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European Championship: Van Veen mit Mühe, Woodhouse wirft 9-Darter

Schon im allerersten Spiel der diesjährigen European Championship gerieten die Fans in der Dortmunder Westfalenhalle in Ekstase, denn Luke Woodhouse gelang ein 9-Darter. Titelverteidiger Gian van Veen hatte bei seinem Auftaktsieg einige wackelige Momente. Kim Huybrechts, der erst am Mittag für Luke Humphries nachgerückt war, spielte groß auf.

Schon im allerersten Spiel der diesjährigen European Championship gerieten die Fans in der Dortmunder Westfalenhalle in Ekstase, denn Luke Woodhouse gelang ein 9-Darter. Titelverteidiger Gian van Veen hatte bei seinem Auftaktsieg einige wackelige Momente. Kim Huybrechts, der erst am Mittag für Luke Humphries nachgerückt war, spielte groß auf.

Price nimmt knifflige Auftakthürde souverän

Ein fast dreistelliger Average und das Gefühl, dass da auch noch mehr gegangen wäre: Gerwyn Price ist sehr ansprechend gestartet und hat Rob Cross klar mit 6:2 in die Schranken gewiesen. Beide waren gleich voll da: Price löschte 127 für einen 12-Darter, Cross schlug mit einem 80er-Finish zurück. Anschließend zog der „Iceman“ in 12 und 14 Darts weg und nachdem beide auf den äußeren Ring patzten, stellte er auf 4:1. Es folgte noch ein 80er Finish und auch Cross durfte noch 118 zumachen, aber das große Finale blieb Price mit einer 135er-Kombination vorbehalten.

Van Veen läst noch Luft nach oben

Es war wahrlich nicht nur Feinkost von Gian van Veen, aber mit einer guten Schlussphase verdiente sich der Titelverteidiger einen 6:4-Erfolg über Andrew Gilding. Ein 70er-Finish bescherte van Veen ein frühes Break, Gilding brachte jedoch alles mit zwei 14-Dartern wieder in die Reihe. Anschließend waren beide jeweils in der fünften Aufnahme gegen den Wurf erfolgreich, ein 70er-Checkout von Gilding bedeutete das 4:4. Die Partie stand also auf Messers Schneide, doch genau in diesem Moment zeigte van Veen mit einem 13-Darter und seinem zweiten 70er-Finish seine ganze Klasse. Gilding hatte eine Gelegenheit zum 5:5 verstreichen lassen und wurde unmittelbar bestraft.

Bunting müht sich ins Achtelfinale

In einer Partie, die eher kein Leckerbissen war, setzte sich Stephen Bunting durch ein Monster-Finish mit 6:5 gegen Danny Noppert durch und überlebte dabei einen Matchdart. Nach vier Legs war alles offen, wobei Bunting zunächst verpasste Doppel des Kontrahenten bestrafte, dann aber selbst Checkchancen vergab und unter anderem einen 12-Darter kassierte. In der Folge gelang Noppert ein 94er-Finish, Bunting brachte seinerseits 76 zum 4:4 auf null. Nun gab es ein Break auf beiden Seiten, „The Bullet“ verfehlte hier bereits das Bullseye zum Match. Im Entscheidungsleg verfehlte Noppert Tops bei 100 Rest, worauf Bunting quasi aus dem Nichts 160 ausknipste.

Darts - Die größten Legenden

Wade bricht kurz vor Ziellinie ein

Diese Art von Niederlage ist sehr selten für James Wade: er hatte beim Stand von 5:3 alles im Griff, vergab dann aber insgesamt vier Matchdarts und Damon Heta bedankte sich. Wade kam zunächst schleppend in die Partie, Heta profitierte in 19 und 13 Darts. „The Machine“ antwortete in 13 Darts, checkte 71 und 121 für den Führungswechsel. Sein australischer Kontrahent warf im Gegenzug 79 aus, doch der Sieger von 2018 kam mit einem 11-Darter und einem 103er-Checkout ganz nah ans Achtelfinalticket heran. Zwei Matchdarts gingen allerdings daneben, so dass „The Heat“ in 16 und 13 Darts noch einmal ausgleichen konnte. Im finalen Leg ließ er dann zunächst zwei Siegchancen liegen, doch auch Wade konnte zwei weitere Versuche nicht verwandeln. So reichte Heta ein 20-Darter für den Sprung in den Samstag.

Huybrechts nutzt Chance optimal

Was für eine Wendung für Kim Huybrechts: Am vergangenen Wochenende hatte er die Teilnahme an diesem Turnier eigentlich dramatisch verpasst, aber durch die kurzfristige Absage von Luke Humphries durfte er nachrücken und überzeugte auf ganzer Linie. Mit einem Schnitt von fast 104 und brutalem Timing zerlegte er Ryan Searle mit 6:1. Beide Spieler landeten zunächst ein Break in der fünften Aufnahme, dann finishte Huybrechts 64 und 66. In 15 und 11 Darts stürmte der Belgier auf 5:1 davon, da war es fast schon erwartbar, dass dann auch noch die 89 zum Matchgewinn klappte.

Fünf Jahre nach seiner letzten EM-Teilnahme war Kim Huybrechts überglücklich.
Fünf Jahre nach seiner letzten EM-Teilnahme war Kim Huybrechts überglücklich.

