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Baltic Sea Darts Open: Springer rettet deutsche Bilanz

Um ein Haar wären am Erstrundentag der Baltic Sea Darts Open in Kiel alle Deutschen in Aktion ausgeschieden. Nachdem für Lukas Wenig sowie die beiden Host Nation Qualifier Paul Krohne und Marcel Hausotter Schluss war, wurde Niko Springer gegen Nandor Major seiner Favoritenrolle gerecht. Cameron Menzies und Sebastian Bialecki machten mit beeindruckenden Leistungen wichtige Schritte zu einer möglichen World-Matchplay-Qualifikation.

Um ein Haar wären am Erstrundentag der Baltic Sea Darts Open in Kiel alle Deutschen in Aktion ausgeschieden. Nachdem für Lukas Wenig sowie die beiden Host Nation Qualifier Paul Krohne und Marcel Hausotter Schluss war, wurde Niko Springer gegen Nandor Major seiner Favoritenrolle gerecht. Cameron Menzies und Sebastian Bialecki machten mit beeindruckenden Leistungen wichtige Schritte zu einer möglichen World-Matchplay-Qualifikation.

Springer am Ende souverän

Mit dem Los des osteuropäischen Qualifiers Nandor Major setzte sich für Niko Springer fort, dass er diese Saison in Runde 1 kaum gegen direkte Konkurrenten von der Tour gefordert ist. Von der jüngsten Niederlage in Riesa zeigte er sich gut erholt und schlug Major mit 6:2. Dabei hatte der Ungar mit einem schönen 125er-Finish über Bull-25-Bull zunächst die 2:1-Führung inne, wofür es auch Anerkennung vom Deutschen gab. Der „Meenzer Bub“ checkte dann 112, um die Partie zum 3:2 drehen, ehe Major ihm die Vorentscheidung zum 5:2 mit vier Doppelfehlern auf dem Silbertablett servierte. Mit einem 72er-Check machte Springer auch sofort den Sack zu und zeigte mit 75% eine blitzsaubere Performance auf den Doppeln.

Wenigs Finishes nicht genug

Zwischen sensationellen Checkouts und zu vielen Fehlern musste Lukas Wenig eine 3:6-Niederlage gegen Kevin Doets einstecken. „Luu“ checkte gleich zum Auftakt 160 Punkte, geriet dann aber nach zwei Doppelfehlern mit 1:3 ins Hintertreffen. Darauf folgte das 170er-Finish des Deutschen, der im nächsten Leg wiederum 40 Punkte nicht in zwei Aufnahmen nullen konnte. Das kann man sich gegen Doets in aktueller Form nicht erlauben. „Hawkeye“ zeigte vor dem 5:2 sechs perfekte Darts und spielte abschließend auch noch einen 11-Darter.

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Doets entschuldigte sich beim Publikum, nachdem es bei sechs perfekten Darts geblieben war.

Krohne kassiert Höchststrafe, auch Hausotter ohne Chance

Paul Krohne blieb bei seiner vierten European-Tour-Teilnahme des Jahres weit von einem zweiten Sieg entfernt und unterlag Dirk van Duijvenbode mit 0:6. Wie schon bei seinen letzten beiden Auftritten klemmten die Doppel, sodass er heute sogar keinen seiner acht Versuche auf dem äußeren Ring verwerten konnte. Im ersten Leg wollte ein 76er-Finish nicht fallen und van Duijvenbode konterte gleich mit einer 92 über D18-D18. Als dann zweimal bei eigenem Anwurf 40 Punkte nicht gelöscht werden konnten, war die Messe gelesen. Bittere Ironie: Auch Krohne traf zum Schluss bei 92 Rest eine Doppel 18, hätte aber eine weitere zum Leggewinn gebraucht.

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Konnte seine starke Form der Qualifier zuletzt nicht ganz auf die Bühne bringen: Paul Krohne.

Ähnlich chancenlos war Marcel Hausotter, der in ein 1:6 gegen Joe Cullen einwilligen musste. Nachdem „Hausi“ am Oster-Wochenende in München begeistert hatte, war ihm hier nur ein Leg vergönnt, weil Cullen gnadenlose Checkouts zeigte. Gleich im zweiten Durchgang verpasste Hausotter ein 101er-Finish und Cullen konterte postwendend mit der 112. Nach zwei weiteren Doppelfehlern wurden eiskalt 65 Punkte zum 4:0 rausgenommen, ehe der Deutsche mit einer 82 zum 1:5 zum Ehren-Leg kam. Abschließend ließ sich Cullen auch bei 72 Rest nicht zweimal bitten.

Menzies stürmt Richtung World Matchplay

Ansonsten hatte die Auslosung der ersten Runde einen echten Kracher beschert: Cameron Menzies und Rob Cross hatten sich letzte Woche in Riesa jeweils mit einem Halbfinale in die Qualifikationsränge für das World Matchplay gespielt, nun kam es zum direkten Duell. Am Ende setzte sich Menzies mit 6:4 durch, der seinen brillanten 108er-Average für den Sieg auch benötigte. Zweimal stellte sich der Schotte nach 9 Darts auf ein Doppel, ein 10-Darter sprang heraus. Zum 5:2 angelte „Cammy“ auch noch die zweite 170 des Abends. Cross wird unter anderem einer knapp verpassten 152 zur möglichen 3:1-Führung hinterhertrauern. Drei weitere Fehler ließen Menzies davonziehen, bevor das couragierte Comeback von einem 13-Darter des Schotten abgeblockt wurde.

