Das Viertelfinale des World Grand Prix bot ein spannendes walisisches Duell, in dem Gerwyn Price drei vergebene Matchdarts von Jonny Clayton bestrafte. Nathan Aspinall und James Wade zeigten hervorragende Leistungen und gewannen ohne Satzverlust, auch Luke Humphries hielt sich unbeschadet und komplettiert das Halbfinale.
Aspinall überragt gegen Joyce
13, 15 und 14 – um den ersten Satz zu gewinnen, brauchte Nathan Aspinall lediglich 42 Darts. Ryan Joyce bekam in den ersten drei Legs nicht einmal eine Chance auf ein Doppelfeld. Besser lief es für „Relentless“ in Set zwei, in dem er ein 110-Checkout seines Gegners mit einem 153-Finish konterte. Aspinall setzte mit 112 Punkten das dritte High Finish der Partie obendrauf. Joyce glich auf Tops aus, doch Aspinall blieb bei eigenem Anwurf stabil und holte sich den zweiten Satz mit 3:2 in Legs.
Erst im dritten Set machte der Mann aus Stockport erstmals Angebote. Im zweiten Leg vergab Aspinall drei Chancen auf Doppel, im dritten Leg gingen drei Breakdarts daneben. Joyce drehte den Satz dadurch von 0:1 auf 2:1. Aspinall hielt seinen Anwurf souverän und war somit ein Leg vom Sieg entfernt. In diesem bekam Joyce zwei Chancen auf die D16 und D8, ließ jedoch seine übliche Doppelstärke vermissen. Aspinall blieb bei 75 Punkten eiskalt und checkte sie über die T17 und die D12 in zwei Darts zum Sieg – mit einem Average von über 105 Punkten.

Clayton vergibt Matchdarts, Price gewinnt
Das walisische Duell war im ersten Satz von Fehlern geprägt. Jonny Clayton startete mit vier verpassten Darts auf Tops, Gerwyn Price checkte 75 Punkte zum Break. Der Iceman vergab seinerseits drei Darts auf Doppel, Clayton konterte mit einem 110-Checkout zum Re-Break. Auch ein 117-Finish saß für „The Ferret“, Price glich in 16 Darts aus – und vergab zwei Chancen zum Satzgewinn. Abermals bestrafte sein Gegner, die D20 sicherte Clayton das 1:0.
Im zweiten Set ging es nahtlos weiter: Price vergab nach 1:0-Führung eine Breakchance auf der D5, Clayton kam auf der D18 zum 1:1 und auf der D8 seinerseits zum Break. Ein 98-Checkout auf der D19 sicherte der Nummer fünf der Welt die 2:0-Führung. Das dritte Set dominierte jedoch Price, der mit einem 11-Darter und einem 12-Darter davonpreschte. Clayton kam noch zum Anschluss, doch Price hielt seinen Anwurf auf Tops zum 1:2 in Sets.
Im vierten Satz war Price vollständig dominant. In 12, 16 und 14 Darts kam der ehemalige Weltmeister zu einem glatten 3:0, wobei er seinem Gegner keinen Dart auf ein Doppel erlaubte. Den Entscheidungssatz warf allerdings Clayton an, und das erfolgreich: Die D4 brachte ihm gleich zwei Legs, Price stand somit mit dem Rücken zur Wand. Clayton vergab einen Matchdart auf der D16 für ein 106-Finish, Price checkte die D10 zum 1:2 und erzwang auf Tops das Entscheidungsleg. In diesem stellte sich Clayton nach zwölf Darts 52 Punkte Rest, verpasste aber sowohl die D16 als auch die D8. Price blieb eiskalt und checkte 60 Punkte in zwei Darts zum Sieg.

Wade dominiert van Veen nach Belieben
Im dritten Viertelfinale stellte sich schnell ein Klassenunterschied heraus. James Wade kam in 15 und zweimal 17 Darts zu einem ungefährdeten ersten Satzgewinn, bei dem Gian van Veen keinen einzigen Dart auf ein Doppel erhielt. Das bestätigte sich auch im zweiten Set: Wade spielte einen 15-Darter, kam in 16 Darts zum Break und checkte auch 62 Punkte zum erneuten 3:0. Van Veen blieb wieder ohne einen einzigen Versuch auf ein Doppelfeld zum Checkout.
Nach einem weiteren 15-Darter und einem 16-Darter, jeweils auf der D10, war Wade nur noch ein Leg vom glatten Whitewash entfernt. Van Veen startete mit 112 Punkten ins dritte Leg des dritten Satzes, erspielte sich erstmals Chancen Darts und nutzte den vierten Versuch, um auf der D2 den Whitewash zu verhindern. Wade zeigte sich unbeeindruckt, startete mit 120 Punkten und checkte Tops zum 13-Darter und zum 3:0-Erfolg – 9:1 in den Legs.

