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Masters 2021: Suljovic reicht mäßige Leistung, Smith scheitert an Lewis

Samstag, 30. Januar 2021 00:22 - Dart News von dartn.de

Mensur Suljovic bezwingt Ian White zum Auftakt ins Masters

Nach 25 Tagen Pause meldet sich die PDC mit dem nächsten TV-Turnier zurück. Am Freitagabend wurde die erste Runde beim Masters gespielt, mit dabei waren alle Spieler auf den Plätzen 9 bis 24 der WeltranglisteMensur Suljovic eröffnete die Session mit einem deutlichen Erfolg über Ian White an einem von Überraschungen geprägten Tag. Dimitri van den Bergh scheiterte beispielsweise an Chris Dobey, auch Glen Durrant musste sich früh verabschieden. Das spektakulärste Duell des Abends war aber eindeutig die Partie zwischen Michael Smith und Adrian Lewis, wo Smith zwei 170er-Checkouts abräumte, aber dennoch verlor.

Suljovic siegt glanzlos, aber souverän gegen White

Das Eröffnungsspiel des diesjährigen Masters bestritt mit Mensur Suljovic direkt der einzige deutschsprachige Teilnehmer. Er nahm es dabei mit Ian White auf, der sich nach der WM auf Platz 12 der Weltrangliste befindet. White gewann das Ausbullen hinter der Bühne und konnte sich dann auch seinen ersten Anwurf sichern. Mit einem 63er-Checkout konterte "The Gentle" zum Ausgleich, bevor dem Österreicher auch das erste Break der Partie gelang. Mit einem 100er-Finish stellte Suljovic auf 3:1, das letzte Leg vor der Pause ging dann aber wieder an White, das ganz hohe Niveau stellte sich bei den beiden aber noch nicht ein. Auf der Doppel 10 brachte Suljovic wieder seinen Aufschlag durch, bevor ihm ein weiteres Break zum schnellen 5:2 gelang. Ein Leg fehlte dem Wiener also noch zum Achtelfinaleinzug, doch White kämpfte sich mit einem Rebreak auf 3:5 heran. Acht Darts auf den äußeren Ring reichten dem "Diamond" dann aber nicht aus und Suljovic war dann irgendwann auf der Doppel 2 zur Stelle, um sein Achtelfinal-Ticket zu buchen. Damit scheiterte White zum siebenten Mal in Serie in Runde 1 dieses Turniers.

Nach dem Match stand uns Mensur Suljovic für ein Interview zur Verfügung, darin redet er auch über das viel diskutierte WM-Spiel gegen Gary Anderson.

King lässt Durrant keine Chance

Mit einem Leggewinn gegen den Anwurf eröffnete Glen Durrant die Partie, Mervyn King aber schaffte das Rebreak auf seiner 16er-Route zum 1:1 Ausgleich. Ungefährdet traf King die Doppel 18, Durrant hatte einen Rückstand von 200 Punkten und geriet mit 1:2 in Rückstand. Mit einem 14-Darter schaffte King das nächste Break, bei Durrant stand bisher ein Average von lediglich 86 Punkten. Durch ein Shanghai-Finish stellte "The King" dann sogar noch auf 4:1 vor dem TV-Break. Auf der Doppel 12 zum 13-Darter erhöhte King weiter auf 5:1, Durrant kam weiterhin nicht mit, sein Score blieb zu niedrig. Mit einem 105er-High Finish zum 15-Darter beendete King das Spiel eiskalt, bei ihm stand ein Average von 102 Punkten zu Buche.

Enttäuschender Van den Bergh scheitert an Dobey deutlich

Im dritten Duell des Abends lieferten sich Dimitri van den Bergh und Chris Dobey ein weiteres Spiel mit überraschendem Ausgang. Das lag zu Beginn aber vor allem am eher schwachen Auftritt des Belgiers, der zunächst Tops verpasste und seinem Gegner das Break in der sechsten Runde ermöglichte. Auf der Doppel 2 fuhr Dobey zum 2:0 fort, bevor der "Dream Maker" in 18 Darts aufs Scoreboard kam. Drei Legdarts ließ Dobey aus und der World Matchplay Champion war in 17 Darts zum 2:2 fertig. Allerdings schaffte van den Bergh den Hold erneut nicht, da sich "Hollywood" in 12 Darts zum 3:2 stark präsentierte. Mit einem 17-Darter konnte sich Dobey sein viertes Leg sichern, in 11 Darts blieb der Engländer weiterhin zu stark für seinen Gegner. Dimitri van den Bergh war weit weg von seinem A-Game und war nur Statist, als Dobey in 13 Darts das Match zumachte.

