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Swiss Darts Trophy: Springer kassiert Höchststrafe, Suljovic schlägt van Gerwen

Mensur Suljovic steht bei der Swiss Darts Trophy als einziger deutschsprachiger Spieler im Achtelfinale. Schon zum vierten Mal in Folge konnte er Michael van Gerwen den Zahn ziehen. Niko Springer ist dagegen mit 0:6 gegen Gian van Veen ausgeschieden. Ebenfalls raus ist Titelverteidiger Stephen Bunting, der sich damit ernsthaft Sorgen um die Teilnahme an der European Championship machen muss. Luke Humphries und Jonny Clayton gingen mit dreistelligen Averages voran.

Mensur Suljovic steht bei der Swiss Darts Trophy als einziger deutschsprachiger Spieler im Achtelfinale. Schon zum vierten Mal in Folge konnte er Michael van Gerwen den Zahn ziehen. Niko Springer ist dagegen mit 0:6 gegen Gian van Veen ausgeschieden. Ebenfalls raus ist Titelverteidiger Stephen Bunting, der sich damit ernsthaft Sorgen um die Teilnahme an der European Championship machen muss. Luke Humphries und Jonny Clayton gingen mit dreistelligen Averages voran.

Springer im Schnelldurchlauf geschlagen, Suljovic knackt van Gerwen erneut

Zum Start in den Tag war noch ein deutsches Achtelfinale möglich, schon die Niederlage von Martin Schindler gegen Tom Bissell hat das zunichte gemacht. Nun verlor auch Niko Springer sein Zweitrundenspiel – und das wegen einer Checkout-Meisterleistung von Gian van Veen mit 0:6. In den ersten vier Legs warf Springer nicht einmal auf Doppel, van Veen checkte auf dem Weg zu seinen 15-Dartern zweimal die 107 und dann auch noch 164, als der Deutsche auf 36 Rest zum Break bereit stand. Dann verpasste der Niederländer endlich ein High-Finish, aber auch beim „Meenzer Bub“ gingen die einzigen Doppel-Chancen daneben. So war das Spiel am Ende schneller vorbei, als man gucken konnte.

Zuvor hat Mensur Suljovic zum vierten Mal in Serie gegen Michael van Gerwen gewonnen und ist damit seit dem Aus bei der WM 2023 gegen „MvG“ ungeschlagen. Nach einer 5:2-Führung stand sich der „Gentle“ beinahe noch selbst im Weg und gewann am Ende mit 6:4. Per 138er-Finish spielte sich Suljovic 2:0 in Front, dann war erstmal van Gerwen am Drücker, der jedoch zwei Darts zur 3:2-Führung verpasste. Suljovic checkte über das Bullseye und schritt davon, ehe er bei 117 Rest den ersten Matchdart verpasste. Van Gerwen robbte sich nochmal auf 4:5 heran und bekam in einem schwachen Leg sogar Chancen auf den Ausgleich, scheiterte aber auch mit dem zweiten Bounce-Out in diesem Leg, ehe Suljovic mit dem 22. Pfeil das Achtelfinale erreichte.

Titelverteidiger bangt um EM, Clayton furios

Einen furiosen Auftritt hat Jonny Clayton hingelegt, der Maik Kuivenhoven dank eines 109er-Averages mit 6:1 abfertigte. „The Ferret“ spielte im zweiten Leg sein beliebtes 121er-Checkout und hatte schon das Bullseye zum möglichen 4:0 auf der Hand. Kuivenhoven grätschte sofort per 74er-Check dazwischen und war erstaunlicherweise auf Break-Kurs, obwohl Clayton weiterhin einen Punkteschnitt jenseits der 110 aufbot. Von 67 Punkten aus gab es jedoch keinen Dart auf Doppel und Clayton bestrafte das mit einer 82, bei der der Treffer im Bullseye nicht mittiger hätte sein können. Ein Leg später verfehlte Kuivenhoven das Bullseye für die 170 und bekam auch noch die 67 selbst um die Ohren. Der 12-Darter zum Abschluss war dann endgültig zu viel für den Niederländer.

