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World Matchplay: Van Gerwen raus, Littler mit 9-Darter

Im Achtelfinale des World Matchplay 2026 ist für Michael van Gerwen bereits Schluss, in einem packenden niederländischen Duell unterlag er Dirk van Duijvenbode knapp. Luke Littler startete seine Partie gegen Nathan Aspinall mit einem 9-Darter und ließ letztlich keine Zweifel aufkommen. Indes gelang Gary Anderson eine beeindruckende Aufholjagd gegen Jonny Clayton.

Anderson dreht Partie gegen Clayton

Im ersten Achtelfinale von Blackpool erwischte Jonny Clayton einen fantastischen Start. In 13 und 14 Darts ging der Waliser in Führung, ehe er ein 105-Checkout auf Tops zum 3:0 warf. Das Bullseye fürs vierte Leg wollte zunächst nicht sitzen, sodass Gary Anderson zu seinem ersten Leg kam. Ein 121-Checkout auf der D14 bescherte „The Ferret“ zur ersten Pause eine 4:1-Führung. Diese hielt jedoch nicht lange: Claytons Scoring ließ nach, Anderson stellte in 18, 15 und 14 Darts auf 4:4. Schließlich verfehlte der Waliser auch insgesamt drei Darts auf Doppel, sodass die zweite Session komplett an den Schotten ging – ohne dass Anderson sich wirklich gesteigert hätte.

So wurde Clayton zum Jäger, doch gegen die Darts gelang ihm zu wenig. Im 14. Leg verpasste er einen Dart auf die D20, Anderson checkte 80 Punkte zum 8:6. Im Gegenzug war es der Flying Scotsman, der per 64-Finish auf der D8 zum erneuten Break kam. Mit zwei 180ern erarbeitete sich Clayton erneut eine Chance zum Re-Break, doch die D16 und die D8 saßen nicht, sodass Anderson mit 10:6 davonzog. Diese Führung ließ sich der zweimalige Weltmeister nicht mehr nehmen, die D8 bescherte ihm letztlich einen 11:7-Erfolg.

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Gary Anderson besiegt Jonny Clayton beim World Matchplay 2026

Van Duijvenbode wirft van Gerwen raus

Komplett ohne Break ging die erste Session des niederländischen Duells vonstatten. Dabei hatte Dirk van Duijvenbode in jedem Leg mindestens einen Dart auf ein Doppel, vergab jedoch insgesamt fünf Breakchancen. So ging Michael van Gerwen mit einer 3:2-Führung in die Pause. Im siebten Leg war es soweit: MvG scorte schwach, van Duijvenbode checkte die D16 zum ersten Break der Partie. Unter Druck bestätigte er dieses mit einem 128-Finish auf der D16 zum 5:3. Van Gerwen konterte mit einem 110-Checkout, doch ein 13-Darter hielt den Zwei-Leg-Vorsprung für den Herausforderer.

Nach der zweiten pause dominierte van Duijvenbode zunächst und holte sich zwei weitere Legs auf der D16. Van Gerwen schlug mit drei Legs nacheinander zurück, darunter ein 11-Dart-Break und ein 148-Checkout. Per 89-Finish auf der D15 zum 12-Darter hielt van Duijvenbode seinen Vorsprung, und drei MvG-Fehler auf Doppel erlaubten ihm den 17-Darter zum 10:7. Der erste Matchdart auf dem Bullseye saß jedoch nicht, sodass van Gerwen auf Tops verkürzte. Bei eigenem Anwurf checkte MvG 125 Punkte über Bullseye, Bull, Bullseye zum 9:10. Die ehemalige Nummer eins der Welt drehte auf und glich per 13-Darter aus, nachdem sein Gegner es versäumte, für 87 Punkte einen weiteren Matchdart zu bekommen.

Der Tie Break begann mit einem 13-Darter des Favoriten, der Underdog zog mit einem 11-Darter gleich. Ohne Druck ging van Gerwen wieder in Führung, die 170 zum Sieg wäre jedoch zu viel des Guten gewesen. Mit dem letzten Dart checkte van Duijvenbode die D5, um das Spiel am Leben zu halten. Dann wurde es spektakulär: Der „Titan“ spielte sechs perfekte Darts und endete schließlich auf der D8 zum 11-Dart-Break. Bei eigenem Anwurf verfehlte er zwei Matchdarts, van Gerwen jedoch auch drei Breakdarts, sodass van Duijvenbode schließlich auf der D8 doch noch zum 14:12-Erfolg kam. Damit fällt MvG in der Weltrangliste mindestens auf Platz sechs zurück.

