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World Grand Prix: Humphries und Wade eiskalt ins Viertelfinale, Anderson raus

Am zweiten Achtelfinaltag des World Grand Prix haben sich mit Luke Humphries und James Wade zwei hoch gehandelte Namen überzeugend unter die letzten 8 gespielt. Humphries hatte die Doppel gegen Jermaine Wattimena ebenso unter Kontrolle wie Wade in einer hochklassigen Partie gegen Stephen Bunting. Niels Zonneveld steht nach einem Sieg gegen Gary Anderson beim Debüt im Viertelfinale, Gian van Veen kam gegen Ryan Searle durch.

Am zweiten Achtelfinaltag des World Grand Prix haben sich mit Luke Humphries und James Wade zwei hoch gehandelte Namen überzeugend unter die letzten 8 gespielt. Humphries hatte die Doppel gegen Jermaine Wattimena ebenso unter Kontrolle wie Wade in einer hochklassigen Partie gegen Stephen Bunting. Niels Zonneveld steht nach einem Sieg gegen Gary Anderson beim Debüt im Viertelfinale, Gian van Veen kam gegen Ryan Searle durch.

Auf Humphries‘ Doppel ist Verlass

Es war eine Leistung, die den Favoriten-Status von Luke Humphries untermauert hat: Obwohl der Weltranglisten-Zweite nicht vollends zufrieden war, ließ er beim 3:0 gegen Jermaine Wattimena mit einem 94er-Schnitt hinten raus keine großen Zweifel aufkommen. Vor allem traf er 23 von 33 Versuchen auf Doppel, beim Startdoppel lag die Doppelquote sogar bei herausragenden 74%.

Schon der Auftakt hätte für Wattimena zum Knackpunkt werden können, da er 40 Punkte überwarf und ein 64er-Finish von Humphries schlucken musste. Anschließend nutzte dann aber der Niederländer die kleinen Fehler von Humphries, der sich mit einem 12-Darter inklusive 129er-Check in den Decider von Satz 1 rettete. Wattimena verpasste zwei Set-Darts auf der Doppel 20 – „Cool Hand Luke“ machte dagegen seinem Spitznamen mit einem 88er-Finish alle Ehre. Auch im zweiten Satz hatte Wattimena eine gute Gelegenheit, verpasste auf dem Bullseye aber knapp die 130. Wieder hielt Humphries stand, indem er 76 Punkte nullte und kurz darauf auch den zweiten Satz mit 3:1 holte. Dank eines überragenden 10-Darters war er nun drauf und dran, kurzen Prozess zu machen. Wattimena konnte aber nochmal zum 2:2 ausgleichen, ehe er beim abschließenden 15-Darter seines Gegners nicht mehr hinterherkam.

Van Veen nutzt Searles Einbruch

Wie schon beim World Matchplay kommt es zum Viertelfinale zwischen Gian van Veen und James Wade.
Wie schon beim World Matchplay kommt es zum Viertelfinale zwischen Gian van Veen und James Wade.

In der letzten Partie des Abends war mit Gian van Veen die Nummer 3 der Welt gegen Ryan Searle gefordert. Nach einem 1:2-Rückstand konnte der Niederländer die Partie noch irgendwie umbiegen und steht somit erstmals im Viertelfinale. Highlight im ersten Satz war ganz klar das 152er-Checkout von van Veen zum 2:1. Für den Satzgewinn gab es dann aber auch die Mithilfe von Searle, der drei Darts auf Doppel verpasste, um den Durchgang ins Entscheidungsleg zu bringen. Fortan prägten starke Anwurflegs das Spiel, sowohl van Veen als auch Searle brauchten jeweils maximal 14 Pfeile, bevor „Heavy Metal“ auch ein 20-Darter für den 1:1-Satzausgleich genug war.

Der dritte Satz startete dann mit einem Knall: Ryan Searle löschte die 167 und fast noch 146 Punkte hinterher. Unglaublicherweise glich van Veen trotzdem mit einem 12-Darter aus, kassierte aber gleich das nächste Break des Engländers. Mit einem 13-Darter führte plötzlich Searle mit 2:1 in Sätzen. Ab hier verlor sich das Spiel von „Heavy Metal“ etwas. Schnell war er im vierten Satz 0:2 in Rückstand, ehe ein 24-Darter zum Anschluss reichte. Ganz stark war nochmal ein 100er-Check über Tops-Tops, mit dem er sogar Anwurf zum Match hatte. 18 Pfeile später stand jedoch nicht mal ein Finish, sodass van Veen leichtes Spiel hatte. Im Entscheidungssatz gab es dann sogar nochmal Double-Trouble, den van Veen mit einem 20-Dart-Break zum 2:0 ausnutzte. Zu leicht machte es Searle seinem Gegner, der in 14 Pfeilen keine Gnade mehr walten ließ.

Zonneveld erstmals im Viertelfinale

Das Debüt von Niels Zonneveld läuft nach einem 3:1-Sieg über Gary Anderson weiter fabelhaft, während vom Schotten über die ganze Partie hinweg einfach zu wenig kam. Beide Akteure mühten sich durch die Anfangsphase, bevor Zonneveld mit einem 15-Darter das erste kleine Highlight setzte. Beim Stand von 2:2 kam Anderson erst mit dem fünften Dart rein, Zonneveld dagegen sofort, woraufhin der Niederländer nervenstark 65 Punkte räumte. Nach der Pause folgte ein ganz starker Satz von „Treple Z“, der in 14, 14 und 16 Darts auf 2:0 in Sätzen stellte, während Anderson einem deutlich verpassten Dart auf Bull hinterhertrauern musste.

