Zweiter Tag bei der European Championship und damit stehen die Achtelfinalisten fest. Martin Schindler hat sich in einer äußerst spannenden Partie mit 6:5 gegen Wessel Nijman durchgesetzt. Für Niko Springer gab es hingegen eine Auftaktniederlage gegen Jonny Clayton. Erfolgreich ist der Topfavorit Luke Littler in das Turnier gestartet, während Michael van Gerwen mal wieder in Runde 1 ausgeschieden ist. Damit steht der Niederländer nicht mehr in den Top 10 der Welt.
Nervenstarker Schindler siegt im Decider
Am meisten Spannung bekamen die Fans in der Dortmunder Westfalenhalle im Spiel von Martin Schindler zu spüren. Es war das einzige Match des Abends, das in den Decider ging und „The Wall“ behielt gegen Wessel Nijman die Nerven. Der Niederländer kam gar nicht in die Partie und das bestrafte Schindler optimal mit der schnellen 3:0-Führung. Nijman checkte in 18 Darts und kam langsam besser rein, außerdem profitierte er von einigen Fehldarts des Deutschen bei 12 Rest und so stand es plötzlich ausgeglichen. Schindler antwortete mal eben mit einem 10-Darter, Nijman hielt mit einem 127er-Checkout dagegen. Das Spiel schaukelte sich richtig hoch und die deutsche Nr. 1 nahm auch ein 121er-Finish raus. Nijman traf seinerseits die Doppel 14 und so ging es in den Decider. Bei eigenem Anwurf nutzte Schindler seinen ersten Matchdart auf 80 Rest zum Sieg, Nijman stand auf 72 Rest. Am Samstag geht es gegen Jermaine Wattimena.
Nach dem Spiel haben wir mit Martin Schindler über das Match und seine aktuelle Form gesprochen:
Springer unterliegt Clayton
Auch nach seiner zweiten Teilnahme wartet Niko Springer auf seinen ersten Sieg bei der European Championship. Die neue deutsche Nr. 2 musste sich gegen Jonny Clayton mit 3:6 geschlagen geben, vor allem das Timing hat am Ende trotz ähnlicher Statistiken gefehlt. Im ersten Leg ließ Springer zwei Checkdarts aus und sofort war Clayton zur Stelle. In 12 und 21 Darts legte der Waliser zum 3:0 nach und das ließ er sich dann auch nicht mehr nehmen. Springer checkte 74 Punkte und spielte auch einen 12-Darter zum 2:4. Nach einem weiteren Hold auf jeder Seite versenkte „The Ferret“ die D8 zum Sieg, Springer bekam nach Leg 1 keine Breakchance mehr.
Nach dem Spiel konnten wir mit Jonny Clayton ein Interview führen:
Littler startet geschmeidig
Mit einem 105er-Average ist Luke Littler in das Turnier von Dortmund gestartet und das reichte für einen 6:3-Sieg über William O’Connor. „The Nuke“ legte in 11 und 14 Darts los, anschließend traf er die Doppel 5 zum 3:0. O’Connor antwortete mit einem 107er-Finish, die nächsten zwei Legs gingen dann aber wieder an den Topfavoriten. „The Magpie“ machte seine Sache nicht schlecht, zwei Legs holte er sich noch, ehe Littler in 15 Darts zum Sieg finishte.
Van Gerwen fällt aus den Top 10
Vor dem Turnier hat Michael van Gerwen gegen Kevin Doets noch etwas ausgeteilt, nun hat er selbst das Knockout kassiert. Mit 3:6 ist „Mighty Mike“ augeschieden und wieder einmal fehlte ihm komplett die Kaltschnäuzigkeit aus seiner Prime. Doets zeigte von Beginn an auf, nahm ein 132er-Checkout raus und brauchte für seine Legs nie mehr als 15 Darts. So ging er auch mit 4:1 in Front, ehe MvG drei Checkdarts ausließ. Zwei 15-Darter verhalfen van Gerwen zwar noch zum 3:5, doch dann war „Hawk Eye“ in 12 Darts fertig. Damit wird MvG nach dem Turnier erstmals seit 14 Jahren nicht mehr in den Top 10 der Weltrangliste stehen.

Reyes lässt zu viele Doppel aus
Die Chancen waren für Cristo Reyes gegen Nathan Aspinall durchaus da, aber nur 25% auf die Doppel waren vom Spanier dann doch zu wenig. Das Spiel blieb bis zum 2:2 ausgeglichen und danach legte „The Spartan“ auch mit einem Break vor. Dieses egalisierte Aspinall mit einem 134er-Checkout, auch die 112 nahm er raus. Danach strandete Reyes auf Madhouse, ehe Aspinall die D16 zum Sieg traf.
