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World Matchplay: Schindler scheitert an Price

Am Montag-Abend ist mit Martin Schindler der letzte verbliebene Deutsche beim World Matchplay ausgeschieden. Damit geht das Warten auf den ersten Auftaktsieg seit 2020 weiter. Dabei hatte „The Wall“ die Partie gegen Gerwyn Price eigentlich im Griff, musste sich aber mit 9:11 nach Verlängerung geschlagen geben. Zuvor buchte Ross Smith sein Achtelfinalticket. Luke Humphries ist überraschend gegen Cameron Menzies ausgeschieden, der dafür ein 170er-Finish zum Sieg checkte. Zum Abschluss der ersten Runde überzeugte Rob Cross gegen Danny Noppert.

Am Montag-Abend ist mit Martin Schindler der letzte verbliebene Deutsche beim World Matchplay ausgeschieden. Damit geht das Warten auf den ersten Auftaktsieg seit 2020 weiter. Dabei hatte „The Wall“ die Partie gegen Gerwyn Price eigentlich im Griff, musste sich aber mit 9:11 nach Verlängerung geschlagen geben. Zuvor buchte Ross Smith sein Achtelfinalticket. Luke Humphries ist überraschend gegen Cameron Menzies ausgeschieden, der dafür ein 170er-Finish zum Sieg checkte. Zum Abschluss der ersten Runde überzeugte Rob Cross gegen Danny Noppert.

Schindler gibt Führung gegen Price aus der Hand

Nun ist es Gewissheit: Auch im sechsten Jahr in Folge gibt es keinen deutschen Sieg beim World Matchplay. Gabriel Clemens gewann 2020 sein Auftaktspiel gegen Rob Cross, seitdem ist kein weiterer deutscher Erfolg hinzugekommen. Martin Schindler hatte heute nach einer guten Anfangsphase alle Trümpfe in der Hand, musste sich aber dennoch mit 9:11 gegen Gerwyn Price geschlagen geben. Es war eine vermeidbare Niederlage, auch wenn sich Price im Spielverlauf noch steigerte.

Ergebnistechnisch gelang Martin Schindler der absolute Traumstart. Nach einem Hold gelang ihm das Break in 14 Darts, es folgte ein 98er-Finish zum 3:0. Erst im vierten Leg erhielt Price mal einen Checkdart auf ein Shanghai-Finish. Auch diesen nutzte er nicht, den Whitewash in der ersten Session verpasste Schindler durch sechs ungenutzte Checkdarts und damit kam Price aufs Scoreboard. Der „Iceman“ stand bis dahin bei einem wirklich schwachen 80er-Average. Nach der ersten Unterbrechung brachten beide erstmal ihren Anwurf durch, ehe Schindler in 15 Darts zum 6:2 checkte. Fünf Chancen ließ „The Wall“ anschließend aus, ehe Price in 11 Pfeilen auf 4:6 verkürzte.

Diese Zwei-Leg-Führung blieb dann auch noch eine Weile bestehen, in den nächsten Legs gab es bis zum 8:6 kein Break. Das änderte sich mit einem 17-Darter von Price, der damit alles wieder in die Reihe brachte. In 16 Darts gelang dem „Iceman“ dann der Ausgleich. Drei Checkdarts ließ Schindler liegen und so fing er sich das Break ein – erstmals lag er nun hinten. Aus dem Nichts checkte der Wahl-Hesse ein 121er-Checkout, Price stand auf 100 Rest zum Sieg, es ging in die Verlängerung. Schindler startete sein Anwurfleg mit 17 Punkten im Scoring, Price nutzte das gnadenlos zum Break aus. Mit einem 100er-Finish schnappte sich der Waliser dann auch den Sieg. Auch bei seiner fünften Teilnahme bleibt der Deutsche in den Winter Gardens damit sieglos.

Smith übersteht starke Phase von Doets

Das Auftaktmatch des Montags bestritten Ross Smith und Kevin Doets. Mit 10:6 behauptete sich der „Smudger“, der die erste Session gar zu Null gewinnen konnte. Auch wenn Doets kämpfte, reichte es am Ende trotz eines 104er-Averages nicht zum Sieg beim Debüt.

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Ross Smith hielt Kevin Doets mit 10:6 in Schach

Ross Smith verteilte seinem Gegner in der ersten Session eine mächtige Abreibung. Trotz eines 104er-Averages konnte Doets kein Leg gewinnen. Nach einem 87er-Finish checkte der „Smudger“ in 10 Darts. Erst im vierten Leg erhielt der Debütant seinen ersten Checkdart auf 135 Rest. Diesen ließ er liegen und Smith finishte gnandenlos 160 Punkte zum 4:0. Auch der fünfte Durchgang war schnell eingefahren. Die Pause bewirkte dann aber Wunder: Doets holte sich nicht nur sein erstes Leg in Blackpool, sondern legte auch ein 141er-Finish nach und traf die D16 zum dritten Leg in Folge. Mit 6:4 hielt sich Smith trotzdem noch in Front. Es folgte die nächste Wende. Drei Legs in Folge gingen an den Engländer zum 9:4, der damit nur noch ein Leg brauchte. Doets checkte aber in 13 Darts und legte ein 161er-Finish nach. Dann war es aber ein Shanghai-Finish von Smith zum Sieg.

