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Winmau World Masters: Price schlägt Clayton im Entscheidungsleg

Beim Winmau World Masters standen am Samstagnachmittag die ersten Achtelfinals auf dem Programm. Dabei gab es Spannung pur, drei der vier Partien gingen in den Entscheidungssatz. Gerwyn Price schlug Landsmann Jonny Clayton sogar im alles entscheidenden Leg, zuvor hatten sich James Wade gegen Gary Anderson und Chris Dobey gegen Damon Heta durchgesetzt. Kaum weniger spannend war der 4:2-Erfolg von Gian van Veen über Nathan Aspinall.

Beim Winmau World Masters standen am Samstagnachmittag die ersten Achtelfinals auf dem Programm. Dabei gab es Spannung pur, drei der vier Partien gingen in den Entscheidungssatz. Gerwyn Price schlug Landsmann Jonny Clayton sogar im alles entscheidenden Leg, zuvor hatten sich James Wade gegen Gary Anderson und Chris Dobey gegen Damon Heta durchgesetzt. Kaum weniger spannend war der 4:2-Erfolg von Gian van Veen über Nathan Aspinall.

Price braucht Entscheidungsleg

Gerwyn Price hatte zum Abschluss der Nachmittags-Session eigentlich die Zügel in der Hand. Gegen Jonny Clayton drehte er einen 0:2-Rückstand und legte im Entscheidungssatz stark vor. Mit 5 verpassten Matchdarts ließ er Clayton jedoch noch ins Entscheidungsleg, wo er in 14 Darts dann doch nichts mehr anbrennen ließ.

Es war ein hochklassiger Start, denn Clayton legte gleich mit einem 11-Darter los und checkte 72 zum ersten Satzgewinn, nachdem Price seine Satz-Chance auf gleicher Punktzahl hatte liegen lassen. In 14 und 15 Darts stellte „The Ferret“ sogar auf 2:0. Nach der Pause läutete dann der „Iceman“ mit einem 161er-Checkout die Wende ein, brauchte aber im vierten Satz ein Break. Clayton vergab einen Dart auf Bull zum 3:1 und direkt schnappte Price per 102er-Finish zum Ausgleich zu. Gleich darauf nullte er sogar 126 Punkte auf dem Bullseye zur 3:2-Führung. Auch wenn Price mit dem nächsten Highfinish trommelte, behielt Clayton bei eigenem Anwurf die Nerven und stellte auf 3:3 in den Sätzen. Price hatte eigentlich nach einem 11-Darter Oberwasser, dank eines 23-Darters kam sein Landsmann aber noch in den Decider, den Price dann sicher gewann.

Auch van Veen erfolgreich

Am Ende des Nachmittags hätten es durchaus vier Spiele mit einem 4:3-Ausgang sein können, Nathan Aspinall verpatzte bei seiner Niederlage gegen Gian van Veen jedoch zu viele klare Aufnahmen auf Doppel.

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Musste extrem mit sich hadern: Mit einer Doppelquote von 19% konnte Nathan Aspinall nicht zufrieden sein.

Ohne Abtasten eröffnete van Veen mit einem 121er-Finish, nach verpassten Set-Darts war Aspinall aber auch sofort da und zeigte dann einen 11-Darter zum 1:0. In Satz 2 umgekehrtes Bild: „The Asp“ ließ zwei Satz-Darts aus und van Veen kam in 11 Pfeilen zum Ausgleich. Es war eine hochklassige Partie mit weiteren Legs in vierter Runde, doch allmählich setzte sich van Veen ab. Nervenstark checkte er 72 Punkte zum 2:1, ein weiterer Satz kam nach sechs Doppelfehlern Aspinalls hinzu. Der Engländer stellte nochmal in 13 Darts auf 2:3, doch in Satz 6 wiederholte sich die Geschichte: Aspinall nutzte einen Break-Dart nicht und machte bei eigenem Anwurf sogar sieben Fehler auf Doppel, was van Veen dankend annahm.

Wade dreht Rückstand gegen Anderson

Zu viele Doppelfehler hat sich auch Gary Anderson erlaubt und damit das Spiel gegen James Wade 3:4 verloren. In 13 Darts schnappte er sich den ersten Satz und verdoppelte dann per 70er-Check die Führung, als Wade wiederholt einen Dart auf Bullseye hatte liegen lassen. Überhaupt war „The Machine“ noch nicht richtig in der Partie und hatte Glück, dass Anderson in Satz 3 nicht die Vorentscheidung schaffte. Der Schotte hatte zum Ausgleich abgestaubt, mit dem letzten Dart auf der Doppel 10 rettete sich Wade zum 1:2 in den Sätzen. Dann ging es ganz schnell, der Engländer checkte 120 zum 2:2 und konnte dank starker Anwurflegs sogar die Partie komplett drehen.

