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Hunt, Kirk und Burton komplettieren WM-Teilnehmerfeld

Montag, 26. November 2018 16:30 - Dart News von dartn.de

PDPA Qualifier 2018 - Aden Kirk

Adam Hunt, Aden Kirk und Stephen Burton heißen die drei Spieler, die es auf den letzten Drücker noch zur PDC-Weltmeisterschaft nach London geschafft haben. Beim PDPA Qualifier in Milton Keynes wurden die 46 Teilnehmer in drei Gruppen aufgeteilt, von denen sich jeweils der Sieger qualifizierte. Die beiden deutschsprachigen Starter waren am Ende unterschiedlich weit vom WM-Traum entfernt, konnten ihn sich aber beide nicht erfüllen.

Adam Hunt ist zum ersten Mal bei der Weltmeisterschaft dabei. Die Nummer 98 der Welt war gegen Terry Temple, Maik Langendorf, Bradley Brooks und Richie Burnett erfolgreich. Das Endspiel gegen Burnett eröffnete er gleich mit einem 160er-Finish, der "Prince of Wales" reagierte prächtig in 11 Darts zum 1:1. Auch drei der nächsten vier Legs gingen an Burnett, der hier zwei 14-Darter spielte. Danach ging es dann aber nur noch in die Richtung des "Hunters", der kein Leg mehr abgab und sich 7:4 durchsetzte. In diesem Jahr hatte Hunt lediglich 13.000 Pfund eingespielt und so die WM über die Pro Tour verpasst.

Ein weiterer WM-Debütant ist Aden Kirk. Er befindet sich derzeit in der Weltrangliste nur auf Position 104, aber konnte diese letzte Chance ergreifen. Dafür zwang er Jamie Bain, Dawson Murschell, Zoran Lerchbacher und Madars Razma in die Knie. Beim 7:6 Finalerfolg über Razma lag sein Average zum einzigen Mal über 90. Razma startete hier sehenswert in 12 und 13 Darts, Kirk korrigierte mit einem 14-Darter und einem 130er-Checkout. Razma erlangte die Führung mit einem 15-Darter erneut zurück, doch der "Captain" checkte 114 und 126. Ein 12-Darter bedeutete das 5:3 für ihn, ehe Razma begleitet von seinem zweiten 12-Darter das 5:5 erzielte. In 13 Darts war nun plötzlich der Lette vorne, doch Kirk finishte 74 und ein Entscheidungsleg wurde zelebriert. Hier verfehlte Razma die Doppel 20 zum Match und Kirk brachte im Gegenzug 83 auf null.

Für Stephen Burton wird es ebenfalls der erste Besuch im Ally Pally sein. Noch dazu erhält sich der 27-jährige dadurch die Chance aufrecht, seine Tourkarte zu behalten. Verantwortlich für seine Qualifikation waren Siege gegen Arron Monk, Darren Johnson, Kevin Painter und Scott Taylor. In seinem Finalspiel gegen Taylor lag Burton dank zweier 11-Darter 2:4 hinten, machte daraus aber mit Hilfe eines 118er-Finishes eine 5:4 Führung. Mit zwei 15-Dartern ging Taylor seinerseits in Front, doch Burton antwortete mit einem 14-Darter zum 6:6 und bestrafte im Decider verworfene Siegchancen von Taylor.

Lerchbacher ohne versöhnlichen Jahresabschluss

Eine Weile sah es so aus, als könnte sich Zoran Lerchbacher doch noch in den Ally Pally spielen. Dann allerdings hielt seine in diesem Jahr schon oft gesehene Unkonstanz wieder Einzug und das Aus ereilte ihn im Halbfinale. Zum Auftakt besiegte er Ryan Harrington deutlich mit 6:1, wobei ihm gegen einen insgesamt schwachen Kontrahenten vor allem eine Leistungssteigerung ab dem dritten Leg sehr weiterhalf. Lerchbacher gelang im dritten Leg ein Break in 14 Darts, nachdem Harrington drei Mal auf Doppel ausgelassen hatte. Ein 77er-Finish bedeutete das 3:1 für den Steirer, der danach auch noch 96 zumachte. In 15 und 13 Darts ging die Partie sehr überzeugend für ihn zu Ende.

In Runde Zwei holte der dreifache WM-Teilnehmer einen 1:4 Rückstand auf und räumte Luke Woodhouse mit 6:4 aus dem Weg. Woodhouse begann überzeugend mit einem 14-Darter, Lerchbacher antwortete in Form eines 87er-Finishes. Die nächsten drei Legs krallte sich Woodhouse, darunter ein 15-Darter. Lerchbacher schlug mit drei eigenen Leggewinnen zurück, darunter ein 15-Darter für das 4:4. In 13 Darts gelang ihm ein wichtiges Break und nach einem verfehlten Bullseye des Kontrahenten saß der zweite Matchdart.

Im Halbfinale seiner Gruppe ging das Niveau des Knittelfelders nach unten und so unterlag er einem ebenfalls mäßigen Aden Kirk mit 3:6. Lerchbacher bestrafte zunächst fünf verpasste Doppel mit einem 80er-Checkout und stellte anschließend in 13 Darts auf 2:0. Nachdem Kirk sein erstes Leg holte, konterte „The Hypercane“ in 15 Darts, ließ dann aber spürbar nach und kassierte folgerichtig das 3:3. Die nächsten beiden Legs waren geprägt von ausgelassenen Chancen auf beiden Seiten, doch sie gingen jeweils wieder an Kirk. Der Engländer beendete ein Leg später die Hoffnungen des letzten deutschsprachigen Spielers mit einem 14-Darter.