Ebenfalls einen wichtigen Sieg hat Sebastian Bialecki gelandet, der ein 1:3 gegen James Hurrell in einen 6:3-Sieg verwandelte. Der Pole spielte beinahe drei 12-Darter hintereinander und brauchte für keines der letzten 5 Legs mehr als 15 Pfeile. Damit blieb Hurrell nur die Rolle des Statisten. Bialecki bräuchte für den Sprung in die Matchplay-Ränge mindestens ein Viertelfinale.

Auch Zonneveld und O’Connor weiter

Schon länger für das World Matchplay planen können Niels Zonneveld und William O’Connor. O’Connor hat sich heute mit einem 6:4-Erfolg über Cristo Reyes in die zweite Runde gebracht. Neben der sensationellen dritten 170 der Session gab es auch einen 12-Darter zum 4:3, entscheidend war dann aber ein anderes Leg: Reyes verpasste nach einem 21-Dart-Break vier Darts zur 5:4-Führung und O’Connor schnappte sich den Sieg.

Zum Auftakt des Abends hatte Zonneveld seinen Landsmann Richard Veenstra ebenfalls mit 6:4 geschlagen. Veenstra konnte ein im ersten Leg erlittenes Break nie zurückholen und blieb insgesamt zu harmlos. „Treple Z“ darf sich somit auf ein Duell mit James Wade freuen.

Wie geht es bei den Baltic Sea Darts Open weiter?

Am zweiten Turniertag der Baltic Sea Darts Open 2026 greifen wie von der European Tour gewohnt die 16 gesetzten Teilnehmer ins Turniergeschehen ein. Auch am zweiten Tag wird verteilt auf zwei Sessions gespielt, die um 13:00 Uhr bzw. 19:00 Uhr MESZ starten. DAZN und Pluto TV übertragen die Sessions jeweils live.

Ergebnisse Freitag-Abend:

Freitag, 29.05.2026:
Abend-Session:
1. Runde:
Niels Zonneveld 6-4 Richard Veenstra (89,34 – 82,56)
Kevin Doets 6-3 Lukas Wenig (92,35 – 89,84)
Cameron Menzies 6-4 Rob Cross (108,41 – 99,02)
James Hurrell 3-6 Sebastian Bialecki (86,09 – 100,35)
Dirk van Duijvenbode 6-0 Paul Krohne (86,71 – 78,74)
William O’Connor 6-4 Cristo Reyes (94,20 – 88,75)
Joe Cullen 6-1 Marcel Hausotter (92,78 – 84,77)
Niko Springer 6-2 Nandor Major (93,25 – 86,60)

Vorschau Samstag:

Samstag, 30.05.2026:
Nachmittags-Session:
(ab 13:00 Uhr MESZ)
2. Runde:
Wessel Nijman (12) – Krzysztof Ratajski
Luke Woodhouse (14) – Andrew Gilding
Mike De Decker (11) – Jimmy van Schie
Daryl Gurney (15) – Ricky Evans
Damon Heta (13) – Karel Sedlacek
Ryan Searle (5) – Dirk van Duijvenbode
Dave Chisnall (16) – Joe Cullen
Jermaine Wattimena (10) – Justin Hood

Samstag, 30.05.2026:
Abend-Session:
(ab 19:00 Uhr MESZ)
2. Runde:
Danny Noppert (4) – William O’Connor
Chris Dobey (6) – Sebastian Bialecki
James Wade (2) – Niels Zonneveld
Stephen Bunting (3) – Cameron Menzies
Nathan Aspinall (7) – Kevin Doets
Gian van Veen (1) – Dimitri van den Begh
Martin Schindler (9) – Ryan Joyce
Ross Smith (8) – Niko Springer

Preisgeld 2026:

Ausgespielt werden insgesamt £230.000 pro Turnier, der Sieger geht mit £35.000 nach Hause. Alle 32 vorqualifizierten Spieler über die PDC Order of Merit und Pro Tour Order of Merit müssen ihr Auftaktspiel gewinnen, damit ihr Preisgeld in die Ranglisten einfließt. Sollten sie ihr erstes Spiel verlieren, bekommen sie das Preisgeld zwar ausgezahlt, es geht aber nicht in die große PDC Order of Merit sowie die European Tour Order of Merit und Pro Tour Order of Merit ein.

Sieger: £35.000
Runner-Up: £15.000
Halbfinale: £10.000
Viertelfinale: £8.000
Achtelfinale: £5.000
2. Runde: £3.500
1. Runde: £2.000

Gesamt: £230.000

TV-Übertragung 2026:

Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle World Series Events LIVE und in HD. Man kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist (kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält. Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn

Außerdem ist das Geschehen auch kostenlos auf dem DAZN Darts X Pluto TV Channel auf [Pluto TV] zu sehen.

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Foto-Credit: Paul Targyik/PDC Europe

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