Am zweiten Abend des World Grand Prix konnte Gary Anderson einer Niederlage gegen Damon Heta mit starken Finishes gerade noch entgehen. Luke Humphries fuhr einen Arbeitssieg ein, auch Gian van Veen und James Wade wurden ihren Favoritenrollen gerecht. Für die Nummer sieben der Welt ist das Turnier dagegen bereits zu Ende.
Humphries kaum gefordert
Nach dem Ausscheiden von Luke Littler ging Luke Humphries als Turnierfavorit in sein erstes Spiel. Zu Beginn profitierte er von der Schwäche seines Gegners und kam in 40 Darts zu zwei Leggewinnen. Dave Chisnall breakte auf der D12, verpasste jedoch einen Dart auf Tops zum Ausgleich. So holte sich Humphries auf der D1 das erste Set.
Auch nach der Pause blieben beide Spieler weit unter ihren Möglichkeiten. Chisnall gewann sein Anwurfleg in 20 Darts, Humphries seines in 21. Gegen die Darts gelang dem Weltmeister von 2024 ein Highlight: Ein 109-Checkout auf der D16 zum 12-Darter. Die 124 Punkte zum Sieg sollten es nicht sein, doch Chisnall vergab vier Breakdarts, woraufhin Humphries auf der D4 zum Sieg ohne Satzverlust kam.
Heißes Duell zwischen Anderson und Heta
Ein spannendes Duell zwischen Gary Anderson und Damon Heta begann mit einem 109-Checkout des Australiers zum Break – unter Druck. Dieses Break gab Heta nicht mehr her, Anderson vergab zwei Chancen zum Re-Break und musste den ersten Satz mit 1:3 abgeben. Per 156-Checkout begann „The Heat“ auch Set zwei mit einem Highlight, die ersten vier Legs gingen mit den Darts. Im Decider bekam Heta einen Dart auf die D5 zum Matchgewinn, der jedoch zu tief landete – und Anderson checkte 115 Punkte zum Ausgleich in Sätzen.
Den Entscheidungssatz dominierte der Schotte, der mit einem 81-Checkout auf der D13 unter Druck direkt gut loslegte. Darauf ließ Anderson ein 107-Checkout auf der D16 zum 12-Darter folgen. Kaum fünf Minuten nach Hetas Matchdart warf der zweimalige Weltmeister somit zum Sieg an – und nutzte seine Chance. Für 42 Punkte traf er versehentlich die D10, dann aber auch die D11 zum 2:1-Sieg.

Van Veen ringt van Duijvenbode nieder
Das niederländische Duell zwischen Gian van Veen und Dirk van Duijvenbode sah lange nach einer Einbahnstraße aus. Die Nummer drei der Welt gewann den ersten Satz praktisch ohne Gegenwehr und ging auch im zweiten Set mit 2:0 in Führung. Aus dem Nichts spielte van Duijvenbode einen 12-Darter mitsamt 101-Checkout auf der D16 zum Anschluss – und einen 11-Darter zum Ausgleich in Legs. Allerdings vergab van Duijvenbode zwei Setdarts auf der D16 – und van Veen checkte 69 Punkte, um doch noch zum 2:0-Sieg zu kommen.
Wade dreht Spiel gegen Cullen
Seine zuletzt starke Form zeigte James Wade erst nach Rückstand. Fünf Fehler auf Doppel im ersten Leg bestrafte Joe Cullen per 95-Checkout auf der D19 zum frühen Break. Der „Rockstar“ brachte auch seine Anwurflegs nach Hause und holte sich das erste Set somit mit 3:1. Allerdings verpasste Cullen zum Start ins zweite Set drei Darts auf die D18, was Wade zum Break nutzte. Auch „The Machine“ blieb bei eigenem Anwurf stabil und holte sich den Satzausgleich unter Druck auf dem Bullseye.
