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Premier League: Price dominiert in Manchester, Littler-Aus liefert Schlagzeilen

Besser geht es fast nicht: Mit absoluter Dominanz hat sich Gerwyn Price bei der Premier League in Manchester den Tagessieg gesichert und auf Platz 2 der Tabelle vorgeschoben. Derweil konnte Finalist Gian van Veen im Viertelfinale Luke Littler bei dessen Heimspiel mit 6:5 bezwingen. Das Spiel geriet aber vor allem in den Blickpunkt, weil der Weltmeister mit einigen Gesten der Partie ein feuriges Ende bereitete. Mit van Veen und auch Stephen Bunting schieben Spieler im Play-off-Rennen nach, Josh Rock kam endlich auch spielerisch an.

Besser geht es fast nicht: Mit absoluter Dominanz hat sich Gerwyn Price bei der Premier League in Manchester den Tagessieg gesichert und auf Platz 2 der Tabelle vorgeschoben. Derweil konnte Finalist Gian van Veen im Viertelfinale Luke Littler bei dessen Heimspiel mit 6:5 bezwingen. Das Spiel geriet aber vor allem in den Blickpunkt, weil der Weltmeister mit einigen Gesten der Partie ein feuriges Ende bereitete. Mit van Veen und auch Stephen Bunting schieben Spieler im Play-off-Rennen nach, Josh Rock kam endlich auch spielerisch an.

Viertelfinale:

Van Gerwen nach 0:5 gegen Bunting raus

Wenn eine Schwalbe noch keinen Sommer macht, machen drei starke Legs noch kein Top-Spiel. Michael van Gerwen zündete nach 0:5-Rückstand den Turbo, konnte ein 3:6 gegen Stephen Bunting jedoch nicht verhindern. Bunting hatte das Spiel mit einem brillanten 161er-Checkout früh in seine Richtung gelenkt und dann insgesamt 7 Doppelfehler des Niederländers zur 5:0-Führung ausgenutzt. Plötzlich drückte van Gerwen aufs Gaspedal und spielte drei Legs in Serie in maximal 12 Darts weg. Die Hypothek war jedoch zu groß und Bunting ging in 14 Pfeilen ins Halbfinale.

Humphries fällt zurück

Die Niederlage van Gerwens hätte Luke Humphries gerne ausgenutzt, doch der Engländer unterlag Gerwyn Price mit 2:6. Beide spielten einen dreistelligen Average, sodass die beeindruckende Doppelquote von 87% beim Waliser den Unterschied machte. Gleich zu Beginn checkte Price hintereinander 167 und 135 Punkte, Humphries konnte nach einem schwachen Leg des „Iceman“ das Break nicht bestätigen und lag somit 1:4 zurück. Am Ende machte Price in 11 und 14 Darts den Deckel drauf, während Humphries ein 154er-Checkout für eine Verlängerung des Matches knapp verpasste.

Feuer bei Littler gegen van Veen

Für den frühen Moment des Abends hat dann das Spiel zwischen Luke Littler und Gian van Veen gesorgt. Beim Heimspiel Littlers kochten im Entscheidungsleg die Emotionen hoch. Doch der Reihe nach: Van Veen löschte eingangs hintereinander 97, 128 und 96 Punkte, verpasste dann bereits einen Dart zum 5:1. Da schnappte Littler mit einem 87er-Check zum 12-Darter zu, verpasste aber noch die 142 für das 4:4. Der Ausgleich sollte dann beim 5:5 gelingen, weil van Veen nach verpasstem Matchdart ein schwaches Anwurfleg spielte. Im Decider spielen sich beide mit einer 180 in den Finish-Bereich. Littler bleibt bei 134 Rest auf der Triple 20 und vergibt seinen Matchdart auf der Doppel 7. Dann verfehlt van Veen die Doppel 15 innen und dreht sich deshalb um. Littler hatte sich anscheinend über den verpassten Matchdart gefreut, was van Veen wiederum nicht gefiel. Es folgten abschätzige Gesten des Weltmeisters hinter van Veens Rücken, ehe „The Nuke“ nochmal das Publikum anheizte. Doch auch seine weiteren Matchdarts fanden nicht ihr Ziel. Stattdessen ging der Sieg doch an van Veen und die sozialen Medien hatten mit der Aufarbeitung eine willkommene Beschäftigung.

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Luke Littler deutete die „Heulsuse“ an, van Veen zeigte sich später irritiert.

Rock nun auch spielerisch angekommen

Ein letztes Viertelfinale stand aber noch an und wie letzte Woche in Berlin hat sich Josh Rock gegen Jonny Clayton durchsetzen können (6:4). Dabei konnte der Nordire mit einem 100+ Average endlich auch mit Leistung überzeugen. Die ersten drei Legs gingen zum 3:0 in 15, 12 und 15 Darts weg, dabei war auch ein 150er-Finish, nachdem Clayton das Bullseye verpasst hatte. In typischer „Ferret“-Manier biss sich Clayton jedoch fest und hatte sogar einen Dart, die Partie zum 4:3 zu drehen. Doch Rock blieb stabil und gab am Ende in 12 und 14 Darts die Führung nicht aus der Hand.

