Die Finalsession der ersten Poland Darts Open steht: Bei der Premiere in Krakau sind Luke Littler und Luke Humphries weiterhin mit von der Partie. Auch sonst setzten sich im Achtelfinale überwiegend die Favoriten durch. Während der Comeback-Lauf von Cristo Reyes gegen Josh Rock endete, steht Michael Smith erstmals seit Mai 2025 wieder in einem Viertelfinale auf der European Tour.
Smith mit Erfolgserlebnis als Nachrücker
Es waren und sind aktuell keine leichten Zeiten für Michael Smith. Der verletzungsgeplagte „Bully Boy“ hatte mit der Qualifikation für zwei European-Tour-Events am Mittwoch jedoch ein erstes Zeichen gesetzt, jetzt nutzt er seine Chance als Nachrücker für den erkrankten Michael van Gerwen und steht nach einem 6:4 über Jonny Clayton im Viertelfinale. In 13 und 15 Pfeilen setzte sich Smith auf 3:1 ab, später ließ er dann drei Darts auf der Doppel 14 für eine mögliche Vorentscheidung aus und ließ seinen Gegner nochmal auf 5:4 heran. Um ein Haar hätte Clayton ihn dann für drei verpasste Matchdarts per 115er-Finish bestraft, doch er kam nochmal davon.
Als Smith sich zuletzt im Mai 2025 in ein European-Tour-Viertelfinale spielte, war gegen Luke Woodhouse Endstation. Fast wäre es zum erneuten Duell gekommen, doch „Woody“ verspielte eine 4:1-Führung gegen Chris Dobey und unterlag nach Matchdarts 5:6. Nach einem 86er-Finish hatte Woodhouse fast ein 110er-Checkout zum 5:1 nachgelegt, dann checkte Dobey zweimal hintereinander 72 Punkte. Als der Ausgleich geschafft war, gelang sogar in 12 Darts das 5:4. Woodhouse überstand den ersten Matchdart und rettete sich in den Decider, in dem Dobey eigentlich die Trümpfe in der Hand hielt. Nach vier verpassten Matchdarts bekam sogar „Woody“ seine Chance bei 84 Rest, doch auch er konnte zwei Doppel nicht nutzen. So musste bei Dobey am Ende die Doppel 1 herhalten.
Rock fordert Littler
Den Abend eröffnen dürfen Luke Littler und Josh Rock. Littler hatte zum Auftakt des Nachmittags keine Mühe mit Ross Smith (6:2). In vergangenen Duellen hatten sich beide häufiger zu Höchstleistungen getrieben. Heute konnte Smith das Tempo nicht mitgehen, wenngleich er einen langsamen Start der Nummer 1 zur 2:0-Führung nutzte und sogar beinahe ein 160er-Checkout nachgelegt hätte. Littler überstand diesen Moment und benötigte für die nächsten vier Legs nie mehr als 14 Darts. Als der „Smudger“ seinen letzten Dart auf Doppel zum möglichen 4:3 ausließ, war der Weg für Littler endgültig frei.
Josh Rock hat derweil die märchenhafte Rückkehr von Cristo Reyes auf die European-Tour-Bühne gestoppt. Beim 6:3-Erfolg lag „Rocky“ zunächst 0:2 hinten, nach geschafftem Ausgleich hielt Reyes per 12-Dart-Break weiter die Führung. Rock konterte jedoch mit einem brillanten 10-Darter zum 3:3 und ritt die Welle weiter bis ins Ziel. Zum 5:3 checkte er 81 auf Bull zum 12-Darter, als Reyes auf 16 Rest wartete. Somit muss sich der Spanier wenig vorwerfen und kann den Schwung zu den nächsten European-Tour-Turnieren mitnehmen.
Humphries von Krcmar nicht gefordert
In der unteren Hälfte des Turnierbaums hatte Luke Humphries beim 6:1 gegen Boris Krcmar wenig Mühe und durfte sich auch einige Fehler auf Doppel erlauben. Schindler-Bezwinger Krcmar traf nur einen von neun Versuchen auf Doppel. Der Kroate staubte noch zum 1:1 ab, konnte weitere Fahrkarten von Humphries jedoch nicht bestrafen und geriet so ins Hintertreffen. In 14 Darts erhöhte „Cool Hand Luke“ auf 4:1 und durfte dank weiterer einzelner Fehler seines Gegners auch in sechster Runde das Match zumachen.
