Humphries triumphiert beim German Darts Grand Prix

Montag, 18. April 2022 22:45 - Dart News von dartn.de

Luke Humphries gewinnt den German Darts Grand Prix 2022

Der German Darts Grand Prix 2022 in München hatte auch in der Final-Session unzählige Überraschungen zu bieten. Am Ende triumphiert Luke Humphries deutlich und zum ersten Mal bei einem European Tour Event. Im Endspiel gewinnt "Cool Hand Luke" mit 8:2 gegen den Sensations-Finalisten Martin Lukeman, zuvor gewann Humphries mit 7:0 gegen Michael van Gerwen. Martin Schindler scheiterte im Viertelfinale mit 4:6 an Lukeman.

Viertelfinale:

Das herausragende Wochenende von Martin Schindler hat im Viertelfinale sein Ende gefunden. Gegen Martin Lukeman kam er zu spät in die Partie und unterlag somit letztlich mit 4:6. Schindler checkte zu Beginn 96 Punkte, doch dann holte sich Lukeman gleich drei Legs in Folge. "The Wall" scorte nicht gut genug und so reichten dem Engländer zwei 18-Darter zum 3:1. Auf der D2 verkürzte Schindler, doch Lukeman löschte 121 zum 12-Darter. In 15 Darts stellte "Smash" auf 5:2, Schindler glänzte nochmal mit zwei 11-Dartern. Auf Tops verwandelte Lukeman aber eiskalt seinen ersten Matchdart.

Die Serie der Überraschungen ging auch danach weiter, denn für Jonny Clayton gab es das Aus gegen Damon Heta. Ein Shanghai-Finish brachte Heta das erste Leg ein, Clayton konterte mit einem 15-Darter. Nach einem 14-Darter seines Gegners löschte Heta ein 130er-High Finish. Nach einem 17-Darter checkte "The Heat" dann auch noch Shanghai zum 5:1. Clayton gab sich mit zwei Checks in Runde 5 noch nicht geschlagen, dem Waliser gelang daraufhin sogar noch der Ausgleich. Im Decider setzte sich Heta dann auf Tops trotzdem durch, "The Ferret" erhielt keinen Matchdart.

Einen 6:2-Erfolg feierte Michael van Gerwen gegen Keegan Brown, dabei spielte MvG einen Average von 102 Punkten. Die ersten vier Legs gingen alle an "Mighty Mike", der seinem Nickname alle Ehre machte und für seinen Gegner regelrecht übermächtig war. Brown erhielt keine Chancen und geriet mit 0:4 ins Hintertreffen. In 20 Darts kam der Engländer aufs Scoreboard, in 13 Darts holte sich der langjährige Weltranglistenerste das 5:1. Nach jeweils einem Checkout in Runde 5 zog van Gerwen ins Halbfinale ein.

Denkbar knapp war das letzte Viertelfinale zwischen Luke Humphries und Wesley Plaisier, welches "Cool Hand Luke" im Entscheidungsleg gewann. In 13 Darts ging Humphries in die Partie und ein 116er-Finish brachte ihm das 2:0. In 13 Darts holte sich Plaisier sein erstes Leg, ein 108er-Finish brachte Humphries sein drittes Leg. Ein 125er-Finish zum 12-Darter brachte dem Engländer das 4:2, in 15 Darts verkürzte Plaisier nochmal. Humphries brachte seinen Anwurf erneut durch, doch Plaisier checkte 121 Punkte. Durch einen 14-Darter kam der Nicht-Tourcardler in den Decider, den allerdings Humphries mit einem 71er-Finish gewann.

