Bei der Swiss Darts Trophy hat Mensur Suljovic überraschend auch Ross Smith geschlagen und steht damit in der Finalsession von Basel. Ein Vorfall rund um die Matchdarts handelte ihm aber schlechte Resonanzen ein. Derweil zeigen Jonny Clayton und Gian van Veen weiterhin starke Leistungen, Bradley Brooks steht erstmals unter den letzten 8. Komplett abgeräumt hat Luke Humphries mit einem 114er-Average.
Suljovic feiert vergebene Matchdarts von Smith
Nach Michael van Gerwen konnte Mensur Suljovic nun auch noch den besten European-Tour-Spieler der aktuellen Saison bezwingen: Gegen Ross Smith drehte er ein 3:5 zum 6:5. Smith bestrafte zu Beginn die Doppelfehler des Österreichers, ehe er dann selbst zwei Chancen auf das 3:0 vergab. Auch wenn Suljovic per 11-Darter auf 2:2 stellen konnte, zog der „Smudger“ erneut davon und checkte 77 Punkte nervenstark zum 5:3. Ab hier konnte sich Suljovic in 17 und 15 Darts ins Entscheidungsleg bringen, ohne einen Matchdart überstehen zu müssen. Dann die Aufreger-Szene: Nach einer 180 von Suljovic kam Smith mit zwei Matchdarts auf der Doppel 18 zum Zug. Das Publikum war teils mit Rufen und Buhen involviert, wozu der „Gentle“ nach dem ersten vergebenen Matchdart noch animierte. Schwer herauszuhören, ob Suljovic‘ Eingreifen entscheidenden Einfluss hatte, sportlich war das aber sicher nicht. Nach den vergebenen Matchdarts checkte er selbst mit dem letzten Dart in der Hand.
Clayton stoppt starken Cross
Am frühen Nachmittag hatte sich Jonny Clayton erneut stark präsentiert und mit einem 6:4 Rob Cross den Einzug ins Viertelfinale verwehrt, obwohl der einen Schnitt von knapp 107 Punkten spielte. Cross startete in 14 und 10 Darts wie die Feuerwehr, Clayton checkte beinahe 161 Punkte zum 2:2. Wenig später schaffte der Waliser dann doch den Ausgleich, nachdem Cross eine 112 knapp verfehlt hatte und er zum zweiten Mal im Spiel 80 Punkte räumte. Beide überzeugten fortan in ihren Anwurflegs, ehe Clayton mit einem 12-Darter zum Abschluss nochmal ein Highlight fand.
Am Abend trifft Clayton auf Karel Sedlacek, der Josh Rock in der ersten Partie des Nachmittags mit 6:2 besiegt hatte. Für den Tschechen ist es das erste ET-Viertelfinale der laufenden Saison und sein viertes insgesamt. Mit einem weiteren Sieg könnte er sogar auf einen provisorischen Qualifikationsplatz für die European Championship springen. Rock hatte nach einem langsamen Start noch 127 Punkte zum 2:2 gelöscht, ansonsten blieb der Nordire aber sehr blass. Sedlacek sammelte die letzten Legs mit hoher Konstanz in 15, 17, 15 und 16 Pfeilen ein und musste nur am Ende noch zwei Check-Chancen seines Gegners überstehen, ehe der erste Matchdart sein Ziel fand.
Van Veen trifft auf Viertelfinal-Debütanten
Nachdem es für Bradley Brooks erstmals überhaupt in ein Achtelfinale auf der European Tour gegangen war, steht er nach einem 6:3 gegen einen schwachen Jeffrey de Graaf sogar in der Finalsession. Der Schwede konnte mit einem 111er-Finish zum 3:2 letztmalig die Führung verteidigen, danach ließen sich die Lücken im Scoring nicht mehr kompensieren. Er schrammte zwar noch an einem 152er-Check vorbei, da schlug Brooks dann aber per 11-Darter zu. Abschließend reichten dem Engländer auch 21 und 18 Pfeile, ohne weitere Chancen überstehen zu müssen.
Ein völlig überraschendes Viertelfinale mit Tom Bissell verhinderte dann Gian van Veen mit einem hart erkämpften 6:4. Trotz eines 11-Darters zum 2:1 konnte van Veen die Partie nicht kontrollieren, denn auch Bissell zeigte mit einem 11-Darter zum 3:3 auf und verpasste dann bei 40 Rest drei große Chancen zur Führung. Im Stile eines Top-Spielers checkte van Veen 76 zum Break und ließ einen 12-Darter folgen. Bissell überstand den ersten Matchdart auf Bull und stellte auf 4:5, ehe der Niederländer auch im letzten Leg mit einem 13-Darter gnadenlos die Tür zumachte.
