Spätestens mit dem World Grand Prix ist die heiße Phase des Jahres endgültig gestartet. Im „Double-In-Format“ musste sich Niko Springer gegen Danny Noppert mit 1:2 geschlagen geben. Nach einem schwierigen Start arbeitete sich der Deutsche zwar nochmal heran, doch in Satz 3 fehlten dann die Doppel beim Legbeginn. Es folgten gleich zwei Schocks: Luke Littler und Michael van Gerwen sind ebenfalls ausgeschieden! Jeweils im Entscheidungssatz mussten sie sich Luke Woodhouse und Ryan Joyce beugen.
Springer unterliegt Noppert in Satz 3
Der zweite World Grand Prix Auftritt von Niko Springer startete schon mal mit einem Fehler beim Walk-On bei der Ankündigung durch Lewis Jones. Gegen den erfahrenen Danny Noppert war heute allerdings gerade beim Double-In generell etwas der Wurm drin, vor allem im dritten Satz ließ Springer anfangs zu viel liegen und erarbeitete sich dadurch keine Chancen mehr.
„The Freeze“ startete mit einer absolut makellosen Session. In 16 Darts legte der Niederländer zum Hold vor, danach verpasste Niko Springer fünf Darts zum Check-In. Sofort nutzte Noppert die Lücke und finishte dann auch noch ein 112er-Checkout zum 2:0. Den Satzgewinn machte Noppert fix klar. Für Springer gab es bisher nur einen Checkdart, während sein Gegner 100 Punkte im Average spielte.
Auch nach der Pause machte Noppert zunächst unbeirrt weiter. Nach einem 14-Darter löschte er auch 90 Punkte zum 2:0 im zweiten Satz und damit drohte der komplette Whitewash. Diesen verhinderte Springer auf Tops und dann verpasste Noppert einen Matchdart auf der D12. Springer war zur Stelle und schnappte sich das 2:2, ehe er in 21 Darts tatsächlich den Satz noch abstaubte. So ging es doch noch in Satz 3 und hier war es wieder das alte Lied von den verpassten Doppeln zum Legbeginn. Springer kam zu spät rein, Noppert blieb eiskalt und sicherte sich drei Durchgänge in Folge zum dann doch recht ungefährdeten Sieg.
Abgezockter Smith dreht Rückstand gegen Menzies
Auch in der zweiten Partie des Abends ging es zwischen Ross Smith und Cameron Menzies eng zu. „Cammy“ startete furios, gab das Spiel aber trotzdem noch her. Nach einem 16-Darter checkte er 158 und traf die D8 zum schnellen Satzgewinn. Der „Smudger“ kam mit einem 109er-Finish aus dem TV-Break und nutzte ein paar Ungenauigkeiten beim Check-In auch für das 2:0. Trotzdem ging Satz Nr. 2 in den Decider und hier ließ Menzies zwei Matchdarts aus. Smith traf die Doppel 10 und war dann nicht mehr zu bremsen. In 13, 13 und 16 Darts machte er das 2:1 in den Sätzen klar, ein 99er-Average (wohlgemerkt trotz Double-In) war eine fantastische Leistung.

Aspinall übersteht Matchdarts
Nathan Aspinall hatte das Glück gegen Kevin Doets auf seiner Seite, er überstand mehrere Matchdarts und siegte noch im Decider. Dabei gehörte der erste Satz noch recht eindeutig dem Niederländer. Nach einem Hold auf jeder Seite finishte Doets zweimal in 14 Darts zum Satzgewinn. Wegen acht Fahrkarten auf die Doppel kassierte Aspinall dann auch das Break und war nach dem 0:2 mit dem Rücken zur Wand. Mit drei verpassten Matchdarts holte Doets seinen Gegner aber zurück in die Partie. Ein grandioser 10-Darter brachte Aspinall in den dritten Satz, wo Doets erneut mit 2:1 vorlegte. Aspinall finishte 115 und so kam es zum Äußersten, doch im Decider checkte „The Asp“ die Doppel 9 unter Druck für das Achtelfinale.
Auch Clayton siegt im dritten Satz
Für Jonny Clayton musste gegen Krzysztof Ratajski ebenfalls der dritte Satz herhalten, obwohl der Pole mit einem 80er-Schnitt eher enttäuschend unterwegs war. Schon den ersten Satz verspielte der „Polish Eagle“ noch nach einer 2:0-Führung. In Leg 3 fehlte das Scoring und dann ging auch ein Setdart daneben. Zwei weitere Chancen ließ er noch im fünften Durchgang liegen und so kam „The Ferret“ zum ersten Satz, den er mit einem 127er-Finish nochmal unterstrich. Auch hier ging es ins fünfte Leg, wo Clayton einen Matchdart ausließ und so folgte natürlich in dieser Partie ebenfalls Satz 3. Dort gab es erstmal je ein Break und Clayton checkte in 17 Darts zum 2:1. Eigentlich war für den ultimativen Decider alles angerichtet, aber Ratajski ließ dafür ganze fünf Checkdarts aus und schied damit aus.
Klarer Erfolg für Price
Sehr deutlich war dann der Auftaktsieg von Gerwyn Price gegen Sebastian Bialecki. Mit einem 102er-Schnitt behauptete sich der „Iceman“ verdient mit 2:0, da war ein Klassenunterschied schon erkennbar. Bialecki stand im ersten Leg auf 409 Rest als Price checkte. In 13 und 17 Darts machte der Waliser den Satz klar. Sein einziges Leg gewann der Pole in der fünften Aufnahme, Price checkte derweil zweimal Shanghai und sicherte sich den Sieg.

