Beim vorletzten Turnier der diesjährigen European Tour hat sich Jonny Clayton mit seinem Sieg in Basel bei der Swiss Darts Trophy für den Grand Slam of Darts qualifiziert und einen bis dahin überragenden Luke Humphries im Finale mit 8:4 bezwungen. Der Österreicher Mensur Suljovic wurde erst im Halbfinale von Humphries gestoppt.
Viertelfinale:
Clayton stoppt Sedlacek
Jonny Clayton hat Karel Sedlacek zu Beginn der Final-Session mit 6:2 aufgehalten. In 14, 16 und 14 Darts legte Clayton gut los, sein erstes Leg schnappte sich Sedlacek im vierten Durchgang und nach verpassten Darts von Clayton gelang auf der D8 auch der 2:3-Anschluss. Nach einem 14-Darter und einem 104er-Finish brauchte „The Ferret“ aber nur noch ein weiteres Leg, das sich der Waliser ungewöhnlicherweise auf der D17 auch direkt holte. Sedlacek hat mit dem Viertelfinale zumindest den Anschluss an die Quali für Dortmund hergestellt, Clayton durfte mit diesem Sieg weiter auf eine Quali für den Grand Slam of Darts hoffen.
Brooks verpasst weiteren Coup
Der Run von Bradley Brooks in Basel hätte im Viertelfinale noch nicht beendet sein müssen, doch drei verpasste Matchdarts verhinderten das erste Halbfinale des Engländers auf der European Tour. Davon profitierte Gian van Veen, der für seinen schwachen Auftritt damit diesmal nicht bestraft wurde. Zweimal 17 und einmal 18 Darts reichten Brooks für eine 3:0-Führung, in der fünften Runde kam van Veen dann im Match an. Brooks verpasste daraufhin zwei Darts zum 4:1 und ein 14-Darter des Niederländers setzte das Spiel auf Null. Auch das vierte Leg in Folge ging an van Veen, Brooks breakte aber direkt zurück. Ein 19-Darter reichte Brooks für das 5:4, doch dann verpasste „Bamm Bamm“ erst ein 164er-Finish knapp auf Bull und in der folgenden Aufnahme auch zwei weitere Matchdarts auf der D12. Im Decider hatte van Veen dann mit einem 16-Darter die Nase vorne.
Starker Suljovic unbeeindruckt ins Halbfinale
Mit seiner besten Leistung im Turnierverlauf ist Mensur Suljovic auch nach den Vorkommnissen am Nachmittag den Gang ins Halbfinale gegangen. Ein 102er-Average führte zu einem souveränen 6:1-Sieg über Dirk van Duijvenbode. Nach einem 16-Darter zu Beginn breakte Suljovic in 14 Pfeilen zum 2:0, van Duijvenbodes Antwort war ein 126er-Bullfinish zum 1:2. Ein 70er-Finish des Österreichers stellte den alten Abstand wieder her, ein 120er-Shanghaifinish bedeutete bereits das 4:1. Nachdem van Duijvenbode die 167 auf Bull verpasste, nullte Suljovic im Gegenzug 80 in zwei Darts und zog ungefährdet in 15 Darts ins Halbfinale ein.
Humphries untermauert Favoritenstellung
Auch wenn Cristo Reyes das ein oder andere Doppel zu viel verpasst hat, hat Luke Humphries mit einem weiteren dreistelligen Average seine Favoritenstellung auf den Titel untermauert. Reyes eröffnete mit einem 105er-Finish, in 13 und 17 Darts holte sich Humphries die Legs zwei und drei. Eine Doppelschlacht im vierten Leg entschied der Spanier für sich, in 13, 18 und 11 Darts zog Humphries dann aber das Tempo entscheidend an. Reyes durfte nochmal auf 3:5 verkürzen, aber Humphries checkte final 109 zum Sieg.
Halbfinale:
Clayton erster Finalist
Auf der Mission Wolverhampton fehlte Jonny Clayton nach einem 7:4-Halbfinalsieg über Gian van Veen nur noch ein weiterer Sieg. Van Veen begann mit einem 87er-Finish, Clayton hielt mit einem 11-Darter dagegen. 14-Darter auf beiden Seiten bedeuteten den Zwischenstand von 2:2, ein 17-Darter von van Veen beantwortete Clayton mit einem 105er-CO und legte auch noch ein 161er-Check zum 4:3 nach. Auch „The Giant“ checkte mit der 117 nun ein Highfinish, sah bis zum Ende des Spiels aber nach einigen verpassten Doppeln nur noch die Rücklichter seines Gegners, der in 13, 16 und 14 Darts über die Ziellinie ging.
