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Players Championship: De Graaf gewinnt zweiten Titel

Nur zwei Tage nach Ende der Baltic Sea Darts Open in Kiel ging es heute mit dem bereits 19. Players Championship in Milton Keynes weiter. Nachdem Jeffrey de Graaf letztes Jahr im August seinen ersten Pro Tour Titel feiern durfte, legte der Schwede heute durch einen 8:5-Finalsieg über Jonny Clayton nach. Aus deutscher Sicht erreichten Max Hopp und Lukas Wenig die dritte Runde.

Nur zwei Tage nach Ende der Baltic Sea Darts Open in Kiel ging es heute mit dem bereits 19. Players Championship in Milton Keynes weiter. Nachdem Jeffrey de Graaf letztes Jahr im August seinen ersten Pro Tour Titel feiern durfte, legte der Schwede heute durch einen 8:5-Finalsieg über Jonny Clayton nach. Aus deutscher Sicht erreichten Max Hopp und Lukas Wenig die dritte Runde.

Zweiter Titel für de Graaf

Letztes Jahr im August schrieb Jeffrey de Graaf ein Stück Dartsgeschichte, als zum ersten Mal ein Schwede ein PDC-Titel gewinnen konnte. Heute legte der gebürtige Niederländer durch einen 8:5-Finalsieg gegen Jonny Clayton mit seiner besten Leistung des Tages nach. De Graaf eröffnete stark mit einem 104er-Finish und breakte zum ersten Mal per 12-Darter. Clayton holte sich das verlorene Leg zwar direkt zurück, musste aber ein weiteres 12-Dart-Break seines Gegenübers hinnehmen. In 14 und 13 Darts stellte „The Ferret“ dann auf 3:3, ehe de Graaf in 15, 12 und 17 Darts auf 6:3 davonzog. Auf der D6 stoppte Clayton diesen Run, mit einem 117er-Finish stellte de Graaf den alten Abstand aber direkt wieder her. Der erste Matchdart auf Bull ging noch daneben, ein Leg später war es dann ein 16-Darter, der Titel Nr. 2 für de Graaf eintütete. Dazu trugen auch acht 180er und eine Doppelquote von 57% bei.

De Graaf startete mit drei 6:4-Erfolgen über Karel Sedlacek, Adam Lipscombe und Josh Rock in den Tag, im Achtelfinale gab es einen deutlichen 6:2-Sieg über Bradley Brooks. Die Nr. 1 der Setzliste Wessel Nijman musste im Viertelfinale mit 6:4 dran glauben, im Halbfinale gegen Kiel-Sieger Luke Woodhouse wurde es dann dramatisch. Woodhouse vergab im Decider drei Matchdarts und de Graaf checkte im Gegenzug 69 Punkte zum Finaleinzug. Clayton pflügte mit Erfolgen über Raymond van Barneveld (6:1), Niall Culleton (6:2) und Max Hopp (6:1) zu Beginn durch das Turnier, im Achtelfinale gegen Stephen Rosney gelang sogar eine 0:5-Aufholjagd. Deutlich komfortabler war das 6:1 gegen Cristo Reyes, ein 111er-Average beim 7:4 gegen Rob Cross im Halbfinale war einer von insgesamt fünf 100+Averages des Tages des Walisers.

Mit Mickey Mansell und William O’Connor blieben im Viertelfinale zwei Iren hängen, ein eher seltenes Achtelfinale gab es für Mervyn King, zum ersten Mal unter die letzten 16 ging es für Stephen Rosney. Gleich zu Beginn erwischte es mit Gian van Veen, Stephen Bunting, Danny Noppert, Chris Dobey, Damon Heta, Jermaine Wattimena, Dirk van Duijvenbode und Joe Cullen einige der großen Namen.

Hopp und Wenig im Boardfinale

Für Max Hopp und Lukas Wenig ging es heute ins Boardfinale. Hopp überstand zum Auftakt in den Tag ein knappes Spiel gegen Tyler Thorpe, das über die volle Distanz ging. Der Idsteiner checkte zwischenzeitlich auch 121, im Decider reichte ein 16-Darter bei eigenem Anwurf. Ausreichend Geduld brachte der „Maximiser“ dann gegen Sietse Lap mit. Nach einer schnellen 4:0-Führung konnte Lap zwar auf 2:4 verkürzen, doch in 12 und 17 Darts rückte Hopp die Verhältnisse wieder gerade. Chancenlos unterlegen war der 29-Jährige dann beim 1:6 gegen Jonny Clayton, der fast 25 Punkte im Average besser unterwegs war.

