Am vierten Abend der Premier League in Belfast gab es den vierten unterschiedlichen Sieger. Stephen Bunting, der zuvor noch kein Spiel gewonnen hatte, spielte groß auf und schlug Gian van Veen im Endspiel mit 6:2. Zuvor räumte er Luke Humphries und Jonny Clayton aus dem Weg. Van Veen stand schon zum dritten Mal im Finale, ist aber weiter ohne Tagessieg. Luke Littler scheiterte schon im Viertelfinale, Josh Rock wartet trotz eines 9-Darters weiter auf die ersten Punkte.
Viertelfinale:
Littler enttäuscht, Bunting weltklasse gegen Humphries
Luke Littler und die Premier League, das passtgerade einfach nicht. Vor allem, wenn der Gegner Jonny Clayton heißt und einfach konsequent seine Chancen nutzt. Littler war in vielen Momenten ein Schatten seiner selbst, eine Doppelquote von unter 25 Prozent bedeutete eine 3:6-Niederlage. Clayton erlangte die ersten drei Legs allesamt in der fünften Aufnahme, checkte unter anderem 156 und 80, während Littler zwischenzeitlich vier Gelegenheiten zum Hold danebensetzte. Zwei 14-Darter brachten „The Nuke“ wieder ins Geschäft, doch es folgten vier weitere verpasste Doppel und Clayton holte in 17 Darts das Break zum 4:2. Nun hielten beide Akteure einmal ihr Service, Littler löschte dafür 112, doch im nächsten Leg konnte er sich mit 15 Pfeilen nur 68 stellen. Clayton spielte eine 168 zum genau richtigen Zeitpunkt und konnte in 18 Darts den Deckel draufmachen.
Der Bann ist gebrochen, Stephen Bunting hat im vierten Anlauf sein erstes Match gewonnen und dabei auf ganzer Linie überzeugt. Fast 107 im Average und dazu 75 Prozent beim Checkout ebneten den Weg zu einem 6:4-Erfolg über Luke Humphries. Der spielte selbst hervorragend, aber ein paar Nachlässigkeiten waren am Ende schon ausschlaggebend. Die ersten vier Legs gingen mit dem Wurf, wobei Humphries drei Breakchancen ausließ und Bunting einen 11-Darter fabrizierte. Er schaffte mit einem brillanten 143er-Finish zum 12-Darter dann auch das erste Break und konnte es bestätigen, doch „Cool Hand“ egalisierte und spielte dabei ebenfalls 12 Darts. Daraufhin machte der ehemalige BDO-Weltmeister 124 zu und fixierte in 14 Darts seine ersten Punkte.
Price konstanter als van Gerwen, Rock trotz 9-Darter sieglos
Es war ein sehr wechselhafter Auftritt von Michael van Gerwen, der am Ende eine 5:3-Führung gegen Gerwyn Price nicht ins Ziel bringen konte. Der steigerte sich nach anfänglichen Schwierigkeiten und spielte ein tolles letztes Leg. Verfehlte Doppel prägten zunächst das Bild: Price checkte zwar 123, ließ aber auch auf den äußeren Ring ordentlich liegen und van Gerwen breakte in 16 Darts zum 3:1. Weil er anschließend einen Versuch zum Ausbau des Vorsprungs liegen ließ, tilgte sein walisischer Kontrahent 73 und dann auch noch 87 für einen 11-Darter zum Gleichstand. MvG reagierte prächtig in 14 und 11 Darts, scorte dann aber bei eigenem Anwurf nicht gut, so dass Price in 18 zurückbreakte und in 10 den Decider erzwang. Den begann van Gerwen mit 38 und 45 Punkten, während der „Iceman“ unter anderem eine 180 warf und 102 zum 12-Darter ins Ziel brachte.
Durch mehrere sehenswerte Finishes hat Gian van Veen einer durchschnittlichen Partie seinen Stempel aufgedrückt und Josh Rock bei dessen Heimspiel mit 6:2 die Show gestohlen. Auch wenn der Nordire einen 9-Darter landete, blieb er erneut vieles schuldig un ist immr noch sieglos. Beide Spieler hielten eingangs ihr Service, wobei Rock Breakchancen nicht nutzte. Stattdessen checkte van Veen kurz darauf 109, 167 und 113 zum 4:1. Beiden Spielern gelang nun noch ein Break, wobei Rock völlig aus dem Nichts den 9-Darter inklusive 141er-Finish spielte und damit für Ekstase unter den Heimfans sorgte. Doch das große Comeback blieb aus, weil „Rocky“ im Leg danach 68 nicht zumachen konnte und van Veen sich nicht zweimal bitten ließ.
Halbfinale:
Bunting in Gala-Form, van Veen besteht in Thriller
Mit dem zweiten 106er Average des Abends hat Stephen Bunting auch Jonny Clayton hinter sich gelassen. Weil der Tabellenführer selbst nicht gut ins Spiel fand, gab es sogar eine 6:0-Höchststrafe. Zum Auftakt konnte Clayton 70 nicht checken, ein 123er-Finish zum 12-Darter bedeutete wenig später schon das zweite Break für „The Bullet“. Der löschte auch noch 100 und bestrafte eine weitere verpasste Checkchance in 13Darts, bevor er gemütlich in der sechsten Aufnahme austrudeln lassen konnte.
