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Dart Profis – Deta Hedman – "Caribbean Queen"
Die auf Jamaika geborene Deta Hedman gehört seit nunmehr 30 Jahren zur absoluten Dart-Weltspitze bei den Frauen, hier hat sie mit Ausnahme des Damen WM-Titels auch bereits alles gewinnen können, was man sich vorstellen kann.
Dart Profis – Deta Hedman – „Caribbean Queen“
Die auf Jamaika geborene Deta Hedman gehört seit nunmehr 30 Jahren zur absoluten Dart-Weltspitze bei den Frauen, wo sie bereits alles gewinnen konnte, was es zu gewinnen gibt. Einzig bei der WM tat sich Hedman lange schwer, oft scheiterte sie denkbar knapp vor der Ziellinie. 2025 machte sie es im Alter von 66 Jahren dann besser: Hedman schnappte sich tatsächlich erstmals den WM-Titel.
Hedman ebnet den Weg für das Damendart
Zu den Titelgewinnen in den 90er-Jahren gehörten unter anderem der Damen-Titel beim World Masters, beim WDF Europe Cup sowie der Titel bei den Pacific Masters. Hedman gilt als eine der umgänglichsten und freundlichsten Spielerinnen auf dem WDF Circuit. Nach einer zwölf Jahre dauernden Pause hat sich die damals 50-jährige Hedman 2009 entschieden, wieder aktiv an Turnieren teilzunehmen, was ihr u.a. 2010 ihren ersten Titel bei den Dutch Open eingebracht hat. Sie hatte also absolut gar nichts von ihrer spielerischen Klasse verloren und träumte auch weiterhin von ihrem ersten Lakeside-Titel. 2005 nahm Hedman an den UK Open teil und erreichte dort die Runde der letzten 64 Spieler. Dort besiegte sie Norman Fletscher und war damit die erste Frau, die vor TV-Kameras ein Spiel gegen einen männlichen Vertreter gewinnen konnte. 2011 gewann Hedman das Zuiderduin Masters, 2013 war sie beim WDF World Cup erfolgreich. Auch mit der englischen Nationalmannschaft hat Hedman schon alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt.
Immer wieder nah am WM-Titel
Bei den BDO-Weltmeisterschaften 2010 und 2011 erreichte Hedman jeweils das Halbfinale, was bis zu diesem Zeitpunkt ihr größter Erfolg bei einer WM war. Noch näher kam Hedman dem Titel bei der BDO-WM 2012, bei der sie das Finale erreichte, aber sich dann Anastasia Dobromyslova mit 1:2 geschlagen geben musste. Die größte Chance vergab der „Dark Destroyer“ aber 2014, als sie im Finale gegen Lisa Ashton bereits mit 2:0 in den Sätzen führte und zum Matchgewinn anwarf, das Spiel aber nicht über die Ziellinie bringen konnte. 2016 erreichte sie das Finale des World Masters, wo sie dann aber Trina Gulliver unterlag. Auch das Finale der BDO World Trophy 2016 konnte sie nicht für sich entscheiden. Bei der BDO-WM 2017 nahm Hedman ihren nächsten Anlauf, um endlich den so lange ersehnten WM-Titel einzufahren. Als Nr. 1 Gesetzte traf sie in der ersten Runde auf die junge Casey Gallagher. Hedman vergab im zweiten Satz mehrere Matchdarts und musste sich am Ende mit 1:2 geschlagen geben und ihre Hoffnungen auf den Titel zerplatzten auch 2017.