Für Lukas Wenig war die rein deutsche Erstrundenbegegnung gegen Marvin Kraft kein Problem. Wenig verlor zwar die ersten beiden Legs, ließ dann aber keinen Leggewinn seines Landsmanns mehr zu. Deutlicher enger war dann die Partie gegen Wesley Plaisier. Nach sechs Holds breakte Plaisier mit einem starken 12-Darter und legte auch noch ein 145er-Finish nach, Wenig zog aber dennoch in zweimal 15 und 14 Darts stark die Partie. Das Aus kam dann nach einer 3:6-Niederlage gegen Ross Smith. Die ersten beiden Legs gingen an Wenig, Smith stellte aber schnell auf 2:2. Nach zwei weiteren Holds fand der „Smudger“ mit einem 164er-Finish im achten Leg die Vorentscheidung.

Schindler sucht weiter die Konstanz

Die Suche nach der Konstanz ist bei Martin Schindler weiterhin ein großes Thema. Das deutsche Duell gegen Dominik Grüllich gewann der gebürtige Strausberger mit einem 96er-Finish zunächst mit 6:4. Grüllich verpasste dabei ein 102er-CO für den Decider, ehe Schindler seine 36 Punkte Rest löschte. Gegen Tommy Morris wurde der deutschen Nr. 1 ein 0:3-Fehlstart zum Verhängnis. „The Wall“ robbte sich zwar wieder heran, am Ende folgte aber die Niederlage im neunten Leg, in dem auch zwei 180er zu wenig waren. Preisgeld gab es auch erneut für Yorick Hofkens, der in seinem ersten Spiel einen schwachen Thibault Tricole mit 6:3 hinter sich ließ. Beim Stand von 2:3 gewann Hofkens die restlichen vier Legs in 16, 18, 13 und 14 Darts. Belohnt wurde dies mit einem Zweitrundenduell gegen Gary Anderson, dem der Gocher lange Zeit die Stirn bot, am Ende aber mit 4:6 unterlag. Mit einem 123er-Finish stellte der 18-Jährige auf 4:4, auch 155 nullte er, verpasste dann aber in den letzten beiden Legs insgesamt fünf Checkdarts.

Österreichisches Duo scheidet in Runde 2 aus

Das österreichische World Cup Duo Mensur Suljovic und Rusty-Jake Rodriguez schied geschlossen in Runde 2 aus. In einer Partie, die insgesamt 36 Minuten dauerte, drehte Suljovic gegen Ricardo Pietreczko einen 2:4-Rückstand mit vier Legs in Serie noch um. Genau andersherum verlief Runde 2 gegen Nathan Potter. Hier hatte „The Gentle“ mit 4:2 die Führung inne, gewann aber kein weiteres Leg mehr. Rusty-Jake Rodriguez durfte mit einem 6:5-Auftaktsieg über Owen Bates einen Achtungserfolg feiern. Im Decider überstand Rodriguez ein verpasstes 76er-Finish des Engländers. Weitestgehend chancenlos war „RJR3“ dann beim 1:6 gegen Kiel-Sieger Luke Woodhouse.

Zwei deutsche Duelle in Runde 1

Wie so oft gab es auch bei diesem Players Championship zwei deutsche Erstrundenduelle, in denen Dominik Grüllich gegen Martin Schindler mit 4:6 und Marvin Kraft gegen Lukas Wenig mit 2:6 unterlagen. Arno Merk war gegen den topgesetzen Wessel Nijman mit 1:6 auf verlorenem Posten, Ricardo Pietreczko konnte sein Spiel erneut steigern, musste sich aber Mensur Suljovic mit 4:6 beugen. Weitere Niederlagen gab es für Gabriel Clemens (3:6 gegen Mike De Decker), Leon Weber (4:6 gegen Peter Wright) und Kai Gotthardt (4:6 gegen Shane McGuirk).

Der Schweizer Stefan Bellmont verlor sein Auftaktspiel gegen Jimmy van Schie mit 2:6. Die weiteren vier deutschen Tourcardholder Niko Springer, Maximilian Czerwinski, Pascal Rupprecht und Matthias Ehlers haben ihre Teilnahme für diesen Block abgesagt. Ebenfalls nicht gemeldet haben u.a. Luke Littler, Luke Humphries, Gerwyn Price, Michael van Gerwen und Michael Smith.

Wie geht es bei der PDC weiter?

Morgen findet in Milton Keynes das 20. Players Championship des Jahres statt. PDC.TV überträgt das Geschehen erneut auf vier Boards live.

