Jonny Clayton bleibt das Maß aller Dinge in der Premier League Darts 2026! In Rotterdam holte sich der Waliser im Finale gegen Luke Littler seinen vierten Tagessieg und baute somit seine Tabellenführung aus. Im Kampf um Platz vier konnte kein Verfolger den Patzer von Michael van Gerwen richtig nutzen, für Luke Humphries war einmal mehr im Halbfinale gegen seinen Angstgegner Schluss.
Viertelfinale:
Littler trotzt feindseligem Publikum
Unter Buhrufen empfangen und für verpasste Triple verhöhnt – und doch siegreich! Luke Littler musste sich in Spiel eins von Rotterdam einiges gefallen lassen, nachdem er sich vor zwei Wochen mit respektlosen Gesten gegenüber dem Niederländer Gian van Veen unbeliebt gemacht hatte. Seinem Spiel schadete dies jedoch nur bedingt. Schon im zweiten Leg spielte er ein 124-Finish auf der D11 zum 2:0, nachdem sein Gegner Gerwyn Price einen Dart auf Tops verpasst hatte. Für den gleichen Fehler bestrafte Price Littler im dritten Leg mit einem 104-Checkout auf Tops zum Re-Break. Bis zum Stand von 4:2 gab es ganze fünf Breaks nacheinander, wobei Price auch 110 Punkte auf Tops herausnahm. Littler hielt jedoch seinen Vorsprung und konnte sich im achten Leg drei verpasste Matchdarts erlauben, ehe er zum 6:3 ein zweites Mal 124 Punkte checkte – diesmal auf dem Bullseye.
Humphries bezwingt enttäuschenden van Veen
Im Duell zweier Verfolger der Playoff-Plätze hatte Gian van Veen gegenüber Luke Humphries den Heimvorteil, der jedoch auch eine Menge Druck mit sich brachte. Gleich im ersten Leg hatten beide Spieler mächtig Double Trouble, der Niederländer war letztlich auf der D4 zur Stelle. Humphries glich aus und überlebte einen van-Veen-Versuch auf Tops, ehe er auf der D10 zum Break kam. Allerdings verpasste der Weltmeister von 2024 zwei Darts auf die D8, sodass van Veen auf der D16 den Ausgleich herstellen konnte. Von da an nahm das Spiel eine klare Richtung: Humphries eilte davon, gewann Legs in 15, 14, 14 und 13 Darts und ließ dem insgesamt blassen WM-Finalisten keinen weiteren Versuch auf ein Doppelfeld.
Clayton gegen MvG mit 170 zum Sieg
Auch der zweite Lokalmatador musste in Rotterdam eine herbe Niederlage hinnehmen. Michael van Gerwen glänzte zwar im ersten Leg mit einem 122-Finish auf dem Bullseye, ließ sich danach jedoch von Jonny Clayton den Schneid abkaufen. Im dritten Leg verpasste MvG zweimal die D4, sodass Clayton per 13-Darter zum Break kam. Im fünften Leg war es die D16, die für den Niederländer streikte – nicht jedoch für den Waliser. Clayton checkte anschließend 82 Punkte auf Tops zur 5:1-Führung, doppelstark wie eh und je. Per 104-Checkout auf der D16 zum 12-Darter setzte van Gerwen ein letztes eigenes Ausrufezeichen, ehe Clayton die Angel rausholte – und unter Druck 170 Punkte zum Sieg herausfischte.
Nächster Sieg für Josh Rock
Die lange Durststrecke von Josh Rock in der Premier League ist endgültig Geschichte. Das Viertelfinale gegen Stephen Bunting wurde sein nunmehr vierter Sieg in der Eliteliga – in überzeugender Manier. Rock startete mit einem 98-Finish zum 11-Darter gegen die Darts, den er per 14-Darter bestätigte. Im dritten Leg checkte er 106 Punkte auf der D16, im vierten Leg 71 auf Tops. Bunting spielte keinesfalls schlecht, hatte aber lediglich im fünften Leg mit einem 14-Darter das Timing auf seiner Seite. Eine Chance auf Tops zum 2:4 saß nicht, woraufhin Rock auf demselben Ziel seinen Anwurf hielt. Per 15-Darter stellte der Nordire schließlich den 6:1-Endstand her.
Halbfinale:
Littler versenkt Humphries im Decider
Luke Humphries muss nach wie vor dringend Punkte auf die Top vier gutmachen, doch mehr als zwei wurden es auch in Rotterdam nicht. Im Duell der Giganten breakte die Nummer zwei der Welt zwar per 164-Finish zum 2:1, doch Luke Littler glich direkt per 15-Darter aus. Die Nummer eins zog in 17, 11 und 17 Darts davon, doch es wurde noch einmal spannend. Humphries holte sich drei Legs nacheinander in je 13 oder 14 Darts und erlaubte seinem Gegner dabei keinen Matchdart. Das änderte sich im Decider, den Littler stark mit einer 134 begann und ebenso stark mit einem 80-Checkout auf der D10 vollendete. Humphries hätte zum Sieg 167 Punkte checken müssen, blieb in seiner letzten Aufnahme jedoch ohne großes Triple.