Natürlich hat bei Jonny Clayton auch der Zeigefinger für die Kamera nicht gefehlt.
Natürlich hat bei Jonny Clayton auch der Zeigefinger für die Kamera nicht gefehlt.

Während Clayton eindeutig zu den Turnierfavoriten zählt, ist der Titelverteidiger raus: Stephen Bunting unterlag Jeffrey de Graaf mit dem Standard-Ergebnis des heutigen Tages (4:6). „The Bullet“ steht damit weiterhin nur auf Platz 32 im „Race to Dortmund“ und könnte aus den Qualifikationsplätzen für die European Championship fallen. Im vierten Leg kassierte er nach drei Doppelfehlern das Break und lag wenig später 1:4 hinten. Zweimal verpasste dann de Graaf mit dem letzten Dart in der Hand und der Engländer glich in 14 und 13 Darts aus. Von 156 aus gab es jedoch in zwei Aufnahmen keine Chance zum Break und de Graaf hielt mit seinem zweiten 68er-Checkout stand. 14 Darts später hatte der Schwede den Einzug ins Achtelfinale gepackt.

Humphries hält Doets auf

Auf dem Höhepunkt des Abends haben sich Luke Humphries und Kevin Doets eine hochklassige Partie geliefert, bei der „Cool Hand Luke“ im Decider die Oberhand behielt. Mit einem 122er-Bullfinish setzte Humphries früh den Ton und legte sogar eine 121 zum 3:0 drauf. Auch Doets kam allmählich in die Partie und zeigte selbst das 121er-Checkout zum 3:4-Anschluss. Der Niederländer hatte Anwurf zum Ausgleich, wurde aber von einem 11-Darter von Humphries abgefangen. Als der seinen ersten Matchdart vergab, stellte Doets in 13 und 15 Darts auf 5:5. Im Entscheidungsleg katapultierte „Hawkeye“ mit einem bitteren Bouncer zwei Darts aus der 20, Humphries ließ mit einem 14-Darter bei eigenem Anwurf aber auch nichts mehr zu.

Später gab es noch den 6:3-Sieg von Damon Heta über Danny Noppert. Heta war mit sechs perfekten Darts gestartet und hatte auch dank eines 92er-Checkouts via D18-D18 die 3:0-Führung herausgespielt. Dann erhöhte er nach den ersten Doppelfehlern Nopperts sogar auf 4:0. Wie so häufig biss sich der Niederländer trotzdem in die Partie, stand sich mit zwei verpassten Chancen auf das 3:4 aber selbst im Weg. Auch nach jeweils einem verpassten Bullseye auf beiden Seiten wurde es nicht mehr spannend, weil Heta die 25 Rest zum Match löschen konnte.

Van Duijvenbode schlägt Wade

Ein anderer Niederländer hatte dagegen mehr Erfolg: Dirk van Duijvenbode behielt beim 6:5 gegen James Wade die Oberhand. Wade verpasste das Bullseye zum 3:2, als van Duijvenbode per 103er-Checkout ein erstes Highlight zeigte. Mit einem 11-Darter ging es für den „Titan“ auf 4:3 hoch, Wade hielt in 12 Pfeilen dagegen. Als sich ein kleines Fenster öffnete, war „The Machine“ in typischer Manier zur Stelle und holte seine erste Führung. Doch dann ließ er erstaunlicherweise aus: Insgesamt vier Matchdarts gingen daneben und van Duijvenbode staubte in 14 und 17 Darts stark ab.

Zum Auftakt in den Abend hatte sich Josh Rock zu einem 6:5 gegen Dave Chisnall gemüht, mit zwei starken Anwurflegs aber immerhin am Ende nichts anbrennen lassen. Die erste Spielhälfte war geprägt von einigen Breaks, wovon eines das 4:2 für „Rocky“ bedeutete. Der Nordire traf anschließend die 11 statt der Doppel 8 und verbaute sich damit die Vorentscheidung, sodass Chisnall wenig später zum 4:4 ausgleichen konnte. Ein 113er-Checkout bedeutete aber für Rock die erneute Führung und auch beim 13-Darter im Decider hielt er „Chizzy“ auf Distanz.