Menzies haut Humphries mit der 170 raus

Der erste große Favorit ist ausgeschieden! Luke Humphries musste sich gegen Cameron Menzies mit 7:10 geschlagen geben, es ist der erste Sieg überhaupt für den Schotten in Blackpool. Dabei checkte „Cammy“ im Entscheidungsleg 170 Punkte.

Cameron Menzies schockt Luke Humphries
Ein emotionaler Cameron Menzies nach seinem Sieg gegen Luke Humphries

Menzies eröffnete das Spiel mit einem 13-Darter, doch Humphries checkte ein 114er-Finish. Bis zum 2:2 war alles ausgeglichen, dann setzte Menzies mit dem 129er-Finish ein Highlight. Aber auch „Cool Hand Luke“ ließ sich nicht lumpen und räumte ein 167er-Checkout ab. In 14 und 17 Darts war es dann aber Cameron Menzies, der erstmals eine Zwei-Leg-Führung zwischen sich und seinen Gegner brachte. Und der Schotte legte einfach nach, nach einem 12-Darter finishte er in der fünften Runde zum 7:3-Zwischenstand. Spätestens mit dem 70er-Finish nach der Pause wurde es für Humphries unangenehm eng und prompt schaltete die Nr. 2 der Welt nochmal nach oben. Gleich vier Legs in Folge konnte sich Humphries einverleiben, auf Madhouse stellte er mit 7:8 den Anschluss wieder her. Nun stoppte Menzies diesen Lauf mit einem 98er-Finish und dann zog er auch noch das ganz große Highlight: Menzies sorgte für das erste 170er-Checkout des Turniers und sicherte sich damit den 10:7-Sieg und die erste große Überraschung.

Cross beendet Nopperts Hoffnung

Ein weiterer Gesetzter ist zum Abschluss der ersten Runde noch ausgeschieden. Danny Noppert musste sich gegen Rob Cross mit 3:10 geschlagen geben, ein 91er-Average war vom Niederländer zu wenig.

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Auch Rob Cross wurde von seinem Sponsor mit einem neuen Shirt ausgestattet

Cross legte mit einem 76er-Finish vor und checkte danach in 13 Darts zum 2:0. Noppert kam nicht ins Scoring und dann gingen auch noch die Doppel daneben. Mit zwei Runden bekam er 40 Punkte nicht gelöscht, folgerichtig gab es das Break. Cross legte ein 128er-Finish zum 4:0 nach und auf der Doppel 16 machte „Voltage“ den perfekten Auftakt fix. Zur Abwechslung gingen mal zwei Legs nach der Pause an Noppert, aber wirklich näher heran kam er nicht. Cross war zweimal in 13 Darts fertig und stellte auf 8:2. Damit war die Vorentscheidung gefallen, für „The Freeze“ gab es nur noch ein Leg. Mit zwei Checkouts in der sechsten Runde machte Cross dann den Sieg klar.

Wie geht es beim World Matchplay weiter?

Morgen stehen dann beim World Matchplay 2026 die ersten vier Zweitrundenspiele an. DAZN und Pluto TV übertragen die Session ab 20:00 Uhr MESZ jeweils live.

Ergebnisse Montag:

Montag, 20.07.2026:
Abend-Session:
1. Runde:
Ross Smith (15) 10-6 Kevin Doets (100,55104,19)
Gerwyn Price (7) 11-9 Martin Schindler (93,88 – 90,69)
Luke Humphries (2) 7-10 Cameron Menzies (99,56 – 97,83)
Danny Noppert (10) 3-10 Rob Cross (91,80 – 97,41)

Vorschau Dienstag:

Dienstag, 21.07.2026:
Abend-Session:
(ab 20:00 Uhr MESZ)
2. Runde:

Jonny Clayton – Gary Anderson
Michael van Gerwen – Dirk van Duijvenbode
Luke Littler – Nathan Aspinall
Josh Rock – Stephen Bunting

Modus 2026:

1. Runde: Best of 19 Legs
Achtelfinale: Best of 21 Legs
Viertelfinale: Best of 31 Legs
Halbfinale: Best of 33 Legs
Finale: Best of 35 Legs

Ein Spiel muss allerdings mit zwei Legs Differenz gewonnen werden. Seit 2014 gilt die Regel, dass die Spiele bei Gleichstand um maximal fünf Legs verlängert werden.

Preisgeld 2026:

Sieger: £225.000
Runner-Up: £125.000
Halbfinale: £65.000
Viertelfinale: £35.000
Achtelfinale: £22.500
1. Runde: £12.500

Gesamt: £1.000.000

Das World Matchplay ist nach der PDC-WM das Ranglistenturnier mit dem höchsten Preisgeld im Dartsport.

TV-Übertragung 2026:

Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle World Series Events LIVE und in HD. Man kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist (kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält. Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn

Zudem wird das World Matchplay auf dem Sender DAZN Darts X Pluto TV auf [Pluto TV] kostenlos übertragen.

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Foto-Credit: Taylor Lanning (PDC)

[ks]