Die Premiere der Poland Darts Open geht an den besten Spieler der Welt: Luke Littler spielte vor allem ab dem Halbfinale wieder groß auf und besiegte zum Schluss Gian van Veen mit 8:4. Der Niederländer warf einen 9-Darter, konnte „The Nuke“ aber wieder nicht stoppen. Der bezwang außerdem noch Josh Rock und Chris Dobey, währen van Veen unter anderem Luke Humphries ausschaltete.
Viertelfinale:
Littler souverän, Dobey bestraft schwachen Smith
Es war ein sehr stabiler Auftritt von Luke Littler, der gar nicht seine besten Darts brauchte, um Josh Rock mit 6:1 hinter sich zu lassen. Der Doppelweltmeister holte die ersten drei Legs in 15, 14 und 17 Darts und checkte dabei unter anderem 72. Rock verkürzte in 13 Pfeilen, verpasste danach aber 170 und nachdem er noch ein Break in der fünften Aufnahme kassierte, war die Messe gelesen. Zum Schluss spielte Littler noch einen 13-Darter.
Bei Chris Dobey wechselten sich gute und weniger gute Momente ab. Er profitierte davon, dass bei Michael Smith der Tank leer war. Die Folge war ein 6:2 für „Hollywood“, während Smith trotz dieses Ausscheidens auf eine sehr gute Woche in einer schwierigen Phase zurückblicken kann. Die Partie begann mit drei Breaks, wobei Dobey nervös auf die Doppel startete, dann aber 132 löschte. Nachdem er Smith in 15 Darts erneut das Service abnehmen konnte, sendete der in 11 noch mal ein Lebenszeichen, war aber viel zu inkonstant für das große Comeback. So reichten Dobey 17 Darts für das nächste Break und nach einem 92er-Finish war das Halbfinalticket gebucht.
Humphries siegt auf Sparflamme, van Veen lässt gegen Nijman die Muskeln spielen
Weil er besser die Doppel traf, triumphierte Luke Humphries mit 6:1 über Stephen Bunting, insgesamt hatte „Cool Hand“ durchaus Luft nach oben. Bitter war aus Buntings Sicht bereits das erste Leg, wo er mit 18 Pfeilen nur einen Breakdart bekam und am Ende leer ausging. „The Bullet“ meldete sich durch ein 146er-Checkout zwar spektakulär zurück, doch Humphries konterte mit der 170 und nach verpassten Doppeln auf beiden Seiten reichte ihm erneut die siebte Aufnahme zum 4:1. Bunting ließ noch zwei Gelegenheiten ungenutzt und wurde sofort in 13 Darts bestraft, es war einfach nicht sein Abend.
Die letzten beiden im Turnier verbliebenen Niederländer begegneten sich unter den letzten Acht und das schien besonders für Gian van Veen Flügel zu verleihen. Er bot seine mit Abstand beste Turnierleistung, erzielte einen Average von über 107 Punkten und distanzierte Wessel Nijman mi 6:2. Der WM-Finalist hielt zunächst in 11 und 12 Darts seinen Wurf und breakte mit einer 107er-Kombination, es hieß also im Handumdrehen 3:0. Eine kleinere Schwächephase inklusive verpasster Checkchance nutzte Nijman zu zwei Leggewinnen, darunter ein 13-Darter. In 12 Darts fand van Veen aber direkt wieder die Überholspur, es folgten 15 und zum Schluss noch mal 12 garniert von einem 130er-Finish.
Halbfinale:
Littler zieht rechtzeitig an, van Veen siegt dramatisch
Nach einer kleinen Auszeit im Viertelfinale, hatte Luke Littler hier durchaus Startschwierigkeiten, verdiente sich letztlich dank eines Durchschnitts von fast 106 Zählern trotzdem einen 7:3-Erfolg im Duell mit Chris Dobey. Die ersten beiden Legs gingen an „The Nuke“, doch Dobey kam mit Hilfe eines 12-Darters zum Ausgleich. Wie auch schon im ersten Leg konnte er danach eine Gelegenheit zur Führung nicht verwandeln, so dass Littler in 14 Darts breakte und in 15 bestätigte. Diesen Vorsprung hielt er in 12 Darts und vergrößerte ihn nach zwei verpassten Doppeln des Gegners weiter. Als Kirsche auf der Torte gab es noch einen 11-Darter zum Match.

