Die ereignisreichste WDF-Woche des Jahres wurde in Las Vegas ausgetragen. So holten sich Chris Lim und Gemma Hayter die Titel beim WDF World Masters, außerdem sorgte Benjamin Dopfer mit dem Gewinn des Jugendtitels für den ersten deutschen Erfolg seit 2017. Moreno Blom und Eve Watson setzten sich bei den World Open durch, während Deniz Baudis und Tom Sombeck das Doppel-Finale erreichten. Außerdem qualifizierten sich Liam Maendl-Lawrance und Celina Glaser für die WDF-WM.
World Masters:
Open: Chris Lim sorgt für historischen Erfolg
Das bunte Treiben in der Turnierwoche
von Las Vegas startete mit dem World Masters, genauer gesagt
mit allen Spielen bis einschließlich des Viertelfinals. Die
restlichen Matches wurden am Samstag auf der Bühne gespielt. Im
Open-Wettbewerb gelang Chris Lim ein historischer
Sieg: Als erster Nordamerikaner sicherte er sich den Titel und nahm
dabei auch einige große Namen raus. Im Turnierverlauf besiegte er
Boris Krcmar (5:4), Haupai Puha (5:1), David
Fatum (5:1) und Stefan Schroder (6:1). Im Endspiel stand
ihm Brian Raman gegenüber, der allerdings mehrere Matchdarts
verpasste und sich damit seinen Titeltraum nicht erfüllen konnte.
Aus deutscher Sicht erreichte Paul Krohne das Viertelfinale,
welches er ärgerlich gegen den genannten Raman im Decider verlor.
Carsten Hoffmann und Liam Maendl-Lawrance standen
in den Letzten 32.
Viertelfinale:
Stefan Schroder 5-3 Mürsel Yavuz (87,50 – 80,23)
Chris Lim 5-1 David Fatum (94,34 – 79,13)
Sean Fisher 5-1 Matthew Edgar (101,80 –
84,00)
Brian Raman 5-4 Paul Krohne (82,20 –
86,66)
Halbfinale:
Chris Lim 6-1 Stefan Schroder (81,19 – 80,43)
Brian Raman 6-1 Sean Fisher (86,61 – 84,59)
Finale:
Chris Lim 7-6
Brian Raman (87,80 – 81,06)
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Damen: Erster großer Titel für Hayter
Der erste ganz große Titel für
Gemma Hayter war eigentlich längst überfällig und nun hat
sich die Engländerin diesen Wunsch erfüllt. Im Achtelfinale
besiegte sie die amtierende Weltmeisterin Deta Hedman, auch von
Eve
Watson (5:4) und Rhian O’Sullivan (5:2) ließ sie sich
anschließend nicht aufhalten. Im Endspiel war es ein 81er-Average
zum 6:3-Sieg über Aurora Fochesato. Die einzige Deutsche im
Teilnehmerfeld war Irina Armstrong, die sich bis ins
Achtelfinale spielte.
Viertelfinale:
Miyu Miyawaki 5-2 Maria Carli (65,88 – 65,56)
Aurora Fochesato 5-0 Leanne Topper (70,90 – 63,89)
Rhian O’Sullivan 5-2 Steph Clarke (85,59 – 81,86)
Gemma Hayter 5-4 Eve Watson (81,24 – 72,53)
Halbfinale:
Aurora Fochesato 5-3 Miyu Miyawaki (75,38 – 66,66)
Gemma Hayter 5-2 Rhian O’Sullivan (73,66 – 67,66)
Finale:
Gemma Hayter 6-3
Aurora Fochesato (81,55 – 72,64)
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Jugend: Benjamin Dopfer macht den DDV stolz
Es ist der erste Titel beim World Masters seit 9 Jahren für Deutschland: Benjamin Dopfer gelang mit 9 Siegen in Serie der ganz große Erfolg. Konstant bestritt er seine KO-Spiele im mittleren 70er-Bereich, steigerte sich aber in den richtigen Momenten nochmal. So besiegte er Tyler O’Connor im Viertelfinale nach einem 1:3-Rückstand. Das deutsche Halbfinal-Duell mit Cedric Kanisius entschied der Bayer mit 5:3 für sich und dennoch sollte es zu einem deutschen Finale kommen. Auch Eric Petereit erwischte ein starkes Turnier, 3 der 4 Halbfinalisten kamen damit aus Deutschland. Im Endspiel hatte Dopfer das bessere Scoring parat und setzte sich mit 6:2 durch. Damit tritt er zumindest bei diesem Turnier in die Fußstapfen von Nico Blum, der 2017 für den letzten deutschen Erfolg sorgte.