Mit Dirk van Duijvenbode hat sich auch der zweite verbliebene Niederländer durchgesetzt und mit einem 6:3 den Lauf von Michael Smith gestoppt. Mit einem 126er-Finish schloss der „Bully Boy“ an seine heroischen Finishes von gestern an, auch van Duijvenbode hielt mit einer 107 dagegen und schaffte das Break zum 3:2. In der Folge hatte der Niederländer auch Glück, dass Smith sowohl 74 als auch 76 Punkte nicht checken konnte, um das Break zurückzuholen. Stattdessen gelang dem „Titan“ selbst das 79er-Check zum 5:3 und abschließend auch noch die 96 über zweimal Doppel 19. Van Duijvenbode ist der nächste Gegner von Mensur Suljovic.
Reyes fordert unglaublichen Humphries
Zum zweiten Mal seit seiner Tour-Rückkehr hat Cristo Reyes das Viertelfinale erreicht. Auch beim 6:4 gegen Damon Heta überzeugte er mit einem dreistelligen Average. Das Break im ersten Leg war bereits entscheidend, weil der Spanier fortan für kein einziges seiner Anwurflegs mehr als 15 Pfeile benötigte. So schaukelte sich die Partie bis zum 5:3 hoch, das Reyes per 86er-Bullfinish erzielte. Da die ersten fünf Matchdarts nicht ihr Ziel fanden, rettete sich Heta noch in einen weiteren Durchgang, wo Reyes dann wieder in 14 Darts vorne blieb.
Das Beste hatte sich die Achtelfinal-Session dann zum Schluss aufgehoben: Ein unfassbarer Auftritt von Luke Humphries endete mit einem 114er-Average und 6:0 gegen Krzysztof Ratajski. Trotz eines 95er-Schnitts bekam der „Polish Eagle“ nicht einen Dart auf Doppel. In 11, 16, 12, 12, 13 und 15 Pfeilen ließ Humphries den Sport sehr einfach aussehen und geht damit als Favorit in die Finalsession.
Wie geht es bei der Swiss Darts Trophy weiter?
Die finale Session der Swiss Darts Trophy 2026 startet um 18:00 Uhr MESZ! DAZN und Sport1 übertragen sowohl Viertelfinale, als auch Halbfinale und das Endspiel in voller Länge live.
Ergebnisse Achtelfinale:
Sonntag, 11.10.2026:
Nachmittags-Session:
Achtelfinale:
Josh Rock 2-6 Karel Sedlacek (82,67 – 93,17)
Jonny Clayton 6-4 Rob Cross (100,46 –
106,68)
Jeffrey de Graaf 3-6 Bradley Brooks (80,66 – 92,05)
Gian van Veen 6-4 Tom Bissell (100,97 –
91,77)
Mensur Suljovic 6-5 Ross Smith (93,87 –
95,08)
Dirk van Duijvenbode 6-3 Michael Smith (88,37 – 91,01)
Damon Heta 4-6 Cristo Reyes (92,79 –
100,89)
Luke Humphries 6-0 Krzysztof Ratajski (114,15
– 94,96)
Vorschau Final-Session:
Sonntag, 11.10.2026:
Abend-Session: (ab 18:00 Uhr MESZ)
Viertelfinale:
Karel
Sedlacek – Jonny Clayton
Bradley Brooks – Gian van Veen
Mensur Suljovic – Dirk van Duijvenbode
Cristo Reyes – Luke Humphries
Halbfinale:
Sedlacek/Clayton
– Brooks/van Veen
Suljovic/van Duijvenbode – Reyes/Humphries
Finale:
Sieger Halbfinale 1 – Sieger Halbfinale 2
Preisgeld 2026:
Ausgespielt werden insgesamt £230.000
pro Turnier, der Sieger geht mit £35.000 nach Hause. Alle 32
vorqualifizierten Spieler über die PDC Order of Merit und Pro Tour
Order of Merit müssen ihr Auftaktspiel gewinnen, damit ihr
Preisgeld in die Ranglisten einfließt. Sollten sie ihr erstes Spiel
verlieren, bekommen sie das Preisgeld zwar ausgezahlt, es geht aber
nicht in die große PDC Order of Merit
sowie die European Tour Order of Merit und
Pro Tour Order of Merit
ein.
Sieger: £35.000
Runner-Up: £15.000
Halbfinale: £10.000
Viertelfinale: £8.000
Achtelfinale: £5.000
2. Runde: £3.500
1. Runde: £2.000
Gesamt: £230.000
TV-Übertragung 2026:
Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle World Series Events LIVE und in HD. Man kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist (kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält. Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn
In 2026 überträgt auch
Sport1 wieder die Swiss Darts Trophy:
Sport1-Übertragungszeiten:
Sonntag, 11.10.2026: Viertelfinale, Halbfinale &
Finale – Abend-Session: 17:15 – 22:00 Uhr live (inkl.
Countdown)
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Foto-Credit: PDC Europe/Sebastian Doppstadt
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