Das erste Major-Turnier der Saison 2026 hätte fast nicht hochklassiger starten können. Beim Winmau World Masters in Milton Keynes überboten sich die Top-Stars der PDC mit ihren Leistungen. Gary Anderson und James Wade mussten trotz dreistelliger Averages in den Entscheidungssatz, später steigerten Nathan Aspinall und Gerwyn Price bei ihren Siegen die Bestwerte in Richtung 106 und 109 Punkte. Erst mit dem Auftritt von Michael van Gerwen bekam die Bilanz der gesetzten Spieler einen Dämpfer, „MvG“ enttäuschte beim 1:3 gegen Damon Heta.
Price und Aspinall legen Bestwerte auf
Die PDC-Saison 2026 nimmt mit dem ersten Major-Turnier richtig Fahrt auf, im besonderen Satzmodus („best of 3 legs“) duellieren sich die Top 24 der Welt mit 8 Qualifiern, die sich gestern in einer großen Vorrunde durchgesetzt haben. Besonders Titelsponsor Winmau dürfte es gefreut haben, dass nach der Vorstellung des neuen Boards ein dreistelliger Average den nächsten gejagt hat. Am höchsten hinaus ging es für Gerwyn Price, der einen starken James Hurrell dank eines 108er-Schnitts mit 3:0 abfertigte. Dabei hatte Hurrell mit einem 12-Darter aufgezeigt und sogar eine Chance auf Tops zum ersten Satzgewinn. Price kam in 13 Darts zum 1:0 und spielte in 12 und 13 Pfeilen die 2:0-Führung heraus. Beide Male hatte „Hillbilly“ trotz eines Leggewinns das Nachsehen. Price hörte gar nicht auf und brauchte erneut nur 25 Darts für seine letzten beiden Legs. Damit ist die Messlatte schon mal sehr hoch gelegt.
Zuvor hatte Nathan Aspinall mit knapp 106 Punkten den Hochpunkt markiert und einen Rückstand gegen Shane McGuirk in ein 3:1 gedreht. Im ersten Satz hätte Aspinall beinahe nach einer 121 auch noch 130 genullt, stattdessen checkte sein Gegner sensationell 141 Punkte zum Satzgewinn. „The Asp“ war kurz angezählt, berappelte sich aber umgehend mit einem 108er-Finish. 11 Darts später war der Ausgleich geschafft und nach drei Doppelfehlern von McGuirk auch der Weg frei für einen Comeback-Sieg, den er per 12-Darter abrundete.
Anderson und Wade müssen kämpfen
Starke Leistungen, aber trotzdem enge Spiele haben Gary Anderson und James Wade erlebt. Anderson musste sich Niels Zonneveld erwehren und machte sich zu Beginn besonders auf den Doppeln das Leben schwer. Schon im ersten Leg sammelte der Schotte sechs Fahrkarten und verlor folgerichtig den ersten Satz. Mit zwei 15-Dartern schlug er zurück und konnte sich dann auch das 2:1 im Decider sichern. Ein 99er-Checkout Zonnevelds konterte der „Flying Scotsman“ mit einer 117, ehe der Niederländer mit einem 121er-Bullfinish doch noch den Entscheidungssatz erzwang. Hier musste „Triple Z“ gleich zwei Bounce-Outs zur Unzeit hinnehmen und Anderson kam durch.
Auch James Wade musste beim 3:2-Erfolg gegen Madars Razma den ersten Satz abgeben. In 11 und 14 Darts konnte „The Machine“ die Partie im dritten Durchgang auf seine Seite ziehen – beide spielten nun an ihrem Limit. Razma stieg per 12-Darter ein und überlebte einen Matchdart auf Bull, ehe er die Partie in 14 Pfeilen zum 2:2 ausglich. Im fünften Satz ließ der Lette auf dem äußeren Ring Federn und musste somit die Niederlage hinnehmen. Auf der Plattform „X“ zeigte er sich enttäuscht von Publikum und Gegner.
Dobey gewinnt wichtiges Spiel
Eingerahmt wurde der Abend durch die Siege von Chris Dobey und Gian van Veen. Dobey hatte zum Auftakt Jermaine Wattimena klar mit 3:0 bezwungen. Es war vor allem ein wichtiger Sieg, weil „Hollywood“ bei weiteren schwachen Major-Resultaten im späteren Jahresverlauf um seine Top-16-Platzierung fürchten müsste und Wattimena genau dort hineinstoßen will. Hier war der Niederländer aber praktisch chancenlos, weil er kaum ins Scoring fand. Ungefährdet spielte Dobey ein 2:0 heraus, bevor Wattimena bei 87 Rest seine eine Chance auf einen Satzgewinn nicht nutzen konnte. Dobey war mit einem 99er-Average klar der bessere Mann.
