Krzysztof Ratajski ist der Sieger der European Darts Open 2026! Im Finale gegen Jermaine Wattimena setzte sich der Pole mit 8:6 durch. Zudem kam es erstmals auf der European Tour zu einem polnischen Halbfinale mit Sebastian Bialecki, nachdem James Wade und Nathan Aspinall in der finalen Session nicht zu überzeugen wussten.
Viertelfinale:
Wattimena bricht Viertelfinal-Bann
Schon in der Slowakei stand Jermaine Wattimena zuletzt in der Finalsession – und auch wenn es erneut keine spielerische Offenbarung gab, gelang nun dank eines 6:5 über Luke Woodhouse sein erster Halbfinaleinzug auf der European Tour. Die Anfangsphase war nichts für Feinschmecker, Wattimena gelangen zum 2:1 in 15 Darts die ersten guten Aufnahmen am Stück. Immer wieder bewies der Niederländer mit dem letzten Dart in der Hand Nervenstärke und konnte bei eigenem Anwurf jeweils 86, 80 und 104 Punkte checken. Da aber auch Woodhouse relativ ungefährdet zu seinen Leg-Gewinnen kam, musste das Entscheidungsleg her, in dem wiederum der Anwurf entschied: „Woody“ kam nicht in die Gänge und Wattimena verwandelte in Seelenruhe seinen dritten Matchdart, bevor im Interview auch Tränen flossen.
Heta weiter stark
Nach dem Sieg über Michael van Gerwen hatte Damon Heta den nächsten Niederländer auf dem Gewissen: Ein 6:2 gegen Dirk van Duijvenbode brachte den Australier zum zweiten Mal in den letzten drei ET-Events ins Halbfinale. Das Spiel kannte von Beginn an nur eine Richtung. Van Duijvenbode nutzte im dritten Leg seine ersten Doppel-Chancen nicht und Heta musste nur seinen Stiefel herunterspielen. In 13 und 14 Darts ging es sogar auf 5:0 hinauf, sein Gegner hatte 50 Punkte überworfen. Erst nach verpassten Matchdarts wachte van Duijvenbode auf und löschte nochmal 110 und 88 Punkte, vergab im letzten Leg jedoch kläglich die Gelegenheit für eine weitere Verlängerung des Spiels.
Auch Bialecki erstmals im Halbfinale
Nach Jermaine Wattimena schaffte es auch Sebastian Bialecki erstmals in seiner Karriere unter die letzten Vier, weil er James Wade mit 6:2 bezwingen konnte. Nach gerecht verteilten Legs zum Start stockte bei Wade die Scoring-Maschine und der Pole kam dank konstanter Legs in 18, 15 und 17 Darts zum 4:1. Nach kurzer Pause in Leg 6 zündete Bialecki die nächste Stufe und ließ seinem Kontrahenten in 13 und 14 Darts keine Chance mehr.
Ratajski stoppt Titelverteidiger
In der letzten Viertelfinal-Partie sorgte Krzysztof Ratajski dann für ein Novum: Erstmals würden sich zwei polnische Spieler auf der European Tour so spät im Turnier duellieren. Er folgte seinem Landsmann mit einem 6:4 über Nathan Aspinall und beendete damit dessen Titelverteidigung. Aspinall hätte dank klarer Vorteile im Scoring durchaus 3:0 führen müssen, doch Ratajski konnte die Partie nach 4 Doppelfehlern von „The Asp“ ausgeglichen gestalten. Dem „Polish Eagle“ gelang sogar das erste Break zum 4:3, das Aspinall in 14 Darts gleich zurückholte. Dann packte Ratajski jedoch sogar einen 12-Darter aus, auf den der Engländer keine Antwort mehr hatte.
Halbfinale:
Wattimena sogar erstmals im Finale
Wenn ein Bann erstmal gebrochen ist, läuft es meistens von alleine. Mit einem 87er-Average reichte Jermaine Wattimena erneut sein B-Game für einen 7:3-Erfolg gegen Damon Heta. Der Australier muss bereits zwei Fehldarts auf Doppel im ersten Leg hinterhertrauern, Wattimena dagegen checkte sowohl 70 als auch 66 Punkte und hatte auf dem Weg zur 4:0-Führung auch einen 13-Darter im Gepäck. Und wäre die Hypothek nicht so schon groß genug gewesen, verfehlte Heta nach seinem ersten Leg-Gewinn reichlich auf dem Doppel-Ring, sodass Wattimena ein 24-Darter zum 5:1 langte. Mit einem abschließenden 15-Darter war der Sieg nie mehr gefährdet.
