Die Playoffs der Premier League Darts 2026 führten zum dritten Mal nacheinander zum Finale der Lukes. Dabei setzte sich Luke Littler in einer überragenden Partie mit 11:10 gegen Luke Humphries durch und krönte sich zum zweiten Mal zum Champion. Beide Halbfinals waren zuvor mit 10:9 zu Ungunsten von Gerwyn Price und Jonny Clayton ausgegangen, Letzterer verpasste einen Matchdart für den Finaleinzug.
Halbfinale:
Littler stoppt Price-Comeback in letzter Sekunde
Zum dritten Mal nacheinander ging Luke Littler als Sieger der Gruppenphase in die Playoffs der Premier League, zum zweiten Mal in Folge traf er dabei auf Gerwyn Price. Der Waliser war von Beginn an der Jäger, egalisierte jedoch einen 0:2-Rückstand mit zwei 12-Dartern – inklusive 137-Checkout auf der D10. Anschließend gingen vier Legs mit dem Anwurf, wobei Price 115 Punkte auf der D18 zum 4:4 checkte. Ein Breakdart auf Tops saß jedoch nicht, auch für 120 Punkte verfehlte er die D20. So gewann Littler die letzten beiden Legs vor der Pause und ging dank der besseren Doppelquote mit 6:4 in Führung.
Nach der Pause war der zweimalige Weltmeister völlig entfesselt. In 12, 13 und 15 Darts baute Littler eine 9:4-Führung aus. Alles sprach für einen 10:4-Sieg, doch im vierzehnten Leg vergab der Engländer fünf Matchdarts. Price ergriff die Chance und stellte in Windeseile auf 7:9, während Littlers Scoring schwankte. Gegen die Darts setzte der „Iceman“ mit einem 124-Checkout auf der D11 zum 12-Darter ein weiteres Highlight, auch der eigene Anwurf zum 9:9 ging durch. Im Decider hatte jedoch Littler das Scoring auf seiner Seite, stellte sich die D16 nach zwölf Darts und versenkte seinen siebten Matchdart zum 10:9.
Humphries nutzt Clayton-Fehler im Decider
Keine Premier-League-Playoffs ohne Jonny Clayton: Bei seiner vierten Teilnahme schaffte es der Champion von 2021 zum vierten Mal in die Top vier. Im Halbfinale traf er auf Titelverteidiger Luke Humphries, der mit einem starken Endspurt noch auf Rang drei vorgeprescht war. Clayton startete mit einem 11-Darter, doch Humphries landete im dritten Leg mit einem 14-Dart-Break auf Tops den ersten Big Point. Zwei weitere 14-Darter brachten das 4:1, ehe Clayton mit einem 84-Checkout auf dem Bullseye kurz aufmerken ließ. Humphries gewann jedoch anschließend zwei weitere Legs in je 14 Darts. Zwei Versuche auf die D16 gingen jedoch daneben, sodass Clayton auf der D5 das 3:6 erzielte. Der Waliser drehte das Scoring auf, warf seine dritte 180 und breakte auf der D16 zum 12-Darter und 4:6-Pausenstand.
Clayton startete nach der Pause mit etwas, das Humphries schon sechsmal gelungen war: Mit einem 14-Darter. Die Serie von „Cool Hand Luke“ endete jedoch im zwölften Leg: Beide hatten Double Trouble, die D2 bescherte dem Engländer schließlich das 7:5. Auf der D6 kam Clayton wieder heran. Humphries strauchelte erneut auf der D16 – und „The Ferret“ traf die D8 für ein 76-Checkout zum 7:7. Erster Ausgleich seit dem 1:1!
Per 10-Darter inklusive zwei 180ern ging Clayton erstmals seit dem Auftaktleg in Führung. Humphries ließ bei eigenem Anwurf erneut zwei Darts liegen, diesmal auf Tops und D10 – und sein Gegner versenkte seinen Versuch auf die D10 zur 9:7-Führung. Anschließend ging ihm jedoch das Scoring flöten, sodass Humphries ungefährdet das Break zum 8:9 landete. Unter Druck checkte der ehemalige Weltmeister 121 Punkte auf der D14 zum 9:9. Im Entscheidungsleg wurde es dramatisch: Humphries setzte einen Matchdart aufs Bullseye außen an den Draht, Clayton vergab einen Matchdart auf der D16 und wirkte unglücklich über einen Ruf aus dem Publikum. Humphries behielt die Nerven und holte sich den 10:9-Sieg auf der D8 – mit seinem siebten 14-Darter der Partie.