Ähnliches gilt auch für den etwas engeren 3:1-Sieg von Gian van Veen gegen Ryan Joyce. Den ersten Satz hatte der WM-Finalist mit 4 Doppelfehlern noch aus der Hand gegeben, dann aber nutzte er einen kurzen Durchhänger seines Gegners zum Ausgleich und leitete per 121er-Finish zum Break den Sieg ein. Mit Holds in 12 und 14 Darts ließ er Joyce im letzten Satz keine Chance mehr.
Heta schlägt van Gerwen
Eine Überraschung hatte der Abend dann doch noch zu bieten, denn Damon Heta konnte Michael van Gerwen mit 3:1 bezwingen. Es war nicht die hohe Kunst, beide kamen nicht über 90 Punkte im Schnitt hinaus. Aber Heta hatte die wichtigen Momente auf seiner Seite. Schon zum ersten Satzgewinn checkte er 124 Punkte, als „MvG“ auf 16 Rest wartete. Nach dem eigentlich vermeidbaren Ausgleich war es dann ein 118er-Finish zum 2:1, nachdem van Gerwen einen Satzdart ausgelassen hatte. Aller guten Dinge sind drei: Auch im letzten Durchgang verpasste der Niederländer nochmal zwei Checkdarts und Heta nahm auch noch 101 Punkte vom Board.
Mit Wessel Nijman ist ein weiterer Niederländer ausgeschieden, beim 1:3 präsentierte sich Jonny Clayton zu stark. Zunächst ließ sich Nijman auch von einem 161er-Checkout des Walisers nicht beirren und tütete den ersten Satz ein. Nach einem starken Anwurfsatz Claytons vergab Nijman dann allerdings Chancen auf Doppel, „The Ferret“ packte zu und garnierte die 2:1-Führung mit einem 136er-Check. Gegen die Darts erspielte sich der Niederländer keine Break-Chance mehr, während Clayton 76 Punkte trocken zum Sieg löschte.
Wie geht es beim Winmau World Masters weiter?
Am morgigen Freitag wird die erste Runde des Winmau World Masters 2026 vervollständigt. Dabei kommt es u.a. zum Duell zwischen Martin Schindler und Luke Woodhouse. DAZN und Pluto TV übertragen ab 20:00 Uhr MEZ jeweils live.
Ergebnisse Donnerstag:
Donnerstag,
29.01.2026:
Abend-Session:
1.
Runde:
Chris
Dobey (13) 3-0 Jermaine Wattimena (2:1, 2:0, 2:1) – (99,36 –
89,73)
Gary Anderson (6) 3-2 Niels Zonneveld (0:2, 2:0, 2:1, 1:2, 2:0) –
(101,21 – 95,01)
James Wade (11) 3-2 Madars Razma (1:2, 2:0, 2:0, 1:2, 2:0) –
(102,56 – 95,89)
Nathan Aspinall (14) 3-1 Shane McGuirk (1:2, 2:0, 2:0, 2:0) –
(105,80 – 89,67)
Jonny Clayton (5) 3-1 Wessel Nijman (1:2, 2:1, 2:0, 2:1) –
(102,83 – 91,82)
Gerwyn Price (12) 3-0 James Hurrell (2:1, 2:1, 2:0) –
(108,51 –
101,10)
Michael
van Gerwen (4) 1-3 Damon Heta (0:2, 2:1, 1:2, 1:2) – (88,36 –
86,46)
Gian van Veen (3) 3-1 Ryan Joyce (1:2, 2:0, 2:0, 2:1) – (96,75
– 90,50)
Vorschau Freitag:
Freitag,
30.01.2026:
Abend-Session:
(ab 20:00 Uhr MEZ)
1.
Runde:
Martin Schindler (15) – Luke Woodhouse
Ross Smith (16) – Jimmy van Schie
Danny Noppert (10) – Daryl Gurney
Ryan Searle (8) – Rob Cross
Josh Rock (9) – Connor Scutt
Luke Littler (1) –
Mike De Decker
Luke Humphries (2) – Dave Chisnall
Stephen Bunting (7) – Jeffrey de Graaf
Modus 2026:
Vorrunde: Best of 5 Sets
1. Runde: Best of 5 Sets
2. Runde: Best of 7 Sets
Viertelfinale: Best of 7 Sets
Halbfinale: Best of 9 Sets
Finale: Best of 11 Sets
Ein Satz besteht aus „Best of 3 Legs“
Preisgeld 2026:
Sieger: £100.000
Runner-Up: £50.000
Halbfinale: £30.000
Viertelfinale: £17.500
Achtelfinale: £10.000
1. Runde: £5.000
Vorrunde Last 16: £2.500
Vorrunde Last 32: £1.000
Vorrunde Last 64: £750
Gesamt: £500.000
Das Preisgeld geht seit 2025 in die Weltrangliste (PDC
Order of Merit) ein
TV-Übertragung 2026:
Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle
World Series Events LIVE und in HD. Man
kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet
verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet
monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit
kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch
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Foto-Credit: PDC/Taylor Lanning
[mk]
