Am Samstagabend haben sich bei der Flanders Darts Trophy in Antwerpen auch die letzten beiden deutschen Teilnehmer verabschiedet. Gabriel Clemens schlug sich wacker, während Niko Springer eine ordentliche Abreibung bezog. Auch nicht mehr dabei ist Michael van Gerwen, während sich Gerwyn Price und James Wade schadlos hielten.
Springer vom Aspinall-Express überrollt
Es war sicher nicht die beste Leistung von Niko Springer, während Nathan Aspinall sich nach einer kurzen Abtastphase immer mehr in einen Rausch spielte. Am Ende erzielte er einen Durchschnitt von 106 Punkten, entsprechend lautete das Ergebnis 6:1. In den ersten beiden Legs vergab Springer jeweils eine Checkchance, im zweiten für ein 152er-Finish, während Aspinall jeweils profitierte. Davon beflügelt stürmte der Engländer in 11 Darts auf 3:0 davon und auch nachdem Springer seinen ersten Anwurf durchgebracht hatte, blieb das Bild unverändert. In 13 und 12 Darts ließ Aspinall weiter die Muskeln spielen und checkte zum Abschluss auch noch 74.
Van Veen knipst Clemens das Licht aus
Eigentlich war es ein guter Auftritt von Gabriel Clemens, aber Gian van Veen bestrafte seine wenigen Fehler gnadenlos und setzte sich mit 6:3 durch. Der Auftakt war mit einem 107er-Finish verheißungsvoll für den Saarländer, der auch seinen nächsten Anwurf durchbrachte. Van Veen hatte hier allerdings bereits Breakchancen verpasst und hielt sich in seinen Legs jeweils in der fünften Aufnahme schadlos. Ein 143er-Checkout schien die Partie in seine Richtung kippen zu lassen, doch Clemens löschte seinerseits 146 und es hieß 3:3. Im nächsten Leg verfehlte der „German Giant“ das Bullseye knapp, während van Veen im Gegenzug 82 zum 11-Darter zumachte und gleich darauf auch noch 84 nullte. Clemens bekam bei 88 Rest noch einmal zwei Chancen, nutzte diese aber nicht und van Veen blieb bei seinen 64 Zählern eiskalt.
Wade und Price sehr stabil
Gerwyn Price hat einen Start nach Maß hingelegt und beim 6:3-Erfolg über Bradley Brooks einen Average von über 103 erzielt. Price breakte zum erstmöglichen Zeitpunkt per 10-Darter und gab diesen Vorsprung nicht mehr ab. Brooks vergab eine Gelegenheit zum 3:3, konnte aber ansonsten in den Legs des Kontrahenten wenig ausrichten. Zum Schluss checkte die walisische Nummer Eins noch 116 für einen 12-Darter.
Wie oft hat James Wade solche Matches wohl schon erlebt: bei den Averages gab es praktisch keinen Unterschied, trotzdem besiegte er Jim Long klar mit 6:2. Der Nummer Zwei der Setzliste gelang früh ein Break in 12 Darts, was Long zunächst gut egalisieren konnte. Dann checkte „The Machine“ 68 und nachdem Long zwei Möglichkeiten zum Ausgleich verwarf, musste er dieses Mal ein Break in der sechsten Aufnahme hinnehmen. Danach brachte Wade das Weiterkommen souverän unter Dach und Fach.
Van Gerwen enttäuscht, Nijman müht sich weiter
Diese Leistung von Michael van Gerwen fällt in die Kategorie bedenklich, nicht zum ersten Mal in letzter Zeit. Damon Heta konnte sich gerade in der Schlussphase entscheidend steigern und triumphierte über die volle Distanz. Die ersten sechs Legs wurden gerecht verteilt, wobei immer mindestens die sechste Aufnahme benötigt wurde und van Gerwen mit einem 79er-Finish das größte Highlight setzte. Heta erhöhte das Niveau mit einem 13-Darter und auch MvG trug seinen Teil mit einem 124er-Finish zum 12-Darter bei. Es folgte ein Hold in der fünften Aufnahme auf beiden Seiten, bevor van Gerwen im Decider nur ein einziges großes Triple erwischte und Heta in 13 Darts das Ticket fürs Achtelfinale löste.
Wessel Nijman hatte mit Sebastian Bialecki den erwartet unangenehmen Gegner vor der Brust, konnte diese Aufgabe aber mit 6:4 lösen. Nach acht Legs war noch alles ausgeglichen, Nijman checkte 170, 93, 115 und 110. Er hatte zwar auch Möglichkeiten für einen kleinen Vorsprung verpasst, breakte aber dann genau im richtigen Moment in 13 Darts und brachte es dann auch ins Ziel. Dank der vorherigen Ergebnisse war Bialecki bereits sicher für sein Debüt beim World Grand Prix qualifiziert und auch der zitternde Joe Cullen kann von niemandem mehr überholt werden, sodass das Major-Feld komplett ist.