Im dritten Set hatte Cullen zunächst wieder mit der D18 zu kämpfen, sodass Wade zu einer 2:0-Führung sprintete. Nach sechs verpassten Matchdarts erlaubte er Cullen jedoch noch, per 75-Checkout zu verkürzen. Ein kurzes Aufbäumen: Gegen die Darts scorte Wade besser und nutzte seinen siebten Matchdart auf der D10.

Bunting bezwingt Gilding
Auch Stephen Bunting konnte ein rein englisches Duell für sich entscheiden. In den ersten beiden Legs gab er seinem Gegner Andrew Gilding keine Chance auf Doppel, im dritten verkürzte „Goldfinger“ auf der D18. Bunting machte sich das Leben mit sechs verpassten Setdarts schwer, hatte aber genug Zeit, um auf der D1 noch zum 3:1 zu kommen. Im zweiten Satz war Gilding zunächst mit einem 77-Checkout auf Tops zur Stelle und breakte per 64-Checkout auf der D8. Das Bullseye für 129 Punkte zum Satzgewinn saß dagegen nicht, Bunting checkte 87 Punkte auf der D9 zum 1:2. Bei eigenem Anwurf scorte Gilding jedoch souverän und holte sich per 14-Darter den Ausgleich in Sätzen.
Bunting startete stark in den Entscheidungssatz und breakte in 13 Darts. Bei eigenem Anwurf blieb er praktisch ohne Gegenwehr und stellte auf der D10 auf 2:0. Für 124 Punkte bekam er im dritten Leg einen Matchdart auf der D11, den er jedoch nicht nutzen konnte. Gilding blieb auf der D16 stabil. Im vierten Leg brauchte Bunting fünf Darts, um sein Startdoppel zu treffen, überholte seinen Gegner jedoch im Scoring und kam auf der D8 zum Sieg.
Zonneveld schockt Rock
Für die Nummer sieben der Welt ist der World Grand Prix 2026 bereits nach dem ersten Spiel beendet. Josh Rock vergab im dritten Leg zwei Darts auf Doppel, sodass Niels Zonneveld zum Break kam – und dieses zum Satzgewinn bestätigte. Die ersten vier Legs des zweiten Sets gingen mit dem Anwurf, ehe Rock das größte Highlight der Partie setzte: Eine 180 und ein 151-Checkout zum 12-Darter bewahrten den Nordiren vor der schnellen Niederlage. Allerdings war Zonneveld im Decider der bessere Spieler – und belohnte sich mit High Finishes von 103, 116 und 133.

Wattimena und Searle weiter
Im ersten Spiel des Abends hatte Jermaine Wattimena gegen Chris Dobey die wichtigen Momente auf seiner Seite. Einmal mehr hatte Dobey in einem Major Probleme auf die Doppel und vergab gleich im ersten Leg vier Breakchancen. Auch der Versuch eines 170-Finishes im vierten Leg, der auf dem Bullseye scheiterte, war nicht genug. Wattimena holte sich den ersten Satz mit 3:1 in den Legs. Zwar spielte Dobey zu Beginn des zweiten Sets unter Druck ein 128-Checkout auf der D10, im Decider eilte ihm Wattimena jedoch davon und kam per 14-Darter zum Matchgewinn.
Im zweiten Spiel startete Ryan Searle mit starken Finishes, checkte unter Druck 100 und 64 Punkte in seinen Anwurflegs und schnappte sich den ersten Satz im Decider mit einer 180 und einem 103-Checkout. William O’Connor schlug jedoch stark zurück und holte sich den zweiten Satz mit 3:0 in den Legs. Im Entscheidungsset breakte der Ire mit einem 64-Checkout und hielt seinen Anwurf mit einem 95-Checkout über 19 und zweimal D19. Drei Matchdarts gingen jedoch daneben, sodass Searle auf der D2 verkürzen konnte. O’Connor verlor den Faden, Searle checkte 64 zum Ausgleich und warf zum Sieg an. Diesmal baute O’Connor Druck auf, vergab jedoch einen weiteren Matchdart aufs Bullseye für ein 127-Finish, woraufhin Searle auf Tops doch noch zum Sieg kam.