Whitlock revanchiert sich bei Ratajski

Zur Wiederauflage des WM-Spiels zwischen Krzysztof Ratajski und Simon Whitlock kam es dann ebenfalls in der ersten Session nach der WM. Ratajski erwischte zu Beginn sein Timing nicht und das machte Whitlock eindeutig besser. In 18 und 12 Darts ging der Australier schnell mit 2:0 in Front, auf Madhouse checkte Whitlock in der achten Runde sogar zum 3:0. Bei Ratajski gab es dann erst einen 13-Darter um den Anwurf zu halten, sonst kam der Pole aber nicht wirklich an Whitlock ran, der seinerseits auf Tops auf 4:1 davonzog. Mit einem 16-Darter schaffte es "The Polish Eagle" zu seinem zweiten Leggewinn. Nach zwei 180ern setzte sich "The Wizard" mit einem 10-Darter auf 5:2 ab, auf der Doppel 10 warf Whitlock seinem Gegner aus dem Turnier. Damit folgte die Rache für die Niederlage bei der Weltmeisterschaft.

Zwei 170er-Checkouts reichen Smith gegen Lewis nicht

Von den Namen her war das Match zwischen Michael Smith und Adrian Lewis mit Sicherheit das beste Spiel des Abends und das sollte sich auch in der Spannung und dem Niveau zeigen. Mit einem 18-Darter eröffnete Lewis bei eigenem Anwurf, bevor Smith mit einem Big Fish glänzte. Das 170er-Finish von Smith wurde durch einen 11-Darter seines Gegners zum 2:1 gekontert, bevor dem "Jackpot" dann in der fünften Runde das Break gelang. Insgesamt zeigten sich die beiden im Vergleich zur WM deutlich verbessert. Dank eines 132er-Checkouts zum 12-Darter vor der Pause schaffte der "Bully Boy" das direkte Rebreak. Danach sorgte Smith für großes Staunen, denn er kam nach der Pause mit seinem zweiten 170er-Finish um die Ecke. Auf der Doppel 2 konnte sich Lewis dann seinen vierten Durchgang sichern. Bei drei gewonnenen Legs checkte Smith bis dahin also 170, 132, 170, 150 und sorgte damit für ein Novum. Doch davon zeigte sich Lewis unbeeindruckt, ein 93er-Checkout zum 14-Darter und 5:4 brachte ihn vor die Ziellinie. In 14 Darts konnte sich Smith in den Decider retten, wo Lewis aber von vorne einen 18-Darter auf der Doppel 5 spielte.

Adrian Lewis bezwingt Michael Smith in einer hochklassigen Partie

Gurney siegt im Entscheidungsleg nach Achterbahnfahrt

Daryl Gurney und Jeffrey de Zwaan lieferten sich ihre Auftaktpartie im Kampf um das Achtelfinale gegen Dave Chisnall, welches morgen Nachmittag stattfinden wird. In 17 und 20 Darts startete Gurney zwar nicht besonders gut, aber das reichte aus um de Zwaan in Schach zu halten. Mit einem 108er-Checkout in der fünften Runde stellte Gurney auf 3:0 in den Legs, de Zwaan kämpfte sich aber mit zwei sechsten Aufnahmen zurück ins Geschehen. Auf Tops vollendete er vorerst die Aufholjagd zum 3:3. Dank des 13-Darters schaffte es der Niederländer dann auch erstmals in Führung zu gehen, das Break war das vierte Leg in Serie für "The Black Cobra". Auf der Doppel 4 konnte Gurney den Ausgleich einheimsen, doch einmal mehr ging De Zwaan mit einem 92er-Checkout in Führung. In 15 Darts gelang Gurney das Unentschieden und es folgte der Decider, in dem "Superchin" den Anwurf in 14 Darts verteidigte.

Clayton wirft De Sousa mit einem 130er-Checkout im Decider raus

Ein weiterer Debütant kam zu seinem Auftritt bei den diesjährigen Masters in der Marshall Arena von Milton Keynes. José de Sousa hat sich nach seinem Grand Slam Titel in den Top 16 der Welt platziert und nahm es mit Jonny Clayton auf. In 14 & 13 Darts konnte "The Ferret" die ersten zwei Legs für sich entscheiden, bevor De Sousa mit einem 84er-Checkout punktete. In der sechsten Runde schaffte der Portugiese den Ausgleich, den letzten Akzent vor der Pause setzte aber nochmal Clayton zum 3:2. Mit einem 13-Darter konnte sich De Sousa das 3:3 sichern, bevor sich Clayton in 14 Darts auf 4:3 nach vorne brachte. Auf der Doppel 5 konnte sich de Sousa das 4:4 schnappen, doch dann war "The Special One" nicht dazu in der Lage 32 zu checken und Clayton ging voraus. Ein 81er-Finish rettete De Sousa das Entscheidungsleg, wo aber Clayton am Zuge war und 130 löschte.