Humphries vervollständigt das Viertelfinale
Luke Humphries bekam es im letzten Viertelfinale mit Niels Zonneveld zu tun. Der Niederländer setzte mit einem 12-Darter im zweiten Leg ein Highlight, vergab jedoch drei Chancen zur Führung. Humphries war zur Stelle und checkte 76 Punkte auf der D18 sowie anschließend die D8 zum Satzgewinn. Im zweiten Set verpasste die Nummer zwei der Welt einen Breakdart auf der D14 für 145 Punkte, bestrafte jedoch im Leg darauf fünf Fehler seines Gegners, um auf Kurs zu bleiben. Zonneveld erzwang auf der D9 das Entscheidungsleg, in dem er einen Dart auf Tops für ein sensationelles 135-Checkout verpasste. Humphries blieb eiskalt und nahm 75 Punkte auf Tops zur 2:0-Satzführung heraus.
Per Break kam „Cool Hand Luke“ auch im dritten Satz zur Führung, Zonneveld schlug mit einem 78-Checkout auf der D6 in 15 Darts zurück. Humphries war anschließend per 66-Checkout auf der D12 zur Stelle und warf daraufhin zum Sieg an. Auf der D10 zog er schließlich ins Halbfinale gegen James Wade ein.
Wie geht es beim World Grand Prix weiter?
Samstag ist Halbfinaltag beim World Grand Prix 2026, an dem ab 21:00 Uhr MESZ die beiden Halbfinalbegegnungen ausgetragen werden. DAZN und Sport1 übertragen jeweils live.
Ergebnisse Freitag:
Freitag, 02.10.2026:
Viertelfinale:
Nathan Aspinall 3-0 Ryan Joyce (3:0, 3:2, 3:2) – (105,15 – 86,36)
Gerwyn Price 3-2 Jonny Clayton (2:3, 1:3, 3:1, 3:0, 3:2) – (91,93 – 83,00)
Gian van Veen 0-3 James Wade (0:3, 0:3, 1:3) – (81,56 – 96,71)
Luke Humphries 3-0 Niels Zonneveld (3:1, 3:2, 3:1) – (85,91 – 85,91)
Vorschau Samstag:
Samstag, 03.10.2026:
Halbfinale: (ab 21:00 Uhr MESZ)
Nathan Aspinall – Gerwyn Price
Luke Humphries – James Wade
Modus 2026:
Alle Spiele werden im Modus Double-In/Double-Out gespielt. Es ist das einzige große Major-Turnier mit diesem Modus. Das bedeutet, jeder Spieler muss zum Start eines Legs ein Doppel treffen, erst dann zählen seine Scores.
Format:
1. Runde: Best of 3 Sets
2. Runde: Best of 5 Sets
Viertelfinale: Best of 5 Sets
Halbfinale: Best of 9 Sets
Finale: Best of 11 Sets
Ein Satz bedeutet „Best of 5 Legs“, es gibt keinen Tie-Break.
Preisgeld 2026:
Sieger: £150.000
Runner-Up: £80.000
Halbfinale: £50.000
Viertelfinale: £35.000
Achtelfinale: £20.000
1. Runde: £7.500
Gesamt: £750.000
TV-Übertragung 2026:
Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle World Series Events LIVE und in HD. Man kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist (kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält. Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn
In 2026 überträgt auch Sport1 wieder den World Grand Prix.
Sport1-Übertragungszeiten:
Samstag, 03.10.2026: Halbfinale: 19:30 – 00:30 Uhr live (inkl. Countdown)
Sonntag, 04.10.2026: Finale: 19:30 – 23:00 Uhr live (inkl. Countdown)
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Foto-Credit: Kieran Cleeves/PDC
[dj]