Bunting zittert sich weiter, Rock stolpert über Joyce
Da ist Stephen Bunting mit einem blauen Auge davon gekommen: Brendan Dolan machte sein vielleicht bestes Bühnenspiel der letzten Jahre, konnte sich aber knapp nicht dafür belonen. Drei der ersten vier Legs gingen an Bunting, der dafür unter anderem 94 und 101 finishte. Dolan holte die nächsten drei begleitet von einem 14-Darter, nun folgten aber drei ausgelassene Breakchancen. In der Schlussphase spielten beide einen 12-Darter, Bunting checkte hier 128 zum 5:5. Im finalen Leg bekam Dolan bei 93 Rest keinen Matchdart und „The Bullet“ war in 15 Darts doch noch zur Stelle.
Beide Spieler bekamen zwölf Gelegenheiten auf ein Doppel, aber Ryan Joyce wusste damit deutlich mehr anzufangen, als Josh Rock und behielt so mit 6:3 die Oberhand. „Relentless“ erwischte den wesentlich besseren Start, breakte zweimal in der fünften Aufnahme, während Rock dreimal das gewünschte Doppel verfehlte. Begleitet von einem 86er-Finish holte sich „Rocky“ die nächsten drei Legs, verfehlte danach aber das Bullseye zum Ausgleich und Joyce tilgte seinerseits 80 zum 5:3. Nachdem auch noch zwei weitere Versuche des Nordiren auf den äußeren Ring fehlschlugen, war sein Aus besiegelt.
Wie geht es bei der Flanders Darts Trophy weiter?
Am morgigen Finaltag der Flanders Darts Trophy 2026 wird zunächst ab 13:00 Uhr MESZ das Achtelfinale ausgetragen. Am Abend ab 19:00 Uhr MESZ wird dann die Finalsession mit Viertelfinale, Halbfinale und Finale ausgespielt. DAZN und Pluto TV zeigen beide Sessions live.
Ergebnisse Samstag-Abend:
Samstag, 12.09.2026:
Abend-Session:
2.
Runde:
Josh Rock (4) 3-6 Ryan Joyce (92,91 – 93,09)
Gerwyn Price (5) 6-3 Bradley Brooks (103,52 –
94,01)
James Wade (2) 6-2 Jim Long (96,77 – 96,71)
Gian van Veen (1) 6-3 Gabriel Clemens (101,54
– 98,81)
Michael van Gerwen (3) 5-6 Damon Heta (85,66 – 92,83)
Nathan Aspinall (11) 6-1 Niko Springer
(105,99 – 88,78)
Stephen Bunting (6) 6-5 Brendan Dolan (95,19 –
101,76)
Wessel Nijman (10) 6-4 Sebastian Bialecki (92,49 –
92,73)
Vorschau Finaltag:
Sonntag, 13.09.2026:
Nachmittags-Session: (ab 13:00 Uhr MESZ)
Achtelfinale:
Gian van Veen – Kevin Doets
Ryan Searle – Chris Dobey
Ryan Joyce – Jermaine Wattimena
Gerwyn Price – Ross Smith
James Wade – Rob Cross
Danny Noppert – Wessel Nijman
Damon Heta – Luke Woodhouse
Stephen Bunting – Nathan Aspinall
Sonntag,
13.09.2026:
Abend-Session: (ab
19:00 Uhr MESZ)
Viertelfinale:
Van Veen/Doets – Searle/Dobey
Joyce/Wattimena – Price/Smith
Wade/Cross – Noppert/Nijman
Heta/Woodhouse – Bunting/Aspinall
Halbfinale:
Sieger
Viertelfinale 1 – Sieger Viertelfinale 2
Sieger Viertelfinale 3 – Sieger Viertelfinale 4
Finale:
Sieger Halbfinale 1 – Sieger Halbfinale 2
Preisgeld 2026:
Ausgespielt werden insgesamt £230.000
pro Turnier, der Sieger geht mit £35.000 nach Hause. Alle 32
vorqualifizierten Spieler über die PDC Order of Merit und Pro Tour
Order of Merit müssen ihr Auftaktspiel gewinnen, damit ihr
Preisgeld in die Ranglisten einfließt. Sollten sie ihr erstes Spiel
verlieren, bekommen sie das Preisgeld zwar ausgezahlt, es geht aber
nicht in die große PDC Order of Merit
sowie die European Tour Order of Merit und
Pro Tour Order of Merit
ein.
Sieger: £35.000
Runner-Up: £15.000
Halbfinale: £10.000
Viertelfinale: £8.000
Achtelfinale: £5.000
2. Runde: £3.500
1. Runde: £2.000
Gesamt: £230.000
TV-Übertragung 2026:
Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle
World Series Events LIVE und in HD. Man
kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet
verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet
monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit
kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch
noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder
die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die
NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports
Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist
(kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält.
Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live
jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn
Außerdem ist das Geschehen auch kostenlos auf dem DAZN Darts X
Pluto TV Channel auf [Pluto TV] zu sehen.
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Foto-Credit: PDC Europe/Jenny Segers
[kb]