Players Championship 2026 – Nr. 19:

Dienstag, 02. Juni , Marshall Arena – Milton Keynes

1. Runde:

Board 1
Wessel Nijman (1) 6-1 Arno Merk (95,97 – 88,19)
Viktor Tingström 6-4 Jack Aldridge
Gary Anderson (32) 6-1 Martin Lukeman
Yorick Hofkens 6-3 Thibault Tricole (90,10 – 82,12)

Board 2
James Hurrell 6-4 Dirk van Duijvenbode (16)
Daniel Ayres 6-3 Greg Ritchie
Martin Schindler (17) 6-4 Dominik Grüllich (95,76 – 91,37)
Tommy Morris 6-4 Justin Hood

Board 3
Harry Ward 6-1 Kevin Doets (8)
Ryan Meikle 6-5 Adam Leek
Dave Chisnall (25) 6-4 Joe Hunt
Bradley Brooks 6-5 Jurjen van der Velde

Board 4
Josh Rock (9) 6-4 Scott Williams
Jim Long 6-1 Filip Bereza
Jeffrey De Graaf 6-4 Karel Sedlacek (24)
Adam Lipscombe 6-3 Tavis Dudeney

Board 5
Jack Tweddell 6-4 Stephen Bunting (4)
Mickey Mansell 6-3 Martijn Dragt
Mensur Suljovic (29) 6-4 Ricardo Pietreczko (88,99 – 91,02)
Nathan Potter 6-3 Brendan Dolan

Board 6
Andrew Gilding (13) 6-5 David Sharp
Jimmy van Schie 6-2 Stefan Bellmont (84,77 – 83,34)
Adam Paxton 6-4 Joe Cullen (20)
Connor Scutt 6-2 Stefaan Henderyck

Board 7
Luke Woodhouse (5) 6-1 Andy Boulton
Rusty-Jake Rodriguez 6-5 Owen Bates (87,18 – 88,78)
Richard Veenstra (28) 6-3 Cam Crabtree
Ritchie Edhouse 6-5 Tom Bissell

Board 8
Christopher Wickenden 6-2 Gian van Veen (12)
Mervyn King 6-5 Tommy Lishman
Daryl Gurney (21) 6-5 Benjamin Pratnemer
Aden Kirk 6-4 Carl Sneyd

Board 9
Ross Smith (2) 6-1 Samuel Price
Tom Sykes 6-1 Oskar Lukasiak
Wesley Plaisier 6-4 Keane Barry (31)
Lukas Wenig 6-2 Marvin Kraft (91,29 – 87,88)

Board 10
Krzysztof Ratajski (15) 6-0 Dimitri van den Bergh
Chris Landman 6-4 Ricky Evans
William O’Connor (18) 6-5 Dennie Olde Kalter
Adam Warner 6-4 Derek Coulson

Board 11
Madars Razma 6-5 Danny Noppert (7)
Charlie Manby 6-2 Tytus Kanik
Kim Huybrechts (26) 6-3 Nick Kenny
Maik Kuivenhoven 6-2 Jeffrey De Zwaan

Board 12
Stephen Burton 6-3 Nathan Aspinall (10)
Thomas Lovely 6-4 Ian White
Rob Cross (23) 6-4 Darius Labanauskas
Cor Dekker 6-4 Mario Vandenbogaerde

Board 13
Henry Coates 6-3 Chris Dobey (3)
Shane McGuirk 6-4 Kai Gotthardt (94,68 – 91,84)
Cristo Reyes 6-5 Alan Soutar (30)
Mike De Decker 6-3 Gabriel Clemens (94,92 – 96,09)

Board 14
Marvin van Velzen 6-5 Damon Heta (14)
Rob Owen 6-5 Adam Gawlas
Ryan Joyce (19) 6-0 Rhys Griffin
Beau Greaves 6-4 Jeffrey Sparidaans

Board 15
Stephen Rosney 6-5 Jermaine Wattimena (6)
Peter Wright 6-4 Leon Weber (87,14 – 83,14)
Sebastian Bialecki (27) 6-1 Christian Kist
Callan Rydz 6-3 Darryl Pilgrim

Board 16
Jonny Clayton (11) 6-1 Raymond van Barneveld
Niall Culleton 6-3 Alexander Merkx
Sietse Lap 6-2 Cameron Menzies (22)
Max Hopp 6-5 Tyler Thorpe (91,11 – 88,49)

