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Luke Humphries gewinnt die Belgian Darts Open 2026

Der diesjährige Champion der Belgian Darts Open ist gefunden: Mit einem verdienten 8:6-Erfolg im Finale über Jonny Clayton erspielte sich Luke Humphries einen weiteren Titel. „Cool Hand Luke“ mühte sich zuvor im Viertelfinale trotz schwacher Doppelquote gegen Chris Dobey weiter, ehe er Michael van Gerwen überrollte. Clayton hingegen stoppte auf dem Weg ins Endspiel die Runs von Andy Baetens und Niels Zonneveld.

Der diesjährige Champion der Belgian Darts Open ist gefunden: Mit einem verdienten 8:6-Erfolg im Finale über Jonny Clayton erspielte sich Luke Humphries einen weiteren Titel. „Cool Hand Luke“ mühte sich zuvor im Viertelfinale trotz schwacher Doppelquote gegen Chris Dobey weiter, ehe er Michael van Gerwen überrollte. Clayton hingegen stoppte auf dem Weg ins Endspiel die Runs von Andy Baetens und Niels Zonneveld.

Viertelfinale:

Zonneveld nimmt Schwung mit

Nach seinem Coup am Nachmittag gegen Luke Littler legte Niels Zonneveld zu Beginn der Finalsession mit einem 6:3 gegen Danny Noppert nach. Während Noppert große Probleme auf dem äußeren Ring hatte, nutzte sein Landsmann seine Möglichkeiten und steht damit bereits zum zweiten Mal unter den Letzten 4 auf der European Tour. Noppert lag schnell mit 0:3 zurück, obwohl er bereits in allen drei Legs zahlreiche Checkmöglichkeiten hatte. Erst im vierten Durchgang kam „The Freeze“ mit einem 15-Darter auf die Anzeigetafel, doch Zonneveld stellte mit einem 13-Darter zum 4:1 den alten Abstand wieder her. Ein solcher 13-Darter folgte ebenfalls zum 5:1. Noppert konnte noch auf 3:5 verkürzen, doch mit einem 11-Darter tütete „Triple Z“ das Halbfinalticket ein.

Clayton schickt letzten Belgier nach Hause

Im Viertelfinale endete schlussendlich auch das belgische Märchen von Andy Baetens. Der Belgier fand vor heimischem Publikum in Jonny Clayton seinen Meister und blieb beim 1:6 so gut wie chancenlos. Clayton gab von Beginn an mit seiner Scoring-Power den Ton an und konnte sich anfangs sogar einige Fehlwürfe auf den Doppeln erlauben. Mit einem 13-Darter zum 3:0 lag Clayton bereits mit zwei Breaks vorne, 18 Darts reichten „The Ferret“ zum 4:0. In nur 12 Darts legte Clayton nach, einen Matchdart zum Whitewash verpasste er kurz darauf aber. So blieb Baetens zumindest noch ein Legerfolg, ehe Clayton mit einem 11-Darter den Sack zumachte.

Aus der Traum: Im Viertelfinale musste auch der letzte Belgier im Turnier die Koffer packen
Aus der Traum: Im Viertelfinale musste auch der letzte Belgier im Turnier die Koffer packen

Doppel bringen Humphries fast zum Verzweifeln

Mit einer Doppelquote von nur knapp über 18% schaffte Luke Humphries gegen Chris Dobey am Ende doch noch den Sprung ins Halbfinale. Die ehemalige Nummer 1 der Welt machte es dabei deutlich spannender als nötig und musste durch den Decider. Beide brachten zunächst ihren ersten Vorteil in 14 Darts nach Hause, auch die beiden darauffolgenden Legs gingen an den Anwerfenden, wobei Humphries im vierten Leg erste Probleme auf den Doppeln offenbarte. So verpasste er im nächsten Durchgang gleich fünf Breakdarts, konnte aber dank seines Scorings wenig später zum 3:3 ausgleichen. In 13 Darts schlug „Cool Hand Luke“ daraufhin doch gegen die Darts zu und verteidigte dieses Break mit Müh und Not zum 5:3. Im Anschluss vergab Humphries Matchdart um Matchdart, sodass Dobey doch noch den Decider erzwingen konnte. Dort benötigte Humphries jedoch fünf weitere Matchdarts, um den Erfolg doch noch ins Ziel zu bringen.