Nächster Rückschlag für MvG
Als erster Gesetzter ist Michael van Gerwen in der ersten Runde ausgeschieden. „Mighty Mike“ setzt den Abwärtstrend fort und wird nach dem Turnier nicht in den Top 8 stehen. Gegen Ryan Joyce gab es eine 1:2-Niederlage. Das Spiel startete sehr ausgeglichen und nach zwei Holds auf jeder Seite konnte sich der Niederländer auch den ersten Satz schnappen. Joyce machte mit einem 118er-Finish weiter, ehe MvG in 27 Darts den Ausgleich machte. Das war auch schon ein Vorgeschmack für die Doppelprobleme, weswegen er in Satz 2 auch kein Entscheidungsleg bekam. Nach dem Ausgleich ging van Gerwen mit einer 160 rein, verpasste dann aber zwei Checkdarts. Auch das 86er-Bullfinish wollte nicht gelingen und so machte „Relentless“ mal wieder seinem Namen alle Ehre.

Littler scheitert an sich selbst
Das war eindeutig zu wenig von Luke Littler! Der Titelverteidiger scheitert bereits in Runde 1 an Luke Woodhouse und vor allem an sich selbst. Mit einem 15-Darter legte „The Nuke“ vor, ehe Woodhouse sein erstes Leg holte. Im Schongang sicherte sich Littler den ersten Satz, sein Schnitt stand bei Anfang 80 und deutlich steigern konnte er sich im Spielverlauf eben nicht. Der zweite Satz blieb bis zum 2:2 ausgeglichen ohne nennenswerte Breakchancen. Auf der Doppel 16 sicherte sich „Woody“ den Satz, eine Scoring-Aufnahme von 29 machte Littler die Chance auf den Sieg zu Nichte. In 17 Darts gelang Woodhouse danach direkt ein Break, Littler ließ vier Checkdarts liegen und damit stand es im Entscheidungssatz 0:2. Ein Leg gab es noch für den Weltranglistenersten, der aber sonst glanzlos blieb und beim 75er-Finish zum Match für Woodhouse nur zuschauen konnte.

Wie geht es beim World Grand Prix weiter?
Am morgigen Dienstag wird die erste Runde des World Grand Prix 2026 mit den weiteren acht Erstrundenpartien ab 19:00 Uhr MESZ vervollständigt. DAZN und Sport1 übertragen jeweils live.
Ergebnisse Montag:
Montag, 28.09.2026:
1. Runde:
Danny Noppert (8) 2-1 Niko Springer (3:0, 2:3, 3:0) – (88,42 – 83,58)
Ross Smith (13) 2-1 Cameron Menzies (0:3, 3:2, 3:0) – (99,54 – 90,85)
Nathan Aspinall (16) 2-1 Kevin Doets (1:3, 3:2, 3:2) – (89,20 – 92,27)
Jonny Clayton (5) 2-1 Krzysztof Ratajski (3:2, 2:3, 3:1) – (85,52 – 80,85)
Gerwyn Price (4) 2-0 Sebastian Bialecki (3:0, 3:1) – (101,61 – 82,88)
Michael van Gerwen (9) 1-2 Ryan Joyce (3:2, 1:3, 1:3) – (87,10 – 85,21)
Luke Littler (1) 1-2 Luke Woodhouse (3:1, 2:3, 1:3) – (82,41 – 82,51)
Wessel Nijman (12) – Rob Cross
Vorschau Dienstag:
Dienstag, 29.09.2026:
1. Runde: (ab 19:00 Uhr MESZ)
Chris Dobey (15) – Jermaine Wattimena
Ryan Searle (14) – William O’Connor
Josh Rock (7) – Niels Zonneveld
James Wade (6) – Joe Cullen
Gary Anderson (10) – Damon Heta
Gian van Veen (3) – Dirk van Duijvenbode
Luke Humphries (2) – Dave Chisnall
Stephen Bunting (11) – Andrew Gilding
Modus 2026:
Alle Spiele werden im Modus Double-In/Double-Out gespielt. Es ist das einzige große Major-Turnier mit diesem Modus. Das bedeutet, jeder Spieler muss zum Start eines Legs ein Doppel treffen, erst dann zählen seine Scores.
Format:
1. Runde: Best of 3 Sets
2. Runde: Best of 5 Sets
Viertelfinale: Best of 5 Sets
Halbfinale: Best of 9 Sets
Finale: Best of 11 Sets
Ein Satz bedeutet „Best of 5 Legs“, es gibt keinen Tie-Break.
Preisgeld 2026:
Sieger: £150.000
Runner-Up: £80.000
Halbfinale: £50.000
Viertelfinale: £35.000
Achtelfinale: £20.000
1. Runde: £7.500
Gesamt: £750.000
TV-Übertragung 2026:
Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle World Series Events LIVE und in HD. Man kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist (kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält. Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn
In 2026 überträgt auch Sport1 wieder den World Grand Prix.
Sport1-Übertragungszeiten:
Dienstag, 29.09.2026: 1. Runde: 18:45 – 00:00 Uhr live (inkl. Countdown)
Mittwoch, 30.09.2026: 2. Runde: 19:30 – 00:00 Uhr live (inkl. Countdown)
Donnerstag, 01.10.2026: 2. Runde: 20:00 – 00:00 Uhr live
Freitag, 02.10.2026: Viertelfinale: 19:30 – 00:00 Uhr live (inkl. Countdown)
Samstag, 03.10.2026: Halbfinale: 19:30 – 00:30 Uhr live (inkl. Countdown)
Sonntag, 04.10.2026: Finale: 19:30 – 23:00 Uhr live (inkl. Countdown)
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Foto-Credit: Kieran Cleeves (PDC)
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