Michael van Gerwen hat nach 2021 zum zweiten Mal das Nordic Darts Masters gewonnen. Im Finale bezwang der Niederländer Luke Humphries im Decider, musste aber schon im Viertelfinale gegen Viktor Tingström einen Matchdart überstehen. Humphries gelang im Halbfinale die Revanche für das verloren gegangene Premier League Finale gegen Luke Littler.
Viertelfinale:
Tingström verpasst nächste Überraschung
Nach Stephen Bunting gestern hatte Viktor Tingström auch Michael van Gerwen am Rande einer Niederlage, verpasste aber seinen einzigen Matchdart. Nach zwei Holds zu Beginn war es Tingström, dem das erste Break gelang, MvG schlug mit einem 78er-Finish zurück. 18 Darts reichten dem Niederländer für das 3:2, Tingström durfte aber in 23 Pfeilen ausgleichen. In 15 und 21 Darts war „The Viking“ auf einmal nur noch ein Leg von der nächsten großen Überraschung entfernt, nach einem 72er-Finish von „Mighty Mike“ vergab der Schwede dann seinen einzigen Matchdart auf Tops. Richtig überzeugend war auch der Decider von van Gerwen nicht, ein 18-Darter reichte allerdings für das Halbfinale.
Clayton gewinnt walisisches Duell
Nächste Woche beim World Cup of Darts werden sie ausnahmsweise nicht zusammen spielen, nach seiner 3:6-Niederlage hat Gerwyn Price seinen selbst auferlegten Urlaub nochmal um ein paar Stunden verlängert. Jonny Clayton überstand im Auftaktleg einen Breakdart, auch im zweiten Leg vergab Price gleich sechs Darts auf Doppel. Ein verpasstes 148er-Finish bestrafte Clayton mit einem 91er-Checkout zum 3:0, ehe dann auch „The Ferret“ dreimal auf dem äußeren Ring patzte. Ein 11-Darter korrigierte dies eindrucksvoll, ein 80er-CO brachte Price sein zweites Leg. Per 120er-Finish brachte sich Clayton in Schlagdistanz zum Sieg, in 13 Darts gab es zumindest nochmal das 3:5. Clayton ließ die ersten Matchdarts liegen, Price stellte sich bei 186 mit einer 180 auf 6 Rest, kam sogar nochmal ran, am Ende beendete Clayton aber mit dem sechsten Matchdart auf der D1 das Match.
Littler ohne Mühe
Keine Mühe hatte Luke Littler beim 6:1 über James Wade. Littler erwischte in 14 und 13 Darts den besseren Start, Wade nullte 72 für seinen einzigen Leggewinn. In 13 und 11 Darts zog Littler weiter davon, die D4 verpasste Wade im sechsten Durchgang und nachdem „The Machine“ auch nochmal zweimal auf Tops patzte, war die Messe nach einem 17-Darter schnell gelesen.
Humphries siegt im Decider
In einem Duell auf Augenhöhe bezwang Luke Humphries im letzten Viertelfinale Gian van Veen mit 6:5. Die ersten fünf Legs gingen alle an den Anwerfer, im sechsten Durchgang checkte van Veen sehenswert 143 zum 3:3-Ausgleich. Der Niederländer verpasste dann zwei Darts zum Break, fünf weitere Patzer nutzte Humphries auf der D3 zum 5:3. In 15 und 17 Darts erzwang van Veen den Decider, Humphries vergab einen Matchdart auf der D20. Im Entscheidungsleg war ein 14-Darter allerdings völlig ausreichend.
Halbfinale:
Van Gerwen steigert sich entscheidend
Um fast 15 Punkte konnte sich Michael van Gerwen im Vergleich zu seinem Viertelfinalauftritt steigern und bezwang damit auch Jonny Clayton mit 7:4. Clayton legte in 14 und 17 Darts vor, in 13 und 14 Darts hatte MvG aber die passende Antwort parat. Auch die folgenden drei Legs gehörten in 17, 15 (122er-Finish) und nochmal 15 Darts dem Mann aus Vlijmen, ehe Clayton auf der D6 die Serie von fünf Legs in Folge durchbrechen konnte. Auf der D8 stellte „Mighty Mike“ den Drei-Leg-Vorsprung wieder her, Clayton brachte folgend seinen Anwurf durch. Van Gerwen machte die Türe mit vier verpassten Matchdarts nochmal auf, doch sein walisischer Kontrahent zeigte ungewohnte Schwächen auf dem Doppelring und somit machte MvG auf der D16 den Finaleinzug perfekt.
