Dave Chisnall könnte still und heimlich der Mann des Wochenendes bei der Hungarian Darts Trophy werden: Der Champion von 2023 macht mit dem Viertelfinaleinzug große Schritte in Richtung einer Teilnahme am World Grand Prix. Ansonsten blieb im Achtelfinale das große Highlight-Spiel aus. Zwischen Gian van Veen und Gary Anderson wird es zur Wiederauflage des WM-Halbfinals kommen, Chris Dobey schenkte den Zuschauern zum Abschluss ein 170er-Finish.
Chisnall nutzt Chance im Grand-Prix-Rennen
Gestern hatte Dave Chisnall schon mit dem Sieg gegen Wessel Nijman aufhorchen lassen, heute kam es im Achtelfinale mit Keane Barry gewissermaßen zum Duell der beiden Überraschungen an diesem Finaltag. Barry kamen vier Doppelfehler im ersten Leg bereits teuer zu stehen. Chisnall checkte die 109, doch auch Barry meldete sich dann mit einem tollen 155er-Finish an. Insgesamt war „Chizzy“ aber der bessere Mann und erspielte sich mit dem dritten 14-Darter die 4:2-Führung. Barry erholte sich von einem verpassten Dart zum Ausgleich nicht mehr, während Chisnall einen 11-Darter zum 6:2-Abschluss präsentierte. Aktuell hat Chisnall 7.000 Pfund Vorsprung im World-Grand-Prix-Rennen angehäuft, wird dieses Polster jedoch womöglich brauchen, weil er für die letzten beiden noch zählenden European-Tour-Events nicht qualifiziert ist.
Am Abend wartet auf ihn Ross Smith, der mit kaltschnäuzigen Finishes Jonny Clayton abkochte (6:4). Das Match blieb zunächst komplett auf Anwurf, Clayton checkte unter anderem 136 zum 3:2. Dann aber konnte der Waliser einen Breakdart nicht nutzen und machte im nächsten Leg ganze 7 Fehler auf Doppel. Somit kam Smith zu einem 19-Dart-Break, ehe er ein schwächeres Anwurfleg mit ganz starkem 103er-Finish zum 5:3 rettete. Der folgende 11-Darter Claytons konnte dann keine Wende mehr einläuten.
Van Veen und Anderson mit WM-Wiedersehen
Gian van Veen und Gary Anderson trafen seit dem WM-Halbfinale schon bei einer Players Championship aufeinander, nun duellieren sie sich erstmals auch wieder auf der Bühne. Van Veen reichte dafür ein stabiler Auftritt beim 6:3 gegen Jermaine Wattimena. Der wurde für einen verpassten 10-Darter bestraft – statt 2:0-Führung rannte Wattimena in Windeseile einem 1:4-Rückstand hinterher. Weil van Veen doch mal Doppel ausließ, robbte sich sein Landsmann auf 3:4 heran. Zunächst schloss van Veen die Tür mit einem 12-Darter, zum Ende nutzte er dann, dass Wattimena 40 Punkte mit zwei Aufnahmen nicht räumen konnte.
Gary Anderson stach Stephen Bunting nach einem Fehlstart noch mit 6:5 aus. Bunting checkte 62 zum 3:0 und erneuten Break, erst dann wachte Anderson mit einem 14- und 12-Darter auf. Bunting hielt in 12 Pfeilen zum 4:2 dagegen, dann aber verließen „The Bullet“ langsam die Kräfte. Anderson reichten zwei 17-Darter zum 5:4 und im Entscheidungsleg war er mit einem 15-Darter als Anwerfer klar im Vorteil.
Van Duijvenbode mit Top-Leistung
Weiterhin stark präsentiert sich Dirk van Duijvenbode, der die erste Finalteilnahme des Jahres bzw. seinen ersten European-Tour-Titel überhaupt jagt. Beim 6:4 gegen Rob Cross drehte der „Titan“ einen 1:3-Rückstand. Frühe Doppelfehler des Niederländers eröffneten ein kleines Break-Festival, aus dem heraus Cross als Erster seinen Anwurf halten konnte. Van Duijvenbode spielte trotz zwei verpasster Single-Felder einen 13-Darter und glich in 11 Pfeilen zum 3:3 aus. Anschließend kam er nach Doppelfehlern auf beiden Seiten sogar zur ersten Führung, die Cross noch in 11 Darts ausgleichen konnte. Das letzte Wort hatte dann wieder van Duijvenbode mit zwei 14-Dartern.
