Am Auftakt-Abend des World Matchplay hat Niko Springer bei seinem Debüt Luke Littler komplett gefordert. Nach zwischenzeitlichem 5:5 bewies Littler seine absolute Weltklasse und setzte sich mit 10:6 durch. Im Achtelfinale trifft „The Nuke“ auf Nathan Aspinall, der sich gegen Joe Cullen ebenfalls stark präsentierte. Die erste Session hat auch gleich die erste Verlängerung bekommen: Stephen Bunting besiegte Niels Zonneveld nach Matchdarts gegen sich über die maximale Distanz mit 13:12. Josh Rock hatte keine Probleme mit Luke Woodhouse.
Littler setzt Statement
Niko Springer kann mit seinem Debüt beim World Matchplay sehr zufrieden sein, denn er konnte sein Spiel gegen Titelverteidiger Luke Littler lange Zeit sehr offen gestalten. Am Ende präsentierte sich „The Nuke“ mit einem Average von knapp 110 Punkten jedoch in absoluter Höchstform und gewann 10:6. In der ersten Session hatte der Branchen-Primus in jedem einzelnen Leg mindestens einen Dart auf Doppel, doch aus einer 2:0-Führung wurde für Littler plötzlich ein 2:3. Springer war vor allem eiskalt auf der Doppel 8 unterwegs, während Littler „seine“ Doppel 20 noch suchte. Nach der Pause ließ Littler mal richtig die Muskeln spielen und ließ einem 10-Darter ein 11-Dart-Break folgen. Auch 70 Punkte wurden zum 5:3 geräumt, doch Springer checkte unbeeindruckt 114 und 100 zum 5:5-Ausgleich. Danach konnte der „Meenzer Bub“ das unglaubliche Scoring des Weltmeisters jedoch nicht mehr mitgehen. Zwei weitere 11-Darter bescherten Littler das 8:5 und auch wenn Springer selbst ein 12-Darter gelang, war er gegen zwei weitere 11-Darter absolut machtlos.
Bunting übersteht Matchdarts und Sudden Death
Dass es für Littler und Springer relativ spät auf die Bühne ging, lag vor allem an der zweiten Partie des Abends. In einem dramatischen Spiel über die maximale Distanz konnte sich Stephen Bunting mit 13:12 gegen Niels Zonneveld durchsetzen. Damit bleibt „The Bullet“ gegen Zonneveld ungeschlagen und hat in Blackpool auch noch nie eine Verlängerung verloren.
Die erste Hälfte des Spiels war vor allem dadurch gekennzeichnet, dass Zonneveld einem frühen Break hinterherlief. Bunting checkte 121 Punkte zum 2:0 und hatte fortan die Führung inne. Zonneveld machte verpasste Chancen zum 3:3 mit einem 124er-Checkout im nächsten Leg vergessen, bekam fortan jedoch keine weitere Gelegenheit zum Ausgleich. Nach weiteren Fehlern auf Doppel schlug stattdessen Bunting per 89er-Finish auf Bull zum 8:5 zu. Das Match schien entschieden, doch „The Bullet“ verpasste eine große Zahl sowie einen Dart auf Doppel zum 9:5. Vor allem aber spielte sein Gegner die Serie seines Lebens: Zonneveld gelangen zwei 10-Darter hintereinander (!) und dann auch noch ein 164er-Check zum 8:8. Alles war wieder offen und nachdem Bunting die eigene Chance zum 10-Darter vergab, war auf einmal die erste Führung für „Treple Z“ da. Ab dem 9:9 überschlugen sich die Ereignisse: Bunting überwarf eine Break-Chance, Zonneveld kam in 20 Darts davon. Dann vergab der Niederländer 3 Matchdarts und Bunting zog mit einem 118er-Checkout den Kopf aus der Schlinge. So schaukelte es sich bis zum 12:12 hoch, als sich Zonneveld in 18 Darts keinen weiteren Matchdart erspielen konnte. Drei Ausrutscher in die 1 und ein Bounce-Out waren zu viel und so ging der Sieg in 17 Pfeilen an Bunting.
Rock bestraft Fahrlässigkeiten von Woodhouse
Das Eröffnungsspiel des Turniers hatte Josh Rock gegen Luke Woodhouse klar mit 10:4 gewonnen. Die Partie entschied sich komplett auf den Doppelfeldern: Während „Rocky“ mehr als 50% seiner Versuche traf, konnte sein Gegner nur 4 von 24 Doppelwürfen nutzen. Beide hatten jeweils in 11 Legs mindestens einen Dart auf Doppel und trotzdem kam so ein klares Ergebnis heraus.