Was für ein famoses Match: Gian van Veen startete katastrophal, fand dann aber immer besser in die Partie und schaltete Gerwyn Price samt 105er Average mit 6:5 aus. Der „Iceman“ hätte das Finalticket ebenso verdient gehabt, scheiterte aber mit einem Matchdart. Van Veen setzte ganze acht Checkchancen in den ersten beiden Legs daneben, so dass Price zunächst 122 auswarf und dann in 19 Darts abstaubte. „The Giant“ zeigte sich in 14 Darts unbeeindruckt, war nach einem 160er-Finish zurück im Spiel und übernahm in 13 Darts die Führung. Price schlug mit einem 11-Darter zurück, bevor van Veen für das nächste Leg nur 12 Pfeile benötigte und kurz darauf einen weiteren 12-Darter inklusive 112er-Check fixierte. Der Weltmeister von 2021 hielt dagegen, glich noch zweimal aus, nutzte aber in einem hochklassigen letzten Leg einen Matchdart auf dem Bullseye nicht. Van Veen bekam nur einen Versuch auf die D16 bei 64 Rest und der saß direkt.
Finale:
Bunting bringt es tatsächlich zu Ende
Auch wenn nicht alles funktionierte, war Stephen Bunting in diesem letzten Match des Abends der stabilere Spieler und besiegte Gian van Veen mit 6:2. Bunting breakte früh in 15 Darts, durfte in 18 bestätigen und führte nach einem 106er-Finish 3:1. Als van Veen dann auch noch zweimal das gewünschte Doppel verpasste, gab es ein weiteres Break in 14 Darts und auch nachdem der Niederländer 170 nicht checkte, war Bunting zur Stelle. In 13 Darts zeigte van Veen noch einmal ein Lebenszeichen, doch „The Bullet“ stellte ihn ebenfalls in 13 endgültig kalt.
Wie geht es bei der PDC weiter?
Der 5. Spieltag der Premier League Darts 2026 findet kommenden Donnerstag in Cardiff statt. DAZN und Sport1 übertragen ab 20:00 Uhr MEZ jeweils live.
Ergebnisse Spieltag 4:
Donnerstag, 26.02.2026, SSE Arena –
Belfast
Viertelfinale:
Luke Littler 3-6 Jonny Clayton (95,53 – 96,16)
Stephen
Bunting 6-4 Luke Humphries (106,63 –
106,29
Michael van Gerwen 5-6 Gerwyn
Price (94,06 –
100,88)
Gian van Veen 6-2 Josh
Rock (96,08 – 91,05)
Halbfinale:
Jonny Clayton 0-6 Stephen Bunting (90,04 –
106,09)
Gerwy Price 5-6 Gian van
Veen (102,13 –
105,22)
Finale:
Stephen Bunting 6-2 Gian van Veen
(97,15 – 95,76)
Vorschau Spieltag 5:
Donnerstag, 05.03.2026, Utilita Arena,
Cardiff (ab 20:00 Uhr MEZ)
Viertelfinale:
Michael van Gerwen – Luke Humphries
Gian van Veen – Jonny Clayton
Gerwyn Price – Stephen Bunting
Luke Littler – Josh Rock
Halbfinale:
Van Gerwen/Humphries – van Veen/Clayton
Price/Bunting – Littler/Rock
Finale:
Sieger
Halbfinale 1 – Sieger Halbfinale 2
Tabellenstand nach Spieltag 4:
| Platz | Name |
Abende gewonnen |
Spiele gewonnen |
Legdifferenz | Punkte |
|
1. |
Jonny Clayton | 1 | 6 | +12 | 11 |
|
2. |
Gian van Veen | 0 | 6 | +2 | 9 |
|
3. |
Michael van Gerwen | 1 | 5 | -6 | 8 |
|
4. |
Gerwyn Price | 1 | 4 | +2 | 7 |
|
5. |
Stephen Bunting | 1 | 3 | +3 | 5 |
|
6. |
Luke Humphries | 0 | 2 | -3 | 4 |
|
7. |
Luke Littler | 0 | 1 | -11 | 4 |
|
8. |
Josh Rock | 0 | 0 | -16 | 0 |
TV-Übertragung 2026:
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World Series Events LIVE und in HD. Man
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komplett live.
Preisgeld 2026:
Das Preisgeld der Premier League Darts wird NICHT für die Order
of Merit gewertet. Es ist das Turnier mit dem zweithöchsten
Preisgeld überhaupt. Nur bei der PDC-WM gibt es mehr Preisgeld.
Sieger: £350.000
Runner-Up: £170.000
Halbfinale: £110.000
5. Platz: £95.000
6. Platz: £90.000
7. Platz: £85.000
8. Platz: £80.000
Bonus: £10.000 pro Abendsieg
Summe: £1.250.000
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Foto-Credit: Michael Cooper (PDC)
[kb]