Im niederländischen Viertelfinale trifft van Duijvenbode am Abend auf den letztjährigen Finalisten Danny Noppert, der Ryan Searle mit 6:4 bezwang. Searle ließ zu viele Doppel aus, während seinem Gegner einige starke Checkout-Momente gelangen. Zum 2:2 löschte Noppert bereits 121 Punkte, dann bestrafte er die Fehler Searles mit Finishes von 72 und 70 Punkten zum 4:3. Als „Heavy Metal“ dann eine 180 für 2 Rest warf und diese auch noch überwarf, war der Zug abgefahren. Der Engländer zeigte noch ein 108er-Finish, Noppert holte aber ungefährdet den letzten Anwurf und steht damit erstmals seit April wieder in der Finalsession.
Sonderbare Partie zwischen Aspinall und van Gerwen
Gegen Ende des Nachmittags kam es zu einem eigenartigen 6:4 von Nathan Aspinall über Michael van Gerwen in einem Spiel, das nie einen roten Faden hatte. Eigentlich hätte Aspinall 4:0 führen können, doch während er auf dem äußeren Ring strauchelte, führte van Gerwen mit 100%-iger Doppelquote das 3:1 herbei. Erst die Fehler des Niederländers öffneten wieder die Tür und auf einmal stellte „The Asp“ in 11 und 14 Darts auf eine 4:3-Führung. Aspinall bekam bei 126 Rest sogar einen Matchdart, da zog van Gerwen mit einem 90er-Bullfinish den Kopf aus der Schlinge. Er verpasste sogar das Bullseye, um Anwurf im Decider zu haben, ehe Aspinall dem Treiben mit dem fünften Matchdart ein Ende bereitete.
Sehr viel schneller mit den Matchdarts war Chris Dobey, der beim 6:3 gegen Josh Rock in der letzten Begegnung die 170 zum Sieg checkte. Rock rannte einem 0:3-Rückstand hinterher, weil er selbt ein paar Doppel ausließ und Dobey stark 98 und 119 Punkte abräumte. Anschließend konnte keiner mehr dem gegnerischen Anwurf gefährlich werden und so stand Rock noch bei 341 Punkten, als Dobey den „Big Fish“ zum krönenden Abschluss warf.
Wie geht es bei der Hungarian Darts Trophy weiter?
Die finale Session der Hungarian Darts Trophy 2026 startet um 19:00 Uhr MESZ. DAZN und Pluto TV übertragen sowohl Viertelfinale, als auch Halbfinale und das Endspiel in voller Länge live.
Ergebnisse Achtelfinale:
Sonntag, 30.08.2026:
Nachmittags-Session:
Achtelfinale:
Dirk van Duijvenbode 6-4 Rob Cross (98,94 – 91,39)
Danny Noppert 6-4 Ryan Searle (93,32 – 97,19)
Jonny Clayton 4-6 Ross Smith (96,85 – 92,83)
Keane Barry 2-6 Dave Chisnall (89,98 – 94,54)
Gian van Veen 6-3 Jermaine Wattimena (95,56 – 94,26)
Stephen Bunting 5-6 Gary Anderson (95,01 – 97,36)
Michael van Gerwen 4-6 Nathan Aspinall (89,47 – 95,42)
Josh Rock 3-6 Chris Dobey (90,14 – 93,86)
Vorschau Final-Session:
Sonntag,
30.08.2026:
Abend-Session: (ab
19:00 Uhr MESZ)
Viertelfinale:
Dirk van Duijvenbode – Danny Noppert
Ross Smith – Dave Chisnall
Gian van Veen – Gary Anderson
Nathan Aspinall – Chris Dobey
Halbfinale:
Van Duijvenbode/Noppert – Smith/Chisnall
Van Veen/Anderson – Aspinall/Dobey
Finale:
Sieger
Halbfinale 1 – Sieger Halbfinale 2
Preisgeld 2026:
Ausgespielt werden insgesamt £230.000
pro Turnier, der Sieger geht mit £35.000 nach Hause. Alle 32
vorqualifizierten Spieler über die PDC Order of Merit und Pro Tour
Order of Merit müssen ihr Auftaktspiel gewinnen, damit ihr
Preisgeld in die Ranglisten einfließt. Sollten sie ihr erstes Spiel
verlieren, bekommen sie das Preisgeld zwar ausgezahlt, es geht aber
nicht in die große PDC Order of Merit
sowie die European Tour Order of Merit und
Pro Tour Order of Merit
ein.
Sieger: £35.000
Runner-Up: £15.000
Halbfinale: £10.000
Viertelfinale: £8.000
Achtelfinale: £5.000
2. Runde: £3.500
1. Runde: £2.000
Gesamt: £230.000
TV-Übertragung 2026:
Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle
World Series Events LIVE und in HD. Man
kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet
verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet
monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit
kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch
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die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die
NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports
Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist
(kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält.
Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live
jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn
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Foto-Credit: Gábor Kiss/PDC Europe
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