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German Darts Championship - Tag Zwei: Suljovic großartig, Allenstein und Rodriguez nicht mehr im Turnier

Samstag, 15. Oktober 2016 23:20 - Dart News von dartn.de

Mensur Suljovic bei der European Tour 2016

Am zweiten Tag der German Darts Championship in Hildesheim griffen die ganz großen Namen erstmals ins Geschehen ein und sie hielten sich größtenteils schadlos. So sind nur fünf der gesetzten Spieler bereits unter den letzten 32 gescheitert. Wie schon so oft in diesem Jahr geht Mensur Suljovic als letzter verbliebener deutschsprachiger Spieler in den Finaltag. Die Performance des Tages lieferte Peter Wright.

 

Suljovic zeigt sich von seiner besten Seite

Ein Auftakt nach Maß gelang Mensur Suljovic bei seinem klaren Triumph gegen Darren Johnson. Der Average des Wieners lag am Ende bei 106.22, ein weltklasse Wert. Er scorte konstant hoch und traf auch seine Doppel sehr sauber. Damit machte Suljovic sein frühes Ausscheiden beim World Grand Prix bereits wieder vergessen.

 

Österreichs Nummer Eins legte los mit einem 67er und einem 80er Checkout, für einen 14 und einen 15 Darter. Noch besser wurde es ein Leg später mit einem 12 Darter, dieses Mal garniert von einem 116er Finish. Ein 15 Darter sorgte für das 4:0 für „The Gentle“, ehe Johnson plötzlich mit einem 160er Finish im Match ankam. Zwei weitere 15 Darter von Suljovic bereiteten dem Match jedoch ein schnelles Ende. Zum Schluss brachte er zum zweiten Mal an diesem Abend 116 auf null.

 

„Momentan habe ich Probleme mit meinem Rücken, aber habe heute trotzdem gut gespielt“, meinte der gebürtige Serbe anschließend gewohnt zurückhaltend. „Ich gebe mein bestes, aber bin jedes Mal aufs Neue unter Druck bei jedem Turnier. Jetzt will ich erst einmal wieder gesund werden, dass ich wieder mehr trainieren und bei jedem Turnier ein paar Runden überstehen kann.“

 

Rodriguez verpasst Überraschung

Der zweite Österreicher konnte nicht an seine brillante Vorstellung vom Vortag anknüpfen. Rowby-John Rodriguez hielt dennoch gut mit gegen Jelle Klaasen, unterlag aber dennoch am Ende. Damit wird „Little John“ nicht bei der European Championship am Ende des Monats am Start sein.

 

Rodriguez begann mit einem 16 Darter und ließ danach zwei Breakdarts ungenutzt. So glich Klaasen aus und schaffte wenig später mit einem 76er Finish selbst das Break. Die nächsten vier Legs wurden gerecht aufgeteilt, darunter ein 13 Darter von Klaasen. Der Niederländer führte 4:3, holte sich in 13 Darts ein weiteres Leg, vergab aber danach vier Matchdarts. So konnte Rodriguez noch einmal heran kommen, doch im Anschluss ließ Klaasen keine Gnade mehr walten. Ein 60er Finish brachte ihn eine Runde weiter.

 

Auch Allenstein muss Segel streichen

Eine sehr gute und abgezockte Performance von Joe Cullen hat das Turnier für den einzigen verbliebenen deutschen Spieler beendet. Robert Allenstein spielte besser als am Vortag, musste sich dennoch klar geschlagen geben.

 

Cullen vergab im Auftaktleg vier Chancen zur Führung und diese ging deshalb an den deutschen. Er konnte allerdings nicht nachsetzen und so konterte der Favorit mit einem 88er Finish und einem 14 Darter zum 2:1. Drei ausgelassene Chancen von Allenstein ließen Cullen in 14 Darts seine Führung ausbauen und nach einem 88er Check hieß es bereits 4:1. Ein weiterer verpasster Dart zum Checkout vom Hamburger wurde in 13 Darts von Cullen bestraft und mit einem 17 Darter machte „The Rockstar“ seinen Sieg perfekt.

 

Wright zaubert, van Gerwen arbeitet

In unfassbarer Form hat sich Peter Wright präsentiert. Er schaltete den Debütanten Eddie Dootson mit 6:1 aus und erzielte dabei einen Schnitt von über 113. Dabei war der Kontrahent keines Wegs chancenlos und hätte der Nummer Fünf der Welt durchaus mehr Probleme bereiten können, wenn er die Doppel besser getroffen hätte.