Bei den Mädchen sicherte sich
Ruby Grey den Titel, da ihre Finalgegnerin
Paige Pauling einen absoluten Off-Day erwischt hatte. Im
Halbfinale mühte sich die Engländerin mit einem ungewohnt
niederigen Average von 45 Punkten gegen Celina
Glaser aus Österreich zum Sieg. Es folgte der Whitewash im
Endspiel und man hatte den Eindruck, dass beide Beteiligte froh
waren, dass das Spiel nicht noch länger ging. Maxime
Mamerow war die einzige Deutsche, erreichte aber die
KO-Runde nicht.
Open-Youth
Halbfinale:
Benjamin Dopfer 5-3 Cedric
Kanisius (76,67 – 67,22)
Eric Petereit 5-4 Conner Olson (72,82 –
73,13)
Finale:
Benjamin
Dopfer 6-2 Eric Petereit
(84,93 – 75,99)
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Mädchen
Halbfinale:
Paige Pauling 4-2 Celina Glaser (45,21 –
46,05)
Ruby Grey 4-1 Olivia Heaton (60,41 – 57,88)
Finale:
Ruby Grey 5-0 Paige Pauling
(55,26 – 53,64)
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WDF World Open:
Open-Kategorie: Blom verwehrt Edgar den Titel
Die World Open (Kategorie Silber) fanden in Moreno Blom einen würdigen Sieger. Der Niederländer verhinderte den Triumph von Matthew Edgar im Entscheidungsleg, während James Beeton und Jordan Brooks das Halbfinale erreichten. Carsten Hoffmann, Marco Laucke und Deniz Baudis standen in den Letzten 32. Im Rahmen der World Open wurde aber auch ein Doppel-Turnier ausgetragen, welches Jeff Smith und Keegan Brown gewinnen konnten. Durchaus überraschend kamen die Finalgegner in Person von Deniz Baudis und Tom Sombeck aus Deutschland.
Halbfinale:
Matthew Edgar 4-3 James Beeton (94,79 – 87,33)
Moreno Blom 4-2 Jordan Brooks (90,94 – 82,82)
Finale:
Moreno Blom 5-4
Matthew Edgar (84,38 – 85,78)
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Damen: Watson belohnt sich für konstante Leistungen
In den Tagen von Las Vegas performte Eve Watson regelmäßig gut und so war der Titelgewinn bei den World Open auch folgerichtig. Im Achtelfinale besiegte sie ihre Landsfrau Rhian O’Sulllivan mit 4:2, ehe sie Cali West mit 4:1 schlagen konnte. Nach einem 4:1-Erfolg über Steph Clarke wartete im Finale Leanne Topper, die zuvor Lorraine Hyde aus dem Weg räumte. Mit 5:3 war Watson dann aber zu stark. Für Irina Armstrong war im Viertelfinale Schluss, trotzdem brachte das endgültig genug Punkte für die sichere WM-Qualifikation.