Rock überzeugt gegen Dobey
Einen klaren 6:1-Sieg hat Josh Rock gegen Chris Dobey eingefahren. „Rocky“ ließ mit einem 100er-Average gar nichts anbrennen und machte dieses Spiel zur eindeutigsten Partie des ganzen Abends. Dobey holte sich das erste Leg, kassierte dann aber zwei 11-Darter und ein 154er-Finish. Mit einer ganz schwachen Doppelquote von 8% hatte „Hollywood“ keine Chance.
Chisnall fehlt es an allem
Dave Chisnall bot gegen Krzysztof Ratajski viel zu wenig an, ein 88er-Average und 14% auf die Doppel reichten nur für zwei Legs. „The Polish Eagle“ legte mit Finishes von 72 und 104 Punkten vor, auch das dritte Leg schrieb er auf seinen Namen. Chisnall holte sich dann zwar einen Durchgang, ließ dann aber eine desaströse Anzahl von Doppeln weg. Es folgten aus dem Nichts sieben perfekte Darts zum 2:5, ehe Ratajski auf der D8 sein Aus besiegelte.
Joyce verhindert den Whitewash
Es war ein äußerst gebrauchter Tag für Ryan Joyce, der schon damit anfing, dass das Gepäck von „Relentless“ nicht ankam. Schon im ersten Leg landete Joyce auf 3 Rest und Jermaine Wattimena staubte das Leg ab. Er finishte 106 und 120 Punkte zum 4:0, sonst hatte er spielerisch aber auch nicht so viel zu bieten. Die Matchdarts klemmten beim Niederländer, zwei Chancen ließ er aus und das brachte Joyce halbwegs ins Spiel. In Leg 8 standen gleich beide auf 3 Rest und der Engländer checkte zum 3:5. Die D18 ließ Joyce liegen, ehe Wattimena in 20 Darts checkte.
Nach dem Spiel konnten wir mit Jermaine Wattimena ein Interview führen:
Wie geht es bei der European Championship weiter?
Am Samstag wird bei der European Championship 2026 verteilt auf zwei Sessions die zweite Runde ausgetragen. Jeweils vier Partien stehen am Nachmittag ab 13:00 Uhr MESZ sowie am Abend ab 19:00 Uhr MESZ an. DAZN und Sport1 übertragen jeweils live.
Ergebnisse Freitag:
Freitag,
23.10.2026:
Abend-Session:
1.
Runde:
Ryan Joyce 3-6 Jermaine Wattimena
(88,65 – 87,00)
Krzysztof Ratajski 6-2 Dave Chisnall (91,21 – 87,90)
Nathan Aspinall 6-3 Cristo Reyes (92,92 – 95,30)
Jonny Clayton 6-3 Niko Springer (96,81 –
95,76)
Luke Littler 6-3 William O’Connor (105,05 –
97,28)
Wessel Nijman 5-6 Martin Schindler (89,53 –
93,34)
Kevin Doets 6-3 Michael van Gerwen (97,14 – 95,70)
Josh Rock 6-1 Chris Dobey (100,74 –
87,12)
Vorschau Samstag:
Samstag, 24.10.2026:
Nachmittags-Session:
(ab 13:00 Uhr MESZ)
2.
Runde:
Cameron Menzies – Gerwyn Price
Stephen Bunting – Kim Huybrechts
Ross Smith – Damon Heta
Gian van Veen – Luke Woodhouse
Samstag,
24.10.2026:
Abend-Session: (ab
19:00 Uhr MESZ) (Reihenfolge TBC)
2.
Runde:
Martin Schindler – Jermaine
Wattimena
Jonny Clayton – Josh Rock
Krzysztof Ratajski – Kevin Doets
Nathan Aspinall – Luke Littler
Modus 2026:
1. Runde: Best of 11
Legs
Achtelfinale: Best of 19 Legs
Viertelfinale: Best of 19 Legs
Halbfinale: Best of 21 Legs
Finale: Best of 21 Legs
Preisgeld 2026:
Sieger: £150.000
Runner-Up: £80.000
Halbfinale: £50.000
Viertelfinale: £35.000
Achtelfinale: £20.000
1. Runde: £7.500
Gesamt: £750.000
TV-Übertragung 2026:
Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle
World Series Events LIVE und in HD. Man
kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet
verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet
monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit
kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch
noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder
die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die
NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports
Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist
(kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält.
Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live
jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn
In 2026 wird auch Sport1 wieder die European
Championship übertragen.
Sport1-Übertragungszeiten:
Samstag, 24.10.2026: 2. Runde –
Nachmittags-Session: 12:30 – 17:00 Uhr live
Samstag, 24.10.2026: 2. Runde – Abend-Session:
19:00 – 23:00 Uhr live
Sonntag, 25.10.2026: Viertelfinale –
Nachmittags-Session: 14:00 – 16:55 Uhr live
Sonntag, 25.10.2026: Halbfinale & Finale –
Abend-Session: 19:00 – 23:00 Uhr live
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Foto-Credit: Michael Cooper & Sebastian Doppstadt
(PDC)
[ks]