 

Die ersten beiden Legs gewann Wright mit Unterstützung eines 81er Checkouts. Dootson brachte sich mit einem 12 Darter inklusive 98er Finish auf die Ergebnistafel, es sollte jedoch sein einziger Leggewinn bleiben. In zwei der nächsten vier Legs scheiterte er an den Doppeln, Wright stand jeweils bereit. Zum Schluss krönte Wright seine Performance mit einem 11 Darter.

 

Mit einem Schnitt knapp unter 100 hat auch Michael van Gerwen den Finaltag erreicht. Er behielt gegen Robbie Green mit 6:4 die Oberhand. Zwischenzeitlich strauchelte „Mighty Mike“ ein wenig, doch Green konnte diese kleinen Einladungen nicht zu 100 Prozent annehmen.

 

Beide Spieler starteten mit einem 11 Darter, Green fügte noch ein 90er Finish hinzu. Zwei vergebene Darts zur 2:1 Führung waren kostbar für Green, denn van Gerwen profitierte mit einem Break und erhöhte kurz darauf in 16 Darts auf 3:1. Es folgte ein 12 Darter und ein 132er Check der Nummer Eins der Welt, bevor sich Green in 16 Darts auch noch einmal zu Wort meldete. Ein 17 Darter brachte „The Kong“ sogar noch ein Rebreak, hier hatte van Gerwen seine erste Chance zum Matchgewinn vergeben. Nach einem 14 Darter war Green plötzlich nur noch ein Leg im Hintertreffen, doch van Gerwen fand selbst noch einmal einen 14 Darter zum Matchgewinn.

 

Smith weiter in der Krise, Chisnall siegt locker

Mark Webster hat mit einem guten Auftritt Michael Smith aus dem Wettbewerb gekegelt. Vier der ersten fünf Legs gingen an Webster, darunter zwei 13 Darter. Smith verkürzte mit einem eigenen 13 Darter, vergab danach aber vier Gelegenheiten zum Rebreak und Webster checkte 68. Sechs vergebene Matchdarts des Walisers ließen Smith noch einmal davon kommen, doch ein Leg später besiegelte ein 72er Finish ein weiteres frühes Ausscheiden des „Bully Boy“.

 

Einen Schnitt von über 102 produzierte Dave Chisnall bei seinem Whitewash-Sieg gegen Peter Hudson. Er startete mit einem 15 Darter und erhöhte gleich darauf in 16 und 17 Darts auf 3:0. Es folgte ein 12 Darter inklusive 126er Finish und ein 81er Checkout für das 5:0. Zu guter letzt war es ein 13 Darter, der „Chizzy“ über die Ziellinie beförderte.

 

Huybrechts und White kämpfen sich durch

Trotz eines Tennisarms hat Kim Huybrechts den Sprung in die nächste Runde geschafft. Ted Evetts machte dem Belgier lange zu schaffen, bevor er den Sieg am Ende doch noch über die Runden brachte.

 

Huybrechts breakte direkt zu Beginn, Evetts hielt erfolgreich mit einem 124er und einem 97er Finish dagegen. Ein 13 Darter sowie ein 88er Check brachten wiederum Huybrechts in Front, doch wieder konnte Evetts zurückbreaken. In 13 und 15 Darts kam Belgiens Nummer Eins im Folgenden dem Sieg ganz nah, sechs ungenutzte Matchdarts machten es allerdings noch einmal spannend. Am Ende reichte es aber für „The Hurricane“ dank eines 71er Checkouts doch noch.

 

Ian White musste sich seinen Platz unter den letzten 16 hart erkämpfen. Am Ende rang er Kevin Painter mit 6:5 nieder. White startete traumhaft in 15, 13 und 14 Darts. Danach folgten jedoch verpasste Doppel und Painter fand mit einem 16 Darter und einem 80er Finish in die Partie. In 13 Darts konnte „The Artist“ ausgleichen, die nächsten beiden Legs holte sich wieder White mit einem 60er Check und einem 11 Darter. Anschließend verwarf „Diamond“ allerdings zwei Matchdarts und Painter konnte irgendwie zum 5:5 Ausgleichen. Im Entscheidungsleg war es dann Painter, der drei Matchdarts ungenutzt ließ und schließlich war White mit seinem fünften Versuch erfolgreich.

 

Whitlock hart ausgebremst, Gurney weiter auf dem Vormarsch

Einen kräftigen Dämpfer auf seinem Weg zurück in die top 16 musste Simon Whitlock bei seiner deutlichen Niederlage gegen Justin Pipe hinnehmen. Pipe bestach vor allem durch sein starkes Finishing. So warf er 60, 96, 78 und 69 aus. Whitlock hingegen nutzte seine Checkchancen nicht und wurde jedes Mal gnadenlos bestraft.