Wie geht es bei der Swiss Darts Trophy weiter?

Am morgigen Finaltag der Swiss Darts Trophy 2026 wird zunächst ab 12:00 Uhr MESZ! das Achtelfinale ausgetragen. Am Abend ab 18:00 Uhr MESZ! wird dann die Finalsession mit Viertelfinale, Halbfinale und Finale ausgespielt. DAZN und Sport1 zeigen beide Sessions live.

Ergebnisse Samstag-Abend:

Samstag, 10.10.2026:
Abend-Session:

2. Runde:
Josh Rock (6) 6-5 Dave Chisnall (94,87 – 86,69)
Stephen Bunting (7) 4-6 Jeffrey de Graaf (91,67 – 93,04)
James Wade (4) 5-6 Dirk van Duijvenbode (99,72 – 93,36)
Jonny Clayton (3) 6-1 Maik Kuivenhoven (108,81 – 94,33)
Michael van Gerwen (5) 4-6 Mensur Suljovic (91,01 – 91,51)
Luke Humphries (1) 6-5 Kevin Doets (102,85 – 105,64)
Gian van Veen (2) 6-0 Niko Springer (98,02 – 92,59)
Danny Noppert (8) 3-6 Damon Heta (96,23 – 94,69)

Vorschau Finaltag:

Sonntag, 11.10.2026:
Nachmittags-Session: (ab 12:00 Uhr MESZ)
Achtelfinale:
Josh Rock – Karel Sedlacek
Jonny Clayton – Rob Cross
Jeffrey de Graaf – Bradley Brooks
Gian van Veen – Tom Bissell
Mensur Suljovic – Ross Smith
Dirk van Duijvenbode – Michael Smith
Damon Heta – Cristo Reyes
Luke Humphries – Krzysztof Ratajski

Sonntag, 11.10.2026:
Abend-Session:
(ab 18:00 Uhr MESZ)
Viertelfinale:
Rock/Sedlacek – Clayton/Cross
De Graaf/Brooks – van Veen/Bissell
Suljovic/R. Smith – van Duijvenbode/M. Smith
Heta/Reyes – Humphries/Ratajski

Halbfinale:
Sieger Viertelfinale 1 – Sieger Viertelfinale 2
Sieger Viertelfinale 3 – Sieger Viertelfinale 4

Finale:
Sieger Halbfinale 1 – Sieger Halbfinale 2

Preisgeld 2026:

Ausgespielt werden insgesamt £230.000 pro Turnier, der Sieger geht mit £35.000 nach Hause. Alle 32 vorqualifizierten Spieler über die PDC Order of Merit und Pro Tour Order of Merit müssen ihr Auftaktspiel gewinnen, damit ihr Preisgeld in die Ranglisten einfließt. Sollten sie ihr erstes Spiel verlieren, bekommen sie das Preisgeld zwar ausgezahlt, es geht aber nicht in die große PDC Order of Merit sowie die European Tour Order of Merit und Pro Tour Order of Merit ein.

Sieger: £35.000
Runner-Up: £15.000
Halbfinale: £10.000
Viertelfinale: £8.000
Achtelfinale: £5.000
2. Runde: £3.500
1. Runde: £2.000

Gesamt: £230.000

TV-Übertragung 2026:

Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle World Series Events LIVE und in HD. Man kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist (kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält. Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn

In 2026 überträgt auch Sport1 wieder die Swiss Darts Trophy:

Sport1-Übertragungszeiten:
Sonntag, 11.10.2026: Achtelfinale – Nachmittags-Session: 14:00 – 16:00 Uhr live
Sonntag, 11.10.2026: Viertelfinale, Halbfinale & Finale – Abend-Session: 17:15 – 22:00 Uhr live (inkl. Countdown)

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Foto-Credit: PDC Europe/Sebastian Doppstadt

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