Langendorf nutzt zweite Chance nicht

Ebenfalls nicht gereicht hat es für Maik Langendorf, der nur einen Sieg einfahren konnte. Damit war ihm nach dem frühen K.O. im Super League Finale auch hier nicht der große Wurf vergönnt. Zunächst bezwang er Andrew Gilding mit 6:2 und machte dabei einen guten Eindruck. Los ging es mit einem 14-Darter und einem 120er-Checkout. Gilding kam durch ein 102er-Checkout im Spiel an, ehe die nächsten beiden Legs gerecht aufgeteilt wurden und Langendorf sogar noch hätte höher führen können. Er blieb dennoch im Anschluss der bessere Spieler und zeigte das in 16, 11 und 17 Darts zum Weiterkommen.

Eine Runde später büßte der Mann aus Hameln im Schnitt zehn Punkte ein und zog daher gegen Adam Hunt mit 3:6 den Kürzeren. Beide Spieler hielten eingangs ihr Service, Hunt in 15 Darts. Weiter ging es mit einem 117er-Checkout für Langendorf und einem 14-Darter seines Kontrahenten zum 2:2. In 15 und 17 Darts verschaffte sich der Engländer einen Vorteil, Langendorf hatte das Bullseye zum 3:3 verpasst. Auch im Anschluss fielen die Doppel bei ihm nicht, Hunt warf stattdessen 60 aus. Nachfolgend gelang Langendorf zwar noch ein Leggewinn, doch in 14 Darts warf ihn Hunt endgültig aus dem Wettbewerb.

Mit Justin Pipe, Mark Webster und Kevin Painter werden drei bekannte Namen bei der WM fehlen. Während Pipe als Nr. 34 der Welt nicht in London mit dabei sind wird, verpasst Painter seit 1997 zum ersten Mal die Weltmeisterschaft, der Waliser Webster war seit 2007 zuletzt immer dabei.

Damit ist das Teilnehmerfeld für die PDC-Weltmeisterschaft komplett und kann [hier] nachgelesen werden. Die Auslosung für die WM findet bereits heute gegen 18:30 Uhr MEZ statt.

 

Ergebnisse PDPA Qualifier:

Board 1

Justin Pipe - Freilos
Richie Burnett 6-1 Ross Twell
John Part 6-1 Kirk Shepherd
Mark Wilson 6-5 Steve Hine
Maik Langendorf 6-2 Andrew Gilding (93,0 - 85,9)
Adam Hunt 6-3 Terry Temple
Bradley Brooks 6-3 Peter Jacques
Peter Hudson 6-4 Gary Eastwood

Richie Burnett 6-3 Justin Pipe
John Part 6-5 Mark Wilson
Adam Hunt 6-3 Maik Langendorf (89,0 - 82,3)
Bradley Brooks 6-1 Peter Hudson

Richie Burnett 6-2 John Part
Adam Hunt 6-3 Bradley Brooks

Adam Hunt 7-4 Richie Burnett (90,1 - 92,0)

Board 2

Mark Webster - Freilos
Madars Razma 6-5 George Killington
Joe Murnan 6-3 Mario Robbe
Prakash Jiwa 6-4 Mark Dudbridge
Zoran Lerchbacher 6-1 Ryan Harrington (91,7 - 80,7)
Luke Woodhouse 6-1 Ryan Meikle
Dawson Murschell 6-3 Jamie Caven
Aden Kirk 6-3 Jamie Bain

Madars Razma 6-1 Mark Webster
Prakash Jiwa 6-3 Joe Murnan
Zoran Lerchbacher 6-4 Luke Woodhouse (88,1 - 85,4)
Aden Kirk 6-1 Dawson Murschell

Madars Razma 6-4 Prakash Jiwa
Aden Kirk 6-3 Zoran Lerchbacher (85,1 - 81,8)

Aden Kirk 7-6 Madars Razma (94,4 - 96,4)

Board 3

James Richardson 6-3 Robert Owen
Jimmy Hendriks 6-3 Eddie Dootson
Scott Taylor 6-3 Terry Jenkins
Lee Bryant 6-3 Tytus Kanik
Kevin Painter 6-4 Paul Rowley
John Goldie 6-5 Chris Quantock
Darren Johnson 6-2 Ritchie Edhouse
Stephen Burton 6-3 Arron Monk

Jimmy Henriks 6-1 James Richardson
Scott Taylor 6-5 Lee Bryant
Kevin Painter 6-3 John Goldie
Stephen Burton 6-3 Darren Johnson

Scott Taylor 6-2 Jimmy Hendriks
Stephen Burton 6-3 Kevin Painter

Stephen Burton 7-6 Scott Taylor (93,1 - 93,5)

Weitere Informationen:

Alle Informationen zur PDC-Weltmeisterschaft [Turnierseite]

Foto-Credit: PDC Europe

[kb]

Quelle: PDC - www.pdc.tv

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