 

Daryl Gurney präsentiert sich seit der Rückkehr nach seiner Handverletzung weiter in starker Verfassung. Das zeigte er auch bei seinem Triumph über Ron Meulenkamp. Dabei führte der Nordire schnell 5:0, bevor Meulenkamp drei Legs nacheinander gewann. Darunter war auch ein 121er Bullfinish. Mit einem 97er Check stoppte Gurney aber noch rechtzeitig das Comeback des niederländischen Herausforderers.

 

Reyes und Pallett mit Überraschungssiegen, Jenkins knapp weiter

Zum zweiten Mal in 2016 hat Cristo Reyes das Achtelfinale auf der European Tour erreicht. Der Spanier bezwang einen mäßig spielenden Benito van de Pas. Dabei machte „The Spartan“ aus einem 0:1 Rückstand eine 4:1 Führung. Danach ließ Reyes nichts mehr anbrennen und machte mit einem 13 Darter endgültig alles klar.

 

David Pallett hat ein sehenswertes Match gegen Gerwyn Price knapp für sich entschieden. Die ersten sechs Legs wurden mit dem Wurf entschieden, hier sorgte Pallett mit einem 13 und einem 11 Darter für Highlights. Danach gelang ihm mit einem 87er Finish das erste Break, Price schlug mit zwei Leggewinnen nacheinander zur 5:4 Führung zurück, darunter ein 70er Checkout. Auf der Doppel 1 erzwang Pallett den Decider und nutzte in einem nervösen Leg seinen fünften Matchdart. Auch Price ließ vier Versuche auf die Doppel zum Sieg ungenutzt.

 

Terry Jenkins musste einen Rückstand aufholen, um seinen guten Freund Andy Smith über die volle Distanz nieder zu ringen. „The Bull“ lag bereits mit 4:2 in Front, bevor sich Smith begleitet von einem 98er Finish die nächsten drei Legs angelte. Mit dem Rücken zur Wand drehte Jenkins aber noch einmal auf und spielte einen 13 sowie einen 14 Darter zum Abschluss.

 

Ergebnisse Runde Zwei

Samstag, 15.10.2016:
Nachmittags-Session (13-17 Uhr):

2.Runde:
Gerwyn Price 5-6 David Pallett
Daryl Gurney 6-2 Ron Meulenkamp
Alan Norris 6-1 Scott Taylor
Simon Whitlock 1-6 Justin Pipe
Stephen Bunting 2-6 Steve West
Terry Jenkins 6-5 Andy Smith
Benito van de Pas 2-6 Cristo Reyes
Ian White 6-5 Kevin Painter

Samstag, 15.10.2016:
Abend-Session (19-23 Uhr):
2.Runde:
Dave Chisnall 6-0 Peter Hudson
Michael Smith 3-6 Mark Webster
Joe Cullen 6-1 Robert Allenstein
Mensur Suljovic 6-1 Darren Johnson
Jelle Klaasen 6-4 Rowby-John Rodriguez
Peter Wright 6-1 Eddie Dootson
Michael van Gerwen 6-4 Robbie Green
Kim Huybrechts 6-4 Ted Evetts

 

Vorschau auf den Finaltag:

Sonntag, 16.10.2016:
Nachmittags-Session (13-17 Uhr):
Achtelfinale:
Dave Chisnall - Justin Pipe
Mark Webster - Terry Jenkins
Cristo Reyes - Jelle Klaasen
Peter Wright - Joe Cullen
Ian White - Alan Norris
Kim Huybrechts - Steve West
Mensur Suljovic - David Pallett
Michael van Gerwen - Daryl Gurney

Sonntag, 16.10.2016:
Abend-Session (19-23 Uhr):
Viertelfinale:
Chisnall/Pipe - Jenkins/Webster
Reyes/Klaasen - Wright/Cullen
White/Norris - Huybrechts/West
Suljovic/Pallett - v.Gerwen/Gurney

Halbfinale

FINALE



Weitere Informationen:

 

Alle Infos zur European Tour 2016 [European Tour]
Für Diskussionen und Fragen zum Turnier [Dart Forum]

TV Übertragungen:
Wie jedes European Tour Turnier wird auch der European Darts Grand Prix nicht im TV übertragen (weder in Großbritannien noch in Deutschland oder Österreich). Die einzige Möglichkeit dieses Turnier live zu sehen ist über den offiziellen, kostenpflichtigen Livestream der PDC unter www.livepdc.tv .Ebenso wird das Turnier auf diversen Sportwettseiten oder auf dem österreichischen Sport-Streaming Dienst laola1.tv live gezeigt.

 

(KB)
Foto: Lawrence Lustig/PDC

Quelle: PDC - www.pdc.tv

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