Finale:
Littler dreht ein überragendes Endspiel
Zum dritten Mal nacheinander kam es in der Premier League Darts zum Finale zwischen Luke Littler und Luke Humphries, beide hatten jeweils eines gewonnen. Titelverteidiger Humphries erwischte den besseren Start und schnappte sich die ersten beiden Legs in je 13 Darts. Tops für ein 137-Finish sollte jedoch nicht ein zweites Mal sitzen, Littler gelang auf der D20 das Re-Break in zwölf Darts. Per 13-Darter glich die Nummer eins der Welt aus, per 94-Checkout zum 11-Darter gelang ihm das nächste Break. Humphries kratzte an einem 167-Checkout zum Ausgleich und verfehlte zwar das Bullseye, erhielt jedoch die zweite Chance und stellte auf der D8 auf 3:3.
Das Niveau blieb überragend: Littler stellte sich 41 mit neun Darts, doch Humphries checkte 134 über T18-Tops-Tops zum 4:3. Per 112-Checkout auf Tops bestrafte die Nummer zwei der Welt zwei Fehler seines Gegners zum 5:3, per 121-Checkout auf dem Bullseye erhöhte Humphries auf 6:3. Unter Druck schlug Littler per 11-Darter auf der D15 zurück. 4:6 zur Pause – mit Averages jenseits der 110 Punkte.
Littler kam besser aus der Pause und breakte in elf Darts, vergab jedoch drei Darts für den Ausgleich, sodass Humphries auf der D10 zum Re-Break kam. „Cool Hand Luke“ vergab jedoch drei Darts auf der D19 und musste zusehen, wie Littler erneut das Break erzielte und per 11-Darter auf 7:7 stellte. Zwei weitere Legs gingen mit dem Anwurf. Im siebzehnten Leg verpasste Humphries die D16 für ein 132-Checkout, Littler ließ jedoch zwei Breakdarts auf D18 und D9 liegen. Die D4 brachte Humphries letztlich das 9:8, Tops Littler das 9:9. Der 19-Jährige setzte mit sieben perfekten Darts zum Schlussspurt an und checkte Tops zum 10-Dart-Break. Ein Matchdart auf Tops für 64 Punkte saß jedoch nicht, Humphries checkte 68 Punkte auf der D4 zum 10:10 und warf den Decider an.
Beide starteten das Entscheidungsleg mit einer 140 und waren nach neun Darts auf einem High Finish. Humphries vermasselte das Setup, Littler stellte sich 54 Punkte und kam noch einmal dran. Dabei verfehlte er die 14 und bekam somit nur einen weiteren Matchdart auf Tops, doch diesen versenkte er, um sich seinen zweiten Premier-League-Titel zu sichern – mit einem Average von 111,67 Punkten.
Wie geht es bei der PDC weiter?
Von Freitag bis Sonntag geht es direkt auf der European Tour mit den Baltic Sea Darts Open in Kiel weiter. DAZN und Pluto TV übertragen an allen drei Tagen live.
Ergebnisse Play-Offs:
Donnerstag,
28.05.2026, The O2 –
London
Halbfinale:
Luke Littler 10-9 Gerwyn Price (98,47 –
100,42)
Jonny Clayton 9-10 Luke Humphries (95,86 – 96,16)
Finale:
Luke
Littler 11-10 Luke Humphries (111,67 –
105,60)
TV-Übertragung 2026:
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Preisgeld 2026:
Das Preisgeld der Premier League
Darts wird NICHT für die Order of Merit gewertet. Es ist das
Turnier mit dem zweithöchsten Preisgeld überhaupt. Nur bei der
PDC-WM
gibt es mehr Preisgeld.
Sieger: £350.000
Runner-Up: £170.000
Halbfinale: £110.000
5. Platz: £95.000
6. Platz: £90.000
7. Platz: £85.000
8. Platz: £80.000
Bonus: £10.000 pro Abendsieg
Summe: £1.250.000
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Foto-Credit: Taylor Lanning/PDC
[dj]