Woodhouse dominiert nicht nur mit 9-Darter

Luke Woodhouse war im ersten Match des Abends Dirk van Duijvenbode in allen Bereichen überlegen, siegte verdient mit 6:3 und legte als Kirsche noch einen 9-Darter oben drauf. In der Anfangsphase hatten beide Akteure Schwierigkeiten auf die Doppel, bevor Woodhouse in 13 Darts deutlich anzog und anschließend nach zwei maximalen Aufnahmen die 141 auf der D12 zum 9-Darter auswarf. Dieses Break bestätigte er in 14 Darts, bevor auch van Duijvenbode mal wieder anschreiben durfte. Dem Niederländer gelang noch ein 79er-Finish, bevor „Woody“ 89 zum Weiterkommen abräumte.

Arbeitssieg für Smith

Die Nummer Eins der Setzliste hat sowohl Licht als auch Schatten nach Dortmund mitgebracht, trotz 19 verpasster Doppel schlug Ross Smith einen unglücklich agierenden Karel Sedlacek mit 6:4. Nach einem holprigen Beginn inklusive diverser verpasster Doppel breakte Smith in 12 Darts, doch Sedlacek hielt in 11 brillant dagegen. Es folgten insgesamt fünf Breaks, wobei auch immer wieder die Chance zum Hold bestand. Smith lag 5:4 vorne, verwarf zunächst vier Siegchancen, aber auch der tschechische Herausforderer brachte fünf Versuche nicht im gewünschten Ziel unter. So reichte dem „Smudger“ schlussendlich ein 23-Darter.

Menzies erstickt Zonneveld-Euphorie

Nils Zonneveld konnte den Schwung von seinem Titel vor wenigen Tagen nicht mitnehmen, ein bestenfalls durchschnittlicher Auftritt und Cameron Menzies profitierte mit 6:3. Zonneveld breakte direkt mit einem 109er-Finish, ließ dann aber zunächst das Scoring und dann die Genauigkeit auf die Doppel vermissen. Menzies holte drei Legs nacheinander und spielte dabei einen 13-Darter und checkte wenig später auch 101 zum 4:2. Das nächste Leg durfte er in 20 Darts beenden, ein 11-Darter von Zonneveld kam zu spät. Zum Schluss löschte „Cammy“ noch 87.

Wie geht es bei der European Championship weiter?

Am Freitag wird bei der European Championship 2026 ab 19:00 Uhr MESZ die erste Runde komplettiert. DAZN und Sport1 übertragen live.

Ergebnisse Donnerstag:

Donnerstag, 22.10.2026:
Abend-Session:
1. Runde:
Luke Woodhouse 6-3 Dirk van Duijvenbode (99,11 – 84,82) – Woodhouse mit 9-Darter
Danny Noppert 5-6 Stephen Bunting (90,92 – 89,81)
Niels Zonneveld 3-6 Cameron Menzies (90,00 – 93,75)
Gerwyn Price 6-2 Rob Cross (99,26 – 90,90)
James Wade 5-6 Damon Heta (96,48 – 91,48)
Kim Huybrechts 6-1 Ryan Searle (103,81 – 98,59)
Gian van Veen 6-4 Andrew Gilding (95,21 – 93,62)
Ross Smith 6-4 Karel Sedlacek (91,83 – 89,81)

Vorschau Freitag:

Freitag, 23.10.2026:
Abend-Session:
(ab 19:00 Uhr MESZ)
1. Runde:
Ryan Joyce – Jermaine Wattimena
Krzysztof Ratajski – Dave Chisnall
Nathan Aspinall – Cristo Reyes
Jonny Clayton – Niko Springer
Luke Littler – William O’Connor
Wessel Nijman – Martin Schindler
Kevin Doets – Michael van Gerwen
Josh Rock – Chris Dobey

Modus 2026:

1. Runde: Best of 11 Legs
Achtelfinale: Best of 19 Legs
Viertelfinale: Best of 19 Legs
Halbfinale: Best of 21 Legs
Finale: Best of 21 Legs

Preisgeld 2026:

Sieger: £150.000
Runner-Up: £80.000
Halbfinale: £50.000
Viertelfinale: £35.000
Achtelfinale: £20.000
1. Runde: £7.500

Gesamt: £750.000

TV-Übertragung 2026:

Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle World Series Events LIVE und in HD. Man kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist (kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält. Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn

In 2026 wird auch Sport1 wieder die European Championship übertragen.

Sport1-Übertragungszeiten:
Freitag, 23.10.2026: 1. Runde – Abend-Session: 18:30 – 23:00 Uhr live inkl. Countdown
Samstag, 24.10.2026: 2. Runde – Nachmittags-Session: 12:30 – 17:00 Uhr live
Samstag, 24.10.2026: 2. Runde – Abend-Session: 19:00 – 23:00 Uhr live
Sonntag, 25.10.2026: Viertelfinale – Nachmittags-Session: 14:00 – 16:55 Uhr live
Sonntag, 25.10.2026: Halbfinale & Finale – Abend-Session: 19:00 – 23:00 Uhr live

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Foto-Credit: Michael Cooper/PDC

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