Viele internationale Siege
Doch davon zeigte sich Hedman bereits bei den Dutch Open gut erholt, als sie sich ihren zweiten Titel nach einem Finalsieg über Lisa Ashton sicherte. Bei den German Open holte sich Hedman im April ihren bereits vierten Titel, auch am Sonntag war die auf Jamaika geborene Dame in Bochum erfolgreich. Bei der BDO World Trophy 2017 verpasste Hedman dann ihr viertes Finale, nachdem sie im Halbfinale gegen Anastasia Dobromyslova zwei Matchdarts vergab. Ein erfolgreiches Wochenende gab es dann bei den England Open, wo Hedman zum vierten Mal das British Pentathlon gewann und sich auch den Titel der englischen Meisterin sicherte. Es folgte wenig später ihr erster Sieg bei den Welsh Masters, der Premierenerfolg bei den Belgium Masters, der Doppelschlag bei den Antwerp Open und den Antwerp Masters und der Sieg bei den Vizcaya International Darts Open. Auch bei den England Masters war Hedman erneut erfolgreich, ebenso bei den Hungarian Classic, den Jersey Classic und erstmals bei den Italian Grand Masters. Bei der BDO-WM 2018 scheiterte Hedman dann trotz einiger Chancen im Halbfinale an Lisa Ashton.
Weitere zahlreiche Titel
Davon ließ sich Hedman aber nicht lange beeindrucken und gewann erstmals die Romanian Classic in Bukarest und verteidigte erfolgreich ihren Titel bei den Dutch Open. Wenig später gab es auch ihren dritten Sieg beim Denmark Masters, ihren vierten Erfolg bei den Welsh Open und ihren sechsten Sieg bei den Polish Open. Bei der BDO World Trophy in Lancashire gab es dann aber eine überraschende 3:4-Auftaktniederlage gegen Roz Bulmer. Ende Juli feierte Hedman dann aber bei den Luxembourg Open und Masters einen Doppelsieg und verteidigte Ende November erfolgreich ihren Titel bei den Malta Open. Bei der BDO-WM 2019 unterlag sie in ihrer ersten Partie gegen Maria O’Brien mit 0:2. Bis Mitte März musste Hedman 2019 warten, als sie bei der Premiere der West Fries Masters erfolgreich war. Ihren bereits sechsten Sieg gab es bei den Polish Masters, ihren fünften Sieg feierte Hedman bei den French Open. Bei der BDO World Trophy Ende August kam allerdings schon das Aus in Runde 1. Beim WDF World Cup in Rumänien war sie Teil des siegreichen englischen Teams, zudem erreichte sie das Finale im Einzel.
Quali für die PDC-WM
Bei der WM 2020 ereilte sie erneut ein frühes Erstrundenaus. Nachdem sie 2018 bei den Romanian Classic erfolgreich war, siegte Hedman 2020 bei den Romanian International Open. Wie 2019 auch nahm Hedman 2020 an der PDC Q-School teil, kam allerdings nicht über die Runde der letzten 256 heraus. Anfang Oktober erreichte Hedman zum ersten Mal das Achtelfinale auf der Challenge Tour. Bei der ersten Ausgabe der PDC Women’s Series gewann Hedman das zweite Event und qualifizierte sich dann auch über die Rangliste mit 60 Jahren für ihre erste PDC-WM. Dort traf sie auf Andy Boulton, gegen den sie immerhin einen Satz gewinnen konnte. Im September 2021 siegte Hedman zum vierten Mal bei den England Open, ein paar Wochen später ebenfalls zum vierten Mal beim Denmark Masters. Einen weiteren Doppelschlag gab es Ende Oktober in Budapest bei den Hungarian Classic/Masters, gefolgt vom Sieg bei den Irish Classic und den Czech Open. 2022 war Hedman auch Teil der World Senior Darts Tour. Bei der ersten Ausgabe der World Senior Darts Championship unterlag sie mit 1:3 gegen Peter Manley
Rückkehr nach Lakeside
Im Rahmen der ersten WDF-Weltmeisterschaft im Jahre 2022 versuchte sie ein weiteres Mal ihren ersten WM Titel zu sichern. In der zweiten Runde traf sie als gesetzte Spielerin auf die Australierin Tori Kewish, gegen die sie enttäuschend ohne Leggewinn blieb. Gut erholt zeigte sich Hedman wenig später mit dem sechsten Sieg bei den Scottish Open. Einen weiteren Titel gab es bei den Denmark Open. Beim World Senior Masters blieb sie gegen Colin Monk ohne Leggewinn, beim World Senior Matchplay besiegte Hedman zunächst Trina Gulliver, verlor dann aber gegen Phil Taylor. Ins Finale ging es bei den Czech Open im November, auch bei den Romanian Open 2023 schaffte es Hedman wieder ins Endspiel. Ihren siebten Sieg gab es bei den Scottish Open, ihren fünften bei den Antwerp Open. Beim World Senior Matchplay rückte sie für Martin Adams ins Teilnehmerfeld, gewann in der ersten Runde gegen Kevin Painter aber nur ein Leg. Wenig später siegte sie zum vierten Mal beim British Classic. Bei der WDF-WM zog Hedman einmal mehr ins Viertelfinale ein, wo sie an Rhian O’Sullivan scheiterte. Seitdem tritt sie nun auch unter ihrem neuen Spitznamen „Caribbean Queen“ auf, unter dem sie Ende Januar beim Romanian Darts Festival einen Doppelschlag landete. Die World Senior Darts Championship 2024 war direkt nach einer Erstrundenniederlage gegen Martin Adams beendet. Im März erreichte Hedman ein Finale auf der Women’s Series, welches sie aber mit Matchdarts gegen Mikuru Suzuki verlor. Im September gab es ihren vierten Triumph beim England Classic.
