Das österreichische Ried im Innkreis war heute Schauplatz einer großen Premiere: Zum ersten Mal veranstaltete die PDC Europe ein Turnier der Next-Gen-Serie im Modus „170“. Ganz neue Spezialisten waren dadurch noch nicht geboren, denn im Finale trafen mit Daniel Klose und Jaimy van de Weerd zwei Top-Spieler aufeinander. Klose sicherte sich mit einem Kantersieg seinen dritten Titel des Jahres, während van de Weerd auch im dritten Anlauf im Finale unterlegen war.
Erstmals im Modus 170
Es war die große Neuerung zur Next-Gen-Saison 2026, dass mit dem 170er-Spielmodus eine vollkommen neue Variante in den Turnierkalender aufgenommen wurde. Sicher haben es viele Spieler schon als Checkout-Training gespielt, aber im Wettkampf war es dann doch nochmal sehr ungewohnt. Schon nach 3 Darts kann ein Leg beendet sein – wenn denn das 170er-Checkout gelingt. Im Gegensatz zum Spielmodus „501 Double-In“ ist es dann auch keine Schmach, beim Check des Gegners noch auf der Anfangspunktzahl zu stehen.
Insgesamt 51 der 176 Teilnehmer gelang ein perfektes Leg, bei mehrfach erfolgreichen Spielern kommt man so auf über sechzig 170er-Checkouts. Zum Leidwesen von Kommentator Kevin Schulte und Turnierdirektor Leon Krampe sollte jedoch kein einziges davon im Livestream zu sehen sein.
Klose dominiert
Auch in diesem Spielmodus kam man nicht um einen Mann herum: Daniel Klose steigerte sich über den Verlauf des Tages und war ab der Runde der letzten 32 praktisch gar nicht mehr zu bremsen. Ab hier wies „Dan the Man“ eine beeindruckende Legbilanz von 51:12 auf. Im Finale kam es für Jaimy van de Weerd knüppeldick: Mit einem 11:0 raste Klose Richtung Titel, während van de Weerd einfach keine Check-Chance mehr nutzen konnte.
Noch mehr als sonst war der Blick auf die Averages unbedeutsam, andererseits konnte man den entscheidenden Einfluss eines verkorksten Legs mit vielen vergebenen Chancen sehen. Bei Klose war ein 82er-Schnitt im Achtelfinale das höchste der Gefühle, was ja in etwa bedeutete, dass er sämtliche Legs in zwei Aufnahmen beenden konnte. Im Halbfinale gegen Tim Scholz (10:4) lag der Wert „nur“ bei 65 Zählern, aber hier fiel eigentlich nur das erste Leg aus der Reihe, ehe es mit vier 6-Dartern in Serie zur bereits vorentscheidenden 6:1-Führung ging. Im Turnierverlauf hatte Klose zuvor auch weitere Next-Gen-Champions wie Marcel Hausotter und Patrick Tringler jeweils deutlich mit 10:3 bezwungen.
Nächster Erfolg für van de Weerd
Trotz der deutlichen Final-Niederlage war es natürlich wieder ein starkes Turnier des Deutsch-Niederländers van de Weerd. In der ersten KO-Runde kam es zum Duell mit Vater John, dem er nur zwei Legs abgab. In der Folge gelang dreimal der Sprung über die 80er-Marke. Gegen Marcel Walpen drehte er im Achtelfinale ein 3:8, bevor es in den letzten beiden Legs dramatisch Matchdarts auf beiden Seiten gab. Anschließend wurden Mika Donnevert und Carsten Hoffmann jeweils mit 10:5 geschlagen.
Für Hoffmann war es das zweite Halbfinale der Saison, Donnevert zeigte mit dem zweiten Viertelfinale an diesem Wochenende verbesserte Form. Tim Scholz erlebte den ersten großen Lauf in diesem Jahr und meldete sich damit im Rennen um eine weitere Teilnahme an der Super League an. Dorthin wollen auch die weiteren Viertelfinalisten Kevin Troppmann, Kimi Seemann und Marcel Hausotter zurück. Ein Highlight des Tages und des neuen Modus war sicher die Partie zwischen Hausotter und Pascal Wirotius, die beim Stand von 6:2 bereits drei 170er-Checkouts gesehen hatte und im Entscheidungsleg an „Hausi“ ging.