Halbfinale:

Price gegen Bunting unspielbar

Nach bereits überzeugendem Viertelfinale hat Gerwyn Price mit einem 113er-Average so richtig die Muskeln spielen lassen. Leidtragender beim 6:2-Sieg war Stephen Bunting, der selbst kaum schlechter spielte. Nach gerecht geteilten Legs angelte Price die 170, doch auch Bunting schaffte per High-Finish ein Break. Anschließend war für „The Bullet“ jedoch kein Ankommen mehr – in 11, 14, 13 und 15 Darts stürmte Price ins Finale. Zwei letzte Chancen beim 2:4 konnte Bunting nicht nutzen.

Van Veen per 160er-Check ins Finale

Dass sich Gian van Veen von seinem Krankenhausaufenthalt weiter erholt hat, war bereits im Viertelfinale zu sehen. Nun konnte er auch den guten Josh Rock mit 6:3 bezwingen. „Rocky“ schien am Drücker und hatte bis zum Stand von 3:4 aus seiner Sicht den einzigen Dart auf Doppel für ein Break gehabt. Sonst ließen beide keine Zweifel an ihren Anwurflegs, Rock checkte 94 und 109, van Veen eine 126. Dann schlug der Niederländer mit einem 80er-Finish sofort zu. Abschließend verwehrte sich Rock mit verpasster großer Zahl eine Chance auf das Re-Break und van Veen packte tatsächlich das 160er-Finish aus.

Finale:

Price zieht auch van Veen davon

Vor zwei Wochen hatte Gerwyn Price noch einen ähnlich dominanten Abend in Dublin verspielt, hier machte er gegen Gian van Veen mit 6:2 kurzen Prozess. Es war ein einseitiges Finale, in dem van Veen dann doch etwas die Kräfte ausgingen. Es war aber auch nichts auszurichten gegen einen „Iceman“, der zweimal 128 Punkte für ein 12-Dart-Break rausnehmen konnte. Ein Dart zum 5:0 wurde verpasst, sodass van Veen auch nochmal anschreiben durfte. Mit einem 14-Darter wurde aber standesgemäß der Tagessieg eingetütet, der Price aufgrund der besseren Legdifferenz an seinem Landsmann Jonny Clayton vorbeiziehen lässt.

Wie geht es bei der PDC weiter?

Der 10. Spieltag der Premier League Darts 2026 findet kommenden Donnerstag in Brighton statt. DAZN und Sport1 übertragen ab 20:00 Uhr MESZ jeweils live. Vorher findet über die Ostertage von Samstag bis Montag der traditionelle German Darts Grand Prix in München statt, den es auf DAZN und Sport1 zu verfolgen gibt.

Ergebnisse Spieltag 9:

Donnerstag, 02.04.2026, AO Arena – Manchester
Viertelfinale:

Michael van Gerwen 3-6 Stephen Bunting (104,07 – 95,70)
Gerwyn Price 6-2 Luke Humphries (104,46101,64)
Gian van Veen 6-5 Luke Littler (96,26 – 98,56)
Jonny Clayton 4-6 Josh Rock (107,44101,91)

Halbfinale:
Stephen Bunting 2-6 Gerwyn Price (106,66112,91)
Gian van Veen 6-3 Josh Rock (95,06 – 102,84)

Finale:
Gerwyn Price 6-2 Gian van Veen (105,84 – 92,07)

Vorschau Spieltag 10:

Donnerstag, 09.04.2026, Brighton Centre – Brighton (ab 20:00 Uhr MESZ)
Viertelfinale:
Luke Humphries – Jonny Clayton
Gerwyn Price – Josh Rock
Luke Littler – Stephen Bunting
Michael van Gerwen – Gian van Veen

Halbfinale:
Humphries/Clayton – Price/Rock
Littler/Bunting – van Gerwen/van Veen

Finale:
Sieger Halbfinale 1 – Sieger Halbfinale 2

Tabellenstand nach Spieltag 9:

Platz Name Abende
gewonnen
Spiele
gewonnen
Legdifferenz Punkte

1.

Luke Littler 3 12 +8 21

2.

Gerwyn Price 2 11 +23 19

3.

Jonny Clayton 2 11 +17 19

4.

Michael van Gerwen 1 8 -1 13

5.

Gian van Veen 0 8 -13 12

6.

Luke Humphries 0 6 -11 11

7.

Stephen Bunting 1 5 -3 9

8.

Josh Rock 0 2 -30 4

TV-Übertragung 2026:

Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle World Series Events LIVE und in HD. Man kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist (kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält. Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn

Zudem überträgt auch Sport1 jeden Spieltag komplett live.

Preisgeld 2026:

Das Preisgeld der Premier League Darts wird NICHT für die Order of Merit gewertet. Es ist das Turnier mit dem zweithöchsten Preisgeld überhaupt. Nur bei der PDC-WM gibt es mehr Preisgeld.

Sieger: £350.000
Runner-Up: £170.000
Halbfinale: £110.000
5. Platz:
£95.000
6. Platz: £90.000
7. Platz: £85.000
8. Platz: £80.000

Bonus: £10.000 pro Abendsieg
Summe: £1.250.000

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Weitere Informationen zur Premier League 2026:

Alle Informationen zum Turnier gibts auf unserer [Premier League Turnierseite]
Für Diskussionen und Fragen zum Turnier [Dart Forum]

Foto-Credit: Taylor Lanning/PDC

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