Die Achtelfinal-Session der Flanders Darts Trophy war zeitweise auf Kurs, dass alle möglichen Legs ausgespielt werden. Erst beim 6:4 von Danny Noppert gegen Wessel Nijman im sechsten Spiel ging eine Partie nicht über die volle Distanz. Zuvor hatten sich unter anderem Gian van Veen und James Wade durchgesetzt. Dagegen scheiterte Gerwyn Price am Budapest-Sieger Ross Smith, Damon Heta zeigte mit einem 100+ Average auf.
Van Veen besteht gegen Doets
Schon der Auftakt in den Nachmittag war sehr verheißungsvoll. Gian van Veen schlug Kevin Doets, obwohl der einen Average von 106 Punkten spielte. Die ersten Legs gingen jeweils in fünfter Runde an den Anwerfer, dann schlug van Veen zum 3:1-Break zu, nachdem Doets die 164 auf Bull verpasst hatte. Obwohl der Rückstand auf 1:4 anwuchs, spielte „Hawkeye“ fortan noch besser und verkürzte per 11-Darter zum 3:4. Nach einem 115er-Finish unter höchstem Druck verriss Doets einen Dart auf Tops zum möglichen 5:4, um das Spiel komplett zu kippen. Damit war van Veen wieder drin und hielt seinerseits dem Druck stand: Per 66er-Check zog er den Decider auf seine Seite.
Im Viertelfinale kommt es zum Duell mit Chris Dobey, der gegen Ryan Searle zwei Matchdarts überstand. Insgesamt verschleuderten beide 34 Darts auf Doppel, davon alleine 7 von Dobey im ersten Leg. Nie konnte sich einer der beiden Spieler absetzen, es folgte Break auf Break. Highlight des Spiels war ein 12-Darter Dobeys zum 3:3. Auch im Entscheidungsleg waren die Akteure nicht zu trennen. „Hollywood“ verpasste den ersten Matchdart auf der Doppel 16, anschließend ließ auch Searle bei 88 Rest liegen. Dobey rettete sich schließlich mit dem 18. Pfeil.
Joyce hält Wattimena auf, Smith knackt Price
Ebenso Matchdarts zu überstehen hatte Ryan Joyce gegen Jermaine Wattimena, wobei das Spiel gegen Ende einen verrückten Verlauf nahm. Joyce hatte die Chance auf die frühe 2:0-Führung liegen lassen, holte sein zweites Leg aber per 128er-Finish. Eine 148 zum möglichen 3:2 fiel nicht, dennoch gab „Relentless“ nach zu vielen Ausreißern bei Wattimena den Ton an und erspielte sich später in 11 Pfeilen das 5:3. Anschließend verpasste er knapp das 170er-Finish zum Match und wurde von einem sensationellen 144er-Check Wattimenas ausgekontert. Auf einmal spielte der Niederländer wie entfesselt und eroberte mit einem 11-Darter den Anwurf im Decider. Nach 12 Darts standen 56 Punkte Rest, doch zwei Matchdarts gingen daneben. Stattdessen stach Joyce bei 70 Rest mit dem letzten Dart in der Hand doch noch zu.
Höchste Spannung bot auch das vierte Spiel, bei dem sich Ross Smith mit 6:5 gegen Gerwyn Price durchsetzen konnte. Der „Smudger“ checkte 142 und 106 zur 2:0-Führung und lag wenig später mit 4:1 vorne. Price wehrte sich und eroberte in 12 Darts das Break zum 3:4 zurück, hatte aber auch Glück, dass Smith die Doppelfehler im nächsten Leg nicht mit dem nächsten High-Finish bestrafte. Dafür zauberte Smith beim Stand von 4:4 eine 158 aus dem Hut. Im Entscheidungsleg war die Spannung greifbar, Price verpasste einen Matchdart, ehe bei Smith der vierte Versuch die Erlösung brachte.
Wade stark, auch Noppert zeigt auf
Bereits das fünfte Entscheidungsleg bekamen die Zuschauer dann zwischen James Wade und Rob Cross zu sehen, wobei sich „The Machine“ durchsetzen konnte. In 11 und 15 Pfeilen erspielte Wade die 2:1-Führung, dann kreierte Cross einen großen Moment: Nach verpasstem Tops-Tops-Versuch bei Wade haute „Voltage“ ihm eine 160 um die Ohren. Mit vier Fehlern auf der Doppel 18 brachte sich Cross aber um die Ernte und Wade war wieder am Drücker. Es blieb ein Hin und Her, bei dem am Ende Wade mit einem 14-Darter im Decider klar vorne lag.