Mit einem typischen Wade-Finish von 64 Punkten schien er nun auf der Siegerstraße, doch Anderson zog nach überstanden Matchdart (wieder Bull) mit einem 101er-Finish den Kopf aus der Schlinge. Wade bekam einen zweiten Matchdart auf der Doppel 9, konnte den aber ebenfalls nicht nutzen. So ging es dann in den Entscheidungssatz, in dem der „Flying Scotsman“ die Doppelfehler machte. Einen Dart verpasste er zum Break, dann überwarf er 16 Punkte auf der Doppel 11 und machte den Weg für Wade frei.

Dobey stoppt Heta-Comeback

Im ersten Spiel des Nachmittags hatte Chris Dobey Damon Heta mit 4:3 in Schach gehalten. Heta gelang ein Zwischenspurt zum 3:3, mit Dobey setzte sich letztendlich der konstantere der beiden Spieler durch.

Die ersten beiden Sätze gingen über die volle Distanz und wurden gerecht verteilt, Dobey spielte nun aber ein Leg nach dem anderen in 15 oder weniger Darts herunter und setzte sich damit ab. Sein Gegner verpasste unter anderem ein 148er- und ein 126er-Checkout auf Doppel, während „Hollywood“ 104 Punkte zum 2:1 löschte. Dank dreier Fahrkarten von Heta wurde er dann zur 3:1-Führung eingeladen und packte per 75er-Finish kaltschnäuzig zu. Das Spiel nahm jedoch noch eine Wendung, weil nun Dobey auf dem äußeren Ring einiges ausließ, dann stellte Heta in 15 und 11 Darts plötzlich auf 3:3 und checkte dabei auch 139. Im letzten Satz sprang Dobey per 127er-Finish dazwischen und vereitelte damit das Comeback, bei eigenem Anwurf ließ er sich den Sieg nicht mehr nehmen.

Wie geht es beim Winmau World Masters weiter?

In der heutigen Abend-Session des Winmau World Masters 2026 wird ab 20:00 Uhr MEZ die zweite Runde komplettiert. DAZN und Pluto TV übertragen jeweils live.

Ergebnisse Samstag-Nachmittag:

Samstag, 31.01.2026:
Nachmittags-Session:

2. Runde:
Damon Heta 3-4 Chris Dobey (2:1, 1:2, 0:2, 0:2, 2:0, 2:0, 0:2) – (95,74 – 99,17)
Gary Anderson 3-4 James Wade (2:0, 2:1, 1:2, 0:2, 1:2, 2:1, 0:2) – (94,16 – 96,71)
Gian van Veen 4-2 Nathan Aspinall (1:2, 2:1, 2:1, 2:0, 0:2, 2:0) – (95,36 – 99,41)
Jonny Clayton 3-4 Gerwyn Price (2:1, 2:0, 0:2, 1:2, 0:2, 2:1, 1:2) – (93,68 – 102,66)

Vorschau Samstag-Abend:

Samstag, 31.01.2026:
Abend-Session: (ab 20:00 Uhr MEZ)
2. Runde:
Rob Cross – Josh Rock
Stephen Bunting – Danny Noppert
Luke Littler – Ross Smith
Luke Humphries – Luke Woodhouse

Modus 2026:

Vorrunde: Best of 5 Sets
1. Runde:
Best of 5 Sets
2. Runde: Best of 7 Sets
Viertelfinale: Best of 7 Sets
Halbfinale: Best of 9 Sets
Finale: Best of 11 Sets

Ein Satz besteht aus „Best of 3 Legs“

Preisgeld 2026:

Sieger: £100.000
Runner-Up: £50.000
Halbfinale: £30.000
Viertelfinale: £17.500
Achtelfinale: £10.000
1. Runde: £5.000
Vorrunde Last 16: £2.500
Vorrunde Last 32: £1.000
Vorrunde Last 64: £750

Gesamt: £500.000

Das Preisgeld geht seit 2025 in die Weltrangliste (PDC Order of Merit) ein

TV-Übertragung 2026:

Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle World Series Events LIVE und in HD. Man kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist (kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält. Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn

Außerdem ist das Geschehen auch kostenlos auf dem DAZN Darts X Pluto TV Channel auf [Pluto TV] zu sehen.

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Foto-Credit: PDC/Taylor Lanning

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