Halbfinale:
Leanne Topper 4-0 Lorraine Hyde (64,65 – 63,20)
Eve Watson 4-1 Steph Clarke (75,45 – 70,74)
Finale:
Eve Watson 5-3
Leanne Topper (73,42 – 71,45)
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Jugend: Hammond und Grey siegen
Der Kanadier Peyton
Hammond sicherte sich mit einem 5:1-Sieg über Taylor
McGuckian seinen ersten größeren WDF-Titel. Davor gewann er gegen
Benjamin Dopfer im Semifinale, während bei den Mädchen erneut
Ruby Grey gegen Paige Pauling erfolgreich war.
Open-Youth
Finale:
Peyton Hammond 5-1
Taylor McGuckian (77,57 – 74,50)
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Mädchen
Finale:
Ruby Grey 4-3 Paige Pauling
(70,56 – 64,18)
[Alle Ergebnisse]
WDF World Darts Championship Qualifier:
Herren: Maendl-Lawrance zum vierten Mal in Folge zur WM
Auch die Hälfte der Qualifikationsplätze für die WDF-WM wurde in Las Vegas ausgespielt, weitere sollen im Jahresverlauf über einen offenen Qualifier noch folgen. Die Open-Kategorie war nah dran am perfekten deutschen Ergebnis: Liam Maendl-Lawrance sicherte sich seine vierte WDF-WM-Teilnahme in Folge. Mit einem 6:3-Sieg über Robbie Phillips qualifizierte sich der Münchner für die Lakeside, nachdem er zuvor u.a. mit einem 97er-Average gegen David Flowers auch zurück zu alten Höhen fand. Carsten Hoffmann hätte das Ergebnis noch abrunden können und zog ins Finalspiel ein. Mit 1:6 musste sich der Deutsche Meister aber gegen Berry Pater geschlagen geben, ein 71er-Average war aber letztlich zu wenig. Über die Rangliste hat Hoffmann trotzdem noch gute Karten, sein aktueller Rückstand auf einen WM-Platz beträgt nur 8 Zähler.
Finalspiele:
Berry Pater 6-1
Carsten Hoffmann (78,43 – 71,26)
Liam
Maendl-Lawrance 6-3 Robbie Phillips (86,90 –
77,54)
[Alle Ergebnisse]
Damen: WM-Finalistin wieder dabei
Im Jahr 2024 erreichte Sophie
McKinlay noch das WM-Finale, so richtig ist sie seitdem aber
nicht durchgestartet. Ein 6:3-Erfolg gegen Anca Zijlstra bescherte
ihr nun zumindest die erneute WM-Teilnahme. Rachna David war wieder
auf dem besten Weg für den erneuten Erfolg, unterlag aber der
Schottin im Halbfinale. Auch Aurora Fochesato musste sich
unter den Letzten 4 geschlagen geben.
Finalspiel:
Sophie McKinlay 6-3 Anca Zijlstra (72,21 –
68,41)
[Alle Ergebnisse]
Jugend: Celina Glaser schreibt Geschichte
Bei der Jugend qualifizierte sich Benjamin Dopfer schon durch den World Masters Titel für die WM. Adrian Eckert konnte mit einem Viertelfinale zwar Akzente setzen, es reichte aber letztlich nicht, um einen der zwei Quali-Plätze zu belegen. Diese sicherten sich stattdessen die beiden Engländer Ben Townley und Addison Hefferon. Im Finale waren Peyton Hammond und Oden Ollevier unterlegen.
Historisch wurde es dann bei den
Mädchen, denn als erste Österreicherin überhaupt wird
Celina Glaser die Lakeside-Bühne betreten. Mit
einem 5:1-Erfolg über Olivia Heaton spielte sich die 14-Jährige aus
Niederösterreich ins WM-Feld.
Open-Youth:
Finalspiele:
Ben Townley 5-4 Peyton Hammond (80,15 – 82,89)
Addison Hefferon 5-2 Oden Ollevier (79,17 – 76,92)
[Alle Ergebnisse]
Mädchen:
Finalspiel:
Celina Glaser 5-1
Olivia Heaton (47,90 – 46,78)
[Alle Ergebnisse]
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Foto-Credit: Karl-Louis Müller
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