Humphries fliegt ins Endspiel
Auch im Halbfinale hat Luke Humphries nichts anbrennen lassen und einen tapfer kämpfenden Mensur Suljovic mit 7:4 in Schach gehalten. In 12 und 14 Darts fand Suljovic zwar den besseren Einstieg, doch Humphries zog in zweimal 13, 14 und nochmals 13 Darts auf 4:2 vorbei. Ein 140er-Finish wäre wohl schon die Vorentscheidung gewesen, ein 74er-Finish ein Durchgang später hielt aber den Zwei-Leg-Vorsprung. Ein 12-Darter gegen die Darts ließ Suljovic weiter hoffen, Humphries antwortete aber prompt in 11 Pfeilen und rundete mit einem 91er-Finish zum 12-Darter den nächsten starken Auftritt samt 111er-Average und einer Doppelquote von 88% ab.
Finale:
Clayton mit Sieg zum Grand Slam
Durch seinen 8:4-Finalsieg über Luke Humphries hat sich Jonny Clayton für den Grand Slam of Darts qualifiziert. Das Endspiel startete direkt mit Feuer: Humphries verpasste ein 164er-Finish auf Bull und Clayton knipste im Gegenzug 118 Punkte aus. Auf der D12 fand Humphries den Ausgleich, verpasste dann aber vier Breakdarts. Besser machte es der Engländer auf der D10 ein Leg später, gegen einen 11-Darter von Clayton war aber nichts zu machen. Auf Madhouse glich Humphries erneut aus, Clayton zeigte sich auf der D20 aber sicher für das 4:3. Munter weiter ging es auf der D8 für Humphries zum 4:4, ehe „Cool Hand“ einen Dart auf der D16 gegen die Darts vergab.
Ein verpasstes 164er-Finish von Humphries bestrafte Clayton auf der D13 zum 6:4, im elften Leg wollte auch die 161 beim amtierenden World Grand Prix Champion nicht fallen und nach einer getroffenen D20 brauchte „The Ferret“ nur noch ein weiteres Leg. Dieses holte sich der Waliser dann mit einem starken 12-Darter und feierte damit seinen vierten Titelgewinn auf der European Tour.
Wie geht es bei der PDC weiter?
Von kommenden Freitag bis Sonntag findet die European Tour 2026 mit der Dutch Darts Championship in Maastricht ihr Ende. Dort besteht auch die letzte Chance, sich die Qualifikation für die European Championship in Dortmund zu sichern. DAZN und Pluto TV übertragen an allen Tagen live.
Ergebnisse Final-Session:
Sonntag, 11.10.2026:
Abend-Session:
Viertelfinale:
Karel
Sedlacek 2-6 Jonny Clayton (95,82 – 98,82)
Bradley Brooks 5-6 Gian van Veen (92,10 – 88,74)
Mensur Suljovic 6-1 Dirk van Duijvenbode
(102,03 – 88,00)
Cristo Reyes 3-6 Luke Humphries (98,98 –
100,40)
Halbfinale:
Jonny
Clayton 7-4 Gian van Veen (105,00 –
96,47)
Mensur Suljovic 4-7 Luke Humphries
(100,55 – 111,17)
Finale:
Jonny Clayton 8-4 Luke
Humphries (101,68 –
101,75)
Preisgeld 2026:
Ausgespielt werden insgesamt £230.000
pro Turnier, der Sieger geht mit £35.000 nach Hause. Alle 32
vorqualifizierten Spieler über die PDC Order of Merit und Pro Tour
Order of Merit müssen ihr Auftaktspiel gewinnen, damit ihr
Preisgeld in die Ranglisten einfließt. Sollten sie ihr erstes Spiel
verlieren, bekommen sie das Preisgeld zwar ausgezahlt, es geht aber
nicht in die große PDC Order of Merit
sowie die European Tour Order of Merit und
Pro Tour Order of Merit
ein.
Sieger: £35.000
Runner-Up: £15.000
Halbfinale: £10.000
Viertelfinale: £8.000
Achtelfinale: £5.000
2. Runde: £3.500
1. Runde: £2.000
Gesamt: £230.000
TV-Übertragung 2026:
Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle World Series Events LIVE und in HD. Man kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist (kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält. Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn
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Foto-Credit: Sebastian Doppstadt/PDC Europe
[mvdb]
