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World Series Finals 2017 - Tag 1: Max Hopp bezwingt Lewis

Samstag, 4. November 2017 00:31 - Dart News von dartn.de

Max Hopp bei den World Series Finals 2017

Am ersten Tag der World Series of Darts Finals 2017 standen die acht Erstrundenbegegnungen auf dem Programm. In der Braehead Arena im schottischen Glasgow ging es darum, wer sich ein Zweitrundenduell mit den acht gesetzten Spielern am Samstag erarbeiten konnte. Der Deutsche Max Hopp, der dank einer Wildcard mit im Turnier dabei ist, bezwang überraschend Adrian Lewis zum Auftakt mit 6:2, der Österreicher Mensur Suljovic verspielte gegen den Engländer Chris Dobey eine 3:0 Führung und schied aus dem Turnier aus. 

Hopp bezwingt enttäuschenden Lewis

Die deutsche Nr.1 Max Hopp bekam mit Adrian Lewis zwar auf dem Paper einer der schwersten Aufgaben zum Auftakt zugelost, setzte sich aber überraschend deutlich mit 6:2 durch. Lewis kam besser in die Partie, doch Hopp setzte direkt zu Beginn mit einem 108er-Finish ein erstes Zeichen. Lewis schnappte sich auf der D20 zwar postwendend das Re-Break, aber Hopp schlug in 15 Darts erneut zu und hielt anschließend zum ersten Mal seinen Anwurf zum 3:1. Im letzten Leg vor der Pause brachte der "Maximiser" dann 76 Punkte auf null und ging mit dem Doppel-Break von der Bühne. Ein schwaches sechstes Leg ging ebenfalls an den Deutschen, der damit nur noch ein Leg vom Sieg entfernt war. Zwar kam Lewis mit einem 100er-Finish (S20-D20-D20) nochmal aufs Scoreboard, doch "Jackpot" vergab danach drei Darts zum möglichen 3:5 und Hopp verwandelte seinen zweiten Matchdart auf der D10. Einer der besseren Bühnenspiel von Hopp, der allerdings auch von einer erneut sehr schwachen Leistung vom zweimaligen Weltmeister profitierte. Hopp trifft morgen damit auf den zweimaligen Sieger dieses Turniers, Michael van Gerwen.

Suljovic gibt 3-0 Führung aus der Hand

Der Wiener Mensur Suljovic ging als klarer Favorit ins Match gegen Chris Dobey, konnte dieser Rolle aber nicht gerecht werden und musste sich mit 3-6 geschlagen geben. Die ersten drei Legs gingen erwartungsgemäß an den Wiener. Dann der erste Leggewinn für Dobey. Suljovic begann das fünfte Leg nicht gut und so breakte ihn der Engländer zum 2-3, ehe dieser mit 13 Darts zum 3-3 ausglich. Dann verpasste "the Gentle" 3 Darts auf Doppel und "Hollywood" staubte das 4-3 ab. Bei eigenem Anwurf erhöhte Dobey auf 5-3, ehe Suljovic erneut 2 Darts auf Doppel liegen ließ. Deshalb bekam Chris Dobey seine ersten Matchdarts wovon der zweite Dart in der Doppel 20 zum 6:3 Erfolg landete.

Das Turnier wurde mit der Partie zwischen Jan Dekker und Simon Stevenson eröffnet. Beide Spieler konnten sich beim World Series Qualifier durchsetzen, heute war etwas überraschend Stevenson der bessere Mann und gewann mit 6:3. Nachdem die ersten beiden Legs noch gerecht aufgeteilt wurden, zog Stevenson bis zur Pause auf 4:1 davon. Mit einem 117er-Finish erhöhte der "Mirror Man" sogar auf 5:1, bevor Dekker mit einem 114er-Finish auch nochmal ein Highlight setzen konnte. Stevenson vergab anschließend seine ersten beiden Matchdarts, wodurch Dekker auf der D16 nochmal auf 3:5 herankam. Bei eigenem Anwurf machte der Engländer dann mit einem 71er-CO alles klar.

Dave Chisnall hat seine Rückenprobleme von letzter Woche zwar überwunden, Justin Pipe konnte er aber nicht bezwingen. In einem über weite Strecken ansprechenden Spiel gingen die ersten sechs Legs alle mit den Darts, ehe Chisnall im siebten Leg erstmals ein Break gelang. Mit einem 11-Darter erhöhte "Chizzy" dann auf 5:3, mit einem 72er-Finish blieb Pipe im Spiel. Im zehnten Leg verpasste Chisnall zwei Matchdarts auf der D16 und Pipe brachte das Spiel auf der D2 in den Decider. Dort war "The Force" dann als Erster auf den Doppeln und der vierte Matchdart saß in der D5.

Durchaus überraschend die Segel streichen musste Michael Smith. Der "Bullyboy" kam gegen den Belgier Dimitri van den Bergh überhaupt nicht in die Partie und verlor bei der kurzen Distanz entsprechend deutlich mit 1:6. Van den Bergh gewann die ersten drei Legs, auf der D10 fand Smith erstmals ein Doppel. Der "Dreammaker" erwischte aber heute einfach einen guten Tag und legte schnell das 4:1 und 5:1 nach. Nachdem Smith 112 Punkte nicht auschecken konnte, beendete van den Bergh das Spiel auf der D16 mit einem Average von am Ende knapp über 100 Punkten.