Kleiner Dämpfer für Preis
Schon sicher für die Super League planen kann Florian Preis, der heute jedoch in der zweiten KO-Runde Kimi Seemann unterlegen war und damit ausnahmsweise ohne tieferen Run vom Wochenende abreist. Zuvor war schon für den gestrigen Überraschungssieger Patrick Reisenegger Schluss, der gestrige Finalist René Eidams unterlag Mika Donnevert im Achtelfinale.
Rangliste:
Daniel Klose hat den abwesenden Paul Krohne an der Spitze der Rangliste abgelöst, Jaimy van de Weerd ist an Florian Preis vorbei auf Rang 3 gezogen. Carsten Hoffmann festigt seinen Platz in der Top 10, während Tim Scholz das Halbfinale auf Platz 25 bringt. Für die Bonus-Preisgelder ergab sich die Besonderheit, dass natürlich keine High-Scores geworfen werden konnten, dafür aber die Prämien für hohe Checkouts häufiger in Anspruch genommen wurden.
Wie geht es bei der PDC Europe Next Gen weiter?
Auch am nächsten Wochenende macht die PDC Europe Next Gen in Ried im Innkreis Halt. Dann wird im Modus „FA Cup“ und „Master Out“ gespielt.
PDC Europe Next Gen 2026 – Nr. 8:
Sonntag, 28. Juni – Messe Ried, Ried im Innkreis (170)
Letzte 128:
Jaimy Van de Weerd 8-2 John Van de
Weerd
Liam Maendl-Lawrence 8-1 Manfred Tösch
Daniel Klose 8-1 Adrian Eckert
Florian Preis 8-3 Michael Raab
Roland Lachinger 8-3 Maurice Jaspers
Tim Scholz 8-5 Mitja Gustorf
Patrick Klingelhöfer 8-5 Jan Atis
Jerome Liedtgens 8-7 Patrick Reisenegger
Leon Ebmeier 8-5 Marvin Simmler
Pascal Wirotius 8-7 Tobias Epple
Deniz Baudis 8-3 Mattis Elsasser
Dennis Scholz 8-6 Daniel Trafara
Daniel Thalmann 8-3 Henry Gleichmar
Merlin Nicolaus 8-4 Wolfram Allzeit
Marcel Walpen 8-1 Michael Weinzettl
Mika Donnevert 8-1 Patrick Gruhn
Patrick Tringler 8-6 Thomas Klausmayer
Francesco Marcone 8-1 Björn Zintl
Marvin Gemein 8-5 Fabian Göddemeyer
Daniel Neubauer 8-6 Mario Kempe
Paul Ole Suhr 8-0 Andre Peffgen
Kevin Troppmann 8-0 Mario Klein
Ferdinand Schneck 8-5 Niklas Fuchs
Michael Hurtz 8-5 Kevin Bielmeier
Christian Schmidt 8-5 Miro Seemann
Jan Schmidt 8-4 Niklas Tippner
Sebastian Stute 8-2 Tom Sombeck
Thomas Natusch 8-2 Kevin Aaron Stangl
Jonathan Parvaneh 8-3 Florian Müller
Riccardo Rech 8-7 Oliver Keßler
Nikolas Klatt 8-0 Patrick Troppmann
Paul Neugebauer 8-3 Marcel Hörndl
Dennis Mayer 8-1 Kevin Lefcu
Michael Lauerer 8-2 Markus Reisenegger
Rowby-John Rodriguez 8-3 Damir Vuckovac
Max Arsenijevic 8-3 Michael Klönhammer
Florian Drews 8-7 Dennis Brock
Finn Behrens 8-4 Nico Lagershausen
Marcel Hausotter 8-2 Adrian Zeitler
Alexander Presser 8-2 Jason Liebe
Louis Merkle 8-4 Tobias Ganterer
Lenny Schlüter 8-5 Christian Schade
Paul Goyer 8-6 Luca Šutalo
Phil Elißat 8-5 Noah Hanfland
Linus Rykowski 8-6 Stefan Schmitz
Christian Brand 8-7 Niklas Nebel
Dragutin Horvat 8-1 Sebastian Paetz
Stefan Probst 8-7 Philipp Prenn
Kimi Seemann 8-6 Uwe Steup
Dennis Haller 8-6 Steffen Sliacky
Rainer Sturm 8-1 Daniel Harguth
Jarod Becker 8-5 Jannik Tietz
Danny Diller 8-6 Jens Kniest
Carsten Hoffmann 8-5 Adrian Roik