Stephen Bunting sollte ihn mutmaßlich im Viertelfinale mehr fordern, „The Bullet“ zeigte beim 6:1 über Jermaine Wattimena eine blitzsaubere Leistung. Der Niederländer checkte noch 96 zum 1:1, verpasste dann aber ein 83er-Finish auf der Doppel 9. Ab hier war es Einbahnstraßenverkehr, mit einem 136er-Check hatte Bunting zum 5:1 dann auch noch ein Highlight zur Entscheidung parat.
Niederländisches Top-Duell fixiert
Ebenso klar setzte sich Wessel Nijman gegen Cameron Menzies durch (6:1). Der Niederländer rauscht bislang durch das Turnier und knüpfte hier nahtlos an: Legs in 15, 14, 15 und 13 Darts bedeuteten die 4:0-Führung, Menzies hatte bis hier keinen Dart auf Doppel. Der Schotte zeigte per 11-Darter nochmal auf, doch Nijman löschte abschließend auch noch 116 und 63 Punkte, sodass er für kein Leg mehr als die fünfte Runde gebraucht hat.
Damit kommt es zum Top-Duell mit Gian van Veen, der sich 6:5 gegen Nathan Aspinall durchsetzte. Der Start ins Spiel gehörte „The Asp“, der nach einer 127 auch fast 136 zum 3:0 löschen konnte. Bis zum 4:3 behielt er ein Break Vorsprung, ehe er das Bullseye verpasste und van Veen auf gleichem Feld 122 Punkte zum Ausgleich checkte. Der Niederländer brachte sich später um einen Matchdart, als er 65 Punkte überwarf, erholte sich davon aber und nutzte seine dritte Chance im Entscheidungsleg.
Wie geht es bei den Poland Darts Open weiter?
Die finale Session der Poland Darts Open 2026 startet um 19:00 Uhr MEZ. DAZN und Pluto TV übertragen sowohl Viertelfinale, als auch Halbfinale und das Endspiel in voller Länge live.
Ergebnisse Achtelfinale:
Sonntag,
22.02.2026:
Nachmittags-Session:
Achtelfinale:
Luke Littler 6-2 Ross Smith (100,07 –
91,84)
Cristo Reyes 3-6 Josh Rock (92,63 – 98,57)
Luke Woodhouse 5-6 Chris Dobey (90,72 – 91,59)
Jonny Clayton 4-6 Michael Smith (92,44 – 90,57)
Luke Humphries 6-1 Boris Krcmar (96,41 – 88,58)
Stephen Bunting 6-1 Jermaine Wattimena (100,09
– 96,94)
Gian van Veen 6-5 Nathan Aspinall (95,90 –
100,05)
Wessel Nijman 6-1 Cameron Menzies (102,00 –
90,33)
Vorschau Final-Session:
Sonntag,
22.02.2026:
Abend-Session: (ab
19:00 Uhr MEZ)
Viertelfinale:
Luke Littler – Josh Rock
Chris Dobey – Michael Smith
Luke Humphries – Stephen Bunting
Gian van Veen – Wessel Nijman
Halbfinale:
Littler/Rock
– Dobey/Smith
Humphries/Bunting – van Veen/Nijman
Finale:
Sieger Halbfinale 1 – Sieger Halbfinale 2
Preisgeld 2026:
Ausgespielt werden insgesamt £230.000 pro Turnier, der Sieger
geht mit £35.000 nach Hause. Alle 32 vorqualifizierten Spieler über
die PDC Order of Merit und Pro Tour Order of Merit müssen ihr
Auftaktspiel gewinnen, damit ihr Preisgeld in die Ranglisten
einfließt. Sollten sie ihr erstes Spiel verlieren, bekommen sie das
Preisgeld zwar ausgezahlt, es geht aber nicht in die große PDC Order of Merit
sowie die European Tour Order of Merit und
Pro Tour Order of Merit
ein.
Sieger: £35.000
Runner-Up: £15.000
Halbfinale: £10.000
Viertelfinale: £8.000
Achtelfinale: £5.000
2. Runde: £3.500
1. Runde: £2.000
Gesamt: £230.000
TV-Übertragung 2026:
Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle
World Series Events LIVE und in HD. Man
kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet
verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet
monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit
kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch
noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder
die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die
NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports
Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist
(kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält.
Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live
jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn
Außerdem ist das Geschehen auch kostenlos auf dem DAZN Darts X
Pluto TV Channel auf [Pluto TV] zu sehen.
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Foto-Credit: PDC Europe / (Paweł Jańczyk)
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