Mit der nahenden Ziellinie klemmten bei Zonneveld dann aber auch mal die Doppel, relativ häufig verirrte er sich heute ins Nachbar-Segment. Trotzdem gab es sogar einen Dart zum möglichen 2:2, Anderson schnappte sich das Set dann aber mit 3:1. Für kurze Zeit hatte der „Flying Scotsman“ Auftrieb und verpasste die Doppel 16 sogar zum 12-Darter. Da packte Zonneveld ein 109er-Checkout aus und stoppte somit den Lauf. Im nächsten Leg kam es für Anderson dann knüppeldick: Ein satt getroffener Checkdart plumpste aus dem Bullseye und sein Gegner nutzte das mit dem letzten Dart in der Hand. Damit war die Partie dann endgültig durch, beinahe checkte Zonneveld die 134 zum Match und räumte dann auf.

Niels Zonneveld steht zum zweiten Mal in seiner Karriere in einem TV-Viertelfinale.
Niels Zonneveld steht zum zweiten Mal in seiner Karriere in einem TV-Viertelfinale.

Eiskalter Wade schlägt Bunting

Nur für einen Satz war James Wade abgemeldet, ansonsten war das 3:1 gegen Stephen Bunting eine Lehrbuch-Vorstellung von „The Machine“. Bunting reichte ein für Double-In-Verhältnisse überragender 96er-Average nur für einen Satzgewinn. Schon mit der ersten Aufnahme gelang Wade der perfekte 160er-Start, wobei das erste Leg noch in 15 Pfeilen an seinen Gegner ging. Nachdem Wade zum 1:1 ausgeglichen hatte, machte „The Bullet“ zwei Doppelfehler und kassierte damit das Break. Mit einem 15-Darter tütete Wade ungefährdet den ersten Satz ein.

„The Machine“ war jetzt auf Betriebstemperatur und eröffnete unfassbare vier Mal hintereinander mit der perfekten 160. Trotzdem konnte Bunting den zweiten Satz sogar offen gestalten und holte zwei Legs. Für keinen Durchgang benötigten die beiden mehr als 14 Darts und so schaffte Wade in seinem Anwurfsatz die 2:0-Führung. Im dritten Satz hatte er dann mal kurz Pause, während Bunting weiter trommelte und in 15, 15 und 14 Darts das 1:2 in Sätzen erzielte. Im letzten Durchgang konnte Wade dann wieder kontern und zeigte zwei 14-Darter, bevor er mit dem zweiten 81er-Checkout der Partie eiskalt den Deckel drauf machte.

Wie geht es beim World Grand Prix weiter?

Freitag ist Viertelfinaltag beim World Grand Prix 2026, an dem ab 20:00 Uhr MESZ alle vier Viertelfinalbegegnungen ausgetragen werden. DAZN und Sport1 übertragen jeweils live.

Ergebnisse Donnerstag:

Donnerstag, 01.10.2026:
2. Runde:
Niels Zonneveld 3-1 Gary Anderson (3:2, 3:0, 1:3, 3:0) – (85,16 – 84,58)
James Wade 3-1 Stephen Bunting (3:1, 3:2, 0:3, 3:0) – (93,20 – 96,29)
Luke Humphries 3-0 Jermaine Wattimena (3:2, 3:1, 3:2) – (94,11 – 85,33)
Gian van Veen 3-2 Ryan Searle (3:1, 2:3, 1:3, 3:2, 3:0) – (85,89 – 84,73)

Vorschau Freitag:

Freitag, 02.10.2026:
Viertelfinale: (ab 20:00 Uhr MESZ) (Reihenfolge TBC) 
Nathan Aspinall – Ryan Joyce
Gerwyn Price – Jonny Clayton
Luke Humphries – Niels Zonneveld
Gian van Veen – James Wade

Modus 2026:

Alle Spiele werden im Modus Double-In/Double-Out gespielt. Es ist das einzige große Major-Turnier mit diesem Modus. Das bedeutet, jeder Spieler muss zum Start eines Legs ein Doppel treffen, erst dann zählen seine Scores.

Format:
1. Runde: Best of 3 Sets
2. Runde: Best of 5 Sets
Viertelfinale: Best of 5 Sets
Halbfinale: Best of 9 Sets
Finale: Best of 11 Sets

Ein Satz bedeutet „Best of 5 Legs“, es gibt keinen Tie-Break.

Preisgeld 2026:

Sieger: £150.000
Runner-Up: £80.000
Halbfinale: £50.000
Viertelfinale: £35.000
Achtelfinale: £20.000
1. Runde: £7.500

Gesamt: £750.000

TV-Übertragung 2026:

Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle World Series Events LIVE und in HD. Man kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist (kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält. Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn

In 2026 überträgt auch Sport1 wieder den World Grand Prix.

Sport1-Übertragungszeiten:
Freitag, 02.10.2026: Viertelfinale: 19:30 – 00:00 Uhr live (inkl. Countdown)
Samstag, 03.10.2026: Halbfinale: 19:30 – 00:30 Uhr live (inkl. Countdown)
Sonntag, 04.10.2026: Finale: 19:30 – 23:00 Uhr live (inkl. Countdown)

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Foto-Credit: Kieran Cleeves/PDC

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