Es war lange Zeit ein hochklassiges zweites Semifinale, am Schluss kamen jede Menge verpasse Doppel ins Spiel und am Ende setzte sich Gian van Veen mit 7:5 gegen LukeHumphries durch. Van Veen nutzte zwei verpasste Doppel des Kontrahenten zum Break in 13 Darts, Humphries egalisierte jedoch schnell in zweimal 13. Auch die nächsten beiden Legs wurden gegen den Wurf entschieden, ehe „The Giant“ 130 und Humphries 76 jeweils zum Hold löschte (4:4). Der Engländer zeigte mit einer verpassten D11 als nächster Nerven, van Veen kam zum 6:4, nur um dann acht Matchdarts zu verwerfen. So verlängerte Humphries die Partie in 22 Darts, konnte dann aber seinerseits drei Möglichkeiten zum 6:6 nicht verwerten und van Veen war doch noch in 14 Darts zur Stelle.
Finale:
Littler findet noch mal die nächste Stufe
Es gehört schon viel dazu, wenn man nach einm anstrengenden Tag mit bereits drei Matches zum Schluss noch einmal einen 108er-Average aus dem Ärmel schütteln kann. Genau das hat Luke Littler hier geschafft und damit Gian van Veen erneut mit 8:4 getrotzt. Der Niederländer hielt trotz eines intensiven Halbfinals gut mit, spielte einen 9-Darter, aber ließ mehrere kostbare Chancen für einen anderen Spielausgang verstreichen. Die ersten vier Legs wurden gerecht verteilt, wobei van Veen als Highlight 112 checkte und Littler einen 12-Darter spielte. Der niederländische Herausforderer setzte anschließend mit dem 9-Darter samt konventionellem 141er-Finish noch einen drauf, warf aber einen Versuch auf Tops zum 4:2 daneben und Littler nahm das Geschenk in der siebten Aufnahme an. Es folgten zweimal 14 und einmal 12 Pfeile des Teenagers, wobei van Veen zwischenzeitlich 106 zum 4:4 verpasste. „The Giant“ nullte zwar als nächstes 74, aber nach einem 13-Darter der Nummer Eins der Welt ließ er erneut auf die Doppel federn und das wurde teuer. Am Ende bescherte ein 15-Darter Littler den nächsten Titel.
Wie geht es bei der PDC weiter?
Dienstag und Mittwoch finden in Leicester die nächsten beiden Players Championships statt. PDC.TV überträgt das Geschehen auf vier Boards live.
Ergebnisse Final-Session:
Sonntag,
22.02.2026:
Abend-Session:
Viertelfinale:
Luke Littler 6-1 Josh Rock
(98,97 – 95,16)
Chris Dobey 6-2 Michael Smith (90,05 – 83,45)
Luke
Humphries 6-1 Stephen Bunting (92,03 –
88,47)
Gian van Veen 6-2 Wessel Nijman
(107,5 – 96,09)
Halbfinale:
Luke Littler 7-3 Chris Dobey
(105,91 – 93,73)
Luke
Humphries 5-7 Gian van Veen (97,66 – 97,43)
Finale:
Luke Littler 8-4 Gian van Veen
(108,06 – 96,11)
Preisgeld 2026:
Ausgespielt werden insgesamt £230.000 pro Turnier, der Sieger
geht mit £35.000 nach Hause. Alle 32 vorqualifizierten Spieler über
die PDC Order of Merit und Pro Tour Order of Merit müssen ihr
Auftaktspiel gewinnen, damit ihr Preisgeld in die Ranglisten
einfließt. Sollten sie ihr erstes Spiel verlieren, bekommen sie das
Preisgeld zwar ausgezahlt, es geht aber nicht in die große PDC Order of Merit
sowie die European Tour Order of Merit und
Pro Tour Order of Merit
ein.
Sieger: £35.000
Runner-Up: £15.000
Halbfinale: £10.000
Viertelfinale: £8.000
Achtelfinale: £5.000
2. Runde: £3.500
1. Runde: £2.000
Gesamt: £230.000
TV-Übertragung 2026:
Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle World Series Events LIVE und in HD. Man kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist (kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält. Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn
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Foto-Credit: PDC Europe / (Paweł Jańczyk)
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