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Sieg bei der Hungarian Darts Trophy: Ross Smith holt vierten Titel des Jahres

Lange musste Ross Smith auf seinen ersten European-Tour-Titel warten, jetzt hat er bei der Hungarian Darts Trophy in Budapest direkt wieder zugeschlagen. Im Finale düpierte er Gary Anderson mit 8:2, zuvor hatte er auch Dave Chisnall und Danny Noppert klar geschlagen und sich so seinen insgesamt vierten Titel der Saison verdient. Andersons Glück wurde im Halbfinale aufgebraucht, als er einige Matchdarts von Nathan Aspinall überlebte.

Lange musste Ross Smith auf seinen ersten European-Tour-Titel warten, jetzt hat er bei der Hungarian Darts Trophy in Budapest direkt wieder zugeschlagen. Im Finale düpierte er Gary Anderson mit 8:2, zuvor hatte er auch Dave Chisnall und Danny Noppert klar geschlagen und sich so seinen insgesamt vierten Titel der Saison verdient. Andersons Glück wurde im Halbfinale aufgebraucht, als er einige Matchdarts von Nathan Aspinall überlebte.

Viertelfinale:

Noppert siegt trotz Schwächephase

In einer Partie der Serien ging es hin und her, beide Spieler tauchten immer wieder ab, glänzten aber auch. Das bessere Ende verbuchte Danny Noppert, der Dirk van Duijvenbode mit 6:5 niederkämpfte und dabei 60 Prozent seiner Doppel traf. Noppert breakte zum erstmöglichen Zeitpunkt mit einem 78er-Finish, löschte anschließend auch 74 und fabrizierte einen 13-Darter zum 4:0. Van Duijvenbode hatte zwischenzeitlich einzelne Checkchancen verpasst, kam dann aber doch aufs Scoreboard und drehte auf. Ein 82er-Finish, ein 13- und ein 14-Darter ließen ihn ausgleichen, 14 Pfeile später lag er erstmals vorne. Das zehnte Leg durfte er eröffnen, konnte sich mit sechs Aufnahmen aber nur ein Doppel stellen. Noppert breakte in 18 Darts zurück und war im finalen Leg in 13 zur Stelle.

Smith konstant und effektiv

Weil Ross Smith deutlich weniger Fehler machte als Dave Chisnall, konnte er sich in einem eher durchwachsenen Aufeinandertreffen mit 6:2 behaupten. Ein nervöses erstes Leg ging in 20 Darts an Smith, der daraufhin zweimal in der fünften Aufnahme checkte und auf 3:0 stellte. Chisnall reagierte mit einer 120er-Kombination und einem 13-Darter, patzte dann aber dreimal auf die Doppel und musste weiter hinterherlaufen. Nun kamen auch die Scores nicht mehr so konstant, so dass der „Smudger“ ohne großes Aufsehen die restlichen Legs einheimste.

Kleinigkeiten entscheiden für Anderson

Es war die nächste starke Vorstellung von Gary Anderson, der damit einen gut spielenden Gian van Veen knapp in die Schranken wies. Anderson spielte eingangs einen 12-Darter und breakte durch ein 82er-Checkout, van Veen löschte 80 und 78 zum Gleichstand. Als nächstes fiel beim Niederländer auch die 76, doch Anderson hielt mit einer 84er-Kombination alles in der Reihe. Mit seinem zweiten 12-Darter breakte der „Flying Scotsman“ und führte gleich darauf 5:3, ein Matchdart verfehlte jedoch das Bullseye und van Veen erzwang in zweimal 15 Darts das Entscheidungsleg. Hier war dann wieder Anderson zur Stelle und räumte seine 80 Restpunkte mit nur einem Versuch auf Tops weg.

Aspinall entscheidet Spektakel für sich

Ein unterhaltsames und hochklassiges Spiel, in dem beide Spieler gemeinsam nur fünf Versuche neben das gewünschte Doppel warfen, ging selbstverständlich über die volle Distanz. Schlussendlich sicherte sich Nathan Aspinall das Weiterkommen gegen Chris Dobey, der es ebenso verdient gehabt hätte. Die ersten sechs Legs wurden allesamt mit dem Wurf und jeweils in der fünften Aufnahme gewonnen, größtes Highlight war ein 156er-Finish von Aspinall. Auf einen 12-Darter mit 130er-Check von Dobey antwortete „The Asp“ in 11 Pfeilen zum sofortigen Rebreak, es folgte noch jeweils ein Leggewinn gegen die Darts zum 5:5. Im Decider nutzte Aspinall den Vorteil des Anwurfs konsequent in 14 Darts aus.