Luca Wolff 8-5 Tim Kaufmann
Steffen Breitschopf 8-3 Ben Lehmann
Marcel Steinacher 8-5 Kolja Lins
Yannick Müller 8-7 Sven Jordan
Cedric Gerlach 8-5 Jordy Van de Weerd
Joshua Hermann 8-5 Marc Spalt
Tobias Pankow 8-5 Kevin Kuhn
Rene Eidams 8-2 Fabian Stürzenhofecker
Sebastian Steinmetz 8-6 Christopher Mair
Julian Beifus 8-3 Joey Breuer
Letzte 64:
Kimi Seemann 10-4 Florian Preis
Daniel Klose 10-6 Dennis Mayer
Louis Merkle 10-9 Liam Maendl-Lawrence
Jaimy Van de Weerd 10-1 Marcel Steinacher
Roland Lachinger 10-4 Florian Drews
Tim Scholz 10-5 Linus Rykowski
Patrick Klingelhöfer 10-6 Danny Diller
Tobias Pankow 10-6 Jerome Liedtgens
Leon Ebmeier 10-7 Rowby-John Rodriguez
Marcel Hausotter 10-9 Pascal Wirotius
Paul Goyer 10-8 Deniz Baudis
Dragutin Horvat 10-5 Dennis Scholz
Rainer Sturm 10-7 Daniel Thalmann
Merlin Nicolaus 10-9 Luca Wolff
Marcel Walpen 10-8 Cedric Gerlach
Mika Donnevert 10-8 Sebastian Steinmetz
Patrick Tringler 10-2 Michael Lauerer
Max Arsenijevic 10-9 Francesco Marcone
Finn Behrens 10-4 Marvin Gemein
Daniel Neubauer 10-7 Alexander Presser
Paul Ole Suhr 10-9 Lenny Schlüter
Kevin Troppmann 10-7 Phil Elißat
Ferdinand Schneck 10-9 Christian Brand
Michael Hurtz 10-4 Stefan Probst
Dennis Haller 10-9 Christian Schmidt
Jarod Becker 10-8 Jan Schmidt
Carsten Hoffmann 10-4 Sebastian Stute
Steffen Breitschopf 10-7 Thomas Natusch
Jonathan Parvaneh 10-6 Yannick Müller
Riccardo Rech 10-6 Joshua Hermann
Rene Eidams 10-4 Nikolas Klatt
Paul Neugebauer 10-1 Julian Beifus
Verlierer: 50€
Letzte 32:
Daniel Klose 10-3 Patrick
Tringler
Kimi Seemann 10-7 Dennis Haller
Paul Ole Suhr 10-5 Louis Merkle
Jaimy Van de Weerd 10-6 Jonathan Parvaneh
Finn Behrens 10-5 Roland Lachinger
Tim Scholz 10-9 Ferdinand Schneck
Carsten Hoffmann 10-4 Patrick Klingelhöfer
Rene Eidams 10-9 Tobias Pankow
Leon Ebmeier 10-3 Max Arsenijevic
Marcel Hausotter 10-7 Daniel Neubauer
Kevin Troppmann 10-9 Paul Goyer
Dragutin Horvat 10-6 Michael Hurtz
Rainer Sturm 10-8 Jarod Becker
Steffen Breitschopf 10-7 Merlin Nicolaus
Marcel Walpen 10-7 Riccardo Rech
Mika Donnevert 10-3 Paul Neugebauer
Verlierer: 100€
Achtelfinale:
Daniel Klose 10-2 Leon Ebmeier
Kimi Seemann 10-7 Rainer Sturm
Kevin Troppmann 10-2 Paul Ole Suhr
Jaimy Van de Weerd 10-9 Marcel Walpen
Marcel Hausotter 10-9 Finn Behrens
Tim Scholz 10-7 Dragutin Horvat
Carsten Hoffmann 10-1 Steffen Breitschopf
Mika Donnevert 10-3 Rene Eidams
Verlierer: 150€
Viertelfinale:
Daniel Klose 10-3 Marcel
Hausotter
Carsten Hoffmann 10-8 Kimi Seemann
Tim Scholz 10-6 Kevin Troppmann
Jaimy Van de Weerd 10-5 Mika Donnevert
Verlierer: 250€
Halbfinale:
Daniel Klose 10-4 Tim Scholz
Jaimy van de Weerd 10-5 Carsten Hoffmann
Verlierer: 400€
Finale:
Daniel Klose 11-0 Jaimy van de
Weerd
Sieger: 1.500€
Runner-Up: 750€
Preisgeld PDC Europe Next Gen 2026:
Turnierplatzierung:
Sieger: 1.500€
Runner-Up: 750€
Halbfinale: 400€
Viertelfinale: 250€
Letzte 16: 150€
Letzte 32: 100€
Letzte 64: 50€
Summe pro Event: 8.450€
