Niko Springer steht im Viertelfinale der European Darts Trophy! Zum dritten Mal an diesem Wochenende ging sein Spiel über die maximale Distanz und so konnte auch Ross Smith mit 6:5 bezwungen werden. Damit geht zum ersten Mal in der Geschichte ein Viertelfinale der European Tour ohne englische Beteiligung über die Bühne. Wessel Nijman spielte mit einem 113er-Average die Sterne vom Himmel, auch Gerwyn Price und Josh Rock bleiben nach überstandenen Matchdarts Titel-Anwärter. Mensur Suljovic unterlag chancenlos.
Springer siegt schon wieder im Decider
Nach Kai Gotthardt und Stephen Bunting musste nun Ross Smith dran glauben und unterlag Niko Springer mit 5:6. Der Deutsche konnte dabei ein drittes Mal den Vorteil des Anwerfers im Entscheidungsleg nutzen und schwimmt sich mehr und mehr aus seiner „Formdelle“ heraus. Nach verhaltenem Start waren es wichtige 72 und 85 Punkte unter Druck, die der „Meenzer Bub“ zum 2:2-Ausgleich checken konnte. Smith war im Scoring überlegen, konnte aber seine Break-Chance nicht nutzen und so war es Springer, der per 11-Darter zum 5:3 davonzog. Der Engländer gab nicht auf und erzwang den Decider, den Springer in 13 Pfeilen von vorne weg ganz stark gestaltete.
Chancenlos war dagegen Mensur Suljovic, der zum Abschluss der Session mit 1:6 gegen Dirk van Duijvenbode unter die Räder kam. Beim „Gentle“ passte nichts zusammen, bei van Duijvenbode umso mehr. Mit zwei 12-Dartern spielte der „Titan“ eine 3:0-Führung heraus und vergab dann schon drei Gelegenheiten auf ein weiteres Leg. Suljovic nahm das Geschenk in 19 Darts an, sah in der Folge aber weiter nur die Rücklichter seines Gegners.
Nijman nicht zu bremsen
Wenn man sich Spiele wie das vom heutigen Nachmittag anschaut, muss man schlicht staunen, dass Wessel Nijman noch kein European-Tour-Finale erreicht hat. Der Niederländer fegte mit einem Average von knapp 113 Punkten über seinen Landsmann Gian van Veen 6:1 hinweg. Die Nummer 3 der Welt kam beim 1:2 zu seinem einzigen Leg-Gewinn, weil Nijman mal zwei Darts auf Doppel ausgelassen hatte. Danach kehrte er in seinen Rausch-Zustand zurück und spielte in 12, 11, 15 und 12 Darts einen famosen Sieg heraus.
Auf dem Weg in sein drittes Halbfinale müsste Nijman an Josh Rock vorbei, der beim 6:5 gegen Chris Dobey Matchdarts gegen sich hatte. Beide strauchelten mit einer Doppelquote von mal gerade 20%. Ein 11-Darter von Dobey zum 3:2 war das frühe Highlight, dann konnte sich Rock zum 5:3 absetzen. Beide lagen im Scoring gleichauf und so war klar, dass sich das Spiel auf dem äußeren Ring entscheiden würde. Rock ließ dann 8 Matchdarts zum möglichen 6:4 liegen und so musste er doch als Nachwerfer ins Entscheidungsleg. Auch Dobey konnte seine beiden Chancen nicht nutzen und so erlöste sich der Nordire mit dem 11. Matchdart.
Price übersteht Matchdart
Wie Josh Rock hatte auch Gerwyn Price zumindest einen Matchdart zu überstehen und besiegte Danny Noppert in einer hochklassigen Begegnung mit 6:5. Price hatte in der ersten Hälfte der Partie immer wieder einen abschließenden Dart auf Doppel, wodurch er sich hätte absetzen können. Stattdessen musste er beim Stand von 3:3 selbst Break-Chancen überstehen, verpasste es dann aber erneut, auf 5:3 davonzuziehen. So blieb Noppert wie eine Klette dran und setzte dann im Decider beinahe den finalen Schlag: Der Niederländer verpasste ein 102er-Checkout auf der Doppel 11 und Price rettete in 14 Darts den Anwurf ins Ziel.
Mit Kevin Doets hatte sich ein weiterer Niederländer zuvor mit 3:6 gegen Damon Heta geschlagen geben müssen. Doets hatte nach Doppel-Problemen zum Start in 13 und 12 Darts die Führung erobert (3:2). Dann aber gehörten Heta eine Reihe starker Checkout-Momente. 108 und 80 Punkte wurden zur Wende gelöscht und der Auftritt dann mit einem 85er-Finish auf dem Bullseye gekrönt. Doets muss damit weiter auf sein erstes Viertelfinale warten.