Beim 6-3 Sieg von Corey Cadby über Jelle Klaasen hatten beide Spieler nicht ihren besten Tag erwischt und kamen nicht über einen Average von 87 Punkten hinaus. Das erste Leg ging an Klaasen, dann 3 Legs in Folge von Cadby. Der Niederländer kam auf 3-2 heran, ehe der junge Australier 2 Legs gewinnen konnte und mit 5-2 für die Vorentscheidung sorgte. "The Cobra" konnte zwar noch ein Leg gewinnen, der änderte aber nichts mehr am Achtelfinaleinzug für Cadby.

Ein ganz schwaches Match zeigten uns Mark Webster und Simon Whitlock. Beide Spieler taten sich sowohl beim Scoring als auch auf die Doppel enorm schwer. Insgesamt wurden in diesem Spiel ganze 36 Darts an den Doppelfeldern vorbeigeworden. Dass dann ein Average von 78 bzw. 77 dabei herausschaut, ist die logische Folge. Das Spiel selbst ist schnell erklärt. Die ersten 4 Legs waren der Reihe nach, dann ein Break von Whitlock zum 3-2, das er zum 4-2 bestätigen konnte. Die darauffolgenden Legs wieder abwechselnd, ehe Whitlock nach 6 verpassten Doppel von Webster das nächste Break zum 6-3 und zum Sieg gelang.

Im letzten Match des heutigen Erstrundentages standen sich zwei große Aufsteiger dieses Jahres gegenüber. Jonny Clayton gegen Rob Cross lautete die Partie. Es wurde eine relativ deutliche Angelegenheit für den Engländer Rob Cross. Zwar ging das erste Leg mit 14 Darts an Clayton, danach lief bei dem Waliser aber nicht mehr viel zusammen. Cross wurde immer stärker und gewann unter anderem dank zweier 12-Darter und einem 121-Finish souverän mit 6-1. Clayton hatte in einigen Legs noch die Chance auf Ergebniskosmetik, doch dafür verpasste er zu viele Doppel. Ein starker Auftritt von "Voltage" der mit einem 98-Average und einer Doppelquote von 55% im Achtelfinale steht. 

Der morgige zweite Turniertag umfasst die acht Zweitrundenpartien, in denen dann auch die gesetzten Spieler um Michael van Gerwen, Peter Wright und Gary Anderson ins Geschehen eingreifen.

Ergebnisse 1.Turniertag:

Freitag, 03.November 2017:
Erste Runde:
Simon Stevenson 6-3 Jan Dekker (90.21 - 83.83)
Justin Pipe 6-5 Dave Chisnall (93.17 - 95.23)
Max Hopp 6-2 Adrian Lewis (85.84 - 87.73)
Michael Smith 1-6 Dimitri van den Bergh (97.44 - 100.11)
Corey Cadby 6-3 Jelle Klaasen (87.54 - 87.02)
Mark Webster 3-6 Simon Whitlock (77.44 - 78.22)
Chris Dobey 6-3 Mensur Suljovic (90.63 - 94.14)
Jonny Clayton 1-6 Rob Cross (88.16 - 97.93)

Vorschau Samstag:

Samstag, 04.November 2017: (20:00 - 24:00 Uhr)
Zweite Runde:
James Wade (5) - Simon Stevenson
Raymond van Barneveld (4) - Dimitri van den Bergh
Gerwyn Price (8) - Corey Cadby
Gary Anderson (1) - Chris Dobey
Peter Wright (3) - Justin Pipe
Michael van Gerwen (2) - Max Hopp
Daryl Gurney (6) - Simon Whitlock
Kyle Anderson (7) - Rob Cros

Modus 2017:

1. Runde: Best of 11 Legs
Achtelfinale: Best of 11 Legs
Viertelfinale: Best of 19 Legs
Halbfinale: Best of 21 Legs
Finale: Best of 21 Legs

Preisgeld 2017:

Sieger: £50.000
Runner-Up: £25.000
Halbfinale: £16.500  
Viertelfinale: £12.500  
Letzte 16: £7.500  
Letzte 24: £4.000

Gesamt: £250.000

TV-Übertragung:

Die World Series of Darts Finals werden NICHT von Sport1 übertragen. Zu verfolgen ist das Turnier lediglich über den Streamingdienst DAZN und über den offiziellen PDC-Stream livepdc.tv. Dort werden alle Spiele live und in voller Länge zu sehen sein.

Weitere Informationen:

Alle Infos zu den World Series of Darts Finals gibt's auf unserer [Turnierseite]
Die Informationen zur World Series of Darts gibt es [hier]
Für Diskussionen und Fragen zum Turnier [Dart Forum]

Foto-Credit: Steve Welsh/PDC

[ds/mvdb]

Quelle: PDC - www.pdc.tv

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