Mit 66 Jahren kommt der WM-Titel
Der Auftakt in die WDF-WM 2024 glückte, nach Siegen über Kirsty Hutchinson und Nicole Regnaud stand sie im Halbfinale, wo Beau Greaves zu stark war. Mitte Januar gab es den Erfolg für Hedman beim Gold-Turnier in Las Vegas und ein Finale in Rumänien, erstmalig triumphierte sie beim Isle Of Man Masters in Douglas. Anfang Juni gab es denn Doppelschlag bei den Toronto Area Open und dem Toronto Area Classic, ehe sie zum dritten Mal bei den England National Singles erfolgreich war. Mitte Juni wurde sie zum OBE ernannt, bei der WDF-WM ging es dann nach Siegen über Mikuru Suzuki, Sophie McKinlay und Priscilla Steenbergen erneut ins Finale. Dort erfüllte sich Hedman ihren großen Traum: Mit 4:1 besiegte sie Lerena Rietbergen und damit holte sie sich im Alter von 66 Jahren ihren ersten WM-Titel. Auch das Jahr 2026 begann mit einem Doppelschlag in Las Vegas sowie dem Sieg bei den Romanian Open optimal. 32 Jahre nach ihrem ersten Triumph gewann Hedman im Mai zum siebten Mal die Denmark Open. Kurz darauf gab es sechs Jahre nach ihrem ersten Sieg wieder einen Titel auf der PDC Women’s Series. Wenig später landete sie bei den Toronto Area Open und dem Toronto Area Classic wie im Vorjahr einen Doppelschlag. Auch bei den England National Singles und den England Selsey Open triumphierte sie, für das Women’s World Matchplay konnte sie sich erstmalig qualifizieren. Dort unterlag sie ohne Leggewinn in Runde 1. Wenig später gewann sie die Welsh Open.
Name: Deta Hedman OBE Spitzname: Caribbean Queen, früher: The Heart of Darts und The Dark Destroyer Geburtstag: 14.11.1959 Geburtsort: Kingston (Jamaika) Heimatort: Witham (England) Nationalität: England Familienstand: Verheiratet Kinder: – Spielt Dart seit: 1973 Profi seit: 1987 Darts: One80 Deta Hedman 28g Sponsoren: One80, Fast-Away Händigkeit: Rechtshänderin 9-Darter: – Einlaufmusik: „This Girl“ von Kungs Cooking On 3 Burners Offizielle Webseite:www.deta-hedman.com Twitter: @Deta132
Gewonnene Titel & Leistungen:
BDO/WDF-Major: WDF-WM: Weltmeisterin 2025 BDO-WM: Runner-Up 2012, 2014 und 2016 World Masters: Siegerin 1994 und 2013 Zuiderduin Masters: Siegerin 2011 WDF Europe Cup Singles: Siegerin 1994 WDF World Cup Singles: Siegerin 2013 BDO World Trophy: Runner-Up 2016
PDC-Major: PDC-WM: 1. Runde 2021 UK Open: Letzte 64 2005