Dirk van Duijvenbode besiegt Michael van Gerwen
Dirk van Duijvenbode besiegt Michael van Gerwen

Littler startet mit 9-Darter und schlägt Aspinall

Der perfekte Beginn könnte wörtlicher nicht gemeint sein: Mit einem 9-Darter auf der D15 startete Luke Littler in die Partie gegen Nathan Aspinall. Beinahe hätte die Nummer eins der Welt auch das 170-Finish draufgelegt, doch das Bullseye wollte nicht. Aspinall vergab einen Dart zum Rebreak, Littler räumte auf der D10 auf. Per 108-Checkout holte sich „The Asp“ sein erstes Leg, ehe Littler erneut acht perfekte Darts spielte, nur am Draht der D15 scheiterte und den zehnten versenkte. Allerdings vergab er zwei Chancen zum 4:1, sodass Aspinall auf der D16 noch einmal herankam. Es folgten einige Leggewinne bei eigenem Anwurf, darunter ein 109-Checkout von Littler wiederum auf der D15, bis es mit 6:4 in die zweite Pause ging.

Aspinall arbeitete und arbeitete und belohnte sich schließlich: Per 68-Checkout bestrafte er zwei Littler-Fehler und holte sich endlich das Re-Break zum 7:7. Doch dann ging die Luft raus; Littler holte sich in 14, 11 und 14 Darts die nächsten drei Legs. Das letzte Highlight war damit allerdings noch nicht gespielt: Nachdem Littler einen Matchdart auf der D5 vergab, checkte Aspinall 170 Punkte zum 8:10. Drei Darts auf Tops und die D10 gingen jedoch daneben, sodass Littler auf Tops den 11:8-Sieg klarmachte – mit einem Average von über 113 Punkten.

Luke Littler wirft den 9-Darter
Luke Littler wirft den 9-Darter

Rock dominiert Bunting

In der letzten Partie des Abends erwischte Stephen Bunting einen Katastrophenstart. Nach vier verpassten Darts auf Doppel begann er das zweite Leg mit 105 Punkten in neun Darts. Josh Rock bestrafte ihn zwar im ersten Leg, im zweiten vergab er jedoch ganze elf Darts auf Doppel, sodass Bunting per 24-Darter zum Re-Break kam. Das Niveau des Spiels blieb in der ersten Session mau, kein Leg wurde in weniger als sechs Aufnahmen gewonnen, beide blieben bei unter 80 Punkten im Average, und Bunting ging mit 3:2 in Führung. Im Anschluss fand zunächst nur Rock seine Form und ging mit Checkouts von 68, 76, 70 und 106 mit 6:3 in Führung. Vor der zweiten Pause holte sich Bunting immerhin mit einem 14-Darter noch ein Break zurück.

Nachdem sich Rock die ersten beiden Legs nach der letzten Pause sichern konnte, verpasste er vier Breakchancen, woraufhin Bunting per 20-Darter das 5:8 klarmachte. Rock stellte in 19 und 11 Darts auf 10:5, ehe der Engländer 81 Punkte auf der D6 zum 12-Darter checkte. Mehr war für Bunting nicht mehr drin, per 140-Checkout auf der D10 holte sich Rock den 11:6-Erfolg.

Wie geht es beim World Matchplay weiter?

Am Mittwoch wird das Achtelfinale beim World Matchplay 2026 mit dem zweiten Teil abgeschlossen. DAZN und Pluto TV übertragen die Session ab 20:00 Uhr MESZ erneut in voller Länge live.

Ergebnisse Dienstag:

Dienstag, 21.07.2026:
Abend-Session:
2. Runde:
Jonny Clayton 7-11 Gary Anderson (97,72 – 98,13)
Michael van Gerwen 12-14 Dirk van Duijvenbode (99,49 – 95,93)
Luke Littler 11-8 Nathan Aspinall (113,68101,24)
Josh Rock 11-6 Stephen Bunting (91,18 – 82,90)

Vorschau Mittwoch:

Mittwoch, 22.07.2026:
Abend-Session:
(ab 20:00 Uhr MESZ)
2. Runde:

Cameron Menzies – Ross Smith
Gian van Veen – Wessel Nijman
Gerwyn Price – Rob Cross
James Wade – Ryan Searle

Modus 2026:

1. Runde: Best of 19 Legs
Achtelfinale: Best of 21 Legs
Viertelfinale: Best of 31 Legs
Halbfinale: Best of 33 Legs
Finale: Best of 35 Legs

Ein Spiel muss allerdings mit zwei Legs Differenz gewonnen werden. Seit 2014 gilt die Regel, dass die Spiele bei Gleichstand um maximal fünf Legs verlängert werden.

Preisgeld 2026:

Sieger: £225.000
Runner-Up: £125.000
Halbfinale: £65.000
Viertelfinale: £35.000
Achtelfinale: £22.500
1. Runde: £12.500

Gesamt: £1.000.000

Das World Matchplay ist nach der PDC-WM das Ranglistenturnier mit dem höchsten Preisgeld im Dartsport.

TV-Übertragung 2026:

Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle World Series Events LIVE und in HD. Man kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist (kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält. Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn

Zudem wird das World Matchplay auf dem Sender DAZN Darts X Pluto TV auf [Pluto TV] kostenlos übertragen.

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Foto-Credit: Taylor Lanning / PDC

[dj]