Halbfinale:

Martin Lukeman siegt gegen Damon Heta

Er ließ sich auch im Semifinale nicht stoppen - Martin Lukeman ist die Sensation des Wochenendes. Mit 7:5 setzte sich "Smash" nun auch noch gegen Damon Heta durch. Bis zum 2:2 blieb dabei alles in der Reihe, da Heta seine Breakdarts verpasste. Auf der Doppel 12 gelang Lukeman dann das erste Break der Partie, bevor sich Heta in der fünften Runde den Ausgleich sicherte. Ein 125er-Finish zum 12-Darter brachte Lukeman das vierte Leg und auf Tops erhöhte er auf 5:3. Jeweils ein Checkdart auf jeder Seite sorgte für das 6:4 aus der Sicht von Martin Lukeman. Heta verkürzte nochmal in 13 Pfeilen, kassierte dann aber ein 112er-Finish zum Match.

Im zweiten Halbfinale hat sich die Darts-Welt verwundert die Augen gerieben, denn Michael van Gerwen unterlag mit 0:7 per Whitewash gegen Luke Humphries. Mit einem 107er-Average bot Humphries seinem Gegner nur wenig an, los ging es mit einem 109er-Finish und einem 15-Darter in den ersten zwei Legs. Nach einem 14-Darter konnte "Cool Hand Luke" auch 98 Punkte zum 12-Darter checken. In 11 und 14 Darts gab er dem Niederländer wieder keine Checkchance. Mit einem 17-Darter machte Humphries den Sieg klar.

Finale:

Auch im Finale kam Martin Lukeman mit seinem "Bauchtanz" auf die Bühne, doch dieser half ihm gegen Luke Humphries dann nicht mehr. Mit 8:2 siegte Humphries glatt. Zwei 18-Darter eröffneten das Spiel zugunsten von Humphries, bevor Lukeman aus der Flasche seines Gegners trank. Fünf Pfeile verpasste Humphries auf die Doppel, Lukeman bestrafte das in 16 Darts. Auf der D18 sicherte sich "Cool Hand Luke" das 3:1, doch auch Lukeman brachte seinen Anwurf durch. In 15 Darts stellte Humphries auf 4:2, sein Kontrahent ließ danach mehrere Checkchancen aus. Auf der Doppel 10 sicherte sich Humphries das 6.2, zwei Legs brauchte er dementsprechend noch für den Titel. Ein 72er-Finish brachte ihm dem Ziel noch näher. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten versenkte Humphries seinen Championship Dart auf der Doppel 4 und darf sich nun als Champion vom German Darts Grand Prix bezeichnen.

Am kommenden Donnerstag geht der elfte Spieltag der Premier League Darts in Aberdeen über die Bühne. DAZN und Sport1 übertragen live.

 

Ergebnisse Finalsession:

Montag, 18.04.2022:
Abend-Session:

Viertelfinale:
Martin Lukeman 6-4 Martin Schindler (98,35 - 96,22)
Damon Heta 6-5 Jonny Clayton (97,63 - 91,07)
Keegan Brown 2-6 Michael van Gerwen (91,53 - 102,58)
Luke Humphries 6-5 Wesley Plaisier (102,46 - 99,20)

Halbfinale:
Martin Lukeman 7-5 Damon Heta (92,19 - 94,85)
Michael van Gerwen 0-7 Luke Humphries (90,40 - 107,36)

Finale:
Martin Lukeman 2-8 Luke Humphries (83,87 - 92,07)

 

Preisgeldverteilung European Tour 2022:

Ausgespielt werden insgesamt £140.000 pro Turnier, der Sieger geht mit £25.000 (ca. 30.000 €) nach Hause.

Sieger: £25.000
Runner-Up: £10.000
Halbfinale: £6.500
Viertelfinale: £5.000
Achtelfinale: £3.000
2. Runde: £2.000
1. Runde: £1.000

Gesamt: £140.000

 

Weitere Informationen:

Alle Infos zum German Darts Grand Prix [Turnierseite]
Alle Infos zur European Tour 2022 [Turnierseite]
Für Diskussionen und Fragen zum Turnier [Dart Forum]

Foto-Credits: Kais Bodensieck/PDC Europe

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Quelle: PDC - www.pdc.tv

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