Wie geht es beim World Grand Prix weiter?
Am morgigen Mittwoch beginnt die zweite Runde des World Grand Prix 2026 mit den ersten vier Achtelfinals ab 19:00 Uhr MESZ vervollständigt. DAZN und Sport1 übertragen jeweils live.
Ergebnisse Dienstag:
Dienstag, 29.09.2026:
1. Runde:
Chris Dobey (15) 0-2 Jermaine Wattimena (1:3, 2:3) – (79,93 – 86,55)
Ryan Searle (14) 2-1 William O’Connor (3:2, 0:3, 3:2) – (84,69 – 91,03)
Josh Rock (7) 1-2 Niels Zonneveld (1:3, 3:2, 1:3) – (94,14 – 92,14)
James Wade (6) 2-1 Joe Cullen (1:3, 3:1, 3:1) – (88,65 – 83,72)
Gary Anderson (10) 2-1 Damon Heta (1:3, 3:2, 3:0) – (90,11 – 86,39)
Gian van Veen (3) 2-0 Dirk van Duijvenbode (3:0, 3:2) – (85,79 – 83,30)
Luke Humphries (2) 2-0 Dave Chisnall (3:1, 3:1) – (80,41 – 75.38)
Stephen Bunting (11) 2-1 Andrew Gilding (3:1, 1:3, 3:1) – (86,26 – 82,55)
Vorschau Mittwoch:
2. Runde, 30.09.2026: (ab 20:00 Uhr MESZ)
Luke Woodhouse – Nathan Aspinall
Danny Noppert – Ryan Joyce
Gerwyn Price – Ross Smith
Jonny Clayton – Wessel Nijman
Modus 2026:
Alle Spiele werden im Modus Double-In/Double-Out gespielt. Es ist das einzige große Major-Turnier mit diesem Modus. Das bedeutet, jeder Spieler muss zum Start eines Legs ein Doppel treffen, erst dann zählen seine Scores.
Format:
1. Runde: Best of 3 Sets
2. Runde: Best of 5 Sets
Viertelfinale: Best of 5 Sets
Halbfinale: Best of 9 Sets
Finale: Best of 11 Sets
Ein Satz bedeutet „Best of 5 Legs“, es gibt keinen Tie-Break.
Preisgeld 2026:
Sieger: £150.000
Runner-Up: £80.000
Halbfinale: £50.000
Viertelfinale: £35.000
Achtelfinale: £20.000
1. Runde: £7.500
Gesamt: £750.000
TV-Übertragung 2026:
Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle World Series Events LIVE und in HD. Man kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist (kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält. Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn
In 2026 überträgt auch Sport1 wieder den World Grand Prix.
Sport1-Übertragungszeiten:
Mittwoch, 30.09.2026: 2. Runde: 19:30 – 00:00 Uhr live (inkl. Countdown)
Donnerstag, 01.10.2026: 2. Runde: 20:00 – 00:00 Uhr live
Freitag, 02.10.2026: Viertelfinale: 19:30 – 00:00 Uhr live (inkl. Countdown)
Samstag, 03.10.2026: Halbfinale: 19:30 – 00:30 Uhr live (inkl. Countdown)
Sonntag, 04.10.2026: Finale: 19:30 – 23:00 Uhr live (inkl. Countdown)
Ihr wollt dartn.de unterstützen?
[Patreon]
[Buy us a beer]
[Paypal-Spende]
[dartn.de Merchandise-Shop]
[DAZN Affiliate]
[YouTube-Kanalmitgliedschaft]
[Abo Spotify]
Weitere Informationen:
Alle Infos zum World Grand Prix [Turnierseite]
Für Diskussionen und Fragen zum Turnier [Dart Forum]
Foto-Credit: Kieran Cleeves (PDC)
[dj]