Clayton wieder im Finale
Der Tabellenführer bleibt am Platz an der Sonne! Zwar hatte Jonny Clayton im Spiel gegen Josh Rock wesentlich mehr mit seinem Scoring zu kämpfen, seine Doppelstärke brachte ihn jedoch in sein nächstes Finale. Rock verpasste in der Anfangsphase mehrere Breakchancen, kam jedoch im siebten Leg per 13-Darter erstmals gegen die Darts in Führung. Allerdings verpasste er einen Dart auf Tops, um den Vorsprung auszubauen – und Clayton war auf demselben Doppel zum 4:4 zur Stelle. Der Waliser überlebte im neunten Leg drei weitere Breakdarts und checkte erneut Tops, der Nordire holte 142 Punkte ebenfalls auf der D20 zum 5:5 heraus. Im Decider hatte Clayton den Anwurf und zog als erster in den Finishbereich ein – Rock spielte noch einmal eine 180, um sich die D14 zu stellen, doch der Tabellenführer war erneut mit dem ersten Dart auf Tops zur Stelle und zog somit ins Endspiel ein.
Finale:
Clayton holt sich Tagessieg Nummer vier
Mit zwei 180ern im ersten Leg zeigte Luke Littler im Finale schnell, warum er die Nummer eins der Welt ist. Nach seinem 11-Darter kam er völlig ungefährdet zum Break und begann auch das dritte Leg mit einem Maximum. Im Anschluss hatte Littler jedoch ordentlich Double Trouble, sodass Clayton unverhofft auf der D16 zum Re-Break kam. Auf der D8 glich „The Ferret“ aus, ehe er per 12-Dart-Break auf der D12 sein erstes Ausrufezeichen setzte. Littler erholte sich jedoch rasch und glich auf der D10 zum 3:3 aus. Das Breakfestival ging weiter: Clayton schnappte sich das 4:3 auf der D8. Unter Druck war der 51-Jährige anschließend auch bei eigenem Anwurf zur Stelle und checkte 78 Punkte auf Tops. Littler stellte ohne große Mühe auf 4:5, doch Clayton begann das zehnte Leg mit einer 180, überlebte einen Breakdart und nutzte seinen zweiten Matchdart auf Tops zum vierten Tagessieg in dieser Saison.
Wie geht es bei der PDC weiter?
Der 12. Spieltag der Premier League Darts 2026 findet kommenden Donnerstag in Liverpool statt. DAZN und Sport1 übertragen ab 20:00 Uhr MESZ jeweils live. Vorher kommt es von Freitag bis Sonntag zum European Darts Grand Prix in Sindelfingen, der ebenfalls an allen Tagen von DAZN und Sport1 übertragen wird.
Ergebnisse Spieltag 11:
Donnerstag, 16.04.2026, Ahoy –
Rotterdam
Viertelfinale: (ab
19:00 Uhr MESZ)
Luke Littler 6-3
Gerwyn Price (97,30 – 91,44)
Gian van Veen 2-6 Luke Humphries (93,36 –
100,51)
Michael van Gerwen 2-6 Jonny Clayton (97,97 – 99,33)
Stephen Bunting 1-6 Josh Rock (104,81 –
102,55)
Halbfinale:
Luke
Littler 6-5 Luke Humphries (100,85 –
103,00)
Jonny Clayton 6-5 Josh Rock (87,96 – 96,05)
Finale:
Luke
Littler 4-6 Jonny
Clayton (95,41 – 92,92)
Vorschau Spieltag 12:
Donnerstag, 23.04.2026, M&S Bank
Arena, Liverpool (ab 20:00 Uhr MESZ)
Viertelfinale:
Gian van Veen – Gerwyn Price
Stephen Bunting – Jonny Clayton
Josh Rock – Michael van Gerwen
Luke Humphries – Luke Littler
Halbfinale:
Van Veen/Price – Bunting/Clayton
Rock/van Gerwen – Humphries/Littler
Finale:
Sieger
Halbfinale 1 – Sieger Halbfinale 2
Tabellenstand nach Spieltag 11:
| Platz | Name |
Abende gewonnen |
Spiele gewonnen |
Legdifferenz | Punkte |
|
1. |
Jonny Clayton | 4 | 17 | +28 | 29 |
|
2. |
Luke Littler | 3 | 14 | +8 | 24 |
|
3. |
Gerwyn Price | 2 | 11 | +17 | 19 |
|
4. |
Michael van Gerwen | 1 | 10 | -3 | 16 |
|
5. |
Luke Humphries |
0 | 7 | -9 | 13 |
|
6. |
Gian van Veen | 0 | 8 | -19 | 12 |
|
7. |
Stephen Bunting | 1 | 6 | -7 | 11 |
|
8. |
Josh Rock | 0 | 4 | -25 | 8 |
TV-Übertragung 2026:
Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle
World Series Events LIVE und in HD. Man
kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet
verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet
monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit
kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch
noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder
die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die
NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports
Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist
(kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält.
Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live
jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn
Zudem überträgt auch Sport1 jeden Spieltag
komplett live.
Preisgeld 2026:
Das Preisgeld der Premier League Darts wird NICHT für die Order
of Merit gewertet. Es ist das Turnier mit dem zweithöchsten
Preisgeld überhaupt. Nur bei der PDC-WM gibt es mehr Preisgeld.
Sieger: £350.000
Runner-Up: £170.000
Halbfinale: £110.000
5. Platz: £95.000
6. Platz: £90.000
7. Platz: £85.000
8. Platz: £80.000
Bonus: £10.000 pro Abendsieg
Summe: £1.250.000
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Foto-Credit: Kelly Deckers/PDC
[dj]