Humphries gelingt Revanche gegen Littler
In der Neuauflage des Premier League Finals setzte sich diesmal Luke Humphries gegen Luke Littler mit 7:5 durch. Nach zwei Holds zum Auftakt setzte Humphries mit einem 164er-Finish ein erstes Highlight, ein 76er-Finish ein Leg später bedeutete das 3:1. In 14 und 13 Darts ging es nacheinander weiter, in 13 und 15 Darts glich Littler dann zum 4:4 aus. Mit einem ansehlichen 132er-Finish via Bull-Bull-D16 zog Humphries das Match wieder auf seine Seite, auf der D10 hielt „Cool Hand“ auch seinen Anwurf zum 6:4. Littler machte mit einem 12-Darter nochmal Druck, gegen den Anwurf ging jedoch gar nichts mehr und so hatte Humphries in 14 Darts leichtes Spiel.
Finale:
Zweiter Sieg in Dänemark für van Gerwen
Nachdem er bereits 2021 die Premierenausgabe des Turniers gewinnen konnte, machte Michael van Gerwen durch ein 8:7 im Endspiel gegen Luke Humphries seinen zweiten Triumph bei diesem Turnier perfekt.
Humphries legte im Finale in 15 und 18 Darts vor, ein 109er-Finish brachte van Gerwen sein erstes Leg ein, nachdem Humphries zuvor 100 auf der D19 verpasste. Bei 75 Punkten Rest machte es der Engländer besser, zwei verpasste Darts zum 4:1 bestrafte van Gerwen auf der D16 und glich zur Pause in 14 Darts zum 3:3 aus. Aus dieser kam der Niederländer mit sechs perfekten Darts, ein 100er-Finish bedeutete das 5:3. Die 112 fiel knapp nicht, mit einem 98er-CO sorgte Humphries ein Leg später für den 5:5-Gleichstand. Das dritte Leg in Folge schnappte sich Humphries auf der D20, van Gerwens Versuch auf diesem Feld landete in der S1. Der dreifache Weltmeister schlug in 14 Darts aber zum 6:6 zurück und brachte sein Anwurfleg in der sechsten Runde durch. Ein 20-Darter von Humphries führte das Finale ins Entscheidungsleg, hier verpasste Humphries ein 127er-Finish auf dem Bull zum Titelgewinn und van Gerwen knipste 72 zum 18. Sieg auf der World Series aus. Nach dem Bahrain Darts Masters ist es der zweite World Series Titel für van Gerwen in diesem Jahr.
Wie geht es bei der PDC weiter?
Weiter geht es dann mit dem World Cup of Darts in Frankfurt, der von Donnerstag bis Sonntag live auf DAZN und Pluto TV übertragen wird.
Ergebnisse Finaltag:
Samstag, 06.06.2026:
Viertelfinale:
Michael van Gerwen 6-5 Viktor Tingström (86,12 –
84,34)
Gerwyn Price 3-6 Jonny Clayton (96,46 – 91,61)
Luke Littler 6-1 James Wade (99,27 – 90,85)
Gian van Veen 5-6 Luke Humphries (96,71 – 96,39)
Halbfinale:
Michael van Gerwen 7-4 Jonny Clayton
(101,55 – 95,73)
Luke Littler 5-7 Luke Humphries (100,85 –
105,42)
Finale:
Michael van Gerwen
8-7 Luke Humphries (98,90 – 98,83)
Modus 2026:
1. Runde: Best of 11
Legs
Viertelfinale: Best of 11 Legs
Halbfinale: Best of 13 Legs
Finale: Best of 15 Legs
Preisgeld World Series 2026:
Ausgespielt werden insgesamt £100.000
pro Turnier, der Sieger geht mit £30.000 nach Hause. Außerdem
werden bei jedem Turnier Punkte für die World Series of Darts
Rangliste vergeben, die dafür verwendet wird, die qualifizierten
Spieler für die World Series of Darts
Finals in Amsterdam zu ermitteln. Das Preisgeld selbst zählt
nicht zur Weltrangliste.
Sieger: £30.000 (12 Punkte)
Runner-Up: £16.000 (8 Punkte)
Halbfinale: £10.000 (5 Punkte)
Viertelfinale: £5.000 (3 Punkte)
1. Runde: £1.750 (1 Punkt)
Gesamt: £100.000
TV-Übertragung 2026:
Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle World Series Events LIVE und in HD. Man kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist (kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält. Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn
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Foto-Credit: Kelly Deckers/PDC
[mvdb]