Trotz massiver Doppelprobleme reichte es für Luke Humphries doch noch für den Sieg
Trotz massiver Doppelprobleme reichte es für Luke Humphries doch noch für den Sieg

Van Gerwen wird Favoritenrolle gerecht

Der letzte Platz im Semifinale ging an Michael van Gerwen, der bei seinem 6:4-Erfolg gegen Ryan Joyce glänzen konnte. Der Niederländer legte zwar in 13 Darts vor, doch Joyce bestrafte van Gerwens Fehlwürfe in den Folgelegs und erarbeitete sich eine 2:1-Führung. Van Gerwen startete mit sechs perfekten Darts ins vierte Leg und brachte mit einem 11-Darter wieder alles in Reihe. Ein weiterer 11-Darter bedeutete abermals die Führung für „MvG„. Dennoch konnte er weitere Checkdarts nicht zu einer klareren Führung ummünzen, Joyce hingegen nutzte weiter seine Möglichkeiten und glich zum 3:3 erneut aus. Ein 13-Darter brachte wiederum van Gerwen ein wichtiges Break zum 5:3 ein. Bei eigenem Anwurf schwächelte er zwar noch, ein 18-Darter wenig später reichte aber für den Sieg.

Halbfinale:

Clayton wird zum Spielverderber

In einem hochdramatischen Decider wurde der erste Finalplatz zwischen Niels Zonneveld und Jonny Clayton entschieden. Beide vergaben dabei zahlreiche Matchdarts, ehe Clayton doch das ruhigere Händchen gegen einen seiner Angstgegner hatte. Das Duell lebte über weite Strecken eher von der Spannung, so gab es in der Anfangsphase keine nennenswerte Breakchance. Ein 13-Darter zum 3:2 brachte Clayton beispielsweise einen weiteren Vorteil ein, in 14 Darts wusste Zonneveld aber auch hier zu kontern. Erst im achten Durchgang fiel das erste Break zugunsten von Clayton, der aber drei Chancen zum 6:3 ausließ. So schlug Zonneveld auf der D7 zu und kam zum 4:5. Mit einem 100er Checkout egalisierte der Niederländer die Partie erneut. Erste Matchdarts von Clayton im zwölften Leg verfehlten noch ihr Ziel und so konnte sich Zonneveld ins Entscheidungsleg retten. In diesem legte Clayton zwar vor, doch auch für Zonneveld sprangen Matchchancen heraus. Doch auch der Niederländer zeigte Nerven und ließ vier Gelegenheiten für sein erstes Finale auf der European Tour aus. Mit der nächsten Aufnahme versenkte Clayton schlussendlich doch einen Matchdart.

Bitter: Niels Zonneveld ließ eine große Chance auf sein erstes European Tour Finale aus
Bitter: Niels Zonneveld ließ eine große Chance auf sein erstes European Tour Finale aus

Humphries macht kurzen Prozess

Mit einer deutlich verbesserten Doppelquote ließ Luke Humphries im Halbfinale gegen Michael van Gerwen dieses Mal keine Zweifel aufkommen. „Cool Hand Luke“ produzierte beim klaren 7:2 mit einem 105er Average auch den ersten dreistelligen Punkteschnitt des Abends. Mit einem 12-Darter schlug der Engländer gleich zum Beginn gegen die Darts zu und erhöhte in ebenso vielen Darts auf 2:0. Van Gerwen nullte hierauf 68 Rest und kam wenig später sogar zum 2:2-Ausgleich. Nach einem verpassten Doppel bei 62 Rest von van Gerwen kippte die Partie aber zu diesem Zeitpunkt wieder schnell in Richtung Humphries: Die Nummer 2 der Welt schnappte sich das Break im fünften Durchgang und zog in 16 und 14 Darts auf 5:2 davon. Mit einem 13-Darter bog Humphries auf die Zielgerade ein und rundete mit einem 129er Finish via T19-D18-D18 den deutlichen Sieg sehenswert ab.