2. Runde:

Wessel Nijman 6-2 Viktor Tingström
Gary Anderson 6-4 Yorick Hofkens (96,34 – 94,47)
James Hurrell 6-2 Daniel Ayres
Tommy Morris 6-3 Martin Schindler (92,96 – 95,89)
Harry Ward 6-4 Ryan Meikle
Bradley Brooks 6-5 Dave Chisnall
Josh Rock 6-3 Jim Long
Jeffrey De Graaf 6-4 Adam Lipscombe
Mickey Mansell 6-4 Jack Tweddell
Nathan Potter 6-4 Mensur Suljovic (93,50 – 95,94)
Andrew Gilding 6-2 Jimmy van Schie
Connor Scutt 6-2 Adam Paxton
Luke Woodhouse 6-1 Rusty-Jake Rodriguez (86,95 – 82,23)
Richard Veenstra 6-4 Ritchie Edhouse
Mervyn King 6-5 Christopher Wickenden
Daryl Gurney 6-5 Aden Kirk
Ross Smith 6-1 Tom Sykes
Lukas Wenig 6-5 Wesley Plaisier (86,73 – 77,95)
Krzysztof Ratajski 6-3 Chris Landman
William O’Connor 6-1 Adam Warner
Charlie Manby 6-1 Madars Razma
Kim Huybrechts 6-4 Maik Kuivenhoven
Thomas Lovely 6-3 Stephen Burton
Rob Cross 6-3 Cor Dekker
Henry Coates 6-2 Shane McGuirk
Cristo Reyes 6-2 Mike De Decker
Rob Owen 6-0 Marvin van Velzen
Ryan Joyce 6-2 Beau Greaves
Stephen Rosney 6-5 Peter Wright
Callan Rydz 6-5 Sebastian Bialecki
Jonny Clayton 6-2 Niall Culleton
Max Hopp 6-2 Sietse Lap (89,45 – 81,69)
Verlierer: £1.250

3. Runde:

Wessel Nijman 6-3 Gary Anderson
James Hurrell 6-4 Tommy Morris
Bradley Brooks 6-4 Harry Ward
Jeffrey De Graaf 6-4 Josh Rock
Mickey Mansell 6-1 Nathan Potter
Andrew Gilding 6-4 Connor Scutt
Luke Woodhouse 6-3 Richard Veenstra
Mervyn King 6-5 Daryl Gurney
Ross Smith 6-3 Lukas Wenig (98,51 – 93,11)
William O’Connor 6-5 Krzysztof Ratajski
Charlie Manby 6-1 Kim Huybrechts
Rob Cross 6-0 Thomas Lovely
Cristo Reyes 6-5 Henry Coates
Rob Owen 6-4 Ryan Joyce
Stephen Rosney 6-5 Callan Rydz
Jonny Clayton 6-1 Max Hopp (103,75 – 79,09)
Verlierer: £2.000

Achtelfinale:

Wessel Nijman 6-1 James Hurrell (104,08 – 89,71)
Jeffrey De Graaf 6-2 Bradley Brooks (91,54 – 79,57)
Mickey Mansell 6-3 Andrew Gilding (99,43 – 98,93)
Luke Woodhouse 6-2 Mervyn King (106,55 – 87,00)
William O’Connor 6-2 Ross Smith (108,11 – 95,92)
Rob Cross 6-2 Charlie Manby (106,21 – 95,56)
Cristo Reyes 6-1 Rob Owen (104,25 – 88,85)
Jonny Clayton 6-5 Stephen Rosney (91,32 – 94,82)
Verlierer: £3.000

Viertelfinale:

Jeffrey De Graaf 6-4 Wessel Nijman (94,73 – 100,25)
Luke Woodhouse 6-4 Mickey Mansell (90,19 – 90,91)
Rob Cross 6-5 William O’Connor (96,68 – 93,36)
Jonny Clayton 6-1 Cristo Reyes (100,44 – 91,03)
Verlierer: £4.000

Halbfinale:

Jeffrey De Graaf 7-6 Luke Woodhouse (96,11 – 97,06)
Jonny Clayton 7-4 Rob Cross (111,21105,97)
Verlierer: £6.500

Finale:

Jeffrey De Graaf 8-5 Jonny Clayton (101,11100,69)
Sieger: £15.000
Runner-Up: £10.000

Preisgeld 2026:

Sieger: £15.000
Runner-Up: £10.000
Halbfinale: £6.500
Viertelfinale: £4.000
Achtelfinale: £3.000
Letzte 32: £2.000
Letzte 64: £1.250

Summe pro Event: £150.000

Modus 2026:

Spiele bis zum Halbfinale: Best of 11 Legs
Halbfinale: Best of 13 Legs
Finale: Best of 15 Legs

TV-Übertragung 2026:

Die Pro Tour Turniere werden nicht im TV übertragen, weder in Großbritannien noch in Deutschland. Es gibt aber die Möglichkeit, bei Players Championships jeweils vier Boards (ein Board im deutschen Kommentar) über den offiziellen Livestream der PDC, PDC.TV zu sehen.

Zudem kann man alle Spiele aller Boards im Livescorer auf der Seite Dartconnect verfolgen.

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Weitere Informationen:

Alle weiteren Infos zur Pro Tour gibt es auf der [Turnierseite]
Diskussionen zum Turnier gibt’s in unserem [Forum]

Foto-Credit: Kieran Cleeves/PDC

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