Polnisches Halbfinale geht an Ratajski
Die Erfahrung hat am Ende gesiegt: Krzysztof Ratajski konnte seinen 26 Jahre jüngeren World-Cup-Partner Sebastian Bialecki mit 7:5 in Schach halten. Zwischen den beiden Polen entwickelte sich eine tolle Partie. Bialecki checkte 101, 98 und dann beinahe sogar die 170. Trotz des verpassten Bullseyes stand eine 3:0-Führung. Ratajski konterte in 13 Darts und machte nach einem wichtigen 110er-Check tatsächlich selbst die 170 zum 3:3 aus. Vorentschieden wurde die Begegnung im neunten Leg, weil beide ordentlich Probleme auf dem äußeren Ring hatten und Ratajski mit dem Break zum 5:4 davonkam. Bialecki steckte nie auf, aber der „Polish Eagle“ löschte gnadenlos 83 und 72 Punkte zum Sieg.
Finale:
Ratajski dreht gedrehtes Finale
Im Finale erwischte Krzysztof Ratajski den klar besseren Start und zog in 19, 15 und 14 Darts mit 3:0 in Führung. Allerdings ließ der Pole zwei Darts auf Tops für das vierte Leg aus, sodass Jermaine Wattimena den Anschluss herstellen konnte. Im siebten Leg gelang dem Niederländer das Re-Break in 14 Darts, anschließend stellte er auf der D16 auf 4:4. Alles wieder in der Reihe! Per 84-Checkout holte sich Wattimena direkt das nächste Break, anschließend bestrafte er fünf Fehler seines Gegners und stellte auf 6:4. Tops wollte im elften Leg jedoch nicht sitzen, sodass Ratajski nach fünf verlorenen Legs in Folge verkürzen konnte. Double Trouble gab es auch im zwölften Leg, die D2 bescherte „The Polish Eagle“ den Ausgleich. Per 68-Checkout auf der D4 ging Ratajski mit 7:6 in Führung, und nachdem Wattimena zwei Darts ausließ, schnappte sich der Pole auf der D10 den Titel.
Wie geht es bei der PDC weiter?
Am kommenden Samstag startet in Blackpool mit dem World Matchplay das nächste große Major-Turnier. DAZN und Pluto TV übertragen das Event an allen Tagen live.
Ergebnisse Final-Session:
Sonntag, 12.07.2026:
Abend-Session:
Viertelfinale:
Jermaine Wattimena 6-5 Luke Woodhouse (90,16 – 89,49)
Dirk van Duijvenbode 2-6 Damon Heta (90,30 – 96,15)
Sebastian Bialecki 6-2 James Wade (96,93 – 86,71)
Nathan Aspinall 4-6 Krzysztof Ratajski (89,87 – 92,59)
Halbfinale:
Jermaine
Wattimena 7-3 Damon Heta (86,67 – 88,52)
Sebastian Bialecki 5-7 Krzysztof Ratajski (94,57 –
100,40)
Finale:
Jermaine
Wattimena 6-8 Krzysztof
Ratajski (86,73 –
92,43)
Preisgeld 2026:
Ausgespielt werden insgesamt £230.000
pro Turnier, der Sieger geht mit £35.000 nach Hause. Alle 32
vorqualifizierten Spieler über die PDC Order of Merit und Pro Tour
Order of Merit müssen ihr Auftaktspiel gewinnen, damit ihr
Preisgeld in die Ranglisten einfließt. Sollten sie ihr erstes Spiel
verlieren, bekommen sie das Preisgeld zwar ausgezahlt, es geht aber
nicht in die große PDC Order of Merit
sowie die European Tour Order of Merit und
Pro Tour Order of Merit
ein.
Sieger: £35.000
Runner-Up: £15.000
Halbfinale: £10.000
Viertelfinale: £8.000
Achtelfinale: £5.000
2. Runde: £3.500
1. Runde: £2.000
Gesamt: £230.000
TV-Übertragung 2026:
Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle World Series Events LIVE und in HD. Man kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist (kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält. Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn
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Foto-Credit: PDC
[mk/dj]