Besondere Leistungen:
Legs:
9-Darter: 99€
10-Darter: 8€
11-Darter: 5€
12-Darter: 3€
13-15-Darter: 1€
Checkouts:
161-170:
3€
131-160: 2€
101-130: 1€
Scores:
171, 174,
177, 180: 1€
PDC Europe Next Gen Main Order of Merit 2026:
| Platz | Spieler | Preisgeld |
| 1 | Daniel Klose | 5.335€ |
| 2 | Paul Krohne | 3.877€ |
| 3 | Jaimy van de Weerd | 3.393€ |
| 4 | Florian Preis | 2.760€ |
| 5 | Patrick Tringler | 2.634€ |
| 6 | René Eidams | 2.067€ |
| 7 | Patrick Reisenegger | 1.916€ |
| 8 | Finn Behrens | 1.674€ |
| 9 | Carsten Hoffmann | 1.440€ |
| 10 | Mika Donnevert | 1.168€ |
| 11 | Dragutin Horvat | 1.127€ |
| 12 | Pascal Wirotius | 1.047€ |
| 13 | Kevin Jußen | 996€ |
| 14 | Marcel Walpen | 970€ |
| 15 | Finn Prokop | 939€ |
| 16 | Luca Wolff | 900€ |
| 17 | Marc Spalt | 817€ |
| 18 | Jarod Becker | 774€ |
| 19 | Kevin Troppmann | 756€ |
| 20 | Michael Klönhammer | 749€ |
| 21 | Marcel Hausotter | 728€ |
| 22 | Kimi Seemann | 697€ |
| 23 | Michael Hurtz | 694€ |
| 24 | Kilian Hohnstedt | 694€ |
Stand nach 8 von 16 Turnieren (28.06.2026)
PDC Europe Next Gen Youth Order of Merit 2026:
| Platz | Spieler | Preisgeld |
| 1 | Florian Preis | 2.760€ |
| 2 | Finn Behrens | 1.674€ |
| 3 | Mika Donnevert | 1.168€ |
| 4 | Finn Prokop | 939€ |
| 5 | Luca Wolff | 900€ |
| 6 | Jarod Becker | 774€ |
| 7 | Kimi Seemann | 697€ |
| 8 | Kilian Hohnstedt | 694€ |
| 9 | Liam Maendl-Lawrance | 690€ |
| 10 | Jan Schmidt | 666€ |
| 11 | Merlin Nicolaus | 548€ |
| 12 | Lenny Schlüter | 533€ |
| 13 | Paul Ole Suhr | 491€ |
| 14 | Leon Ebmeier | 488€ |
| 15 | Louis Merkle | 486€ |
| 16 | Cedric Gerlach | 440€ |
Stand nach 8 von 16 Turnieren (28.06.2026)
Turniermodus:
170 (Single-In/Double-Out):
Ligaphase: Best of 8
Legs
Gruppenphase: Best of 9 Legs
KO-Phase bis zum Viertelfinale: Best of 15
Legs
Viertelfinale: Best of 15 Legs
Halbfinale: Best of 15 Legs
Finale: Best of 21 Legs
Ligamodus:
Ab einer Teilnehmeranzahl von 257 wird eine Ligaphase gespielt (maximal 384 Teilnehmer). Die Ligaphase wird in drei Spielrunden gespielt. Jeder Spieler erhält einen zufälligen Gegner in jeder Spielrunde. Dabei werden alle Spiele im Format „Best of 4 Legs“ ausgetragen (im 170er-Modus „Best of 8 Legs“) und alle Legs ausgespielt. In jedem Spiel sammeln die Spieler Punkte für die Abschlusstabelle:
- Sieg: 3 Punkte
- Unentschieden: 1 Punkt
- Niederlage: 0 Punkte
- Pro Leggewinn: 1 Punkt
- Pro 1€-Bestleistung: 0,1 Punkte
Bei einer ungeraden Spieleranzahl erhält der bestplatzierte Spieler der PDC Europe Next Gen Main Order of Merit ein Freilos (4:0-Sieg und zwei weitere Gruppenspiele ergeben dessen drei Spiele). Die besten 128 Spieler der Abschlusstabelle der Ligaphase qualifizieren sich für das nachfolgende KO-Phase, die sich anhand der Platzierungen in der Tabelle orientiert (1 vs. 128, 2 vs. 127 usw.).
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Foto-Credit: Jonas Hunold/PDC Europe
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