Ganz anders verlief der 6:4-Sieg von Danny Noppert gegen Wessel Nijman. Das erste Break der Partie verhinderte am Ende das sechste Spiel über die volle Distanz. Gleich im ersten Leg wartete Nijman auf 32 Rest, als sich Noppert mit einem 137er-Finish rettete und auch fortan konnte keiner seinem Gegner den Anwurf abnehmen. Zweimal verpasste Nijman das High-Finish zum Break und so schaukelte sich die Begegnung bis zum 5:4 hoch. Da fand Noppert mit einem 11-Darter nochmal eine höhere Stufe und schob zum siegreichen Abschluss auch den Average über die 100er-Marke.
Heta arbeitet an drittem Halbfinale
Bei Damon Heta geht es allmählich wieder etwas bergauf, der Australier stand in dieser Saison bereits in zwei Halbfinals auf der European Tour und ist nach einem 6:3 gegen Luke Woodhouse für ein weiteres auf Kurs. Ein 84er-Finish zum 11-Darter und 3:1 legte den Grundstein, dann machte Woodhouse mit drei Doppelfehlern den Weg frei. „Woody“ erholte sich und brachte seine nächsten Anwürfe in 12 und 11 Darts durch, doch Heta blieb stabil und löschte in den von ihm begonnenen Legs 78 und 76 Punkte jeweils in zwei Darts für den Erfolg.
Zum Abschluss gelang Nathan Aspinall ein Comeback-Sieg gegen Stephen Bunting, bei dem er bereits 0:3 und 2:4 zurücklag. Bunting bestrafte drei Doppelfehler seines Gegners mit dem zweiten 158er-Finish des Nachmittags, machte dann aber 40 Punkte zum möglichen 4:0 nicht zu. „The Asp“ traf mit dem achten Versuch endlich ein Doppel und war fortan der bessere Mann. Bunting zeigte zwar noch einen 12-Darter zum 4:2, erspielte sich in der Folge jedoch keinen einzigen Dart auf Doppel mehr. Aspinall reichten bei Anwurf zwei 18-Darter, wobei er abschließend 95 zweimal über die Doppel 19 zum Sieg checkte.
Wie geht es bei der Flanders Darts Trophy weiter?
Die finale Session der Flanders Darts Trophy 2026 startet um 19:00 Uhr MESZ. DAZN und Pluto TV übertragen sowohl Viertelfinale, als auch Halbfinale und das Endspiel in voller Länge live.
Ergebnisse Achtelfinale:
Sonntag, 13.09.2026:
Nachmittags-Session:
Achtelfinale:
Gian van Veen 6-5 Kevin Doets (99,51 –
106,24)
Ryan Searle 5-6 Chris Dobey (87,97 – 87,58)
Ryan Joyce 6-5 Jermaine Wattimena (99,39 – 92,38)
Gerwyn Price 5-6 Ross Smith (92,29 – 92,37)
James Wade 6-5 Rob Cross (101,59 –
96,33)
Danny Noppert 6-4 Wessel Nijman (100,13 –
97,02)
Damon Heta 6-3 Luke Woodhouse (101,38 –
102,97)
Stephen Bunting 4-6 Nathan Aspinall (87,29 – 93,37)
Vorschau Final-Session:
Sonntag, 13.09.2026:
Abend-Session: (ab
19:00 Uhr MESZ)
Viertelfinale:
Gian van Veen – Chris Dobey
Ryan Joyce – Ross Smith
James Wade – Danny Noppert
Damon Heta – Nathan Aspinall
Halbfinale:
Van
Veen/Dobey – Joyce/Smith
Wade/Noppert – Heta/Aspinall
Finale:
Sieger Halbfinale 1 – Sieger Halbfinale 2
Preisgeld 2026:
Ausgespielt werden insgesamt £230.000
pro Turnier, der Sieger geht mit £35.000 nach Hause. Alle 32
vorqualifizierten Spieler über die PDC Order of Merit und Pro Tour
Order of Merit müssen ihr Auftaktspiel gewinnen, damit ihr
Preisgeld in die Ranglisten einfließt. Sollten sie ihr erstes Spiel
verlieren, bekommen sie das Preisgeld zwar ausgezahlt, es geht aber
nicht in die große PDC Order of Merit
sowie die European Tour Order of Merit und
Pro Tour Order of Merit
ein.
Sieger: £35.000
Runner-Up: £15.000
Halbfinale: £10.000
Viertelfinale: £8.000
Achtelfinale: £5.000
2. Runde: £3.500
1. Runde: £2.000
Gesamt: £230.000
TV-Übertragung 2026:
Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle
World Series Events LIVE und in HD. Man
kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet
verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet
monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit
kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch
noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder
die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die
NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports
Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist
(kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält.
Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live
jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn
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Foto-Credit: PDC Europe/Jenny Segers
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