Cullen rettet starken Start über die Ziellinie

Zum Abschluss des ersten Tages gab es dann noch ein englisches Duell zwischen Joe Cullen und Stephen Bunting. Mit einem 134er-Checkout zum 12-Darter ließ Cullen seinem Gegner nicht viel Zeit um ins Spiel hereinzukommen, danach checkte er auch noch 100 zum nächsten 12-Darter. In 13 Darts blieb "The Rockstar" unglaublich gut unterwegs. Die gleiche Dartzahl benötigte dann aber "The Bullet" zum 1:3, die Doppel 16 saß dann aber für Cullen zu seinem vierten Durchgang. Nach der Pause ging es bei Cullen spürbar bergab, Bunting reichte ein 18-Darter zum 2:4, in 14 Darts schaffte Bunting dann auch noch ein Break. Mit seiner wohl letzten Chance auf Tops blieb Cullen aber in 15 Darts nochmal unter Druck cool. Die Doppel 20 traf Bunting dann aber zum erneuten Rebreak, ein 80er-Finish sicherte Cullen dann den Sieg.

 

Am morgigen Samstag wird dann die zweite Runde verteilt auf zwei Sessions ausgetragen. In der Nachmittags-Session ab 13:45 Uhr MEZ sowie in der Abend-Session ab 20:00 Uhr MEZ stehen jeweils vier Spiele auf dem Programm, in denen nun auch die 8 topgesetzten Spieler ins Turnier eingreifen. DAZN und PDC.TV übertragen beide Sessions live.

 

Ergebnisse Freitag:

Freitag, 29.01.2021:
Abend-Session:
1. Runde:

Ian White 3-6 Mensur Suljovic (88,50 - 89,08)
Glen Durrant 1-6 Mervyn King (88,36 - 101,97)
Dimitri van den Bergh 2-6 Chris Dobey (89,07 - 97,36)
Krzysztof Ratajski 2-6 Simon Whitlock (91,71 - 97,95)
Michael Smith 5-6 Adrian Lewis (95,78 - 96,95)
Daryl Gurney 6-5 Jeffrey de Zwaan (89,56 - 85,10)
José de Sousa 5-6 Jonny Clayton (101,29 - 102,93)
Joe Cullen 6-4 Stephen Bunting (102,26 - 101,89)

Vorschau Samstag:

Samstag, 30.01.2021: (ab 13:45 Uhr MEZ)
Nachmittags-Session:
2. Runde:
Rob Cross - Mervyn King
James Wade - Chris Dobey
Nathan Aspinall - Mensur Suljovic
Dave Chisnall - Daryl Gurney

Samstag, 30.01.2021: (ab 20:00 Uhr MEZ)
Abend-Session:
2. Runde:

Gary Anderson - Adrian Lewis
Peter Wright - Simon Whitlock
Gerwyn Price - Joe Cullen
Michael van Gerwen - Jonny Clayton

In unserem gewohnten [Turnierbaum] könnt ihr sehen, welche Spieler in welcher Runde aufeinandertreffen können.

 

TV-Übertragung 2021:

Zu sehen sind alle Spiele des Masters im deutschsprachigen Raum auf DAZN. DAZN überträgt alle Major-Turniere der PDC in voller Länge live, zur Bestellung: http://bit.ly/livedart2019. Auch der hauseigene Stream der PDC, PDC.TV, überträgt alle Spiele.

Preisgeld 2021:

Sieger: £60.000
Runner-Up: £25.000
Halbfinale: £17.500
Viertelfinale: £10.000
Achtelfinale: £5.000
1. Runde: £2.500

Gesamt: £220.000

Das Preisgeld wird NICHT für die Weltrangliste (Order of Merit) gewertet.

 

Alle Informationen zum Masters 2021:

Alle Informationen zum Masters gibt es auf unserer [Turnierseite]
Für Diskussionen und Fragen zum Masters [Dart Forum]
Hier geht es zum [Turnierbaum] des Masters

Foto-Credits: Chris Dean (PDC)

[ks]

Quelle: PDC - www.pdc.tv

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