Nach den ersten Patzern in Leg 1 berappelte sich Woodhouse zunächst, auch wenn er zum 2:3-Anschluss 40 Punkte am Ende über die Doppel 7 lösen musste. Daraus wurde nach der Pause schnell ein 2:8-Rückstand. Zunächst leistete sich der Engländer bei eigenem Anwurf 9 Fahrkarten auf Doppel, in den nächsten drei Legs hintereinander wollte es auch das Bullseye nicht sein. Rock zeigte einen 11-Darter zum 7:2, womit die Messe praktisch gelesen war. Zwar schloss Woodhouse bei einem 84er-Finish noch seinen Frieden mit dem Bull, verpasste dann aber eine 140, um weiter zu verkürzen. Staubtrocken löschte Rock 97 Punkte in zwei Darts zur Vorentscheidung, bevor abschließend auch 80 Zähler geräumt wurden.
Auch Aspinall in Top-Form
In der letzten Partie des Abends setzte sich Nathan Aspinall dank eines 105er-Averages gegen Joe Cullen mit 10:5 durch und wäre in dieser Form zumindest eine Gefahr für Luke Littler im Achtelfinale. Der Auftakt versprach so einiges, denn nach fünf gespielten Legs war schon acht Mal die 180 gefallen. Aspinall hatte mit einem 11-Darter vorgelegt, Cullen checkte derweil 82 und 126 Punkte. Mit einem 167er-Finish schickte Aspinall das Spiel mit einer 3:2-Führung in die Pause. Danach nahm er auch noch 91 und 112 vom Board und schlug nach Fehlern Cullens mit einem 13-Darter zum 6:2 zu. „The Asp“ spielte zu diesem Zeitpunkt einen Average jenseits der 110, doch dann kam etwas der Schlendrian hinein und ein 22-Darter reichte Cullen zum 4:6. Der „Rockstar“ verkürzte nach der Pause auch dank 5 perfekter Darts weiter, da gelang Aspinall ein ganz wichtiges 71er-Finish zum 7:5. Nach einer verpassten 170 von Cullen wurde der Abstand wieder größer und Aspinall führte mit 7 perfekten Darts die Vorentscheidung herbei. Somit war es zum Abschluss nochmal eine Serie in 15, 14, 11 und 14 Darts.
Wie geht es beim World Matchplay weiter?
Am morgigen Sonntag geht es dann beim World Matchplay 2026 mit der ersten Runde verteilt auf zwei Sessions weiter. DAZN und Pluto TV übertragen beide Sessions ab 14:00 Uhr bzw. 20:00 Uhr MESZ live.
Ergebnisse Samstag:
Samstag,
18.07.2026:
Abend-Session:
1. Runde:
Josh Rock (8) 10-4 Luke Woodhouse
(90,42 – 88,83)
Stephen Bunting (9) 13-12 Niels Zonneveld (94,49 –
91,29)
Luke Littler (1) 10-6 Niko Springer
(109,53 – 97,65)
Nathan Aspinall (16) 10-5 Joe Cullen (105,32 –
95,79)
Vorschau Sonntag:
Sonntag,
19.07.2026:
Nachmittags-Session:
(14:00 Uhr MESZ)
1.
Runde:
Chris Dobey (13) – Dirk van
Duijvenbode
Gary Anderson (12) – Ryan Joyce
Michael van Gerwen (4) – Andrew Gilding
Jonny Clayton (5) – Damon Heta
Sonntag,
19.07.2026:
Abend-Session: (20:00 Uhr MESZ)
1.
Runde:
Ryan Searle (11) – William O’Connor
James Wade (6) – Jermaine Wattimena
Gian van Veen (3) – Krzysztof Ratajski
Wessel Nijman (14) – Dave Chisnall
Modus 2026:
Preisgeld 2026:
Sieger: £225.000
Runner-Up: £125.000
Halbfinale: £65.000
Viertelfinale: £35.000
Achtelfinale: £22.500
1. Runde: £12.500
Gesamt: £1.000.000
Das World Matchplay ist nach der PDC-WM das Ranglistenturnier mit dem
höchsten Preisgeld im Dartsport.
TV-Übertragung 2026:
Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle
Major-Turniere, alle European Tour Turniere und
alle World Series Events LIVE und
in HD. Man kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und
Tablet verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo
kostet monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo
jederzeit kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet
DAZN auch noch unzählige weitere Live-Events wie die
Fußball-Bundesliga oder die Champions League sowie weitere
Sportarten wie die NFL oder die NBA. Eine weitere Option ist das
günstigere Super Sports Abo, das für 19,99 € im
Monat (als Jahresabo) buchbar ist (kündbares Monatsabo: 24,99 €),
aber weniger Live-Rechte enthält. Ein Vorteil bei DAZN ist, dass
man sich verpasste Spiele im Re-Live jederzeit noch einmal
anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn
Zudem wird das World Matchplay auf dem Sender DAZN Darts X Pluto TV
auf [Pluto TV] kostenlos
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Foto-Credit: Taylor Lanning/PDC
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