Klare Sache: Dank verbesserter Doppelquote macht es Humphries deutlich
Klare Sache: Dank verbesserter Doppelquote macht es Humphries im Halbfinale deutlich

Finale:

Humphries lässt Clayton hinter sich

Auch im großen Finale gab Luke Humphries früh den Ton an – doch trotz einer 6:1-Führung fiel dieser in eine kurze Schwächephase, wodurch Jonny Clayton sich nochmal zurückkämpfen konnte. Am Ende erspielte sich Humphries aber mit einem verdienten 8:6 seinen neunten Titel auf der European Tour. Von zwei verfehlten Breakmöglichkeiten im ersten Durchgang ließ sich Humphries dabei erstmal nicht aus der Ruhe bringen und startete eine Serie von sechs gewonnenen Legs am Stück: Los ging die Sequenz mit einem 142er Finish zum 1:1, ein 13-Darter brachte ihm kurz darauf das 3:1 ein. Nur 11 Pfeile später stand es bereits 4:1, ehe 16 Darts zum 5:1 ausreichten. Mit einem 130er Checkout vollendete Humphries einen 12-Darter zum 6:1, verfehlte daraufhin jedoch das Bull für ein 132er Finish. Im Gegenzug löschte Clayton 126 Rest und sorgte seinerseits mal wieder für ein Ausrufezeichen. Der Waliser konnte daraufhin auf 3:6 verkürzen, schlug aber keinen weiteren Profit von Humphries‘ verfehlten Doppeln im zehnten Leg. Stattdessen stellte dieser mit der D4 doch noch auf 7:3. Clayton gab sich noch nicht geschlagen und verlängerte die Partie in 14 Darts. Bei eigenem Anwurf verpasste Humphries wieder einmal Matchdarts, wodurch Clayton sogar bis auf 5:7 herankam. Bei seinem nächsten Anwurf ließ Humphries aber keine Gelegenheiten mehr aus und krönte sich mit einem 13-Darter zum neuen Champion.

Wie geht es bei der PDC weiter?

Am Donnerstag geht es mit der Premier League Darts mit dem 8. Spieltag in der Uber Arena in Berlin weiter. DAZN und Sport1 übertragen ab 19:00 Uhr MEZ jeweils live.

Ergebnisse Final-Session:

Sonntag, 22.03.2026:
Abend-Session:
Viertelfinale:
Niels Zonneveld 6-3 Danny Noppert (95,64 – 84,72)
Jonny Clayton 6-1 Andy Baetens (99,29 – 87,60)
Luke Humphries 6-5 Chris Dobey (95,56 – 90,72)
Michael van Gerwen 6-4 Ryan Joyce (99,57 – 90,93)

Halbfinale:
Niels Zonneveld 6-7 Jonny Clayton (88,02 – 89,06)
Luke Humphries 7-2 Michael van Gerwen (105,96 – 93,38)

Finale:
Jonny Clayton 6-8 Luke Humphries (94,16 – 97,37)

Preisgeld 2026:

Ausgespielt werden insgesamt £230.000 pro Turnier, der Sieger geht mit £35.000 nach Hause. Alle 32 vorqualifizierten Spieler über die PDC Order of Merit und Pro Tour Order of Merit müssen ihr Auftaktspiel gewinnen, damit ihr Preisgeld in die Ranglisten einfließt. Sollten sie ihr erstes Spiel verlieren, bekommen sie das Preisgeld zwar ausgezahlt, es geht aber nicht in die große PDC Order of Merit sowie die European Tour Order of Merit und Pro Tour Order of Merit ein.

Sieger: £35.000
Runner-Up: £15.000
Halbfinale: £10.000
Viertelfinale: £8.000
Achtelfinale: £5.000
2. Runde: £3.500
1. Runde: £2.000

Gesamt: £230.000

TV-Übertragung 2026:

Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle World Series Events LIVE und in HD. Man kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist (kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält. Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn

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Foto-Credit: Jenny Segers/PDC Europe

[tk]