Halbfinale:

Smith siegt mit wenig Mühe

Solide war Ross Smith auch im zweiten Match des Abends unterwegs und da Danny Noppert nicht viel entgegensetzte, triumphierte er am Ende klar mit 7:3. Smith war zunächst zweimal in der sechsten Aufnahme erfolgreich, ehe er in 12 Darts das erste Break landete. Diesen Vorsprung konnte er zunächst ohne großen Glanz halten, dann benötigte es aber doch ein 64er-Finish unter Druck und der ehemalige European Champion lieferte. Zum Schluss reichte ihm ein 21-Darter, auch weil Noppert bei 114 Rest nur eine 15 geworfen hatte.

Aspinall kann sich nicht belohnen

Eigentlich war Nathan Aspinall der etwas bessere Spieler, doch am Ende nutzte er fünf Matchdarts nicht und Gary Anderson holte sich das zweite Ticket fürs Endspiel. Der Beginn war vor allem von Anderson verhalten, so dass Aspinall in 17 Darts breaken durfte. Die schottische Legende schlug begleitet von einem 83er-Finish zurück, bevor beide Akteure jeweils einmal das Service des Gegners gewannen. Anderson lag nach zwei vergebenen Gelegenheiten 4:6 hinten, checkte aber 160 und staubte nach drei verworfenen Matchdarts von „The Asp“ in 21 Darts zum 6:6 ab. Im Decider scheiterte Aspinall mit zwei weiteren Siegchancen und Anderson nullte tatsächlich noch 64 zum Finaleinzug.

Finale:

Smith mit Start-Ziel-Sieg

So einseitig hätte man dieses Endspiel wohl nicht erwartet: Ross Smith konnte sich noch einmal deutlich steigern, sein Average lag bei über 101 Punkten und er traf auch mehr als 70 Prozent seiner Versuche auf die Doppel. Währenddessen lief bei Gary Anderson nicht mehr viel zusammen, so dass das Ergebnis von 8:2 zu Stande kam. Smith meldete sich gleich mit einem 103er-Finish im Match an, Anderson machte in 13 Darts ebenfalls einen guten Eindruck. Als nächstes löschte Smith 124 zum 12-Darter und bestrafte drei verpasste Doppel mit einem Break in 13 Darts. Auch in den nächsten beiden Legs hatte Anderson jeweils eine Möglichkeit, die aber verstrich, so dass der „Smudger“ mit zwei 17-Dartern enteilte. Eine 93er-Kombination bedeutete bereits das 6:1, ehe Schottlands Nummer Eins vorerst Einhalt gebieten konnte. Aber das war nicht von langer Dauer, da beim 55-Jährigen einfach der Tank leer war. So gelang Smith zunächst in 16 Darts ein souveräner Hold und zu guter Letzt hatte er auch noch einen siegbringenden 11-Darter im Köcher.

Wie geht es bei der PDC weiter?

Weiter geht es auf der European Tour von Freitag bis Sonntag mit den Czech Darts Open in Prag. DAZN und Pluto TV übertragen an allen drei Tagen live.

Ergebnisse Final-Session:

Sonntag, 30.08.2026:
Abend-Session:
Viertelfinale:

Dirk van Duijvenbode 5-6 Danny Noppert (94,85 – 90,26)
Ross Smith 6-2 Dave Chisnall (95,35 – 89,63)
Gian van Veen 5-6 Gary Anderson (99,79 – 101,45)
Nathan Aspinall 6-5 Chris Dobey (100,95 – 98,04)

Halbfinale:
Danny Noppert 3-7 Ross Smith (87,49 – 93,30)
Gary Anderson 7-6 Nathan Aspinall (89,05 – 96,87)

Finale:
Ross Smith 8-2 Gary Anderson (101,01 – 90,50)

Preisgeld 2026:

Ausgespielt werden insgesamt £230.000 pro Turnier, der Sieger geht mit £35.000 nach Hause. Alle 32 vorqualifizierten Spieler über die PDC Order of Merit und Pro Tour Order of Merit müssen ihr Auftaktspiel gewinnen, damit ihr Preisgeld in die Ranglisten einfließt. Sollten sie ihr erstes Spiel verlieren, bekommen sie das Preisgeld zwar ausgezahlt, es geht aber nicht in die große PDC Order of Merit sowie die European Tour Order of Merit und Pro Tour Order of Merit ein.

Sieger: £35.000
Runner-Up: £15.000
Halbfinale: £10.000
Viertelfinale: £8.000
Achtelfinale: £5.000
2. Runde: £3.500
1. Runde: £2.000

Gesamt: £230.000

TV-Übertragung 2026:

Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle World Series Events LIVE und in HD. Man kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist (kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält. Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn

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Foto-Credit: Gábor Kiss/PDC Europe

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