Veenstra fordert Zonneveld
Zum Auftakt in den Nachmittag hatte dafür Schindler-Bezwinger Richard Veenstra sein erstes Viertelfinale auf der European Tour klargemacht. In einer schwachen Partie setzte er sich mit 6:3 gegen Ryan Searle durch, der sich 16 Fahrkarten auf Doppel erlaubte. Veenstra reichte beim 2:1 ein 16-Darter zum ersten Break, schnell führte er sogar mit 5:1. Dann kamen von Searle nochmal zwei gute Legs, bevor im letzten Durchgang zwischen Weltklasse und Kreisklasse wieder alles dabei war.
Eine solche Leistung dürfte Veenstra gegen Niels Zonneveld nicht reichen, der nach einem 6:4 gegen Jermaine Wattimena dicht vor seinem zweiten Halbfinaleinzug steht. Wieder war es eine makellose Leistung von „Triple Z“ mit einer Doppelquote von 75%. Ein 14-Dart-Break war der Türöffner, doch auch Wattimena präsentierte sich stark und brachte das Spiel per 11-Darter zum 3:3 wieder in die Reihe. Zonneveld gelang sofort das Re-Break und diesen Vorteil gab er nicht mehr aus der Hand. Zum Abschluss knallte er seinem Landsmann mit einem 100er-Finish die Tür vor der Nase zu.
Wie geht es bei der European Darts Trophy weiter?
Die finale Session der European Darts Trophy 2026 startet um 18:00 Uhr MEZ. DAZN und Sport1 übertragen sowohl Viertelfinale, als auch Halbfinale und das Endspiel in voller Länge live.
Ergebnisse Achtelfinale:
Sonntag,
15.03.2026:
Nachmittags-Session:
Achtelfinale:
Ryan Searle 3-6 Richard Veenstra (85,74 – 83,03)
Niels Zonneveld 6-4 Jermaine Wattimena (98,19 – 98,64)
Josh Rock 6-5 Chris Dobey (92,33 – 90,60)
Gian van Veen 1-6 Wessel Nijman (90,60 –
112,87)
Niko Springer 6-5 Ross Smith (95,03 –
97,42)
Kevin Doets 3-6 Damon Heta (95,24 – 93,46)
Danny Noppert 5-6 Gerwyn Price (98,14 – 99,13)
Mensur Suljovic 1-6 Dirk van Duijvenbode
(84,19 – 99,69)
Vorschau Final-Session:
Sonntag,
15.03.2026:
Abend-Session: (ab
18:00 Uhr MEZ)
Viertelfinale:
Richard Veenstra – Niels
Zonneveld
Josh Rock – Wessel Nijman
Niko Springer – Damon Heta
Gerwyn Price – Dirk van Duijvenbode
Halbfinale:
Veenstra/Zonneveld – Rock/Nijman
Springer/Heta – Price/van Duijvenbode
Finale:
Sieger Halbfinale 1 – Sieger Halbfinale 2
Preisgeld 2026:
Ausgespielt werden insgesamt £230.000 pro Turnier, der Sieger
geht mit £35.000 nach Hause. Alle 32 vorqualifizierten Spieler über
die PDC Order of Merit und Pro Tour Order of Merit müssen ihr
Auftaktspiel gewinnen, damit ihr Preisgeld in die Ranglisten
einfließt. Sollten sie ihr erstes Spiel verlieren, bekommen sie das
Preisgeld zwar ausgezahlt, es geht aber nicht in die große PDC Order of Merit
sowie die European Tour Order of Merit und
Pro Tour Order of Merit
ein.
Sieger: £35.000
Runner-Up: £15.000
Halbfinale: £10.000
Viertelfinale: £8.000
Achtelfinale: £5.000
2. Runde: £3.500
1. Runde: £2.000
Gesamt: £230.000
TV-Übertragung 2026:
Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle
World Series Events LIVE und in HD. Man
kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet
verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet
monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit
kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch
noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder
die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die
NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports
Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist
(kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält.
Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live
jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn
Sport1 überträgt die European Darts Trophy 2026
ebenfalls zu den folgenden Zeiten live:
Sport1-Übertragungszeiten:
Sonntag, 15.03.2026: Viertelfinale, Halbfinale &
Finale – Abend-Session: 19:00 – 22:00 Uhr live (inkl.
Countdown)
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Foto-Credit: Paul Targyik/PDC Europe
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