoor Darmstadt, denn der Titelverteidiger gab hier keinen Punkt ab. In dieser Gruppe war bereits das Auftaktmatch zwischen dem DC LaBamba und dem Dart Team Köln vorentscheidend. Das Team vom Rhein sicherte sich hier einen starken 9:3-Erfolg, allein drei Doppel wurden per Whitewash gewonnen. Mit der guten Satzdifferenz im Rücken schaffte es Köln in den Finaltag. Da der DC LaBamba sonst lediglich das Duell gegen Dart Team Steinfurt gewinnen konnte, mussten sich diese beiden Teams ohne der KO-Runde begnügen. Trotzdem war der Einzug in die Top 8 der Saison schon ein großer Erfolg.
Halbfinale: Karlsruhe und Darmstadt wieder ins Finale
Die beiden dominanten Teams der letzten Jahre haben sich dann auch im Halbfinale behauptet. Am Sonntagmorgen traf der Karlsruher SC auf das Dart Team Köln 1. Für das Team aus der Nordstaffel punktete Pascal Wirotius mit 4:1 gegen Mensur Suljovic. Die anderen drei Einzel gingen aber zunächst an den KSC, sodass man eine Zwei-Satz-Führung hatte. Diese behielt man auch bis zum 5:3 und in den Doppeln siegten Wolff/Winterling, sowie Suljovic/Köhnlein gegen Radloff/Wirotius und Marcone/Parvaneh für den Finaleinzug.
Richtig spannend wurde auch das zweite Halbfinale nicht. Für die Bulldogs Wolfenbüttel holten Cedric Tietjens und Tourcardler Arno Merk die ersten zwei Sätze zum 2:2-Zwischenstand. Dann punktete Darmstadt aber durch Nico Kurz, Zdravko Antunovic und Christian Soethe dreimal. So gab es auch hier eine 5:3-Führung nach den Einzeln, die anschließend Moh/Müller und Cyffka/Latifi zum Sieg nutzten.
Finale: KSC mit dem dritten Meisterstück
Der Karlsruher SC hat im Endspiel den dritten Deutschen Meistertitel in der Vereinshistorie eingefahren. Gegen den DC Dartmoor Darmstadt spielte man das Finale nach einer Führung von vorne. Mensur Suljovic und José Justicia holten die ersten beiden Spiele. Thomas Köhnlein stellte nach einem 4:3-Sieg über Mario Curschmann auf 3:1, nur Selami Latifi punktete für Darmstadt. Liam Maendl-Lawrance und Martin Kramer verteidigten die Zwei-Satz-Führung im KSC-Trikot, während Zdravko Antunovic und Christian Soethe das Spiel wenigstens noch offen hielten.
Damit ging es beim Stand von 5:3 für Karlsruhe in die Doppel. Kurz/Soethe (Dartmoor) und Köhnlein/Suljovic (KSC) sorgten für eine Teilung der ersten Doppel. Cyffka/Latifi legten für Darmstadt vor, ein Team-Game war damit theoretisch noch drin. Aber nur wenig später traf Martin Kramer die Doppel 5 zum Deutschen Meistertitel. Nach 2023 und 2024 steht damit der KSC erneut ganz oben. Mensur Suljovic warf am Wochenende 38 Bestleistungen und José Justicia blieb in allen 5 Einzeln ungeschlagen, das waren dann auch die überragenden Statistiken des Wochenendes.
Die Meister starten nächste Saison nicht mehr beim KSC
Es wird gleichzeitig der (vorerst) letzte Auftritt des Karlsruher SC auf der Dartsbühne gewesen sein. Die Abteilung Darts wird zum 30. Juni vom Spielbetrieb abgemeldet und geschlossen. Hintergrund laut Baden TV: Das Präsidium und die Geschäftsführung des KSC stellt laut dem Teamkapitän zum Saisonende die gesamte finanzielle Unterstützung ein, der Abteilung wurde also der Geldhahn zugedreht. Captain Florian Flickinger fragte daraufhin bei verschiedenen Vereinen an und nun wechseln alle Dart-Teams zum ATSV Mutschelbach. Dabei soll auch der Ligastatus aller Mannschaften erhalten bleiben. Der KSC bedankte sich auf seiner Hompage dennoch für die Erfolge der letzten Jahre.
Ergebnisse Bundesliga Endrunde 2026:
Gruppe A:
Karlsruher SC 7-5 DC
Hawks Vilsbiburg
DC Vegesack Bremen 6-6 DC Bulldogs Wolfenbüttel
Karlsruher SC 6-6 DC Vegesack Bremen
DC Bulldogs Wolfenbüttel 8-4 DC Hawks
Vilsbiburg
DC Bulldogs Wolfenbüttel 5-7 Karlsruher SC
DC Hawks Vilsbiburg 6-6 DC Vegesack Bremen
Gruppe B:
DC LaBamba 3-9 Dart Team
Köln
Dart Team Steinfurt 5-7 Dartmoor
Dart Team Köln 6-6 Dart Team Steinfurt
Dartmoor 7-5 DC LaBamba
Dart Team Köln 4-8 Dartmoor
DC LaBamba 7-5 Dart Team Steinfurt
Halbfinale:
Karlsruher SC 7-3 Dart Team Köln
Dartmoor 7-3 DC Bulldogs Wolfenbüttel
Finale:
Karlsruher SC 7-5
Dartmoor
Mensur Suljovic 4-2 Tobias Cyffka
José Justicia 4-3 Benjamin Moh
Justin Heiliger 2-4 Selami Latifi
Thomas Köhnlein 4-3 Mario Curschmann
Liam Maendl-Lawrance 4-1 Nico Kurz
Andreas Winterling 3-4 Zdravko Antunovic
Marcus Wolff 1-4 Christian Soethe
Martin Kramer 4-2 Oliver Müller
Winterling/Wolff 2-4 Kurz/Soethe
Köhnlein/Suljovic 4-0 Antunovic/Curschmann
Justicia/Kramer 4-1 Müller/Moh
Heiliger/Maendl-Lawrance 2-4 Cyffka/Latifi
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Foto-Credit: DDV
